Forum: Kultur
Frauen in der Öffentlichkeit: Willkommen in der Antike!
Getty Images

Eine männliche Macht, die keine weiblichen Stimmen ertragen kann: Der Fall "Ligue du LOL" zeigt, wie systematisch in unserer Kultur Frauen zum Schweigen gebracht werden. Wir sind nicht weiter als die alten Griechen.

Seite 5 von 9
Horst Hüpenbecker 16.02.2019, 23:55
40. Nur die Spitze des Eisbergs

ich glaube nicht, dass es nur um Gleichstellung geht. Meiner Meinung nach haben die vermeintliche Elite der digitalen Revolution und Meinungsmacher versucht, das Internet/Twitter zu benutzen und Menschen zu stalken und "fertigzumachen". Sie haben versucht Karrieren zu beeinflussen und digitales Mobbing betrieben. Wie weit das in reale Leben ging, werden die Untersuchungen zeigen. Es geht nicht um Männer und Frauen, sondern um menschliche Abgründe, die sich da aufgetan haben. Es gibt sicherlich noch weitere Gruppen bei Facebook, die ähnliches machen. Und in dem Fall trifft es den unliebsamen Nachbarn, den Arbeitskollegen, auf den man neidisch ist oder die Frau, die man nicht erreichen kann.

Beitrag melden
Schartin Mulz 17.02.2019, 01:33
41. Wie kann man für Gleicheberechtigung

und Überwinduing von Rollenbildern kämpfen und dann soviele Klischees und Verallgemeinerungen in so einem kurzen Beitrag unterbringen.
Die alten weißén Männer, die die Welt nicht mehr verstehen, eine Diskussion über das Frauenbild im Islam ist natürlich sofort rassistisch, bei Themen wie Pragraph 219 sollen Männer gefälligst die Klappe halten. Und überhaupt sind Frauen immer Opfer.
Ich weiß nicht, in welcher Welt Frau Thöne lebt. In der realen Welt, in der ich lebe, erlebe ich Frauen nicht als Opfer. Weder im Studium, im Beruf, im Privatleben. Warum eigentlich müssen Frauen, die für Zeitungen schreiben, immer dieses Opfer-Klischee aufrechterhalten?
Seit 13 Jahren wird unser Land von einer Frau regiert. Die beiden großen Parteien haben weibliche Vorsitzende, bei Grünen und Linken ist auch mindestens imemr eine Frau miot vorne, selbst in einer reaktionären Partei wie der AfD spielen Frauen eine große Rolle. Im Journalismus haben Frauen heiute eine Menge zu sagen und sind bei manchen Themen meinungsbildend. Und da wird ernsthaft behauptet, es habe sich seit der Antike nichts geändert und Frauen würden mundtot gemacht?
Weil es da ein paar Männer gab, die gemobbt haben?
Solche Pauschalisierungen dürfte man sich bei anderen Themen nicht erlauben.

Beitrag melden
klapo 17.02.2019, 02:19
42. Und keiner fragt warum

Warum haben diese cool Kids Franz-Hosen Frauen wohl gedisst? 100 Pro weil jeder einzelne sich irgendwie von einer Frau enttäuscht oder gedemütigt gefühlt hat - wobei dies ebenso sicher verzerrte Wahrnehmung erfolgsverwöhnter Juppies gewesen sein dürfte, deren emotionale Hohlheit durch von ihnen begehrte weibliche Wesen rechtzeitig erkannt wurde.

Jedenfalls stecken da persönliche und niedere Motive dahinter will ich meinen. Das hat mit der Gesellschaft als Ganzes dann erstmal wenig zu tun. Im Übrigen bleibt der Begriff alter weißer Mann eine Frechheit. Kein Mensch sucht sich Geschlecht und Jahr bei Geburt selbst aus. Also warum kommt dieser Mistbegriff immer wieder durch die redaktionelle Prüfung? Erst wenn wir anfangen alle Menschen als Individuen mit ihren Stärken und Schwächen zu sehen können wir einen respektvolleren Umgang lernen. So einfach ist das. Dieses ach watt ham wars schlimm Geheule in einer global betrachtet überaus gleichberechtigten Gesellschaft führt jedenfalls zu nix außer schlechter Laune.

