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Frauen in der Öffentlichkeit: Willkommen in der Antike!
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Eine männliche Macht, die keine weiblichen Stimmen ertragen kann: Der Fall "Ligue du LOL" zeigt, wie systematisch in unserer Kultur Frauen zum Schweigen gebracht werden. Wir sind nicht weiter als die alten Griechen.

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egghead7 17.02.2019, 12:17
70.

Zitat von caliper
Frauen interessieren sich nicht halb so stark für Politik und Wirtschaft wie Männer.
In den USA scheint sich das gerade massiv zu verändern. Es ist also kein Naturzustand.

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LauchJ 17.02.2019, 12:36
71. Willkommen in der Identitätspolitik!

Beispiele für einen "hysterischen, schrillen" Linkspopulismus:
- Die Entgleisung einer Gruppe sind gleich das Problem einer gesamten männlichen Gesellschaft.
- Vergleich mit einer Antike, in der zur Todesstrafe Verurteilte in ein Loch geworfen, oder zum Verhungern an einen Pfahl gehängt wurden. Was genau ist daran bitteschön nicht "hysterisch"?
- das Ein mal Eins der feministischen Identitätspolitik: Angehörige des anderen Geschlechts dürfen oder können sich über Abtreibung nicht angemessen äußern, weil sie ja nicht betroffen sind. Leider eine selten dämliche, aber häufige Argumentationsweise.
- Angst vor der "Entmannung": Ich bitte Sie. Wenn Sie schon einen solchen Artikel schreiben, sollte es ihr Ziel sein, zumindest die Stereotypen eines "hysterischen, schrillen und zickigen" Feminismus zu entkräften, nicht noch zusätzlich zu bestätigen.

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faz-leser 17.02.2019, 12:45
72.

Zitat von fördeanwohner
Erinnert mich an diesen Film mit Maximilian Schell, in dem er einen jungen katholischen Priester spielt, dessen Schwester hochschwanger entbindet und welcher die Entscheidung treffen soll, wer überleben soll: Mutter oder Kind? Es geht also zuerst um den Schutz des ungeborenen Lebens und dann erst ... Und weshalb ist das ungeborene Leben nun wertvoller als das einer lebendigen Frau? Verstehe ich nicht. Erklären Sie es mir rein sachlich, bitte!
An Fördeanwohner: Sie bitten um eine sachliche Erklärung. Die sollen Sie bekommen, allerdings erwarte ich dann Ihrerseits auch eine sachliche Argumentation, die Ihr oben zitierter Kommentar vermissen lässt.
Sie erwecken den unzutreffenden Eindruck, als ob für die werdende Mutter stets das eigene Leben auf dem Spiel stünde. Das ist mit Blick auf die Anzahl der Kinder, die jedes Jahr ohne jedes Problem geboren werden, erkennbar falsch. Für das ungeborene Leben geht es aber stets um Leben und Tod. Damit haben werdende Mütter in der Mehrzahl der Fälle nicht zu kämpfen. Falls im Einzelfall tatsächlich einmal das Leben der Mutter auf dem Spiel steht, hat dieses Vorrang vor dem Leben des ungeborenen Kindes. Solange es für die werdende Mutter selbst aber nicht um Leben und Tod geht, hat das Leben des ungeborenen Vorrang.

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OhMyGosh 17.02.2019, 12:46
73.

Die Bösartigkeit der Ligue du LOL- Clique hat wenig mit Angst vor Entmannung zu tun - diesen Männchen geht es um Macht, das Ausleben ihrer sadistischen Triebregungen, intellektuelle (???) Großkotzigkeit, man könnte vereinfacht auch sagen um deren ausgemacht schlechte Kinderstube und fehlende Souveränität im Umgang mit ihren Opfern, die nicht so zu sein scheinen, wie sie selber es für angemessen halten. Dieser extreme Narzissmus scheint sich zudem aus sich heraus selbst zu rechtfertigen; von den Jüngelchen hat bislang kein Einziger begriffen, wie erbärmlich und tendenziell auch kriminell sie sind bzw. waren. Dass diese Mistkerle Influencer und Journalisten sind, macht die Sache um so verwerflicher. Und den Entschuldigungen des Monsieur Glad glaube ich keine Silbe.
„Sie haben zugegeben, dass sie die Gruppe gegründet, beziehungsweise dazu gehört haben. Am Mobbing aber, das alle geschockt hat, seien sie nicht beteiligt gewesen, das sei nicht von ihnen ausgegangen. Ich muss das überprüfen. Ich kann niemanden verurteilen, ohne das geprüft zu haben“, erklärt Laurent Joffrin, Chefredakteur der Zeitung Libérationl und kündigt eine umfassende Recherche zu den Vorfällen an.
Zu befürchten ist, dass diese Überprüfungen nach altbekanntem Muster im Sande verlaufen könnte und diese Rotzlöffel da weiter machen werden, wo sie aufgehört haben.

