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Frauen als Extremistinnen: Böses, böses Mädchen
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Auch Frauen schießen, auch Frauen morden, auch Frauen können schlechte Menschen sein. Eigentlich eine banale Erkenntnis, aber durchgesetzt hat sie sich offenbar noch nicht - sonst würden Terroristinnen nicht immer noch bestaunt wie exotische Sensationen.

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blumensb 10.12.2015, 14:25
1. Viel zu viel Aufmerksamkeit

Weshalb bekommt diese mutmassliche Terroristin nur so viel Aufmerksamkeit? Es handelt sich hier zumindest um eine Mitwisserin einer Vielzahl abscheulichen, xenophoben Morden.

Das die Frau kein Unschuldslamm ist, duerfte jedem klar sein. Die Posse, die man sie inszenieren laesst (mal ist sie stumm, dann will sie sich aeussern, aber nur in schriftlicher Form, die Anzahl an Pflichtverteidigern die ihr zugestanden wird etc.) wirft ein schlechtes Licht auf unseren Rechtstaat. Natuerlich sollte sie, wie jeder andere auch, Resourcen zur Verfuegung gestellt bekommen, um sich angemessen zu verteidigen. Aber diese Resourcen muessen in irgendeiner Form begrenzt sein. Man moechte sich gar nicht ausmalen was das dem Steuerzahler kostet - Geld, das besser investiert waere um wirklichen Leuten in Not zu helfen.

Dass man zulaesst, dass diese Frau tagtaeglich die Titelseite bei SPON "ziert" aergert mich. Auch dem muss mal Einhalt geboten werden. Gut dagegen war der gestrige Beitrag "Opfer des NSU: Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter". Darum geht es.

Und jetzt hoffe ich nur, dass sich ein schnelles gerechtes Urteil findet - und dass diese Fratze endlich aus der taeglichen Berichterstattung verschwindet.

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maxderzweite 10.12.2015, 14:42
2. Achje

und das war nicht schon klar?!? Jeder denkende Mensch müsste wissen das Frauen genauso fähig sind wie Männer "böse" Taten zu vollbringen. Das es mehr Männer sind,
ist alleine historisch bedingt, hat mit dem Geschlecht nichts zu tun.
Deswegen schreiben normale Menschen ja auch der Mensch ist schlecht und nicht der Mann oder die Frau.

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chjuma 10.12.2015, 15:10
3. Sicher wird sie nicht alles erzählen,

weil, ehrlich sitzt am längsten... Aber ich nehme ihr ab dass sie sich zum Zeitpunkt der Mordtaten (nicht der Raubüberfälle et c.) nicht bewusst war was die beiden Mordbuben da anrichten. Darum halte ich sie auch dafür nicht verurteilbar. Wohl aber für die Raub überfälle und die Brandstiftung, da sollte genug zum einsperren über bleiben.

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TLB 10.12.2015, 15:11
4.

Wo die Grenzen nicht verlaufen, weiß ich jetzt, wo verläuft denn nun die Grenze?
Das Beispiel RAF ist ungünstig, natürlich war da Frauenbild vor ca 30 Jahren noch ganz anders als heute.
Und wie oft Frauen zu Waffen greifen, weiß ich nicht. Ca. 10% der JägerInnen sind weiblich. Also sind Frauen an der Waffe eher doch selten, oder? Und damit eben bestaunenswert.

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KaroXXL 10.12.2015, 15:12
5. Und warum werden dann

vor Gericht (und auch gesellschaftlich) immer noch solche Unterschiede gemacht?
Selbts wenn es wegen lauter Vorstrafen keine "günstige Sozialprognose" gibt?

