Forum: Kultur
Forderung nach höheren Flugpreisen: Muss man sich leisten können
DPA

Klassenhass ist genauso real wie Rassismus oder Sexismus - und spiegelt sich in Vorurteilen, Gesetzen und politischen Forderungen. Selbst bei denen, die eigentlich die Welt retten wollen.

Seite 36 von 46
skipjack 31.07.2019, 10:33
350. Yachten und Hubschrauber

müssen nach der Logik unbedingt billiger werden, damit sich sowas nicht nur die Reichen leisten können. Ganz im Ernst: Wenn alle alles konsumieren, wird das nix mit dem Klimaschutz. Deshalb ist es richtig, die besonders schädlichen Dinge zu verteuern. Zusammen mit mehr Umverteilung des gesellschaftlichen Wohlstands zu Lasten der Reichen und zu Gunsten der Armen stimmt dann auch das Ergebnis wieder.

Beitrag melden
schwäbischalemannisch 31.07.2019, 10:42
351. @337-Konsum- und Mobilitätsverhalten ändern müssen..?!

Ich denke das ist ein Trugschluss. Erstens will sich kaum jemand einschränken. Und zweitens besteht dazu auch kein Grund. Es wird leider, möglicher Weise sogar gut gemeint etwas verwechselt. Das Problem der Erwärmung hat nichts mit zu viel Energie, zu viel fliegen, Auto fahren oder sonst was zu tun. Das Problem ist, dass dabei überwiegen fossile Brennstoffe verwendet werden. …………//////……… weniger zu fliegen wird nicht viel ändern. Ergo: wir müssen Treibstoffe nehmen, die CO2 neutral sind. Heißt: nicht weniger fliegen, Auto fahren etc, sondern mit anderen Treibstoffen. Ob das E-Auto hier die beste Lösung ist darf bezweifelt werden.

Beitrag melden
dr.eldontyrell 31.07.2019, 10:46
352. Völlig menschlich

Zitat von fridericus1
... in den sognannten schlechten Gegenden (niedrig) mit denen in den sogenannten besseren Gegenden (hoch) vergleicht, ahnt man, warum sich die meisten Politiker keinen Deut um arme Menschen scheren. Die Linke machts, kommt aber u.a. wegen der politischen Absenz ihres Klientels kaum vom Fleck. Solange arme Menschen sich nicht wirklich effektiv an der Willensbildung beteiligen, wird auch gegen sie Politik gemacht.
Wenn man über Jahre links liegen gelassen wird, gesellschaftlich geächtet, vom gesellschaftlichen Leben größtenteils ausgeschlossen, deklassiert zum Menschen 3. Wahl, dann kann so etwas wie Resignation entstehen, daraus dann eine gewisse Lethargie. Man verliert sämtliche Hoffnung. Dazu noch die mediale Dauerindoktrination, dass alle links der CDU Kommunisten seien, und eine neue DDR ja nun wirklich niemand wolle...
Daher wähle ich jetzt die sehr gute Partei DIE PARTEI. Wenn ich schon untergehe, dann mit einem Lachen.

Beitrag melden
isar56 31.07.2019, 10:48
353. Das setzt schon ganz früh an

Gymnasium 1972: wenn Dir Deine Eltern keinen Rechenschieber (alternativ Diercke, Langenscheidt) kaufen können, musst Du halt in die Volksschule gehen. Töchter von Bankdirektor, Augenarzt, Jurist etc konnten grundsätzlich besser denken, singen, turnen.
Grundschule 2007, 3. Klasse. Der Rektor hält ein Mäppchen in die Luft und zeigt es der Klasse: ratet Mal wem dieser Dreck gehört.
Lösung: einem kleinen Jungen, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Der hungrig in den Unterricht kommt.
Kleiner Hinweis: die Schülerin 1972 hat studiert und ist seit Jahrzehnten berufstätig.
Der Schüler 2007 hat eine Ausbildung abgeschlossen und ist ebenfalls heute Steuerzahler.

Beitrag melden
t.schulte 31.07.2019, 10:50
354.