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ruhepuls 17.02.2019, 12:47
74. Es gibt Feministinnen und Maskulisten

Es gibt heute jede Richtung - und auch jede Gegenrichtung. Es gibt Feministinnen, die Männer als Gegner sehen und sich entsprechend äußern und es gibt natürlich auch Männer, für die Frauen Gegnerinnen sind. Warum? Nun, nicht nur machen Frauen schlechte Erfahrungen mit Männern, sondern Männer machen auch schlechte Erfahrungen mit Frauen. Und hinter jeder politischen Ansicht steckt auch eine persönliche Erfahrung.
Wer eine beherrschende oder missbrauchende Mutter hatte oder eine Ex-Frau, die ihn ausgenommen hat, wird in der zunehmenden Feminisierung unserer Gesellschaft eben nicht eine Chance sehen, sondern eine Gefahr.
Wen wundert das? Menschen machen nun mal nicht nur gute Erfahrungen mit anderen Menschen - und verallgemeinern solche gerne. Das tun Feministinnen doch auch...

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ruhepuls 17.02.2019, 12:59
75. Absolute Gleichstellung - wie soll das gehen?

Zitat von dhmo
Und wenn es schon seit tausenden Jahren so ist, wie lange wird es dann noch bis zur absoluten Gleichstellung - auch in den Köpfen - dauern? Wie schnell geht so ein Wandel? Wie lange braucht es, um aus dieser Verfasstheit herauszukommen? 2 Generationen werdem wohl nicht reichen, sofort haben wollen wird nicht klappen. Und trotzdem sind wir sehr viel weiter als die alten Griechen oder die Generation unserer Omas. Und das Frauenbild des Islam sollten wir insbesonders zur Diskussion stellen, denn die Frage, wie wir damit umgehen wollen, wird für uns immer relevanter. Wegducken wird nicht helfen.
Eine absolute Gleichstellung kann es nur geben bei absoluter Gleichheit. Da Männer und Frauen aber unterschiedlich sind, woraus sich unterschiedliche Bedürfnisse ergeben, wird die Diskussion darüber wie gleich gleich eigentlich sein muss, vermutlich nie enden. Was für Frauen gleich ist, muss für Männer nicht gleich sein - und umgekehrt. Deshalb ist die Forderung nach Gleichheit unsinnig, denn sie kann nicht objektiv geregelt werden. Wichtig ist die Gleichberechtigung, also dass es keine - vor allem juristischen - Hemmnisse gibt.

Oder eine Seite bekommt wieder Oberwasser - und definiert einfach "per Macht", was gleich ist und was nicht.

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egghead7 17.02.2019, 13:27
76. Alles in allem scheinen es doch recht viele zu sein

Zitat von LauchJ
Beispiele für einen "hysterischen, schrillen" Linkspopulismus: - Die Entgleisung einer Gruppe sind gleich das Problem einer gesamten männlichen Gesellschaft. - Vergleich mit einer Antike, in der zur Todesstrafe Verurteilte in ein Loch geworfen, oder zum Verhungern an einen Pfahl gehängt wurden. Was genau ist daran bitteschön nicht "hysterisch"? - das Ein mal Eins der feministischen Identitätspolitik: Angehörige des anderen Geschlechts dürfen oder können sich über Abtreibung nicht angemessen äußern, weil sie ja nicht betroffen sind. Leider eine selten dämliche, aber häufige Argumentationsweise. - Angst vor der "Entmannung": Ich bitte Sie. Wenn Sie schon einen solchen Artikel schreiben, sollte es ihr Ziel sein, zumindest die Stereotypen eines "hysterischen, schrillen und zickigen" Feminismus zu entkräften, nicht noch zusätzlich zu bestätigen.
- Die Entgleisung einer Gruppe sind gleich das Problem einer gesamten männlichen Gesellschaft.

Unterm Strich sind es halt schon nicht wirklich wenige - die einen entgleisen auf Twitter, die anderen im realen Leben mit verbalen (z.b. im Arbeitsleben), andere wieder mit sexuellen bzw. gewalttätigen Übergriffen. Der gefühlte Rest scheint Sympathien für diese eher miesen Geschlechtsgenossen zu haben - in jedem Fall aber anscheinend nie mit den Frauen, die bei diesen Übergriffen zu Opfern werden. Natürlich sind das nicht alle Männer - und ich freue mich jedes Mal sehr, wenn eine männliche Stimme da etwas differenzierter, intelligenter, maßhaltender und vernünftiger reagiert. Aber es scheinen wirklich gar nicht so viele zu sein. Und das ist schon gruslig!

