Forum: Kultur
Forderung nach höheren Flugpreisen: Muss man sich leisten können
DPA

Klassenhass ist genauso real wie Rassismus oder Sexismus - und spiegelt sich in Vorurteilen, Gesetzen und politischen Forderungen. Selbst bei denen, die eigentlich die Welt retten wollen.

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zweifelturm 31.07.2019, 08:51
320. SDie sind der "Horror"

Zitat von emil7685
Ich wuensche mir einen Staat wie die USA, der seinen Buergern Luft zum Atmen laesst, sich nicht uebermaessig in die Privatangelegenheiten seiner Einwohner einmischt und der Leistung belohnt. Rente, Arbeitslosenversicherung, speziell Krankenversicherung und Sozialversicherung sollten rein private Angelegenheiten sein. Der Staat sollte ausschliesslich bei unverschuldeten Notfaellen unter die Arme greifen. Wenn der Staat seinen Buergern nicht unter Zwang ueber 60% ihres Verdienstes abknoepfen wuerde dann koennten die Buerger auch wesentlich besser fuer sich selbst sorgen. Staaten wie die skandinavischen Laender und Oesterreich sind der ultimative Horror fuer mich. Das ist mein voller Ernst; das muss man hier ja immer extra betonen...
Ein widerwärtiger Beitrag. Bedeutet er doch nichts anderes, als die völlige entsolidarisierung, das negieren jedes sozialen Gedanken. Es bedeutet nichts anderes als das Endstadium des Kapitalismusses in seiner allerübelsten Form - dem Faschismus. Es bedeutet die Absage an Zivilisation, Kultur, Geist und Moral. Es ist die rücksichtslose und skrupellose Herrschaft einer Elite. Der Schwache ist nur Balast, der Mensch ist nur ein Kostenfaktor. Es ist die Entmenschlichung schlechthin. Ganz, ganz widerwärtiger Beitrag von Ihnen. Wo Sie Ihre politische und geistige Heimat haben, scheint klar.

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fritzberg1 31.07.2019, 08:53
321.

Zitat von Thinal
......... Rauchen wurde auch nicht generell verboten, sondern man hat Steuern drauf gepackt. Jetzt können nur noch Reiche rauchen. Wo war da eigentlich der Aufschrei, das ginge nicht wegen Klassismus? ..........
Es gibt da aber einen kleinen Unterschied: Die Raucherquote unter den "Reichen" war und ist deutlich geringer als unter denjenigen welche eigentlich ihr Geld für wichtigeres ausgeben sollten.

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neurobi 31.07.2019, 09:06
322. Unglaublich!

Auch wenn ich bei Sexsimus und Rassismus, bzw. bei der Definition wann welches Verhalt was ist zu einem ganz anderen Ergebniss komme, hier liegt sie goldrichtig!

Jedem Menschen sollten die gleichen natürlichen Ressourcen zustehen. Wer mehr verbrauchen will müsste gezwungen sein anderen ihre Rechte abzukaufen. So könnte jemand im Extremfall davon leben. anderen seine Rechte zu verkaufen. Das würde ein ganz neues Sozialsystem ermöglichen.

Einfach nur teuer machen wäre eine Auslese nach Geldbeutel und der hat bekanntlich oft nichts mit erbrachter Leistung zu tun.

Sogar das Beispiel mit dem Bluttest passt und beschreibt die Auswirkung trefflich.

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zweifelturm 31.07.2019, 09:12
323. Ja, ja, langsam, wirklich ganz langsam.

Zitat von ZoeHollister
beginnen immer mehr Menschen zu verstehen, dass unser Land es "eben nicht schafft", so viele Migranten auf einen Schlag aufzunehmen. Wo geht sie denn hin, unsere sogenannte Freiheit? Das Sicherheitsgefühl nimmt dramatisch ab und es wird auch nicht besser, wenn ich bald an jeder Ecke meinen Ausweis vorzeigen muss. Bzgl. der Zweiklassengesellschaft bin ich aber bei ihnen.
Ihr "eben nicht schafft, so viele Migranten auf einen Schlag aufzunehmen" - das ist der Brüller schlechthin.
Die Braunen sind eben am verzweifeln. Versiegende Flüchtlingsströme, kein Abgrund, kein Chaos, nichts von alledem, - Aber mal wieder die clowneske braune Echokammer, die Flüchtlinge, der Abgrund ---. Die immer gleiche Leier, der immer gleiche Schwachsinn der AfD/Pegida-Schreihälse und sonstiger stramm Rechter: Das generieren von Feinden und Sündenböcken. Die Leute werden vollpfostig in einen patriotischen Wahn getrieben durch das Ziel, eine Bedrohung oder einen Feind bekämpfen zu müssen. Es wird versucht,eine Besessenheit von der nationalen Sicherheit zu generieren und die daraus erhofft erzeugte Angst wird als Mittel einer Motivation für das ´Volk´ eingesetzt um es ´denen da oben´ die das ´Volk verraten´ zu zeigen. Ihr Beitrag hat mit der realen Welt überhaupt nichts zu tun. Garnichts.

