Forum: Kultur
Frauenrechte: Arbeit niederlegen, Vermehrung verweigern!
DPA

Kommen die Konservativen an die Macht, geht es den Frauen immer schlechter. Anstatt rumzusitzen und auf bessere Zeiten zu hoffen, könnten sie kämpfen. Am besten gemeinsam.

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sojetztja 25.02.2017, 19:20
130.

>Zu demonstrieren, zivil ungehorsam zu sein, eine Woche Generalstreik der Frauen. Die absolute Verweigerung. >Können Sie es sich vorstellen? Schön wäre das. Wirkungsvoll wäre das. Die Arbeit niederlegen, die Vermehrung >verweigern, es muss nicht gleich der bewaffnete Widerstand sein

Was für ein Quatsch! Es mag Ihnen unverständlich sein, aber sehr, sehr viele Frauen WOLLEN Kinder. Und zwar nicht, um damit einem Machthaber, einem System oder einer Gesellschaft zu gefallen, sondern aus ganz anderen, persönlichen Gründen. Diese Frauen würden ja sich selbst bestrafen. SChon mal darüber nachgedacht????

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großwolke 25.02.2017, 19:23
131. Da ist viel Wunschdenken dabei

Zuvorderst mal: ob es den Ländern mit größerer Gleichberechtigung wirtschaftlich tatsächlich besser geht, ist erstens nicht so klar, wie Frau Berg meint, es sagt zweitens nichts darüber aus, ob die verbesserte Gleichberechtigung Ursache oder Folge des wirtschaftlichen Wohlstands ist und es ist zum dritten keine Garantie dafür, dass es den Frauen dabei tatsächlich besser geht. So wie in: sie geben in repräsentativen, technisch sauberen Umfragen an, mit ihrem Leben zufriedener zu sein. Einmal mehr auch noch der Hinweis: GleichBERECHTIGUNG ist etwas anderes als GleichSTELLUNG. Man wird ja kaum argumentieren wollen, dass eine Musterdemoktratie wie die Schweiz ihre Frauen rechtlich als Menschen zweiter Klasse behandelt. Dass viele von denen trotzdem hinter den Männern zurückstehen, dass sie vielleicht sozial aufwärts geheiratet haben, dass sie sich eher der Kindererziehung verpflichtet fühlen, dass sie diese Verpflichtung ausleben können, weil der Hauptverdiener dazu genug Geld heimbringt, das sind gesellschaftliche Umstände, die ein Stück weit auch dem Wünschen und Wollen der Betroffenen gehorchen. Ich unterstelle da mal, dass nicht jede Frau es schick findet, wenn da eine andere ungebeten in ihrem Namen spricht. Wenn diese andere, obwohl selbst kinderlos geblieben, Worte wie "Gebärstreik" bemüht. Selbst als Angehörige der kulturellen Elite sollte man hin und wieder versuchen, sich in diejenigen hineinzuversetzen, als deren Wortführerin man sich geriert.

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Lykanthrop_ 25.02.2017, 19:25
132.

Zitat von zarah25
... zu sehen, dass es hier im Forum vor allem die älteren Männer sind, die davon ausgehen, dass Frauen sich am liebsten aushalten lassen und selbst über keinen Einfluss als genau diesen verfügen. Sie haben noch gar nicht gemerkt, wie sehr sich die Welt verändert hat. Klar, dass ein 50jähriger plus noch das alte Familienmodell lebt oder davon enttäuscht ist. Er kennt gar kein anderes, sieht kein anderes. Aber welche Frau will heute noch zu Hause hocken und sich aushalten lassen, Leute? Oh, es gibt sie sicher, und das kann einem leid tun. Wer braucht denn einen Mann zum Leben (außer den unterbezahlten Unterschichtlerinnen) oder ein Kind als Daseinsberechtigung? (Die Menschheit stirbt aus? - Who cares?). Kinder nur bei fifty-fifty-Aufteilungen und genug Kitas und Co. Oder ganz sein lassen. Wenn jetzt die Rechten wieder die Fifties aus der Kiste holen wollen, werden sich ihnen sicher die Dummies anschließen. Aber die sind - immer noch und weiterhin - in der Minderheit. Streiken hat sich selten bewährt, aber das weiß Sibylle ja selbst. Die Welt schreitet von alleine voran.
Nicht alle Frauen sind gleich, aber viele Frauen sind erst ab mitte zwanzig bis mitte dreißig Beziehungsunfähig und werden primär von ihrem Vermehrungstrieb gesteuert. Deswegen wundert es mich nicht, dass vorwiegend nicht ganz junge Männer schlechte Erfahrungen mit nachwuchs und -versorgungsgetriebenen Frauen machen.
Das Problem ist, das Frauen Männer nicht brauchen, sich aber trotzdem einen wünschen und wenn schon nicht als Partner, dann wenigstens als Erzeuger und Geldquelle. Und da Frauen sich oft schlecht bezahlte Berufe aussuchen, ist der Dukatenesel leider immernoch gefragt. Wen interessiert die Jahreszahl, wenns um Euros geht ?