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managerbraut 10.12.2015, 15:13
6. Warum sollen Frauen die in Uniformen mit Sturmgewehr

oder im Panzer - Kampfjet - Kamofhubschrauber sitzend für ihre freiheitlichen Rechte, für ihr Land nicht in den Krieg ziehen und Feinde töten?
In heute allen westlichen Armeen tun Frauen ihren Dienst an der Waffe und vielen nicht westlichen ebenso.
Da sollte es doch keinem mehr wundern, das auch unter Terrororganisationen - Rebellenarmeen - Dschihadisten Afrikas - Nahen Osten - Asiens Frauen militärisch im Kampf an der Waffe ausgebildet und als Kriegerin oder Selbstmordattentäterin in den Kampf geschickt werden.
Selbst Kinder werden zu Kämpfern militärisch gedrillt, an der Waffe ausgebildet und als Kämpfer in den Kampf oder als Selbstmordattentäter auf den Feind gehetzt.
Ist alles lange bekannt, nichts neues!
Frauen - Kinder genießen überall auf der Welt als das schwache Geschlecht bei Männern - Soldaten einen Vertrauensvorschuß und können sich somit harmlos unverdächtiger erscheinend sich dem Feind nähern um wirkungsvoller töten zu können.
Frauen - Kinder an der Waffe zum töten gedrillt entspringt einer ganz einfach gestrikten Logik und sie funktioniert sogar!

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wauz 10.12.2015, 15:28
7. Was mich viel mehr ärgert

ist der dreiste Versuch dieser Frau Tzschäpe, sich als bloße Haushälterin hinzustellen. Aber auf der anderen Seite: jetzt hat man einen Anhaltspunkt für eine Verurteilung. dass sie in einigen Punkten offenkundig gelogen hat, macht es jetzt einfach, sie zu verurteilen.
Es sind gerade die Rechtsradikalen, die einerseits total durchmodernisiert sind, aber auf der anderen Seite sich wieder total altbacken geben.
Eigentlich kritisiert Frau Stokowski ja auch die Medien, die immer noch die gesellschaftlichen Uhren nach dem Mond stellen wollen.

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windpillow 10.12.2015, 16:13
8. Liebe Frau Stokowski...

Extremistinnen (extravagante, unkonventionelle Frauen) sind was völlig anderes, als Terroristinnen! Bitte entscheiden sie sich mal über wen sie schreiben wollen.

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patras 10.12.2015, 16:33
9.

Zitat von chjuma
weil, ehrlich sitzt am längsten... Aber ich nehme ihr ab dass sie sich zum Zeitpunkt der Mordtaten (nicht der Raubüberfälle et c.) nicht bewusst war was die beiden Mordbuben da anrichten. Darum halte ich sie auch dafür nicht verurteilbar. Wohl aber für die Raub überfälle und die Brandstiftung, da sollte genug zum einsperren über bleiben.
Sie glauben ihr, zehn Jahre in einer engen Gemeinschaft im Untergrund mit Menschen aus einem eindeutigen Umfeld zusammengelebt zu haben, ohne dass sie von den Morden was mitgekriegt hat? Auch nicht von der Planung, denn so etwas muss geplant werden, es waren ja auch Morde quer durch die Republik. Und da sind dann die beiden Uwes bei der Planung in eine Eckkneipe gegangen, um die Morde vorzubereiten und alles abzusprechen, damit sie nichts davon mitgekriegen sollte? Soviel Rittertum einer Frau gegenüber würde aber auch bedeuten, dass man sie aus den Banküberfällen herausgehalten hätte, haben sie aber nicht. Und aus welchem Grund lebten sie soviele jahre im Untergrund? Sie hat vier Jahre geschwiegen, um so etwas zu erzählen, warum hat sie diese Version nicht schon in all den Jahren des Schweigens präsentiert, denn das wäre ja ein Persilschein. Nach vier Jahren kommt sie dann nach unzähligen Prozesstagen mit dieser Version? Und auf den Artikel hier zurückzukommen: Sie bedient damit alle Vorurteile, dass Frauen eben Mitläuferinnen, Abhängige, Naive sind, wer ihr denn auf den Leim gehen will. Warum steht sie nicht zu ihrer Überzeugung und fällt jetzt ihren Lebenspartnern und ihrer Ideologie in den Rücken? Da hätte doch die Rechte endlich mal eine "Märtyrerin".

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