Zitat von kleinsteminderheit
Es ist ein Irrglaube, wenn wir meinen, dass die Unterschicht mit falschem Konsum die Erderwärmung befeuert. Wer beengt im Altbau wohnt, seinen alten Diesel fährt, so lange es geht und ein Jahr spart um nach Mallorca zu fliegen ist derzeit der Buhmann.
Wer zwischen seinem Altbau und seinem alten Diesel 4000 bis 5000 Liter Heizöl und Diesel im Jahr verbraucht sollte im Winter vielleicht einfach mal die Fenster schließen. Das muss man nämlich in etwa verballern um durchschnittlich viel CO2 raus zu hauen.

Die 400 bis 500 Kg CO2 für den Flug nach Malle und zurück kriegt man auch mit Altbau noch unter.

Beitrag melden
dr.eldontyrell 31.07.2019, 10:51
355. Haben Sie den

Zitat von zwurgl
Die ernsthaften Konzepte zu einer CO2-Steuer sehen ja vor, dass sie an die Menschen zurückgegeben wird, jedenfalls an die die weniger als der Durchschnitt verschmutzen. Also wird der Ferienflug zwar teurer, aber wer die Umwelt schonen will oder seine Ziele in der Nähe sucht, bekommt evtl sogar Geld zurück. Bei manchen anderen Maßnahmen die diskutiert werden, ist es derzeit ja so, dass die Allgemeinheit, auch die die weniger Mittel haben, diejenigen subventionieren, die es sich rausnehmen, viel zu verbrauchen: z.B. bei Steuerprivilegien für große Dienstwagen und für Flugbenzin. Es muss das Steuer rumgerissen werden: Wir fahren unsere Erde in den Abgrund wenn es so weitergeht. Und bei diesem Steuer rumreißen wird es Leute geben, die das mehr als andere zu spüren bekommen. Wer sein Leben so plant, dass er oder sie jeden Tag 60 km einfach in die Stadt zum Job pendelt, weil ja das Autofahren ausreichend billig und die Straßenbenutzung umsonst ist, der oder die wird wahrscheinlich umdenken müssen. Oder soll die Allgemeinheit weiter für diese Lebensentscheidungen mirbezahlen? Wo steht geschrieben, dass es ein unveräußerliches Menschenrecht ist, für 29€ Flugkosten die Verwandtschaft oder den Partner am anderen Ende Europas besuchen zu können? Das wird im Einzelfall bitter sein, wenn davon einiges nicht mehr oder nur noch seltener geht - aber auch her: Was ist die Alternative? Dass auch diejenigen, die keine solche Flüge machen, zur Kasse gebeten werden? Klar muss es über den Preis gehen! (Aber siehe oben: Die CO2-Steuer erlaubt ja einen Sozialausgleich, wenn man den eigenen Schadstoffaustoff reduziert.)
Artikel überhaupt gelesen?
"Wer sein Leben so plant, dass er oder sie jeden Tag 60 km einfach in die Stadt zum Job pendelt, weil ja das Autofahren ausreichend billig und die Straßenbenutzung umsonst ist, der oder die wird wahrscheinlich umdenken müssen."
Fragen Sie mal den Zeitarbeiter, den Niedriglöhner, der pendeln MUSS, weil er sonst recht schnell bei der ARGE vorstellig werden kann. Der sich einen Umzug schlicht nicht leisten kann.

Beitrag melden
drogeriefan 31.07.2019, 10:52
356. selten so einen Blödsinn gelesen ....

Wer Klassismus mal eben locker neben Rassismus und Sexismus setzt, dem scheint die Fähigkeit oder der Wille zum Differenzieren zu fehlen.
Und der Versuch, die klimaschädlichsten Gewohnheiten - die wir durch massivste Subventionen gleichzeitig zu den billigsten Entscheidungsalternativen gemacht haben - durch das "ich kann mir halt nichts anderes leisten" ist mehr als Schmalspurdenke und eher dem Versuch, krampfhaft an geliebten Gewohnheiten festzuhalten und ja nichts ändern zu müssen, geschuldet.
Warum bitte erwähnt sie nicht den Gesetzesvorschlag, die DB von der MWST zu befreien, damit eben diese unsägliche den Subventionen geschuldeten Diskrepanz zwischen Zugfahrt und Flug gemindert wird?