Beitrag melden
faz-leser 17.02.2019, 06:27
43. Überflüssige Verallgemeinerung auf Basis fehlerhafter Annahmen

Die Autorin schreibt u.a.: "Die Kämpfe um eine Liberalisierung des Abtreibungsverbots werden als allgemein eingeordnet, weil hier tatsächlich Macht verhandelt wird, konkret Frauen- und Männerbilder. Männer melden sich hier selbstverständlich zu Wort, obwohl es um einen Eingriff in den Körper der Frauen geht.

Genau das stimmt eben nicht. Bei dem hier angesprochenen Thema geht es zuerst um den Schutz des ungeborenen Lebens und erst danach um den Körper der werdenden Mutter. Das übersieht die Autorin (bewusst?). Auf solch unzutreffenden Argumenten lässt sich keine stringente Argumentation aufbauen.

Beitrag melden
shekina_niko 17.02.2019, 07:13
44. Am Thema vorbei

Zitat von RalfHenrichs
was sie bringt, zeigt, dass sie das Beispiel selbst nicht kapiert hat. Bei Claudia Neumann ging es vielen Kritikern nicht darum, dass Frauen keine Fussballspiele kommentieren sollten, sondern dass DIESE Frau es nicht tun sollte, weil viele DIESE Frau schlecht fanden (Sabine Töpperwien war nie umstritten). Wenn die Autorin aber Beispiele zur Unterstützung ihrer Thesen wählt, die überhaupt nicht stimmen, dann kann man den Text vergessen. So ist es.
In Frau Thönes Artikel geht es in erster Linie um die Mobber, die als "Leage du Lol" jahrelang im Netz gegen Frauen gehetzt haben. Wenn Sie das Beispiel der Fußballberichterstattung nicht akzeptieren, ist das eine Sache. Den Text aber deswegen als irrelevant abzutun, ohne auf das Kernthema einzugehen, ist pure Ignoranz und Augenwischerei.

Beitrag melden
shekina_niko 17.02.2019, 07:37
45. Es gibt längst eine Studie...

Zitat von Endlager
das heißt, dass der Artikel in unzulässiger Weise verallgemeinert und übertreibt. Der an den Haaren herbeigezogene Bezug zum Abtreibungswerbeverbot macht in dann gänzlich zu einer reinen Polemik.
...die nachweist, dass diese Form von Mobbing ein verbreitetes Phänomen ist.
https://www.theguardian.com/technology/2016/apr/12/the-dark-side-of-guardian-comments
The Guardian wertete für die letzten zehn Jahre die Kommentare zu Online-Artikeln aus. Das Resultat: Die Beiträge stammten mehrheitlich von Männern – dennoch waren von den zehn am meisten beschimpften Journalisten acht Frauen. Plus zwei dunkelhäutige Männer.
In den Kommentaren zu einem Artikel im SPON über den Paragrafen 219a verbreitete ein Schreiber gar die These, Frauen sollte gänzlich verboten werden sich zu dem Thema zu äußern.

Beitrag melden
BlickAusderFerne 17.02.2019, 08:05
46. When you are a hammer everything looks like a nail!

Es is zunehmend langweilig wenn selbsternannte Vorkämpferinnen der Gleichberechtigung der Frau absolut Alles tun um einen Geschlechterkampf herbeizureden und verallgemeinern und verfälschen wie es schlimmer nicht geht! Natürlich gibt es Männer die frauenfeindlich sind und sich so äussern aber mindestens genauso viele Frauen die männerfeindlich sind und dies ebenso tun. In beiden Fällen ist dies aber nicht die Allgemeinheit. Genauso ist etwas nicht automatisch richtig oder falsch weil es eine Frau oder ein Mann gesagt hat. Bei jeder Kritik an dem was eine Frau sagt oder tut sofort zu schreien dies sei frauenfeindlich, weil von einem Mann geäussert wir den vielen Frauen, die ich jeden Tag im Beruf als kompetente und wertvolle Kollegen und Geschäftspartner erlebe nicht gerecht Die haben es weder nötig noch haben sie die Zeit sich herzuleiten warum sie historisch bedingt schon immer benachteiligt waren und dies bis heute nachwirkt, denn dies entspricht eben nicht der Wahrnehmung der Mehrheit. Aber leider gibt es da immer eine laute Minderheit die davon lebt Probleme zu schaffen wo keine sind, ganze Parteien funktionieren so, leider auch die feministische Presse! Lassen Sie uns doch einfach nur Menschen sein und nicht alles zum Geschlechterkampf stilisieren, es gibt wahrlich wichtigere Themen !

