Forum: Kultur
Flüchtlingspolitik: Maßnahmen der Unmenschlichkeit
DPA/ U.S. Customs and Border Protections Rio Grande Valley Sector

In den USA werden Migrantenkinder von ihren Eltern getrennt. Voraussetzung für solch radikale Maßnahmen ist eine grundsätzliche Veränderung des Menschenbilds. Und die kündigt sich Wort für Wort auch in Europa an.

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klaus.mueller 24.06.2018, 09:18
1. in der Tat

finstere Epoche die da anbricht, und es ist mir weiterhin unklar warum überhaupt, zumindest in Deutschland und Österreich ging es uns noch nie so gut jetzt, die Holländer sind auch gut unterwegs. Woher kommt all diese Kälte, der Hass? Ist das ein Virus? Eine Krankheit die die Gesellschaften von Zeit zu Zeit befällt?

KM
LG Erding

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svensationell 24.06.2018, 09:21
2. Inhaltlich ziemlich gut analysiert

für meinen Geschmack allerdings etwas daneben, ausgerechnet die LINKE als Bashing-Beispiel heranzuziehen. Nahezu jede andere Partei hätte besser dazu gepasst

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schwarzeliste 24.06.2018, 09:22
3. Asyltourismus

den gibt es tatsächlich, es gibt dafür genügend Beispiele. Z.B. eine irakische Familie die plötzlich in den Nordirak zurückkehrt, nachdem der Sohn in Deutschland ein Mädchen ermordet hat. Eindeutig Asyltourismus. Da lag keine Schutzbedürftigkeit vor. Das heißt ja nicht, dass alle Flüchtlinge Asyltouristen sind, sondern nur, dass es dieses Phänomen gibt. Insofern ist dieser Begriff völlig in Ordnung

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frankfurtbeat 24.06.2018, 09:22
4. sicherlich ...

sicherlich geht es gar nicht das Kinder von ihren Eltern getrennt werden oder auf dem Mittelmeer treibende Flüchtlingen nicht geholfen wird. Allerdings kann es nicht sein, das Europa - das vermeintliche Schlaraffenland - Zielhafen von weiteren zig-Millionen Flüchtlingen wird. Hilfe vor Ort ist zum einen wesentlich effizienter und kostet ein x-tel pro Person. Auffangstationen für eine kurze Verweildauer von Flüchtlingen ohne Asylberechtigung finde ich jetzt nicht unbedingt dramatisch. Die Menschen wissen ja das sie nur geringe Möglichkeiten haben aufgenommen zu werden - kommen ohne Papiere und kommunizieren falsche Daten. Kriegsflüchtlinge sollte ein Bleiberecht für die Dauer der besonderen Situation in ihrem Land gewährt werden. Aber die automatische Einbürgerung entspricht nicht dem Willen der Bevölkerrung zumal ein Großteil weder ein gewissen Maß an Bildung noch Veständnis für die europäische Kultur aufbringt. Wer die Ziele von Religionen kennt weiß auch das der Islam nicht ohne ist - die katholische Kirche zähle ich allerdings ebenso dazu. Alles zu verharmlosen führt zu dramatischen Veränderungen - nicht heute, nicht morgen aber in den kommenden Generationen.

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whitewisent 24.06.2018, 09:23
5.

Nein, nicht das Menschenbild hat sich verändert! Ein großer Teil der Menschheit hatte dieses Bild auch bereits in den letzten Jahrzehnten. Es wurde jedoch nicht mehr in der Politik, Medien und Kultur entsprechend wiedergegeben. Was das Ergebnis deren Freiheit der letzten 50 Jahre die Wiedererstarkung solcher Verhaltensmuster ist, sollte man sich vieleicht fragen, was man selbst falsch gemacht hat.

Ansonsten sollte man auch sehr vorsichtig sein, wenn man solche Thesen über "Migrantenkinder" angesichts aktueller emotionaler Bilder trifft. In den USA wurde jeder zehnte Einwohner in einem der 20 größten Herkunftsländern geboren (US-Census 2013). Einer Nation, die seit 200 Jahren solch riesige Integrationsfähigkeit wie -bereitschaft zeigt, sollte man nicht eine "Veränderung des Menschenbild" zuschreiben. Oder man gesteht sich eben auch ein, daß die Nachkommen von Einwanderern aus China, Polen und Ägypten vieleicht genauso Einwanderungswillige aus Haiti oder Kostarika ablehnen, wie die katholisch geprägte Latinogemeinde islamisch geprägte Einwanderer aus dem Nahen Osten oder Indien ablehnt. Das ist nicht neu, wurde nur nie so groß als Problem thematisiert, eher als Ausnahme betrachtet.