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Peter Pots 25.02.2017, 19:28
133. Traumwelten

Augen zu und durch. Im Ernst , Frau Berg - wie so oft ist das Gegenteil dessen wahr, was Sie so schreiben. Ihr Problem ist es, dass Sie - wie dies meist geschieht - an die eigene feministische Propaganda glauben und Frauen für Lichtgestalten, originelle Denker, Leistungsträger und warmherzige Sexualpartnerinnen halten, die aber leider aufgrund ihrer Vagina von Männern ausgebremst werden. Tatsächlich ist das Gegenteil wahr. Das Vorhandensein der Vagina - in Kombination mit dem stärksten beim Menschen bekannten Trieb - ist für die durchschnittliche Frau der größte Segen der denkbar ist. Nahezu alle können diesen unverdienten physiologischen Vorteil kapitalisieren - auf die eine oder andere Weise. Stichwort "Prostitution in der Ehe/Partnerschaft". Es kann nur selten beobachtet werden, dass ein Mann einmal in der glücklichen Situation ist, den Spieß umdrehen zu können und seine "bessere Hälfte" wirtschaftlich und emotional auszubeuten. Wenn der Mann nicht mehr als auszubeutender Lohnsklave taugt, dann wird er verlassen und der Umgang mit seinen Kindern wird ihm verweigert. Dann wird der Ersatz zum "Pappi".
Denkt man sich Vagina und Sexualtrieb spielerisch weg, dann würde die Masse der Frauen im Puff "arbeiten" oder - bei mangelnder Attraktivität - an irgend einem Fließband oder der Kasse von Aldi. Welcher Mann würde sich dann an ein solches kuchenfressendes Pelztier und dessen ewig unzufriedenen Wunsch-Nachwuchs binden und sie ein Leben klang ernähren und schützen? Die geforderte Verweigerung der Fortpflanzung ist lachhaft. Nur wenige Männer wünschen sich tatsächlich Kinder. Bindung an Wesen, die ihre Kinder nicht zu kritisch denkenden Bürgern erziehen, nicht logisch denken und nicht einmal gut kochen können oder wollen? Und - denken wir uns die Vagina schnell wieder dorthin wo sie hingehört - auch beim Sex sind sie meist eine Fehlbesetzung, da sie bei weitem nicht so attraktiv und leidenschaftlich sind, wie sie in ihren Träumen gerne sein möchten. Und es kommt hinzu, dass sie schon kurz nach der Hochzeit, bzw. der Geburt des ersten Kindes damit beginnen ihrem Sklaven den Vollzug des Geschlechtsverkehrs zu verweigern. Ausnahmen von diesem Schema bestätigen die traurige Regel. Wer es genau wissen will, dem kann man nur den Klassiker "Der dressierte Mann" von Ester Villar (http://de.wikimannia.org/images/Esther-Vilar_Der-Dressierte-Mann.pdf) empfehlen.

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genauerschauer 25.02.2017, 19:35
134.

Also soll ich mit meinen Steuern dafür sorgen, dass die Arbeitgeber ihre Arbeitskräfte kriegen? Dann nur darum geht es doch bei der Kinderbetreuung, oder etwa nicht? Oft muss ich den Arbeitgebern dann auch noch mit Steuern die Aufstockung ihrer Arbeiter bezahlen, da diese zu wenig zum Leben erhalten. Und dass nur, weil die Arbeitgeber dank meinen Steuern so viele Arbeitskräfte zur Verfügung haben. Diesen Faden kann man weiter spinnen :-)
Ich fände es viel besser, wenn Betriebe für die Betreuung aufkommen müssten. Aber wenn ich länger drüber nachdenke, dann frage ich mich wie es sein kann, dass Menschen in einem ach so wohlhabenden Land wie unserem nicht grundsätzlich genug verdienen, um sich vielleicht auch mal für das klassische Modell entscheiden zu können.

