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Frauen als Extremistinnen: Böses, böses Mädchen
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Auch Frauen schießen, auch Frauen morden, auch Frauen können schlechte Menschen sein. Eigentlich eine banale Erkenntnis, aber durchgesetzt hat sie sich offenbar noch nicht - sonst würden Terroristinnen nicht immer noch bestaunt wie exotische Sensationen.

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snigger 10.12.2015, 16:34
10. ???

ich habe den artikel nicht verstanden.

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Bernd S 10.12.2015, 16:38
11. Frauen an die Macht?

Bei den Argumenten FÜR die Frauenquote wurde und wird ganz oft und sehr ernsthaft das Argument angeführt: "Wenn mehr Frauen in DAX Konzernen säßen, dann wäre das mit dem Abgasskandal / der Atomkraft / den Banken-Boni nicht passiert" - dahinter steckt ein Weltbild, das eben in Frauen das personifizierte Gute, Nachhaltige und Fürsorgende sieht.
Wenn man nun Frauen sieht, die in Sachen Mord und verbrämter Weltsicht den Männern nichts schenken, dann bricht dieses Argument weitgehend weg.
Dabei muss doch klar sein: Es kann kein Argument sein, mehr Frauen in Führungspositionen zu kriegen, weil sie "besser" wären - es reicht doch, wenn Sie genauso gut / schlecht sind!

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lagermeister17 10.12.2015, 17:13
12.

- das heißt für die Frau als Terrorsistin. Und mit dieser Faszination ist die Autorin nicht einverstanden. Auf der anderen Seite erfahren wir zeitgleich durch SPON, daß Frau Merkel "zur Person des Jahres gewählt" wurde - weil sie Frau ist.

Also, bei einer Terroristin bemüht man sich, ihr Weiblichsein für unwichtig zu erklären. Hat die Frau aber etwas (vermeintlich) Gutes geleistet wie Frau Merkel, dann hebt man ihr Weiblichsein hervor. Diese Hervorhebung gilt nicht als pervers. Ich sehe das als Sexismus.

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dirk1962 10.12.2015, 17:22
13. Die Autorin

....scheint mir nicht so ganz auf dem Laufenden zu sein. Bekannter Maßen gab es zu Zeiten der RAF bereits einen erheblichen Frauenanteil bei den Terroristen. Also was genau ist jetzt neu? Ich verstehe die Botschaft nicht.

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Phi-Kappa 10.12.2015, 17:30
14.

Mir scheint, die Autorin nutzt den Umstand, dass es AUCH weibliche Terroristinnen gibt (ist das nicht eine Tautologie, also weibliche Terroristen?), als weitere Argumentation dafür, dass Männer und Frauen sich weniger unterscheiden, als die Ewiggestrigen gern behaupten. Klingt oberflächlich betrachtet plausibel, verschleiert aber den Umstand, dass Frauen IM ALLGEMEINEN weniger zu körperlicher Gewalt, Terrorismus und Kindesmisshandlung neigen als die Männer. Man sehe sich nur die Fallzahlen bei den entsprechenden Delikten oder bei den Gefängnisinsassen an. Es gilt also wie so oft der Satz: Ein Einzelfall sagt nichts über die Allgemeinhit oder kurz: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!

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MirkoP 10.12.2015, 17:31
15. Richtige und wichtige Beobachtung