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schwarzeliste 24.06.2018, 09:37
6. In einem Land

das die Verletzung von Moral ... - es gibt zahlreiche Länder, die eine viel schärfer Asylpolitik betreiben, als Deutschland, und die historisch mit dem Nationalsozialismus überhaupt nichts zu tun haben. Z.B. eben auch die USA, aber auch Australien, osteuropäischen Länder etc. Hierzulande wird ein Seehofer in die rechte Ecke gestellt und man versucht ihn als unmoralisch zu diskreditieren, weil er Ankerzentren fordert. Dann stellt sich heraus, dass auch Frankreich und Spanien geschlossene Asylaufnahmezentren, also nichts anderes als Ankerzentren, fordern. Was nun? Hat das auch was zu tun mit zahlreichen Verletzungen von Moral im letzten Jahrhundert in Spanien und Frankreich?

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im_ernst_56 24.06.2018, 09:41
7. Die Welt hat sich verändert

Die Welt des 21. Jahrhunderts ist nicht mehr die Welt des 19. Jahrhunderts, in dem Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben (persuit of happiness) waren, in den Ländern der neuen Welt mit offenen Armen aufgenommen wurden. Und das Europa des 21. Jahrhunderts ist erst recht nicht das weitgehend unbesiedelte Nordamerika des 19. Jahrhunderts. Wenn ich recht informiert bin, hat Herr Herr Diez nicht nur Philosophie, sondern auch Geschichte studiert. Insofern sollte, der Umstand, dass sich die Welt verändert hat, jedenfalls bei einigem Nachdenken auch für ihn nachvollziehbar sein.

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stefan.martens.75 24.06.2018, 09:42
8. Es ist nichts neues

Es ist ein uraltes Problem jeder Gesellschaft.
Ein Bettler am Straßenrand ist ideale Grundlage Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit zu demonstrieren. Hunderte allerdings sind ein Fauler Mob der von der Mildtätigkeit anderer profitieren will anstatt zu arbeiten.

Die gesellschaftliche Sicht auf Sozialhilfe Empfänger, kann man da ebenfalls als Beispiel sehen. Die wenigen die 60'er und 70'er Jahre und die stetige Zunahme bis hin zu HartzIV.

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iman.kant 24.06.2018, 09:44
9. Leider greift der Autor zu kurz.

Die Menschheit steht vor Herausforderung die so noch nie gegeben waren. Die Millionen von Flüchtlingen das Deutschland aufgenommen hat kamen hauptsächlich aus Kriegsgebieten, wir sehen aber, dass die Zahl von Wirtschaftsflüchtlingen steigt. Die meisten dieser Flüchtlinge möchten ein besseres Leben in Europa haben da in den Herkunftsländern Hoffnungslosigkeit auf eine bessere Zukunft herrscht. Mit diesen zwei Arten von Flüchtlingen sind wir momentan beschäftigt und versuchen eine Antwort zu finden.

Die Menschen in den entwickelten "reichen" Ländern stehen aber vor einem noch gewaltigeren Problem - dem Klimawandel. Der Klimawandel hat in der Geschichte schon mehrmals Völkerwanderungen ausgelöst - der Unterschied lag aber darin, dass diese Menschenströme in entwickelten und informierten Gesellschaften unserer Zeit auf den Urinstinkt der Verteidigung des eigenen Gebiets stoßen. Die eigenen Ressourcen werden verteidigt um das Überleben der eigenen Gruppe zu sichern.

Wir erleben zurzeit das Erwachen dieses Instinkts. Es hilft also nichts auf moralische Werte zu verweisen, da diese Werte vom Menschen nur sekundär wahrgenommen werden. In der Maslowschen Pyramide sind diese Werte untergeordneter Natur - zuerst steht das eigene Leben, bzw. das Leben der Sippschaft die auch für das eigene Leben wichtig ist.

Es ist davon auszugehen das der Instinkt der Ablehnung erst in den Kinderschuhen steckt. Zukünftig wird sich dies noch brutaler und unmoralischer zeigen.

Auf konstruktive Lösungen zur Flüchtlingseindämmung zu hoffen ist naiv, es wird solche in kurzfristiger Zeit nicht geben. Die Menschheit wird Ihren Anstand wieder einmal verlieren.

Als einzige Möglichkeit sehe ich den technischen Fortschritt. Es müssen Techniken erschaffen werden die uns befähigen eine unlimitierte Energiequelle zu erschließen die nachhaltig ist. Damit können Menschen auch in unwirtlichen Gegenden überleben.

Für einen kleinen Erfolg rate ich dazu den Begriff Anstand wieder zu beleben. Politiker die Lügen sind nicht Anständig - man kann solche Politiker (z.B. von Storch) die in nachgewiesener Maße gelogen haben, betiteln. Es prägt sich leicht in das Gehirn ein, da es die ganzen moralischen Philosophien über die Menschheit für den Einzelnen viel fassbarer macht. Anstand ist etwas das man seinen Kindern beibringen möchte, da man ja auch hofft dass die Nachkommen mit Anstand für das eigene Wohl sorgen werden, selbst wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist.

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