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Frauenträume: Schlup, schlup, schlup - das süße Leben
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Früher waren es Trockenblumensträuße und Blumenampeln - heute geht die moderne Frau in nichts so auf wie in der Herstellung von entzückenden Cupcakes. Reine Zeitverschwendung! Oder nicht?

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WolfHai 22.09.2013, 16:27
1. Zeitloses zur Frauenfrage

Zitat von sysop
Früher waren es Trockenblumensträuße und Blumenampeln - heute geht die moderne Frau in nichts so auf wie in der Herstellung von entzückenden Cupcakes. Reine Zeitverschwendung! Oder nicht?
Ein zeitloser Beitrag in zweierlei Hinsicht:
a) Frauen (hier die Autorin) hetzen doch immer noch am besten über Frauen. Diese Art von Geätze ist für einen Mann wie mich immer wieder erstaunlich.
b) Ja, Frauen sind so. Auch jahrzehntelanges Gender-Mainstreaming schafft es nicht, gegen genetische Dispositionen anzukommen. Zum Glück: wo würde ich sonst meine Cupcakes herkriegen?

Übrigens in meinem Wahllokal: nach meinem Eindruck waren die Wahlhelfer in der Mehrheit weiblich. Kein strenger männlicher Blick, der klar macht, dass man sich hier an die Regeln zu halten habe (was ich übrigens ohnehin vorhatte). Grund: Wahlhelfer werden aus den öffentlichen Verwaltungen rekrutiert, und die werden, jedenfalls auf dieser Ebene, immer weiblicher. Die Stimmung war dort heute morgen sehr gut. Cupcakes habe ich allerdings keine gesehen.

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rudisander 22.09.2013, 16:32
2. Frau, frau, frau, ...

Jesses, das ist aber mal ein wirklich und wahrhaftig dolles Tempo, ich komme da kaum mit, und dabei bin ich wirklich ein (alter) flotter Junge.

Ich fasse es nicht, wenn ich sehen muss, wie eine flotte schreibende Frau, zweihundert Jahre nach Heine und Goethe und, und und ... solche leckeren Wort-Küchelchen aus der doch - im tiefsten Grunde - irgendwie idealistisch vollkommen gängiger Pragmatik entzogener deutscher Sprache zu machen weiss:

Lady, ab sofort und sogleich: ich bin Ihr Fan, Sie können nun uneingeschränkt über mich verfügen: Tag und Nacht, wie es Ihnen genehm ist und in Ihren weiblich aufgeregten Kram passt ! Versprochen, ehrlich, (bin - trotz alter Sack - noch für Vieles ganz gut zu gebrauchen). Versuchen Sie's. Es soll Ihr Schade nicht sein,

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Foul Breitner 22.09.2013, 16:34
3. Frau

Zitat von sysop
Früher waren es Trockenblumensträuße und Blumenampeln - heute geht die moderne Frau in nichts so auf wie in der Herstellung von entzückenden Cupcakes. Reine Zeitverschwendung! Oder nicht?
Burmester spricht mir wieder aus der Seele. Hoffentlich kommen nicht wieder diese ganzen hater.

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sitiwati 22.09.2013, 16:42
4. und

täglich grüsst das Murmeltier!

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uksubs 22.09.2013, 16:57
5. ......inhaltslosigkeit......

wird hier vor augen geführt, eine schöne heile welt mit schönen kleinen läden und vielen schönen sachen darin.
nun bin auch nicht der meinung, dass nur guter sex abhilfe schafft, denn den bezweifele ich nach einer gewissen zeit in einer festen partnerschaft nun mal. und wenn also die eben "ausgepressten" kinder nicht mehr den zweck von inhalt erfüllen, ein wirklicher einstieg aber in das ehemals abgebrochene berufsleben nicht mehr gut möglich erscheint, dann passt ja ein solcher laden sehr gut in die Neue Welt. ihr fahrradweg zur arbeit - merke:ökologisch - scheint sie ja durch jene heile welt zu führen und irgendwie meine ich mir gerade vorstellen zu können, woher er wohin führt. ob es nun gleichsam nur diese beiden alternativen gibt, wage ich dann aber doch zu bezweifeln, wenngleich ich hier nun nicht den sinn des lebens aufmalen werde, was zudem schlicht zu weit führen würde. in einer dieser beiden leben ist er aber wohl nicht zu finden. vielleicht mal einen umweg wagen.....?

