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Folterdebatte über "Zero Dark Thirty": Grausame Gewissensprüfung
Universal Pictures

Verherrlicht "Zero Dark Thirty" Folter - oder ist der Film ein Meisterwerk, das die paranoide Welt der CIA analysiert? Der Thriller über die Jagd auf Terrorchef Osama Bin Laden ist höchst umstritten.

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frubi 07.02.2013, 15:30
20. .

Zitat von maria3333
Warum wurde eigentlich dieselbe Diskussion nicht bei diesem Tarantino-Machwerk "Inglorious Basterds" vom Zaun gebrochen? Bei Tarantino scheint es komischerweise immer in Ordnung zu sein, wenn Gewaltverherrlichung ohne jegliche moralische Einordnung stattfindet. Jemandem völlig grundlos mit einem Baseballschläger den Schädel einzuschlagen, während die Freunde einem zujubeln - das ist okay, in einem Film zu zeigen, ohne dass der Film es je kritisch hinterfragt...
Sie verstehen den Unterschied nicht? Oh man. Tarantinos Filme sind Popcorn Kino und haben mit der Realität so gut wie gar nichts zu tun außer einer zeitlichen Einordnung. Zero Dark Thirty behandelt künstlerisch ein reales Ergeigniss und bezieht sich auf eine große Anzahl an realen Fakten. Ich persönlich finde es ja auch in Ordnung, dass die Folterszenen derart detailliert gezeigt werden weil Waterboarding klingt für viele immer noch harmlos. Und ich finde es auch sehr gut, dass eine Dikussion dadurch entsteht. Das Fazit aus diesem Film kann für Bürger der westlichen Staaten aber nicht sein, dass Folter etwas bringt und in Ordnung ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Film versucht, seine Zuschauer davon zu überzeugen. Ich werde mir den Film am Wochenende ansehen und dann bin ich auch schlauer aber das man IB nicht mit ZDT vergleichen kann, leuchtet ihnen ein, oder?

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schorsch888 07.02.2013, 15:47
21. töten

was anderes haben die nicht vor gehabt. warum nicht verhaften und klären? "Helden" auf amerikanisch

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Vollhorst 07.02.2013, 16:02
22.

Ich finde es bemerkenswert, dass sich die amerikanische Regierung hinter diesen Film stellt. Sie hat sich doch erfolgreich dagegen Verweigert auch nur einen kleinsten Beweis für den Tod Bin Ladens zu liefern! Ich fand diese Geschichte zumindenst etwas abstrus! Kann mir auch nicht Vorstellen, dass die den einfach erschossen haben. Also ich hätte ihn geschnappt und dann gefoltert. Ach soviele Fragen die da offen bleiben.
Und jetzt les ich hier von Leuten, die glauben durch diesen Film ein mehr WISSEN oder Verständniss zu haben, a la "Ich habs doch mit eigenen Augen gesehen".

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verbalbelästigung 07.02.2013, 16:23
23. Geht man dafür ins Kino?

Schade, dass man Millionen, Dutzende Millionen Leute zuerst zahlend ins Kino schicken muss, um danach "öffentliche" "Diskussionen " zur Frage zu führen, ob Folter zur Informationsbeschaffung gerechtfertigt sein kann.
Die Antwort ist übrigens 'Nein', das weiss ich im Voraus. Leider ist Folter und Tortur in den Massenmedien (weltweit) allgegenwärtig. Wem das wohl nutzt?

Filmtip: 'Wag the Dog', 1997

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E_SE 07.02.2013, 17:07
24. Gäfgens...

Zitat von sysop
Verherrlicht "Zero Dark Thirty" Folter - oder ist der Film ein Meisterwerk, das die paranoide Welt der CIA analysiert? Der Thriller über die Jagd auf Terrorchef Osama Bin Laden ist höchst umstritten.
Opfer, ein im See versenktes ermordetes Kind, würde bis heute nicht gefunden sein, wenn nicht mit "wehtun" gedroht worden wäre.
Jajaja, darf man nicht.
Wie wäre es denn, wenn ihr eigenes Kind entführt wäre ? Wie generell würde der Betroffene dann noch hinter dem absoluten "niemals Folter" stehen ?

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totalmayhem 07.02.2013, 17:28
25.

Die Gutmenschen wittern wieder Morgenluft. Folter ist so alt wie die Menschheit, macht was dran.

Bei Homeland wird auf sehr unterhaltsame Weise gefoltert und misshandelt was das Zeug haelt, wen juckt's? Wem's nich gefaellt, der soll halt Hanni Und Nanni gucken, da geht's harmonischer zu.

Und das Propaganda auch cineastisch wertvoll sein kann, weiss man schon seit Sergei Eisensteins liederlicher Kommunisten-Lobhudelei Panzerkreuzer Potemkin.

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herr minister 07.02.2013, 17:29
26. Schlechter Film mit wichtigem Thema

In erster Linie ist der Film die typische amerikanische Heldenstory von der harten Frau, die allein gegen den Rest der Welt und natürlich die eigenen männlichen Bürokratien kämpft, dabei für die gute Sache alles gibt und ihr Privatleben völlig hinten an stellt. GÄHN! Schon 1000 mal gesehen, unglaubwürdig und stinklangweilig. Ich verstehe überhaupt nicht warum dieser Film samt overactender Hauptdarstellerin eine Oskar bekommen sollte.
Bin Laden in einer Pseudo Doku umzulegen ist einfach nur eine geschickte PR Nummer, solch ein Film kann ja überhaupt nicht floppen, egal wie schlecht und klischeehaft er ist.
Der einzige Verdienst ist tatsächlich, dass er die Folter thematisiert und das ohne selbst einen Standpunkt zu beziehen. Die Frage ist ja auch nicht einfach moralisch zu beantworten. Und das ist ein Punkt des Filmes (neben dem dämlichen Heldenepos). Darf ich grausame Methoden anwenden um evtl. damit viele Leben zu retten? Man kann nur selbst hoffen, nie in solch ein Dilemma zu kommen, wer hier eine klare Antwort hat ist einfach nur ein Heuchler.

