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Fragile Rollenbilder: Männlichkeit am Limit
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Männlichkeit ist so zerbrechlich, dass sie permanent symbolhaft gestützt werden muss. Auch deshalb erklären Politiker und Journalisten im Streit über ein Tempolimit so gerne, dass hier eine Freiheit aufgegeben soll.

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Sisyphos der Linke 22.01.2019, 17:53
190. Widerspruch

Zitat von oliver_loessl
Mich würde im Ernst interessieren, wer Artikel wie diese gut findet...und dies auch zum Ausdruck bringen will. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendwer, der differenziert denken kann, diesen Artikel als wertvoll für unsere Gesellschaft ansieht. Hier mein Vorschlag: Einfach den Artikel, falls man nicht wirklich damit einverstanden ist, NICHT kommentieren und das Feld denen überlassen, die dem Ganzen zustimmen. Würde mich freuen, wenn das funktioniert...und würde mich natürlich interessieren, wie die Kommentare aussehen, wenn sie nicht von all der Negativität ummantelt sind.
das Beste und Lustigste sind doch die Kommentare von denen, die das nicht so ernst nehmen. Leider sind diesmal kaum wirklich gute geistreiche Kommentare dabei, zumindest habe ich keine entdeckt. Schade. Sie müssen sich mehr anstrengen Frau Stokowski. Aber das Thema ist halt zum x-ten Mal aufgewärmt. Hätte von Ihnen eher eine Provokation zu den Handballmännern erwartet. ist schwierig, ich weiss, weil die Handball spielenden Damen auch ganz schön aggressiv und kampfeslustig sind, und das allerschlimmste daran ist, dass die auch noch hübsch sind (im Gegensatz zu Fußballerinnen). Wirft wohl ihr ganzes Weltbild durcheinander.

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Leser161 22.01.2019, 18:31
191. Zusammenhang?

Was hat denn Tempolimit mit Männlichkeit zu tun - Ist es nicht eher ein überkommenes Vorurteil das nur Männer Heizer sind? Denken Sie mal drüber nach. Nicht jedes Problem kann mit alten weissen Männern erklärt werden.

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g.eliot 22.01.2019, 18:34
192. Der Kult der toxischen Maskulinität: der Mann als Opfer

Ein guter Kommentar von Frau Stokowski.
Es war für mich sehr aufschlussreich, wie unrealistisch und weltfremd die neulich bzgl. des Frauenmarsches geschriebenen Posts von Männern hier in SPON-Forum inhaltlich ausfielen, vor allem zum Thema Abtreibung.

Etliche Männer meinten, dass sie die Entscheidungshoheit für sich beanspruchen sollten.
Sie taten so, als ob all die Männer, die es erstens nicht nötig haben, die Verantwortung für die Verhütung mit zu übernehmen, im Fall einer ungewollten Schwangerschaft allesamt glückliche werdende Väter wären. Doch oft sind es gerade Männer, die eine Frau durch mentalen Druck zu einer Abtreibung überreden wollen, weil sie gar keine Lust haben, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen oder weil dies zu ihrer Lebensplanung nicht passt. Diese Männer verlassen oft die Frau in solch einem Fall, sodass sie zusehen kann, wie sie mit der Situation, der Schwangerschaft und später mit der Versorgung des Kindes zurechtkommt.

Zudem ist es ein großes Problem in diesem Land, dass alleinerziehende und auch geschiedene Mütter keine Alimente bekommen, sondern die Sozialämter diese übernehmen müssen. Frauen müssen diese Zahlungen dann verpfänden, weil sie nicht freiwillig gezahlt werden oder nur unregelmäßig bzw. mit großer Verspätung.

Ich finde es lustig, wie so viele Männer hier so taten, als ob alle Männer gläubige Christen oder sonst wie Personen seien, die sich nichts seliger wünschten als eine Familie zu gründen, sobald die Verhütung versagt hat.

Tja, der neue Mann, ganz nach Trump: das arme Opfer. Bei 300.000 Vergewaltigungen im Jahr in den USA beschuldigt er Frauen wegen Falschanzeigen und bemitleidet den armen Mann als das wahre Opfer. Sicher ist es bedauerlich, dass es zu Falschanzeigen kommt, eine einzige ist zu viel, aber diese sind eine große Ausnahme, welche von dieser neuen "Opfergruppe" maßlos aufgebauscht wird. Dagegen kein einziges Wort des Bedauerns für die Hunderttausenden Opfer einer Vergewaltigung. Die sind gleichgültig, wenn eine kleine Minderzahl Männer zu Opfern werden. Das ist einfach nur widerlich.

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mhl 22.01.2019, 18:48
193. dieser Artikel ist unsäglich - ein Affront

man muss sich ja wirklich fragen, wie man dazu kommt so etwas publizieren zu dürfen ....

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch:
- Herr Scheuers Aussagen zum Thema Tempolimit sind selbstdisqualifizierend. Da bin ich sogar ausnahmsweise bei den Schauspielern der "gemeinnützigen" Umwelthilfe. Spätestens mit diesem Kommentar hat sich der Mann als intellektuell ungeeignet für seine derzeitige Aufgabe erwiesen.
Sowas allerdings als Argument zur Stützung einer These zu verwenden spricht nicht gerade für das Urteilsvermögen der Autorin außer: es geht hier um Effekthascherei.

- Es sollte in unserer Gesellschaft SELBSTVERSTÄNDLICH sein, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes wieder in den Job finden, Väter in Elternzeit gehen können und alle die gleichen Chancen und Gehälter bekommen.

- Allerdings missfällt mir bei Frau Stochowskis Artikeln mindestens oftmals ein kritischer Blick auf alle Positionen einer Debatte. Von "toxic masculinity" zu schreiben bzw. diesen Begriff zu übernehmen ist wiederum sehr einseitig und klingt ja fast wie das was man ansonsten als Frauenfeindlichkeit versteht.