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schwäbischalemannisch 31.07.2019, 09:14
324. Verzicht ist weder geboten, noch die Lösung

Auch wenn viele verblendete UmweltApostel hier ihre kruden Theorien verbreiten - Verzicht, Einschränkungen und Verbote bringen nicht nur nichts, sie sind sogar kontraproduktiv. Wer meint über Verzicht CO2 ein zu sparen, dem fehlt schlicht die Lösungskompetenz. Man könnte auch den Begriff „einfältig“ verwenden. :………////;;;;;………

Wir haben weltweit über 6.000 Kohlekraftwerke und es kommen jede Woche mindestens zwei neue dazu. Würden wir in Deutschland bspw sofort alle Kohlekraftwerke abstellen und statt dessen die bestehenden AKW laufen lassen, dann wären wir auf einen Schlag fast 40% unserer CO2 Emission los. Das würde was bringen. Und dann noch die Massentierhaltung verbieten. Das bringt mehr als eine CO2 Steuer, die nur wieder unglaubliche Bürokratie schaffen würde.

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t.schulte 31.07.2019, 09:17
325.

Zitat von ich2010
Es geht doch nicht um die paar Euro, die der Flug teurer wird. Es geht darum, dass durch die CO2 Steuern sehr viele Menschen finanziell exterm benachteiligt werden. Und nein, ärmere Menschen verbrauchen nicht weniger CO2.
Die ETH Zürich widerspricht Ihnen vehement. Die oberen Einkommen hauen knapp doppelt so viel CO2 raus wie die unteren.
Für ne Tonne CO2, und erst recht die 10 Durchschnitts Tonnen pro Bundesbürger muss man sich schon Mühe geben.

Der Durchschnitts-deutsche macht also rund 10 Tonnen CO2 im Jahr. Nehmen wir mal an die kosten dann demnächst 30,- EUR/Tonne, also 300,- EUR im Jahr/25,- EUR im Monat. Im Schnitt. Für manche ist das tatsächlich eine ernst zu nehmende Summe Geld. Sind also 25 Milliarden im Jahr.

Die verteile ich jetzt wieder an die Bürger, eben auch 300 EUR im Jahr.

Erzeugst Du 15 Tonnen CO2 im Jahr zahlst Du natürlich mehr und hast entsprechend 150 EUR im Jahr netto weniger, 15 Tonnen CO2 emittieren muss man sich erst mal Leisten können, das sind runder 100.000 km Flug/Jahr und damit 5 mal im Jahr janz weit nach Asien und zurück. Oder so 6000 Liter Heizöl/Diesel. Das reicht um eine 400qm Wohnung kuschelig zu halten.

Machste weniger als 10 Tonnen im Jahr kriegst Du unter dem Strich was raus.

Die ETH Zürich hat das Verhältnis von Einkommen und CO2 Emissionen just untersucht, und siehe da, die hohen Einkommen verursachen knapp doppelt so viel CO2 wie die unteren. Sowas auch.

Das heißt mit unterdurchschnittlichem Einkommen ist es recht unwahrscheinlich das Du bei einem CO2 Abgabe Modell wie in der Schweiz kein Geld raus bekommst.

Ich habe zunehmend das Gefühl das die, die am lautesten gegen eine solche Umlage stänkern genau die sind, die viele Fernreisen machen, in dicke Autos viel durch die Gegend ballern und nur dagegen Argumentieren weil Sie den Gedanken nicht ertragen können das vielleicht 10 Eur/Monat ihres hart verdienten hohen Einkommens auf dem Wege ich die Taschen von Mitbürgern niedriger Einkommen kommen. Dazu passt auch welche Parteien plötzlich die Interessen der "Armen" auf der Agenda haben. Zufällig die gleichen die Spitzensteuersätze reduzieren, die Umsatzsteuer für Hotels ermäßigen und sich mit Händen und Füßen gegen Vermögenssteuer wehren. Merkst Du auch, richtig?

