Forum: Kultur
Fragile Rollenbilder: Männlichkeit am Limit
Getty Images

Männlichkeit ist so zerbrechlich, dass sie permanent symbolhaft gestützt werden muss. Auch deshalb erklären Politiker und Journalisten im Streit über ein Tempolimit so gerne, dass hier eine Freiheit aufgegeben soll.

Seite 24 von 33
mintyapple 22.01.2019, 22:12
230.

Zitat von samothrake.von.nike
Ich bin eine Frau und auch gegen das Tempolimit. Und nun?
Dito. Ich finde es sexistisch, uns zu unterstellen, wir würden aufgrund unseres Geschlechts nicht gern schnell fahren.

Das hat bei mir übrigens völlig pragmatische Gründe: ich fahre mindestens 1x im Monat eine Strecke von 650km einfach - und ich will irgendwann auch mal ankommen. Klar, die ganzen Leute, die pro Jahr 3km Autobahn fahren und das dann noch auf einer Strecke, wo höchstens 80 erlaubt ist, die verstehen das nicht *seufz*

Beitrag melden
oliver_loessl 22.01.2019, 22:21
231. Auf einem Auge blind.

Zitat von teffiteng
Liebe(r) Oliver_loessel, ich finde “Artikel wie diese“ gut, und sicherlich noch viele andere. Komischer Vorschlag, dass man einen Artikel, wenn man Ihre Meinung nicht teilt, nicht kommentieren können sollte...?!? Andersdenkenden Naivität zu unterstellen klingt schon etwas arrogant. Und zum Thema Tempolimit an sich: ich wüsste mal gerne, wie es die Raser-Fans hier fänden, wenn plötzlich das eigene Kind tot unterm Auto liegt oder man für den Rest seines Lebens ein Krüppel geworden ist, weil irgendein anderer “Spaߓ am Rasen haben wollte... einfach mal schauen, wie viele schwere Autounfälle jährlich durch “überhöhte Geschwindigkeit“ passieren.
Bin weit davon entfernt jemanden als Naiv zu bezeichnen...höchstens auf einem Auge blind. Ob das nun gewollt oder ungewollt ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Wenn Sie denken, dass es in der Kolumne wirklich ums Tempolimit geht, dann sollten Sie den gesamten Artikel lesen um die Aussage zu verstehen.
Ich bin übrigens für ein Tempolimit.

Beitrag melden
solitaryway 22.01.2019, 22:27
232.

Ich bin kein Teil der Lösung und werde mich auch nicht dafür hergeben, fremdbestimmt von Frauen auf Männer einzuwirken, sich zu ändern. Im Gegenteil, je stärker manche Feministen meinen, in persönliche Entscheidungen reingreifen zu müssen, desto eher sehe ich mich auch dazu motiviert, mich völlig abzuwenden. Welche Eigenschaften ich mir aneigne bzw. welches Rollenbild ich anstrebe, ist allein meine Sache. Dabei ist es mir inzwischen auch egal, ob eine Institution wie die APA meint, ein Teil der Eigenschaften als toxisch bzw. quasi krank zu definieren zu müssen.

Das hält mich nicht davon ab, meinen eigenen Lebenserfahrungen zu folgen. Gefühle zu zeigen, sentimental zu agieren oder eben schwach zu wirken ging für mich stets mit negativen Erlebnissen einher. Aber ich verlange nicht, dass so jemand wie Frau Stokowski das überhaupt nachvollziehen kann.
Vermeintliche toxische Männlichkeit war nie das Problem, sondern einzelne Individuen, welche auf mich toxisch wirkten. Übrigens waren die ersten Täter, welche mich damals mobbten, weibliche Artgenossen. Daneben hatte ich auch Gelegenheit, in Abgründe einzelner weiblicher Individuen zu blicken (bis hin zu Narzissmus und Psychopathie).

Was die Regeln angeht: Nunja, gewisse Regeln haben nix mit Männlichkeit/Weiblichkeit zu tun. Wildfremde Menschen einfach so zu umarmen gehört sich für mich nicht.

Das Tempolimit hat in der Tat nix mit Männlichkeit zu tun. Ob jemand, Hausmann werden will, ist in meinen Augen eine persönliche Entscheidung. Für mich gibt es da nix zu urteilen.

Im Bezug auf den bereinigten Paygap sehe ich nichts, was gegen gleiche Bezahlung spricht.