=> Die unaufhörliche Gegenüberstellung der Geschlechter sorgt nicht für eine Gleichberechtigung, nein sie entzweit sogar und schafft zusätzliche Barrieren und Ungleichheiten. Und dagegen dachte sollte ja mit der Gender und Gleichberechtigungsdebatte angegangen werden. Aber evtl. habe ich das falsch verstanden.

Das ist reine Lobby Arbeit die die Autorin kritiklos übernimmt!

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shotaro_kaneda 22.01.2019, 18:51
194. @ Hukowski #182

Ich wollte mit meinem Kommentar nur deutlich machen, dass es immer unterschiedliche Verhaltensweisen von Männern gegenüber Frauen geben wird. Im guten, wie im schlechten. Sicherlich kann man auch entspannt an die Sache rangehen, würde ich auch empfehlen. Dies setzt meiner Meinung nach aber voraus, dass man eben diese Unterschiede akzeptiert und nicht negiert oder einseitig (nur die Negativen) darstellt.

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tollbass 22.01.2019, 18:55
195. Ihre Erläuterungen sind

vielleicht an mancher Stelle nachvollziehbar, aber wieso sprechen Sie dauernd von "den Männern"? Umd wieso verknüpfen Sie gute und schlechte Angewohnheiten und Ideen so grundsätzlich mit den Geschlechtern? Ich halte es mit Herrn Puffpaff: teilen Sie die Welt nicht in Ausländer und Nicht-Ausländer oder in Männer und Frauen. Es gibt einfach Arschlöcher und Nicht-Arschlöcher. Mit Ihrem Artikel bringen Sie niemanden weiter.

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g.eliot 22.01.2019, 18:57
196. Gillette-Werbung, Diskriminierung wahrer Männer?

Die Werbung baut sich nicht nur um eine Idee auf, sondern wird so konzipiert, dass eine bestimmte Zielgruppe erreicht wird. Dazu werden ausgeklügelte Umfragedaten erhoben, für eine Einschätzung, ob die Werbemessage bei der Zielgruppe ankommt und zum positiven Kaufverhalten führt.

Also wurde davon ausgegangen, dass eine große Anzahl Männer sich nicht mehr am herkömmlichen Image eines "starken Mann" orientieren, sich nicht mit Rambo- und Macho-Rollenbildern identifizieren, sondern eine Identität pflegen, welche durch die herkömmlichen Vorstellungen nicht mehr gestützt wird.

Die Welt, jedenfalls die US Version der Welt, ist diesbezüglich tief gespalten, daher die Aufregung und der Streit. Diese Anzeige erscheint in einer Welt, in welcher ein bekennender Frauenbelästiger, der mit seinen "Heldentaten" prahlt, ein US Präsident werden kann und sogar in Deutschland viele Fans hat. Seine Fans glauben z.B. nicht den weit über ein Dutzend Frauen, die sich im Fall Trump wegen entsprechender Vorwürfe gemeldet haben und absolut glaubwürdig und seriös sind, während sie einem nachweislich pathologischen Gewohnheitslügner an den Lippen hängen und jede noch so dreiste Lüge verteidigen. In einem Fall, authentisch beschrieben von einer sehr sympathischen Frau, welche die Belästigung sofort nach dem Vorfall einem Freund erzählte, der das bestätigt, hat Trump ihr in einem überfüllten Club, dem Club 21 in New York, ohne mit ihr vorher ein Wort gesprochen zu haben, einfach unter den Minirock gegrapscht. Das ist pervers.

So sieht ein Vorbild der Männer aus, welche sich nach der alten Welt der toxischen Maskulinität zurücksehnen und diese Sehnsucht in einem neuen anachronistischen Männlichkeitskult als Opfer der bösen Welt feiern, in welcher Frauen sich anmaßen, für voll genommen und gehört zu werden.

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mucschwabe 22.01.2019, 19:05
197. Prinzipiell hat der Artikel ja recht

Allerdings ist die Umsetzung in der Realität eben nicht so einfach. Hausmann und Vater zu sein habe ich meiner Frau schon öfter vorgeschlagen. Sie will nicht. Erstens verdiene ich mehr, weil ich nicht wie Sie was soziales studiert habe und zweitens ist Sie in der Erziehung besser als ich (finden wir beide). Tempolimit: Können wir machen, bin dafür, Haken dran. Wenn Männlichkeit nicht mehr Stärke bedeutet? Gehe ich unter in meinem Job. Geht also nicht. Auch mal mehr eine weibliche Seite zeigen als Mann? Wird man von andren Männern nicht für voll genommen und ne Frau bekommt man so auch nichti. Die will dann doch sehr oft den starken Beschützer und Versorger-Typ und nicht der kuschelige, nette Altenpfleger mit dem man über alles so gut reden kann. Also? Warum sollten wir Männer das alles machen? Der Anreiz fehlt.

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bartnelke 22.01.2019, 19:07
198. @ahornfreundin#35

dann überholen Sie mal auf der Landstraße den bis dahin nett aussehenden älteren Herren, auf Augenhöhe wird dann der Überholvorgang vom Überholten durch gasgeben abgebrochen, wenn das nicht toxisch ist...

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BettyB. 22.01.2019, 19:08
199. Achtung!!!

Es geht um den deutschen Mann, der ggf. waaghalsig mit starker Nervenanspannung mit 120 km/h auf der fast leeren Autobahn fährt, aber von 250 träumt, und einen weltfremden bayrischen Politiker, der wahrscheinlich außer der Strecke von Berlin nach Bayern Europa nicht kennt, denn würde sonst wer am Verstand aller anderen Europäer zweifeln?

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