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HansMaiser 25.02.2017, 19:36
135. Schweden.

Also wenn ich mir so ansehe wie brav sich die feministische Regierung Schwedens im Iran verschleiert hat, kann ich Frau Bergs Erläuterungen kaum folgen.
Auch die Vermehrung haben doch die emanzipierten Frauen schon längst begrenzt, wenn man sich die Geburtenzahlen von typischen starken europäischen Frauen ansieht.
Babies bekommen in Europa eher die nicht so emanzipierten verschleierten Frauen.
Klar klingen Schlagworte wie von Frau Berg beängstigend. Bei genauerer Betrachtung haben wir alles schon.
Und das nach 30 Jahren linken Mainstreams der sich gebrüstet hat als Sieger aus dem Kulturkampf gegangen zu sein.
Vor Trump hatten wir 8 Jahre Obama. Nur mal so.

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malte.b 25.02.2017, 19:55
136.

"Vermehrung verweigern" ?
Entschuldigung, aber das tun linke Frauen doch schon seit über 4 Jahrzehnten - siehe demographische Entwicklung. Da fehlt mir irgendwie das tatsächliche Drohpotential. Ich wundere mich höchstens, wie viele Karrierefrauen sich mit ihren allseits stolz zur Schau gestellten 'Ersatzkindern' auf vier Pfoten tatsächlich zufrieden geben. So richtig gewinnbringend mit denen unterhalten z.B. kann man sich ja nicht. Mir wäre das zu wenig. Aber jede, wie sie kann ...

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shotaro_kaneda 25.02.2017, 20:08
137.

Der Artikel ist äußerst wirr geschrieben. Wen versucht Frau Berg hier zu kritisieren? Trump? Die USA? Deutschland? Die Schweiz? Den Mann an sich? Entgegen der Behauptung im Artikel sind Frauen keine Minderheit (oder war das Satire?) und sie werden in Deutschland auch nicht unterdrückt. Wenn sie die Frau zum Protest der Vermehrung aufrufen, reduzieren sie selbst die Frau zur Gebärmaschine. Das vor allem Frauen die Elternzeit in Anspruch nehmen, liegt nicht nur am Mann. Meist wollen Frauen selbst diese Zeit zu Haus bleiben. Das die Kinderbetreuung nicht vom Staat finanziert wird, belastet nicht nur die Frau, sondern auch den Mann. Ich finde, das einzige noch vorhandene Manko in D ist die schlechte Bezahlung der oft von Frauen ausgeübten Berufen (z.B. Pflege). Ansonsten stehen heut Frauen alle Türen offen. Meine Meinung.

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colinchapman 25.02.2017, 20:29
138. Der wahre Grund

warum Frauen schlechter gestellt sind, ist der gleiche Grund, warum Frau Bergs Aufruf nicht funktioniert: es gibt unter Frauen weniger Solidarität als Männer. Die größten Skeptiker von Frauen sind nicht Männer, sondern andere Frauen. Ich wollte einmal eine Ingenieurin einstellen, das scheiterte daran, dass die Personalreferentin ihr den Job nicht zutraute.

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Unbekannt123 25.02.2017, 20:36
139. was ist denn Gleichberechtigung?

Schade, dass es immer nur heißt Frauen wären gleichberechtigt wenn ihre Kinder bereits ab 1 Jahr fremd betreut werden und sie arbeiten gehen. Ich kenne so viele Frauen, die ihre Kinder länger selbst betreuen möchten, und in die Arbeit gedrängt werden. Richtig gerecht finde ich das nicht. Gerecht wäre wenn man anerkennt, dass Kinderbetreuung von Müttern ebenfalls gut und wertvoll ist (z.B. bezüglich der Altersvorsorge...), aber manche Familien besser zurecht kommen wenn jemand anders die Kinder betreut.
Ist übrigens bekannt, dass viele nur schon früh arbeiten gehen damit ihre Kinder mit 3 Jahren auch wirklich einen Kitaplatz haben? Weil U3-Plätze bevorzugt vergeben werden und manche 4 jährige die ersten 3 Jahre gern zuhause betreut wurden immernoch keinen Platz kriegen... Und dann arbeiten sie nur um diesen Kitaplatz zu bezahlen, und sind traurig weil sie nicht bei ihren Kindern sind. Ist doch bescheuert oder?
Und das hat mit dem eigentlichen Thema am Ende nichts mehr zu tun. Sind wirklich Frauen die benachteiligten? Nicht eher die Kinder, oder Familien?

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