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wohin 22.09.2013, 17:12
6. Köstlich.....

.....köstlich, zum Schmunzeln schön!

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Märzhäsin 22.09.2013, 17:16
7. Pfui...

Wieder eine dieser höhnischen Polemiken gegen Mütter, die mehr schlecht als recht versuchen, ihr Mutterdasein mit irgendeiner Form von Berufstätigkeit zu verbinden. Irritierenderweise kommen solche bösartigen Ergüsse neuerdings vor allem von Frauen, ich lese sie im SPIEGEL (siehe auch http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karriereknick-nach-babypause-frauen-in-der-teilzeitfalle-a-911197.html ) und sogar in der taz ( www.taz.de/!79576/ ).

Nein, ich besitze keine Eulchen-Schüsseln und backe keine Cupcakes. Aber ich habe zwei Kinder, in Folge der Mutterschaft meinen gut bezahlten Job verloren und begleite nun Schulausflüge, helfe beim Organisieren der Mittagsbetreuung und bin Lesepatin an einer Brennpunktschule – ehrenamtlich, natürlich. Offiziell bin ich selbstständig im Homeoffice, was ein fürchterlich einsames und unlukratives Geschäft ist.
Warum das alles? Nicht, weil ich mit 43 Jahren nur noch Ehrenämter machen will oder gerne als Berufseremitin mein Leben friste. Sondern weil es keine bezahlten Jobs für mich gibt, seit ich – Dr. phil. - meine frühere Führungsposition verloren habe. Als die Kinder da waren und ich in Teilzeit ging, tauschte mich mein Arbeitgeber einfach gegen eine Vollzeit-Nachfolgerin aus - basta.

Liebe Frau Burmester, warum polemisieren Sie nicht mal gegen Wirtschaft und Politik, die einst beruflich erfolgreiche Akademikerinnen zu einem Hausfrau-und-Mutter-Dasein verdammen, weil es für sie keine Teilzeitjobs gibt? Vor 10 Jahren, als viele dieser Frauen Kinder bekamen, gab es praktisch keine Krippenplätze, bis heute kaum Ganztagsschulen (jedenfalls im Süden der Republik). Großeltern wohnen oft weit weg oder haben kein Interesse am Babysitten. Und die Väter touren auf Dienstreisen um die Welt, so dass sie ihren Teil der Elternarbeit nur sporadisch tun können. Wer trotz all dieser Widrigkeiten an seinem Vollzeitjob festhält, ist binnen kurzem mit den Nerven (und oft auch der Partnerschaft) am Ende und nach ein paar Jahren nicht selten mit verhaltens- oder lernauffälligen Kindern konfrontiert.

Nach dem kinderbedingten Jobverlust wurden viele Akademikerinnen wie ich von den Arbeitsämtern in die Ein-Frau-Selbstständigkeit gedrängt, die wir nun – eingemauert in ein Homeoffice – zwischen Wäschebergen fristen und dabei kaum etwas aufs Rentenkonto bekommen. Weil dieses Dasein so verdammt grau und einsam ist, verfallen manche in Dekowahn, andere hängen in Cafés rum, weil man da wenigstens andere Erwachsene trifft. Wieder andere engagieren sich in der privat organisierten Mittagsbetreuung oder anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Finden Sie es fair, diesen keineswegs frei gewählten Lebensstil zu karikieren und zu verhöhnen, nur weil das jetzt offenbar Mode geworden ist? Ich nicht.

