Forum: Kultur
Frauenkleidung: Das Bedürfnis, nicht angegafft zu werden
Stephane Mahe / REUTERS

"Talentiert und schön"? Die Berichterstattung über die Fußball-WM zeigt: Die Spielerinnen werden auch immer als Objekte bewertet. Das gilt übrigens für alle Frauen - und wird im Sommer besonders spürbar.

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mark.muc 11.06.2019, 17:44
90.

Zitat von CancunMM
Ist mit Ihrer Einstellung bei Google etwas falsch ? Wenn ich die entsprechende Spielerin bei mir eingebe, kommen hunderte von Bildern in Sportkleidung, völlig neutral. Das ein oder andere Bild im Bikini ist darunter. Gebe ich CR7 ein, kommen deutlich mehr Fotos mit entblößtem Oberkörper in Gorillapose. Ich fände es auch nicht schlimm wenn eine Frau sich schön empfindet und freiwillig Fotos von sich veröffentlicht. Sie wird ja nicht dazu gezwungen und ist sicher auch nicht naiv bzgl. der Wirkug auf bestimmte Männer. Vielleicht sollte Frau Stokowski etwas weniger verkrampft mit dem Thema umgehen. Leider hat man bei ihr eher den Eindruck, dass sie missionieren will, teils hat es schon etwas von fundamentalistisch und religiös. Echt abstoßend.
Ich benutze natürlich kein Google. Sport- oder nicht Sportkleidung ist mir egal. Weiß kaum was das sein soll. Aber ich erkenne, daß die Fotos z. T. auch sexuell attraktiv wirken sollen. ICH habe dagegen auch nichts einzuwenden. CR7 kenne ich nicht. Ein Auto? Spaß beiseite. Wenn auch andere Personen anziehende Bilder zeigen: gut so. ICH lebe NICHT in den 50-er Jahren.

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Bondurant 11.06.2019, 17:47
91. Zum einen doch

Kaum jemand beschwert sich, wenn ein Mann, der im Park oder am Wasser rumsitzt, sich obenrum frei macht. Eine Frau, die das tun würde, könnte sich sichersein, dass sie mindestens angestarrt, wahrscheinlich auch fotografiert wird.

zum anderen unvergleichlich: ich zum Beispiel leide sehr unter der Unsitte, dass in den letzten Jahren Männer in der Stadt sich mehr und mehr entblößen. Kurze Hosen und nackte Oberkörper haben da eigentlich nichts verloren und ich würde mich ja gern beschweren, wenn es irgend einen Sinn hätte und man nicht nur verständnislose Blicke ernten würde. Andererseits kann man nun die freien Oberkörper von Mann und Frau schlecht vergleichen: ich weiß zwar, dass Evolutionsforscher*innen noch immer darüber rätseln warum die entblößte weibliche Brust diese starken sexuellen Reize auf Hetero-Männer ausübt, aber dass sie es tut, ist nun eine unbestreitbare Tatsache. Deshalb sind nun Männer und Frauen mit entblößten Oberkörper nicht dasselbe, auch wenn man das gerne hätte. Selbst ein Jahrhundert oder noch länger Freikörperkultur haben dann nichts ändern können.

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Karla Winterstein 11.06.2019, 17:51
92. Alte Weisheit: Sex sells

Das Verhalten mancher Medien ist doch völlig klar: Auflage erhöhen, egal wie. Das hat sich seit ich Zeitungen und Zeitschriften kenne nie geändert.

Hinsehen? - Völlig normales Verhalten bei Männern und Frauen.

Belästigen? - Das ist definitiv ein No-Go, und zwar nicht erst heute (ich kenne noch den Spruch: "Das berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten!").

Das Aufnehmen mit Smartphones oder Webcams ist eine völlig unmögliche Sache und glücklicherweise sogar strafbar. Man muss sich nur darum kümmern, sofern man es mitbekommt, aber das ist bei den heutigen Superminizusatzkameras ja kaum noch möglich.

Die üblen Belästigungen passen irgendwie zum Gesamtbild mancher Teile der Gesellschaft. Es passt dazu, dass Rettungskräfte durch Gaffer und Selfi-Maker behindert und sogar bedroht werden.

In meinen Augen macht sich eine Zeitung, die bei Sportlern und Sportlerinnen quasi zuerst auf die erotischen Seiten eingeht, ehe sie vielleicht ein paar Worte zum Thema sagt, eher lächerlich. In den 1960er Jahren hätte man nichts anderes erwartet, aber schon in den 1970er war es maximal noch der Bild- und Quick-Stil.

Wie gesagt betrifft das im Sport nicht nur Frauen. Bezüglich Mats Hummels ("Der schönste Fussballer Deutschlands") war es immer wieder ein Thema, ob seine Frau nicht Eifersüchtig sei. Um sportliche Inhalte ging es nicht mehr.

Die Bild & Co. wird man nicht mehr ändern.