Beitrag melden
oliver_loessl 22.01.2019, 22:39
233. Meinung

Zitat von Max Dralle
Frau Stokowski neigt meiner Meinung nach dazu, zu viele Dinge in einen Topf zu werfen, wenn sie sich mit einem Thema auseinandersetzt, was zuweilen leider der Stringenz ihrer Argumentation ein wenig schadet. Das ändert aber nichts daran, dass ich (auch realiter Mann) in der Sache, die sie vertritt, fast immer bei ihr bin. Daher freue ich mich jede Woche auf ihre Beiträge und betrachte diese tatsächlich auch als (leider immer noch) "wertvoll" für die Gesellschaft. Die eigene Meinung als Ergebnis differenzierten, vernünftigen, klaren oder wie auch immer als verbindlich bezeichneten Denkens darzustellen und somit die Ansichten anderer von vornherein abzuwerten, ist übrigens billige und schon seit Jahrhunderten angestaubte Rhetorik.
Ja, leider wirft sie viel zu viele Dinge in einen Topf und versucht sie dann mit aller Macht irgendwie zu verbinden. Das gelingt leider nur bedingt...und führt eher zu Verwirrung als zu einem ernsthaften Auseinandersetzen mit einem wichtigen Thema. Das ist dann meiner Meinung nach extrem Kontraproduktiv und der Duktus wirkt dann propagandistisch. Mit Propaganda - aus welcher Richtung auch immer sie kommen mag - kann ich mich nicht anfreunden.

Subjektiv wird die eigene Meinung immer als Ergebnis eines differenzierten und vernünftigen Denkens angesehen. Egal wie schlau oder dumm man ist. Es gibt hierzu auch einen lustigen Kommentar von John Cleese "On Stupidity" - einfach mal auf YouTube nachschlagen.

Beitrag melden
uwe.strebel 22.01.2019, 22:51
234.

Liebe Frau Stokowski, wenn sie sich einmal vorstellen würden, dass sie (fast) alle relevanten Aussagen in Ihrem Artikel umkehren würden - und jeweils das Gegenteil von dem behaupten würden, was sie in ihrem Artikel aussagen. dann würde sich an dem Gehalt ihres Artikels wenig ändern. Gehaltlose Aussagen wiederum sind wertlos. Daher Glückwunsch zu ihrem Artikel.

Beitrag melden
Dr. Kilad 22.01.2019, 23:05
235. Ob da die Gesellschaft mittlerweile weiter ist?

Gegenüber den 80ziger Jahre, sicher. Bei den nackten Zahlen, allerdings immer noch nicht. Auch die Stereotypen vom "richtigen Mann" oder der "richtigen Frau" scheinen unverwüstlich zu seien - und das vielleicht, weil Frauen nun auch mehr wie früher gleichberechtigt sein wollen (z.B. bei der Entlohnung).

Beitrag melden
Peletua 22.01.2019, 23:06
236. Hut ab vor der Werbung

Schöner Text, Frau Stokowski, danke!

Ich habe nie begriffen, was 'männlich', 'frei' oder 'sportlich' daran sein sollte, bequem auf seinem Hintern zu hocken, aufs Gaspedal zu treten und ein paar Bewegungen am Lenkrad bzw. an der Gangschaltung auszuführen. Hut ab vor den Werbestrategen der Autoindustrie, die es bis heute schaffen, den Menschen, und hierbei besonders den männlichen, diese offen widersinnige Illusion zu verkaufen.

Beitrag melden
pdiezel 22.01.2019, 23:12
237. Mich würde nur eines interessieren.

Wie Frau Stokowski über die ‘toxische Maskulinität’ denkt, die seit 2015 nahezu ungebremst aus allen Armutsregionen Afrikas und dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland eingeschwemmt wurde. Diese Dame findet anscheinend nur ihren Spaß daran die einheimische Männerwelt zu diskreditieren wo sie nur kann.

Beitrag melden
Nordschwabe 22.01.2019, 23:15
238. Slipeinlagen für Männer

Haha, lustig. Ist nämlich auch so ein Ding. Kaufe seit meiner Prostata-Operation leichte Damenbinden, die tun's sehr gut, sind billiger und bequemer und haben obendrein schöne Blumenmuster ... Hat meiner Männlichkeit auch nicht mal geschadet. Nur die mit den Flügeln vermeide ich.

Beitrag melden
Kai Bleker 22.01.2019, 23:24
239.

Zitat von hmueller0
Ich habe mal gelernt, dass Überschrift und Aufmacher den wesentlichen Inhalt des Artikels zusammenfassen - und Lust/Interesse zum Weiterlesen wecken sollen... oder liegt es gar an den Artikeln selbst, dass Man/n/Frau/x keine Lust hat, sich das durchzulesen?
Und wieso sollte man noch Lust aufs Weiterlesen bekommen, wenn das Wesentliche schon in der Überschrift steht?

DAS haben Sie Ihre Deutschlehrer NIE gefragt, stimmts ;-)

Beitrag melden
Seite 24 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!