Oder warum zitiert sie nicht Studien von FAO zu Haushaltsausgaben in Haushalten weltweit, die leider belegen, dass der Anteil für Lebensmittel an den Familienausgaben GANZ UNABHÄNGIG vom Einkommen immer kleiner werden - aktuell 8-10% .... vor wenigen Jahrzehnten erst noch ca. 30%.

Fangen wir jetzt an Subventionen, die sich im Nachhinein als desaströs erweisen (und nicht nur bei Fleisch & Co. eine massive Ausbeutung von Tier und Mensch bedingen - ist das gerecht? - wo bitte bleibt die Ambition auf "Gerechtigkeit" mit den Menschen in Fernost, Afrika etc.? - oder schauen wir da doch wieder nur auf die eigenen Landesgrenzen?), gutzuheißen und zu rechtfertigen, weil sich dadurch Menschen, die nicht das entsprechende Portemonnaie haben (und das heißt überhaupt nicht wie von der Autorin suggeriert, dass man auf solche Leute als faul etc. herabschaut!!!!!), entsprechende, vor gar nicht allzu langer Zeit noch klar als LUXUS definierte Dinge und Services leisten können ???

Dinge und Dienstleistungen müssen wieder den Preis haben, die sie auch effektiv kosten (und das heisst nicht nur Preise rauf, sondern an anderen Stellen auch Preise runter). Alles andere führt leider zu all den Konsequenzen, die wir heute kristallklar sehen und erleben und die leider schlussendlich zu all den "-ismus" Dingen führen und an denen wir dann ALLE beteiligt sind ....

Und nein, ich verbiete keinem seine Flugreise oder sein Stück Fleisch, aber bitte um eine klare Übernahme von Verantwortung und nicht Vorschützen falscher Ausreden.
Wenn wir ALLE nicht unsere Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen, vieles davon was ABSOLUT AUSSERHALB des Portemonnaies stattfindet, dann wird es für uns alle zappeduster, und leider für die ärmsten unter uns am aller ehesten. Alle in Afrika vertretenen UN-Orgas, die den Klimawandel und seine wirklich existenziellen Auswirkungen in den zuerst betroffenen Ländern beobachten können, reden hier schon lange Klartext....

Beitrag melden
t.schulte 31.07.2019, 10:59
357.

Zitat von Chico73
Im Grunde gibt es für das ja durchaus richtig beschriebene Dilemma nur folgende Lösung - ähnlich dem Zertifikatehandel: Jedem Bürger wird pro Jahr 1 Flug (3000 Meilen), 5000 Freikilometer auf Autobahnen, 1 Zugfahrt (1000 Km), Heizwert von 10.000 kw, etc. zugebilligt und das bei einem endlichen Angebot und festen Preisen durch die Produzenten/Versorger. Wenn er mehr verbrauchen will, muss weitere Kontingente bei anderen Bürgen einkaufen. Wichtig ist natürlich, dass der zusätzliche Preis nicht beim Hersteller/Anbieter landet, sondern bei demjenigen, der auf seinen Flug verzichtet oder weniger Auto fährt. Willkommen in Utopia...
Oder, ganz aberwitzige Idee, man legt die Kosten auf das emittierte CO2 um, was dann den zusätzlichen Vorteil hat das Erzeuger und Konsumenten einen Anreiz haben effizient produzierte Produkte zu kaufen, statt das es wie in deinem Modell völlig egal ist ob ich mit einer 30 Jahre alten 767-300 oder einem neuen, pro Sitz 25% sparsameren, A330-900 in den Urlaub fliege....

Und das mit den festgelegten Preisen lassen wir auch lieber, sonst schafft man sich nur einen schönen, lukrativen Schwarzmarkt.....