Den Grünen dann, während sie einen Umverteilungsmechanismus von oben nach unten promoten, zu unterstellen Sie wären plötzlich die Partei der oberen Einkommensgruppen ist als Propaganda gradezu brilliant.

Alternativ kann es natürlich auch sein das viele nicht verstehen wie so eine Umlage funktioniert, AKK hatte es ja auch nicht begriffen. Oder tut halt so. Kann ja nicht sein das man Spitzensteuersätze senkt und dann hintenrum über die CO2 Umlage wieder um 0.x% erhöht.

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han1610 31.07.2019, 09:18
326. Der Sinn

... von Besteuerungen sollte sein, die Schäden zu beheben oder zumindest einzudämmen, die wir mit welchem Konsum auch immer verursachen. Der Kern hier scheint die Frage zu sein, ob nicht jeder, egal welcher finanziellen Klasse er angehört, das Recht auf Umweltsünden hat. Wenn der Reiche sich rauskaufen kann, sollte das dem Armen auch gestattet werden? Ich kann und will mir keine Flugreisen leisten, ich bin eben nicht der felsenfesten Überzeugung, dass diese zu den Grundrechten gehören und ich Anspruch darauf habe. Es kommt auch keiner auf die Idee zu verlangen, dass ein Porsche billiger angeboten werden muss, damit ich nicht diskriminiert werde weil ich mir keinen leisten kann. Ich tu für die Umwelt, was in meiner begrenzten Macht steht und heule nicht rum, dass ich es mir nicht leisten kann, ihr zu schaden. Wenn die Reichen das tun wollen, sollen sie wenigstens abkassiert werden, um teilweise was gutzumachen und wirklich das Ausmaß einzudämmen. Es geht um die Umwelt und nicht um mein Wohlbefinden, und wenn ich für dieses Flugreisen oder jeden Tag Fleisch auf Kosten der Umwelt brauche, bin noch ärmer, als ich dachte.

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t.schulte 31.07.2019, 09:23
327.

Zitat von ich2010
Es geht nicht um das Recht auf irgendetwas. Es geht darum, dass durch eine eklatante Verteuerung der Lebenshaltungskosten ein nicht geringer Teil der Bevölkerung ins finanzielle Aus gestellt wird.
Vielleicht einfach mal nachlesen wie eine solche CO2 Umlage funktioniert, dann schreibt man auch nicht so falschen Kram.

Und vielleicht bei der Gelegenheit darüber reflektieren das ausgerechnet die Parteien jetzt plötzlich "die Armen" entdecken, die bisher dadurch aufgefallen sind Spitzensteuersätze zu senken, Umsatzsteuersätze für Hotels runter zu schrauben und eine Vermögenssteuer für des Teufels Idee zu halten.....

Wenn die gleichen Parteien gegen eine CO2 Umlage sind könne Sie drauf wetten das die Spitzensteuersatz/Vermögenssteuer-Profiteure diejenigen sind die drauf zahlen würden.

Was offensichtlich ist wenn man bedenkt das obere Einkommensgruppen pro Kopf fast doppelt so viel CO2 zu verantworten haben wie niedrige......

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Tingletangle 31.07.2019, 09:26
328. Huch, mein Weltbild wankt

eine vernünftige, gut durchdachte Kolumne von Frau Stokowski. Das erlebt man wirklich nicht alle Tage!

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schwäbischalemannisch 31.07.2019, 09:29
329. Das Problem mit der Lenkungswirkung

Ziel ist es CO2 zu vermeiden. Nicht weniger zu fliegen. Wenn das so ist muss man die Förderung von CO2-neutralem Kerosin stärken. Das schafft man nicht, indem man eine Steuer auf das Fliegen erhebt. Wesentlich erfolgversprechender ist es, klassisches Kerosin, dass in unserem Luftraum verbrannt wird, mit einer Abgabe zu versehen. Quasi ein Äquivalent zu der frei gesetzten Menge an CO2. Die Erfassung dürfte da noch das geringste Problem sein. Ob Überflieger über dem deutschen Luftraum vertraglich überhaupt belangt werden können, das wäre spannend zu sehen. Jedenfalls könnte mit diesen Einnahmen Kerosin, das synthetisch und CO2 neutral ist, subventioniert und so sukzessive eine Umstellung auf CO2 neutrales Kerosin oder einen ganz anderen Treibstoff ermöglicht werden.

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