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fördeanwohner 17.02.2019, 13:46
77. -

Zitat von faz-leser
An Fördeanwohner: Sie bitten um eine sachliche Erklärung. Die sollen Sie bekommen, allerdings erwarte ich dann Ihrerseits auch eine sachliche Argumentation, die Ihr oben zitierter Kommentar vermissen lässt. Sie erwecken den unzutreffenden Eindruck, als ob für die werdende Mutter stets das eigene Leben auf dem Spiel stünde. Das ist mit Blick auf die Anzahl der Kinder, die jedes Jahr ohne jedes Problem geboren werden, erkennbar falsch. Für das ungeborene Leben geht es aber stets um Leben und Tod. Damit haben werdende Mütter in der Mehrzahl der Fälle nicht zu kämpfen. Falls im Einzelfall tatsächlich einmal das Leben der Mutter auf dem Spiel steht, hat dieses Vorrang vor dem Leben des ungeborenen Kindes. Solange es für die werdende Mutter selbst aber nicht um Leben und Tod geht, hat das Leben des ungeborenen Vorrang.
Warum hat das ungeborene Leben VORRANG? Das erschließt sich mir immer noch nicht. Und wer darf das entscheiden? Weshalb sollen Fremde darüber entscheiden dürfen, was ein vernunftbegabter Mensch mit seinem Körper tut? Weshalb sollen Frauen das nicht tun dürfen? Als Mann kann man das einfach nicht entscheiden, finde ich. Der Kompromiss ist doch, dass Frauen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr abtrieben dürfen. Das finde ich absolut fair.
Und da sind auch wieder beim Ausgangsthema: Männer entscheiden seit Jahrtausenden über Frauen.

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nachtmahr79 17.02.2019, 14:15
78.

Ja, genau!
Warum richten sich junge, linke Männer gegen Frauen? Das ist doch absurd!
Ist es auch: Es war kein Angriff auf "Die Frau" an sich, es war ein Angriff auf "den 3. Welle Feminismus". Das ist in den Augen der Feministen natürlich als äquivalent anzusehen. Und deswegen hört man auch immer nur, das diese Gruppe frauenfeindlich agiert hat.
Und warum haben diese jungen Männer, die so gar nicht dem Stereotypen des "weißen, alten Mannes", des Erzfeindes jedes Feministen, entsprechen?
Weil sie eine stark links-liberale Einstellung haben, der der links-autoritäre Allmachtsanspruch der Feministen entgegen steht.

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im_ernst_56 17.02.2019, 14:25
79.

Zitat von faz-leser
An Fördeanwohner: Sie bitten um eine sachliche Erklärung. Die sollen Sie bekommen, allerdings erwarte ich dann Ihrerseits auch eine sachliche Argumentation, die Ihr oben zitierter Kommentar vermissen lässt. Sie erwecken den unzutreffenden Eindruck, als ob für die werdende Mutter stets das eigene Leben auf dem Spiel stünde. Das ist mit Blick auf die Anzahl der Kinder, die jedes Jahr ohne jedes Problem geboren werden, erkennbar falsch. Für das ungeborene Leben geht es aber stets um Leben und Tod. Damit haben werdende Mütter in der Mehrzahl der Fälle nicht zu kämpfen. Falls im Einzelfall tatsächlich einmal das Leben der Mutter auf dem Spiel steht, hat dieses Vorrang vor dem Leben des ungeborenen Kindes. Solange es für die werdende Mutter selbst aber nicht um Leben und Tod geht, hat das Leben des ungeborenen Vorrang.
Juristisch unterscheidet man beim Schwangerschaftsabbruch zwischen der medizinischen Indikation (Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Frau), der kriminologischen Indikation (die Schwangerschaft wurde durch eine Vergewaltigung herbei geführt) und der sozialen Indikation (das Kind passt nicht in die Lebensplanung oder Lebenssituation der Frau). Im letzteren Fall ist eine Schwangerschaftsabbruch nur nach einer Beratung zulässig. Statistisch erfolgen über 90% der Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratung, fallen also unter die soziale Indikation. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 28.05.1993 (BSGE 88, 203) die Verpflichtung des Staates zum Schutz des ungeborenen Lebens betont und damit die Übernahme der reinen Fristenlösung, die es in DDR gegeben hatte, als grundgesetzwidrig verworfen. Die Entscheidung ist, wie die Diskussion um das Werbeverbot (§ 219a StGB) zeigt, allenthalben in Vergessenheit geraten.

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