Beitrag melden
cabeza_cuadrada 31.07.2019, 11:00
358. 29 Euro Flüge

Zitat von zwurgl
Die ernsthaften Konzepte zu einer CO2-Steuer sehen ja vor, dass sie an die Menschen zurückgegeben wird, jedenfalls an die die weniger als der Durchschnitt verschmutzen. Also wird der Ferienflug zwar teurer, aber wer die Umwelt schonen will oder seine Ziele in der Nähe sucht, bekommt evtl sogar Geld zurück. Bei manchen anderen Maßnahmen die diskutiert werden, ist es derzeit ja so, dass die Allgemeinheit, auch die die weniger Mittel haben, diejenigen subventionieren, die es sich rausnehmen, viel zu verbrauchen: z.B. bei Steuerprivilegien für große Dienstwagen und für Flugbenzin. Es muss das Steuer rumgerissen werden: Wir fahren unsere Erde in den Abgrund wenn es so weitergeht. Und bei diesem Steuer rumreißen wird es Leute geben, die das mehr als andere zu spüren bekommen. Wer sein Leben so plant, dass er oder sie jeden Tag 60 km einfach in die Stadt zum Job pendelt, weil ja das Autofahren ausreichend billig und die Straßenbenutzung umsonst ist, der oder die wird wahrscheinlich umdenken müssen. Oder soll die Allgemeinheit weiter für diese Lebensentscheidungen mirbezahlen? Wo steht geschrieben, dass es ein unveräußerliches Menschenrecht ist, für 29€ Flugkosten die Verwandtschaft oder den Partner am anderen Ende Europas besuchen zu können? Das wird im Einzelfall bitter sein, wenn davon einiges nicht mehr oder nur noch seltener geht - aber auch her: Was ist die Alternative? Dass auch diejenigen, die keine solche Flüge machen, zur Kasse gebeten werden? Klar muss es über den Preis gehen! (Aber siehe oben: Die CO2-Steuer erlaubt ja einen Sozialausgleich, wenn man den eigenen Schadstoffaustoff reduziert.)
es geht überhaupt nicht darum dass Flüge für 29 Euro teurer werden, und das wissen sie auch. Außerdem gibt es keinen Flug wo jeder Passagier nur 29 Euro bezahlt hat. Das ist populistischer Quatsch weil man damit natürlich mehrheitlich Zustimmung erfährt. Sicher kann man mit etwas Glück mal so einen günstigen Flug buchen, dafür zahlen dann andere Passagiere mehr. Sonst rechnet sich das für keine Fluggesellschaft. Und zeigen sie mir mal die Familie mit schulpflichtigen Kindern die in den Ferien Flüge für 29 Euro gebucht haben. Die zahlen deutlich mehr und werden von der umjubelten Steuer betroffen sein. Vielflieger sind meist beruflich unterwegs, da zahlt es der AG, oder Promis, denen ist die Steuer auch egal. Von denen wird nicht ein Einziger sein Flugverhalten ändern, obwohl gerade die das größte Flugaufkommen verursachen. Aber nur ran an den Geldbeutel des kleinen Mannes der vielleicht einmal pro Jahr fliegt.

Beitrag melden
mwroer 31.07.2019, 11:08
359.

Zitat von shrufu
Söder hat vorgeschlagen Plastiktüten zu verbannen. Klingt richtig.
Klingt richtig, ist aber falsch.

Der Irrglaube das Papiertüten besser sind hält sich erstaunlich hartnäckig. Das gilt aber nur für 'nach der Verwendung' - nämlich insofern als das sie sich schneller in der Natur auflösen. Was grundsätzlich eine komplett zu vernachlässigende Eigenschaft *wäre* wenn nicht irgendwelche Idioten ihren Müll irgendwo hin werfen würden.

Das gleiche gilt für 'Glas ist besser als Plastik'. Auch Unfug.

Das einzige was in der Tat richtig ist: Mehrweg ist besser als Einweg (und selbst da gibt es gewisse Grenzen).

Bei diesen ganzen Ideen ist einfach viel zu viel Werbung und PR dabei - das ist das Problem. Das andere ist dass eben auch die Grünen diesen vereinfachten Sums nachplappern und darauf hoffen das der Bürger sich genug schlechtes Gewissen einreden lässt - so das man nicht an die wirklichen Umweltsünder muss.

Beitrag melden
Seite 36 von 46
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!