Beitrag melden
lindadaheim 17.02.2019, 08:13
47. Sie haben Recht!

Das erlebe ich leider noch immer sehr häufig. Wir sollten uns trotzdem nicht zum Schweigen bringen lassen, danke für den Artikel. Reden Sie weiter mit klarer Stimme, und stehen Sie fest mit beiden Beinen auf dem Berg von Hähme, den sicher wieder Leute unter diesem Artikel auskippen werden.

Beitrag melden
shekina_niko 17.02.2019, 08:26
48. Auch Bloggerinnen oder Politikerinnen...

Zitat von Jan R. 7
Ich glaube es gibt in der Tat noch Frauenfeindlichkeit, aber die betrifft sicher nicht die Bloggerin oder Politikerin, die sich angeblich ausgegrenzt fühlen. Wenn wir nach wie vor mit zweierlei Mass messen zwischen Deutschen und Einwanderern mit muslimischem Hintergrund, aus Angst vor Pauschalurteilen, dann waren die letzten 70 Jahre Frauenbewegung umsonst; wie sie es selbst sagen: Sie haben Angst vor einer "rassistisch geprägte Diskussion" - daher reden wir lieber gar nicht darüber und regen uns über die banalitäten auf. Das ist auch viel leichter als wirkliche Probleme zu benennen.
sind frauenfeindlichem Verhalten ausgesetzt. Dies zu negieren ist ein Pauschalurteil und es als Banalität abzutun ignoriert das Problem.

Angst vor Pauschalurteilen verhindert aber tatsächlich eine sachliche Diskussion über die viel extremere Unterdrückung von Frauen in fast allen anderen Kulturen als der westlichen. Das ist einerseits kein Wunder, denn jeder "politisch unkorrekten" Debatte droht eine Instrumentalisierung durch Rechtsextreme mit ihrem Fremdenhass. Anderseits richtet sich diese Angst wiederum gegen Frauen und Mädchen und verhindert z.B. solidarisches Handeln, wie das in diesem Interview deutlich wird am Beispiel der Haltung westlicher Frauen gegenüber dem Mullah-Terror im Iran:
https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/zuerst-kamen-maenner-mit-baerten-und-dann-mit-kalaschnikows/story/25846423

Ich wäre sehr dafür diese falsche political correctness aufzugeben zugunsten einer offenen, sachlichen Diskussion. Ehrlicher Feminismus ist transnational, transkulturell und solidarisch.

Beitrag melden
Frida_Gold 17.02.2019, 08:49
49.

Zitat von warummmmmm
Ich verstehe nicht warum das Thema Abtreibung rein weibliches sein soll, so wie es dieser Artikel behauptet. Ich meine zu nem Kind gehören immer zwei und das sind ja dann nen Männchen und ein Weibchen. Warum sollte also nur einer Entscheiden? Warum kann ein Mann keine Abtreibung verlangen nach dem er vergewaltigt wurde? Warum sollte der Mann kein recht auf die Vaterschaft haben? Natürlich brauchen beide Seiten spezielle Regelungen die es ihnen ermöglicht sich gegen die andere durchzusetzen und natürlich fallen unter solche auch die Regeln für Vergewaltigungen. Ich denke das dies aus der Annahme resultiert das es bei Schwangerschaften um Frauen geht, anstelle des Kindes.
Ich beiße mal an, obwohl es ziemlich klar ein Trollpost ist:
Weil es die Psyche der Frau ist, die darunter leidet, monatelang ein ungewolltes Kind in sich tragen und dann unter großen Schmerzen gebären zu müssen - selbst Wunschkinder können zu Schwangerschafts- oder Wochenbettdepressionen führen, die ernstzunehmende und zu behandelnde Störungen sind, bis hin zu Suizidgedanken.
Weil es der Körper der Frau ist, der durch eine Schwangerschaft extremen Strapazen ausgesetzt ist und sich unter Umständen dauerthaft nachteiligt verändert (Inkontinenz, Unfruchtbarkeit, etc.).
Weil es das Leben der Frau ist, das unter Umständen in Gefahr gerät - eine enge Freundin wäre bei der Geburt wegen eines Plazentaabrisses beinahe gestorben, die Not-OP hat es gerade noch hinbekommen, es war aber eine Sache von Minuten, die wäre verblutet.
Und deswegen haben Männer nicht zu entscheiden, ob Frauen ihr Kind austragen müssen.

Beitrag melden
Seite 5 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!