Wie man die Leute ändern kann, die auf nichts bereit sind Rücksicht zu nehmen, weiss ich allerdings auch nicht, weil das ein zutiefst asoziales Verhalten ist.

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Karla Winterstein 11.06.2019, 17:56
93. Das habe ich damals aber auch schon anders erlebt

Zitat von wassolldasdenn52
...In den 50er und 60er Jahren war jede Lady überglücklich, wenn die Männer ihnen nachgepfiffen hatten...
O.K. - es war in West-Berlin und Berlinerinnen waren auch damals nicht gerade auf den Schnabel gefallen, aber in den 1960ern erlebten wir öfter, dass Frauen so jemanden mit Worten so zusammen gefaltet haben, dass der sich in den Augen aller anderen nur noch lächerlich gemacht hat und lieber schnell verschwand.

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zero36 11.06.2019, 17:59
94.

Zitat von larslindemann
Das steht da zwar überhaupt nicht, aber wenn ich Ihre Frage trotzdem beantworten darf: Wahrscheinlich ja.
Nee, gar nicht steht das im Text: Wenn das Wetter so ist, dass man gern möglichst wenig anziehen würde, muss man als Frau einen Kompromiss finden zwischen dem Bedürfnis, sich nicht nasszuschwitzen und dem Bedürfnis, nicht von Creeps auf der Straße angegafft und angequatscht zu werden.

Ich rede von "ansprechen", nicht von "dämlich hinterher pfeiffen" oder "blöde Bemerkungen machen". Sondern einfach von Kontaktaufnahme zum weiblichen Geschlecht. Bitte, lernen Sie lesen.

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robert_schleif 11.06.2019, 18:03
95. Schöne Menschen anschauen...

...ist schöner, als hässliche Menschen.
Sagt die Biologie und das gilt für alle zwei (oder vielen) Geschlechter.
Ich himmele beispielsweise Annalena Baerbock an, was ganz bestimmt nicht an der von ihr verkündeten Politik liegt. Muss ich jetzt zum Kinderpsychiologen?

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gldek 11.06.2019, 18:03
96. Was ist daran verwerflich,

eine Frau (oder einen Mann) als schön zu bezeichnen ?
Bei der Partnerwahl achten man ja schliesslich auch nicht unwesenlich auf das Äussere - noch ist das sein persönliches Recht.
Das hat doch mit "jemanden zum Objekt machen" nicht das geringste zu tun. Das ständige Miesmachen der weiblichen/männlichen Attraktivität zwischen den Geschlechtern ist unnatürlich und freudlos.
Wir gehören zur Gattung Mensch und das ist gut so.

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molesman 11.06.2019, 18:05
97. Wir haben Pferdeschwänze...

wer sich mit solchen platten Slogans ins Rampenlicht ziehen lässt sollte sich nicht über Sexismus aufregen. Dümmer geht es kaum, das ist der Frauen nicht würdig die ich als meist deutlich bessere Menschen sehe. Ansonsten, Das Geschlecht ist eben das Einzige was Mann und Frau trennt und für viel auch das Einzige was sie verbindet... und wenn Röcke mal wieder extrem kurz sind samt High Heels und wippendem Gang dann erzähle mir jemand dass das nur der Temperatur Rock und dem besseren Sehen weil größer High Heels geschuldet ist. Viele Frauen werden auch gerne begehrt, leider führt das sich aufhübschen eben auch dazu dass gegafft wird. Amüsanterweise schreien aber meist die die eben nicht beachtet werden am meisten...

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Grünstein 11.06.2019, 18:06
98. Sex sells

ist nun mal eine der ältesten Lebensweisheiten. Das wird auch immer so bleiben. Bei dem Horrorsport FRAUENFUSSBALL sehe ich leider auch keinen weiteren Turbo, um die kläglichen Einkünfte dieser bemitleidenswerten Geschöpfe zu steigern. Aber ich denke mal, es ist ihre freie Entscheidung. Siehe den besagten InstagramAccount. Gab es da nicht auch mal eine Playboy Story? Was fällt denen ein! Was für ein billiger Trick, Aufmerksamkeit zu erlangen! Gott schütze Saudi Arabien und Nordkorea!

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b1964 11.06.2019, 18:09
99. Schlimmer geht immer...

Am 26.05. berichtet die Bild über die "Lingerie Fighting Championship". Und Ihr regt euch hier über Fußballerinnen auf, bei denen für einzelne das Adjelktiv "hübsch" verwendet wird? Das Problem ist doch ein Anderes: Frauenfußball interessiert das Publikum nur marginal. Ich habe dafür eine Erklärung, die ich mir verkneife. Und im das Publikumsinteresse etwas zu pushen (es geht immerhin um das Geschäft mit Werbeeinnahmen), funktioniert halt immer noch der alte Trick: Sex sells... Und damit haben die Beteiligten erkennbar kein Problem. Frau Stokowski ist allerdings unbeteiligt und regt sich trotzdem auf.

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