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Tom Joad 07.02.2013, 17:35
27.

Zitat von hého
Der Film, eher ein Filmchen, lässt also allerlei Fragen offen und eignet sich eigentlich eher zu einem etwas makabren Endnachmittag-Erlebnis. Kathrin Bigelow, die ja ein paar recht spannende B-Pictures gedreht hat, sollte sich aus dem Weltgeschehen besser 'raushalten. Sorry.
Nachdem ich den viel gelobten (und meiner Meinung nach grottenschlechten) "The Hurt Locker" gesehen habe, bin ich ebenfalls äußerst vorsichtig, was das Verständnis der Regisseurin hinsichtlich Politik, Weltgeschehen und Menschen angeht. Eigentlich kann nur das Drehbuch den Film retten.

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sitting-bull 07.02.2013, 17:40
28.

Zitat von spatenheimer
Trotzdem kann kein Verschwörungstheoretiker eine zusammenhängende plausible Alternativtheorie liefern.
Kann keiner? Oder wollen sie nur nicht hinschauen?

Wie wäre es mit meiner Stichwortliste? Ist Ihnen die zusammenhängend, plausibel genug?

-Osama-Todesmeldung in Zeitung im Dezember 2001
-kein Zeuge hat ihn nach 29.11.2001 mehr lebend gesehen
-keine Interviews mehr mit Journalisten, obwohl er vor dem 29.11.2001 regelmäßig welche führte
-kurz zuvor Trennung vom Satellitentelefon, mit dem er seit Jahren überwacht wurde und das auch wusste
-5 Dementis seiner Schuld an 9/11, das Pentagon-"Geständnis"-Video vom 13.12.2001 wurde gezielt falsch übersetzt aber dem hat er nicht mehr widersprochen. Hätte er noch gelebt, wäre die Gefahr, dass eine Falschübersetzung entlarvt worden wäre, viel zu groß.
-dubiose Entkommensnachricht aus Tora-Bora, die USA hätten bewusst einen "Fluchtweg" offen gelassen
-seit Dezember 2001 auch keine Funknachrichten mehr
-dubiose Videobotschaften über die Jahre sind bezogen auf Beweis auf aktuelle Bezüge unbrauchbar, kamen immer zu US-opportunistischen Zeitpunkten, wurden zuletzt immer weltlicher, meistens von dubiosen US-Quellen wie SITE oder Intelcenter auf nicht nachvollziehbaren Wegen
-die CIA war nur zu 50% sicher, dass er danach noch lebte, was sehr ungewöhnlich ist <- bedeutet sich widersprechende Quellen.
-die Leute, bei denen er angeblich war, gehörten genauso zur ISI-HUM, wie Omar Saeed Sheik, der als Doppelagent die wahrscheinliche El-Kaida-Mao-Mao-Zelle bildete
-keinerlei Beweis für die Identität Osamas bei der 1.5.2011 Operation, keine DNA, keine Bilder, nichts. DNA-Stories zu dem Arzt und der Schwester aus Chicago sind dead ends, was DNA-Vergleichsmaterial angeht und lieferten diese NICHT
-angebliche Witwen + Kinder waren letztlich einzige Zeugen- diese stehen nicht zur Bestätigung zur Verfügung, es gab schon zuvor Todesberichte für die Frauen
-diverse sich widersprechende Operationsdetails, Osama war wehrlos, doch bewaffnet, Frauen als Schutzschild, doch nicht, Selbstmord, Erschossen, langes Feuergefecht, kurzes Feuergefecht, Hubschrauber vor- oder nach der OP abgestürzt usw. Hier gab es einen Konvergenzdruck der Versionen, die erst zu einer zusammen fanden- das ist typisch für eine Erzählung, bei der verschiedene Spieler sich nicht zu 100% an die abgesprochenen Details hielten
-20 Minuten Bildausfall bei der OP
-Bestätigung der offiziellen Verschwörungstheorie des Einsatzes über geleakte "Personal Stories" von Vätersöhnen, die sich im US-Militärdienst befinden oder in Lügengeschichten erfahren sind
(Schmidle, New Yorker, Owen, No Easy Day),
-an "Zero Dark Thirty" durchgestochende Informationen durch die CIA
-keinerlei Beweise für Details der OP durch FOIA erfahrbar
-As-Sahab und "Inspire"-Todesmeldung-Bestätigung wertlos, da Honigtopf-Fliegenfänger-Typen oder Organisationen von Geheimdiensten dahinterstecken.

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rabenkrähe 07.02.2013, 17:46
29. nene

Zitat von sysop
Verherrlicht "Zero Dark Thirty" Folter - oder ist der Film ein Meisterwerk, das die paranoide Welt der CIA analysiert? Der Thriller über die Jagd auf Terrorchef Osama Bin Laden ist höchst umstritten.

.........

Vor allem dokumentiert dieser schreckliche Film den Sieg des Terrorismus: Demokratien, die ihre in Jahrhunderten mühsam errungenen Werte so abartig und leichtfertig für wahnhafte Terroristenjagd hergeben, haben allemal verloren!
rabenkrähe

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