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kannmanauchsosehen 22.09.2013, 17:31
8. Schlup statt Schwup

Zitat von Foul Breitner
Burmester spricht mir wieder aus der Seele. Hoffentlich kommen nicht wieder diese ganzen hater.
Ich kanns nicht lassen, also, als ich den Titel des Artikels las, sah ich erst einmal "Schwup, Schwup, Schwup - das süße Leben". Donnerwetter, jetzt packt Burmester wirklich mal als beinah Betroffene mal ein richtig heißes Eisen an. Fehlanzeige. Das Thema war dann doch nur wieder etwas altbacken und fettig ....

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kaksonen 22.09.2013, 17:50
9. Liebe Frau Märzhäsin,

Zitat von Märzhäsin
Wieder eine dieser höhnischen Polemiken gegen Mütter, die mehr schlecht als recht versuchen, ihr Mutterdasein mit irgendeiner Form von Berufstätigkeit zu verbinden. Irritierenderweise kommen solche bösartigen Ergüsse neuerdings vor allem von Frauen, ich lese sie im SPIEGEL (siehe auch ) und sogar in der taz ( ). Nein, ich besitze keine Eulchen-Schüsseln und backe keine Cupcakes. Aber ich habe zwei Kinder, in Folge der Mutterschaft meinen gut bezahlten Job verloren und begleite nun Schulausflüge, helfe beim Organisieren der Mittagsbetreuung und bin Lesepatin an einer Brennpunktschule – ehrenamtlich, natürlich. Offiziell bin ich selbstständig im Homeoffice, was ein fürchterlich einsames und unlukratives Geschäft ist. Warum das alles? Nicht, weil ich mit 43 Jahren nur noch Ehrenämter machen will oder gerne als Berufseremitin mein Leben friste. Sondern weil es keine bezahlten Jobs für mich gibt, seit ich – Dr. phil. - meine frühere Führungsposition verloren habe. Als die Kinder da waren und ich in Teilzeit ging, tauschte mich mein Arbeitgeber einfach gegen eine Vollzeit-Nachfolgerin aus - basta. Liebe Frau Burmester, warum polemisieren Sie nicht mal gegen Wirtschaft und Politik, die einst beruflich erfolgreiche Akademikerinnen zu einem Hausfrau-und-Mutter-Dasein verdammen, weil es für sie keine Teilzeitjobs gibt? Vor 10 Jahren, als viele dieser Frauen Kinder bekamen, gab es praktisch keine Krippenplätze, bis heute kaum Ganztagsschulen (jedenfalls im Süden der Republik). Großeltern wohnen oft weit weg oder haben kein Interesse am Babysitten. Und die Väter touren auf Dienstreisen um die Welt, so dass sie ihren Teil der Elternarbeit nur sporadisch tun können. Wer trotz all dieser Widrigkeiten an seinem Vollzeitjob festhält, ist binnen kurzem mit den Nerven (und oft auch der Partnerschaft) am Ende und nach ein paar Jahren nicht selten mit verhaltens- oder lernauffälligen Kindern konfrontiert. Nach dem kinderbedingten Jobverlust wurden viele Akademikerinnen wie ich von den Arbeitsämtern in die Ein-Frau-Selbstständigkeit gedrängt, die wir nun – eingemauert in ein Homeoffice – zwischen Wäschebergen fristen und dabei kaum etwas aufs Rentenkonto bekommen. Weil dieses Dasein so verdammt grau und einsam ist, verfallen manche in Dekowahn, andere hängen in Cafés rum, weil man da wenigstens andere Erwachsene trifft. Wieder andere engagieren sich in der privat organisierten Mittagsbetreuung oder anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Finden Sie es fair, diesen keineswegs frei gewählten Lebensstil zu karikieren und zu verhöhnen, nur weil das jetzt offenbar Mode geworden ist? Ich nicht.
Was Sie so wortreich bedauern, ist halt von der Mehrheit der Wähler so gewollt. Das wage ich zehn Minuten vor Ende des Wahltages zu prophezeien. Da kann man halt nix machen!

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