Forum: Kultur
Fremdenfeindlichkeit: Wenn der Buhmann umgeht
Corbis

In der aktuellen Debatte über Flüchtlinge werden uralte Ängste vor dem Fremden geschürt.

Seite 1 von 13
Wofgang 12.11.2015, 17:39
1.

Unglaublich gut auf den Punkt gebracht! Danke!

Beitrag melden
josefinebutzenmacher 12.11.2015, 17:50
2. Danke!

Habe selten so ein gutes Essay gelesen. Sollte für alle AfDler, Pegiden und sonstige ängstlichen Kauze Pflichtlektüre werden.

Beitrag melden
Katzazi 12.11.2015, 18:00
3. Danke

Gut das dies einmal so klar ausgesprochen wird. Wobei für mich tatsächlich die Erklärungen zur speziellen Sozialisierung in Ostdeutschland neu waren. Erschreckend, wie lange sowas anhält. - Vielleicht wäre es einmal hilfreich, wenn "die Medien" anfangen würden von den "Ängsten" zu sprechen und nicht von den "berechtigten Ängsten". Vielleicht gibt es ja noch berechtigte Sorgen, aber bis auf vielleicht wenige Spezialfälle, scheinen die Ängste unberechtigt zu sein. Derzeit gibt es weder vergewaltigende Meuten, noch sind gravierende Einschnitte für die Bevölkerung geplant oder werden diskutiert.

Beitrag melden
petra.blick 12.11.2015, 18:03
4. Absolut richtig.

Ich bin der Buhmann und fühl mich fremd.... oder hab ich da jetzt was falsch verstanden ? Was ist wirklich wirklich ? Einfach mal vor die Tür treten und mit jedem sprechen... dann kommt man sich schon ein wenig näher... und merkt wie "weit" man doch verschieden ist.

Beitrag melden
G111 12.11.2015, 18:05
5. Traurig und doch wahr

Meine erste Begegnung mit "original" Ostdeutschen hatte ich im Oktober 1990 auf der Insel Rügen. Ein nettes Lehrerehepaar, dass auf Rügen Gästezimmer vermietete, sagte mir damals, "unser Problem (das von Gesamtdeutschland) seien die Ausländer". Sie selbst kannten keine, aber sie hatten das gelesen. Und ich? Ich hatte keins, ich wohnte damals in Wiesbaden, umgeben von türkischen und kurdischen Einzelhändlern und einem Ausländeranteil in meinem Viertel von rund 50%.

Angst vor dem Ausländer habe ich nicht, weil er mir auch nicht fremd ist.

Beitrag melden
syracusa 12.11.2015, 18:07
6. Danke!

Fast alle Ursachen der Ängste insbesondere der Ostdeutschen werden im Artikel gut auf den Punkt gebracht. Ein Aspekt fehlt mir noch, der IMO einen großen Unterschied der ost- und westdeutschen Kultur begründet: die westliche Kulturrevolution der 68er, der im Osten keine vergleichbare Bewegung gegenübersteht. Die Ostdeutschen sind dadurch in einer Nachkriegskultur stecken geblieben, die im Westen ihre Entsprechung in der bleiernen Adenauerzeit hatte. Die 68er lösten sich radikal davon, und öffneten die Gesellschaft in jeder Hinsicht.

Beitrag melden
candido 12.11.2015, 18:17
7. Ich empfehle

dem Autor diese ZDF Reportage zu studieren. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2480124/Ein-Staat---zwei-Welten%3F#/beitrag/video/2480124/Ein-Staat---zwei-Welten?. Mitnichten "schafft sich eine aus Selbstzweifel zur Xenophobie tendierende Gesellschaft ihre Parallelgesellschaften selbst", diese werden vielmehr von Migranten selbst geschaffen, die da überzeugt sind, dass nur die islamische Kultur die "richtige" ist.

Beitrag melden
agua 12.11.2015, 18:19
8.

Traurig,dass es solcher Artikel der Aufklärung bedarf.

Beitrag melden
rechthaber76 12.11.2015, 18:23
9. ich kann es nicht mehr hören !

Sollten hier etwa "rassistische Ressentiments gegen Ostdeutsche" bedient werden ? - nach der neuen
Rassismus-Definition würde ich hier warnen.

Gibt es etwa gute (TTIP, Kernenergie) und böse (Überfremdung) irrationale Ängste?

Ich finde es als "besorgter Bürger" eher irrational, zu glauben dass es durch die aktuelle Migrationsproblematik nicht zu großen Problemen im Land kommen wird und finde die aktuelle Schönredner - Diskussion in vielerlei Hinsicht "schwer erträglich", um mit Heinz Buschkowsky zu sprechen.

Die Überheblichkeit, mit der hier diskutiert wird (nach dem Motto, Ostdeutsche sind noch rückständig und bei Adenauer stecken geblieben und haben 68er Multikulti Revolution nicht mitgemacht) geht mir ziemlich auf die Nerven.

Aus gesamteuropäischer Sicht sind doch eher die deutschen Multi-Kulti und "one world" Gesundbeter die Geisterfahrer.

Oder glaubt etwa jemand, ein Zugang zum deutschen Sozialsystem ohne Limit für alle Armen dieser Welt bliebe folgenlos - wie blauäugig muss man sein, um diese Vorstellung zu haben.

Wir können auch gern den Sozialismus wieder einführen nach dem Motto: "Lieber arm, aber glücklich und gerecht!"

Hatten wir schon, Nein danke !

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!