Forum: Kultur
Fotografin Lina Scheynius: "Ich liebte jeden Teil seines Körpers"
Lina Scheynius/ Courtesy Galerie Tanja Wagner

Was erzählen uns Fotos von einem nackten Ex-Partner? Was soll schön sein an Körpern, die erschöpft sind? Und gibt es ein spezifisch weibliches Begehren? Die Fotografin Lina Scheynius müsste Antworten darauf haben - sie zeigt in Berlin gerade ihre Bilderserie zu Lust und Nacktheit.

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Olaf 08.02.2013, 11:44
1.

Zitat von sysop
Was erzählen uns Fotos von einem nackten Ex-Partner? Was soll schön sein an Körpern, die erschöpft sind? Und gibt es ein spezifisch weibliches Begehren? Die Fotografin Lina Scheynius müsste Antworten darauf haben - sie zeigt in Berlin gerade ihre Bilderserie zu Lust und Nacktheit.
Zitat von
Scheynius: Darüber haben wir intensiv diskutiert, als die Ausstellung vorbereitet wurde - und ich habe noch immer keine passende Antwort darauf. Das einzige, was ich weiß, ist dies: Wenn ein Mann eine Frau in der Badwanne so fotografiert hätte, würde niemand diese Frage stellen.
Nein, da würde niemand fragen. Er wäre einfach ein Sexist, der Frauen zum Objekt degradiert.

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neoy 08.02.2013, 12:01
2. kunst???

...was soll hieran denn bitte "fotographie" oder gar "kunst" sein? bilder dieser qualität schafft wohl jeder viertklassige hobbyknipser, wahlweise mit jeder 49€-kompaktkamera... und dann diese motive und die dazu passenden pseudoeloquenten konfabulationen der madame s. - geht's noch geschmackloser? das ist weder akt, noch "schön anzusehen", noch sonst irgendwas inhaltsreiches, sondern schlichtweg müll... wie enthirnt ist diese gesellschaft eigentlich?

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chuckal 08.02.2013, 12:01
3. Kunst

Die sich aufdrängende Debatte, was Kunst in diesem Zusammenhang eigentlich noch ist, spare ich mir mal. Auch das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern, lassen wir mal. Statt dessen noch einmal zu allgemeiner Erheiterung diese geniale Frage:
"Der Penis Ihres Ex-Freundes ist oft zu sehen, sowohl schlaff als auch erigiert. Sind das klassische Körperstudien?"
Ihre Antwort ist von ähnlicher Belichtung, aber die Frage..einsame Klasse!
Na Gerard, Du armes Schwein...
Sehr lustiger Artikel - von geradezu tänzerischer Beknacktheit. Danke

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chuckal 08.02.2013, 12:05
4. Bild Nr 5 von 11

Das ist der Hammer

DANKE SPON...Genial
Danke auch Gerard für diesen selten bekloppten Dackelblick.
Danke auch den Herstellern, der Digitalkameras und Foto-Handys, die uns diese formgewaltigen Bilder schenken und nicht zuletzt Danke an die Kuratorin der Ausstellung, die wohl auch nicht mehr aganz alleine war, als sie das entschieden hat.
Geil....

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hotel_papa 08.02.2013, 12:11
5. @Olaf 11:44

Ja, solche Stimmen gäbe es wohl. Müssen wir gemachte Fehler wiederholen und mit der gleichen gehässigen Münze zurückzahlen? Nein, wir müssen nicht.
Das Interview gibt nicht den geringsten Grund dazu. Hier ist von der Liebe zwischen zwei Menschen die Rede. Die wohl immer noch eine der grössten Tribfedern für die Kunst ist.

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schon,aber 08.02.2013, 12:13
6. umwerfend

Zitat von sysop
Was erzählen uns Fotos von einem nackten Ex-Partner? Was soll schön sein an Körpern, die erschöpft sind? Und gibt es ein spezifisch weibliches Begehren? Die Fotografin Lina Scheynius müsste Antworten darauf haben - sie zeigt in Berlin gerade ihre Bilderserie zu Lust und Nacktheit.
Solche Glanzlichter an fotografischer Kunst können halt nur im Umfeld des Leuchtturms aller Leuchttürme – Berlin – entstehen.
Wowis Jahrhundert-Zitat möge uns immerzu begleiten, wenn dieser Leuchtturm wieder mal im Scheinwerfer strahlt: "Arm, aber sexy."
Gerard, such dir bloß keine Freundin mehr mit Kamera!

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ijf 08.02.2013, 12:21
7. viele Situationen?

--Zitat-- Scheynius: Sie sind ein Porträt unserer Beziehung und damit sehr persönlich. Ich war vier Jahre mit Gerard zusammen und habe viele Situationen unseres alltäglichen Zusammenseins dokumentiert.--Zitat Ende-- abgesehen von der hier schon ergiebig kommentierten Qualitaet der "Arbeiten"... Ich schliesse aus der Anwort der Hobbyfotografin, dass die vier Jahre wohl hauptsaechlich nackt in hunderten Hotelbetten durchlebt wurden? Das muessen lange vier Jahre gewesen sein - entsprechend "fertig" sehen die beiden Protagonisten ja auch aus...

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GoBenn 08.02.2013, 12:22
8.

Scheynius ist klasse, sehr direkt, unprätentiös, aber menschlich und nie ohne Charme. "Schönheit" ist übrigens keine zwingende Kategorie für Kunst. Eher für Kunsthandwerk.

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gekreuzigt 08.02.2013, 12:26
9.

Hier ist von der Liebe zwischen zwei Menschen die Rede. Die wohl immer noch eine der grössten Tribfedern für die Kunst ist.[/QUOTE]

Ist sie aber nicht immer, auch wenn viele behaupten werden, dass dieses exhibitionistische Geknipse Kunst sei. Manchmal ist die Liebe auch eine Triebfeder zur Produktion von Schwachsinn.

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