Geschlechterrollen sind in unserer Gesellschaft nach wie vor sehr präsent, auch wenn sie sich eben nicht mehr auf dieselbe Art zeigen wie ehedem. Und an den hier angeführten Beispielen kann man es dann schön beobachten.
Die vermeintliche "erste Selbstmordattentäterin Europas" beschäftigte die Medien Frankreichs, das sich doch so gleichberechtigt wähnt, mehr als das nicht gerade banale Ausrufen von Notstandsgesetzen.
Man denke auch an die Kopftuchdebatte, die auf dem impliziten Verdacht beruht, dass Frauen notwendigerweise von Vätern, Brüdern oder Ehepartnern unterdrückt werden -- die Vorstellung, dass Frauen selbst über sich bestimmen (und ggf. für sich auch schlechte Entscheidungen treffen), geht noch immer nicht in unsere Köpfe. Ähnlich bei der Beschneidung von Mädchen gegenüber der von Jungen (die weibliche Beschneidung mag objektiv schlimmer sein, aber dass sie bei Jungen einfach hingenommen wird, hängt auch mit unserem Männerbild zusammen: Männer zeigen nicht nur keine Gefühle, sondern empfinden sie am besten gar nicht erst).
Auch die abstruse Argumentation für Frauenquoten, die besagt, dass von Frauen geleitete Unternehmen nachhaltiger sind oder als Managerinner Mitarbeiter menschlicher führen, basiert ausschliesslich auf altbackenen Geschlechterklischees. Dabei sollte es reichen zu sagen, dass Frauen einfach dieselben Rechte haben wie Männer (was nicht ausschliesst, bei ihrer Durchsetzung etwa mithilfe von Quoten nachzuhelfen).

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Dr. Kilad 10.12.2015, 18:00
16. Schwieriges Thema - für einen Mann

Dazu nur ein Fakt: Laut Kriminalstatistik sollen deutlich mehr Männer gewaltbereit sein als Frauen. Wie ist das zu erklären?

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hemithea 10.12.2015, 18:09
17.

Frauen als Terroristinnen sind nicht so selten, in Russland gibt es die "schwarzen Witwen", die kaukasischen Selbstmordattentäterin.
Ich habe selbst kaukasische Wurzeln, meine Mutter auch und zu "Hochzeiten" des kaukasischen Konflikts war es schon auffällig wie oft sie kontrolliert wurde.
Bei Frauen und Kindern scheint man oft kein Verdacht zu haben, da sie als schwach und unschuldig und als Opfer gelten. Da ist es wohl einfach zum eigentlichen Ziel zu kommen, wenn man kein Verdacht erregt.

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habu 10.12.2015, 18:22
18. Anscheinend kann man auf sehr verschiedene Weise am Terrorismus leiden.

Aha - Frauen können also genau so böse sein wie Männer. Das wollte Margarete mal gesagt haben. Die Medien ignorieren aber diese banale Tatsache, machen ein Gewese um das (weibliche) Geschlecht der Bösewichtin und outen sich so als Chauvis, die das mit der Gleichberechtigung nicht begreifen wollen. Die naheliegende Forderung nach einer Frauenquote bei Terroranschlägen stellt sie allerdings nicht. Ihr Anliegen wäre es wohl dass Terroristinnen in den Medien als ganz normale Bösewichtinnen aufscheinen ohne dass man auf ihr Geschlecht Bezug nimmt. So hat eben jeder sein ganz eigenes Problem mit dem Terrorismus.

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walter_de_chepe 10.12.2015, 18:24
19. Nicht jeder hat sich einen Streit verdient

Frauen können auch böse sein, sogar morden. Nur ist das wesentlich seltener als bei Männern der Fall und Frauen morden meistens aus einer defensiven Position, zum Beispiel um sich gegen permanente häusliche Gewalt zu wehren, und nur selten so brutal wie Männer. Bei Bandenkriminalität sind Frauen meistens als Frau des Chefs dabei, haben fast nie eine aktive Rolle, sind mehr Mitwisser und allenfalls Helfer. Das passt auch zum Fall Zschäpe. Das ist eine allgemein bekannte Tatsache in der Kriminologie. Auch wenn es nicht zum Weltbild des Feminismus passt, es gibt zwischen Männern und Frauen natürliche Unterschiede im Verhalten. Das ist wenig überraschend, weil solche Verhaltensunterschiede bei allen Säugetieren beobachtet werden können.
Warum die Autorin politische Positionen mit Gewalttätigkeit in Verbindung bringt, bleibt wohl ihr Geheimnis. Der Versuch von Franz-Josef Strauss Willi Brandt und Helmut Schmidt mit der RAF in Verbindung zu bringen, ist dank eines fulminaten Auftritts von Herbert Wehner jämmerlich gescheitert. Der berühmt-berüchtigte Vergleich verbietet sich in unserem Fall, denn Herbert Wehner hat sich auch nur mit denen geschlagen, die das Niveau dafür hatten.

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