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Friedenspreis an Liao Yiwu: "Dieses Imperium muss auseinanderbrechen"
AFP

Der chinesische Autor Liao Yiwu hat in einem Festakt der Frankfurter Paulskirche eindringlich vor der düsteren Menschenrechtslage in China gewarnt. Yiwu ist der diesjährige Träger des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Why-not? 14.10.2012, 16:10
1. Wunderbar...

Wohltuend, diese Bescheidenheit und tiefe Menschlichkeit von Liao Yiwu. Ein wunderbares Beispiel für einen Menschen, der trotz selbst durchgemachten unermesslichen Leids, Folter und Entbehrungen das chinesische Regime und die korrupte und machtbesessene Parteiführung nicht hasst, sondern nach einem friedlichen Weg sucht, die Verhältnisse zu ändern. Dabei hat er nichts als sein Wort. Wunderbar!

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adal_ 14.10.2012, 16:29
2. Klartext

Zitat von Why-not?
Wohltuend, diese Bescheidenheit und tiefe Menschlichkeit von Liao Yiwu. Ein wunderbares Beispiel für einen Menschen, der trotz selbst durchgemachten unermesslichen Leids, Folter und Entbehrungen das chinesische Regime und die korrupte und machtbesessene Parteiführung nicht hasst, sondern nach einem friedlichen Weg sucht, die Verhältnisse zu ändern. Dabei hat er nichts als sein Wort. Wunderbar!
Von Versöhnlichkeit gegenüber dem Regime keine Spur. Liao Yiwu spricht Klartext:

[i]"Dieses Imperium muss auseinanderbrechen"

„Westen macht gemeinsame Sache mit den Henkern“

"Nach dem Tiananmen-Massaker setzte sich die blutige Unterdrückung fort, gegen die Angehörigen der Opfer des Massakers, gegen Qigong-Gruppen, Falun-Gong, die Demokratische Liga Chinas, Beschwerdeführer, enteignete Bauern, Arbeitslose, Anwälte, Untergrundkirchen, Dissidenten, die Opfer des Erdbebens von Sichuan, die Unterzeichner der Charta 08, die Anhänger der Jasminrevolution, Tibeter, Uiguren und Mongolen – die Fälle häufen sich und die Tyrannei geht auf hohem Niveau weiter. (..)

Unter dem Deckmantel des freien Handels machen westliche Konsortien mit den Henkern gemeinsame Sache, häufen Dreck an. Der Einfluss dieses Wertesystems des Drecks, das den Profit über alles stellt, nimmt weltweit überhand."[/i ]

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spon-facebook-10000051328 14.10.2012, 16:55
3. Seit Genschers Zeiten bereits

´´Den Löwenanteil erhielten die BRIC-Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China, die seit Jahren mit einem hohen Wirtschaftswachstum glänzen. Allein Russland erhielt in den Jahren 1995 bis 2009 rund zwölf Milliarden Euro, China rund sechs Milliarden und Indien vier Milliarden Euro.Auch in aktuelle Krisengebiete fließt das Geld: Nach Irak sind es sogar sieben Milliarden Euro, wobei der Löwenanteil ähnlich wie bei Nigeria und Kamerun auf den Schuldenerlass zurückgeht. Afghanistan erhält wie Pakistan demgegenüber nur etwa 1,2 Milliarden Euro. Selbst autoritäre Regime profitieren von der deutschen Entwicklungshilfe: Syrien erhielt rund eine Milliarde Euro, wobei das Geld hauptsächlich wieder in den Schuldenerlass sowie in Wasser- und Bildungsprojekte floss.´´

Wie ein Daten-Mashup die deutsche Entwicklungshilfe aufschlüsselt

Interessanterweise erhielten jedoch einige Staaten auf europäischem Boden mehr Geld: Spitzenreiter ist EU-Mitgliedstaat Polen mit 2,8 Milliarden, die vor allem in den Bildungssektor fließen. Die EU-Anwärter Serbien und Türkei erhielten jeweils rund zwei Milliarden Euro. Das gegenwärtige Sorgenkind Griechenland bekam übrigens nichts – wie auch Irland und Portugal.

Assads Vater war schon Mitte der 880er Jahre bei Kohl und Genscher in Deutschland zu Besuch und Gast beim DIHT der schon damals eine lange und gewinnbringende Kooperation mit Syrien und Lybien, China, Irak & Iran begann.

Westerwelle agiert diesbezüglich wie ein Elefant im Glasgeschäft.

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rolandjulius 14.10.2012, 17:01
4. China als Mitglied des freien Welthandels.

China ist heute schon viel zu mächtig um irgendwelche Sanktionen fürchten zu müssen. Ihre Innenpolitik wurde von der Handels oder Wirtschaftspolitik abgetrennt.
Dissidenten gibt es überall, verfolgt werden sie auch überall, nur heißen sie im Westen nicht so.

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Newspeak 14.10.2012, 17:03
5. ...

"Der Einfluss dieses Wertesystems des Drecks, das den Profit über alles stellt, nimmt weltweit überhand."

Sehr gut beschrieben. Und Deutschland steht an der Spitze der Verlogenen.

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jambo-original 14.10.2012, 17:08
6. optional

Konfuzius sagt, wer sich in alles einmischt, bekommt eines Tages etwas auf die Nase!

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Prawda 14.10.2012, 17:31
7. Gott sei dank

Zitat von Why-not?
Wohltuend, diese Bescheidenheit und tiefe Menschlichkeit von Liao Yiwu. Ein wunderbares Beispiel für einen Menschen, der trotz selbst durchgemachten unermesslichen Leids, Folter und Entbehrungen das chinesische Regime und die korrupte und machtbesessene Parteiführung nicht hasst, sondern nach einem friedlichen Weg sucht, die Verhältnisse zu ändern. Dabei hat er nichts als sein Wort. Wunderbar!
dass er nicht zu den Personenkreis gehört denen in Guantanamo auf Demokratischer Art und Weise per Watterboarding das Gesicht gewaschen wurde.

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ernstjüngerfan 14.10.2012, 18:33
8. Hier tut es nicht weh

Machen wir uns doch nichts vor:Kritik an China wegen Menschenrechtsverletzungen kostet nichts . Die gehört inzwischen zum Standardritual bei Besuchen hochrangiger deutscher Politiker, sprich Kanzler/in und wird besonders von den Grünen befeuert.. Das prallt aber auch entsprechend an den Chinesen ab. So was könnte man doch auch mal bei nahöstlichen Regimen oder Besatzerstaaten in Gang setzen. Aber dazu ist man ja bei uns zu feige, weil es dann mächtig Ärger gäbe.

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walter_rsr 14.10.2012, 19:25
9. Eine beschämende Farce

Zitat von sysop
Der chinesische Autor Liao Yiwu hat in einem Festakt der Frankfurter Paulskirche eindringlich vor der düsteren Menschenrechtslage in China gewarnt. Yiwu ist der diesjährige Träger des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Da beschreibt Liao Yiwu in seltener Klarheit China und den Umgang des Westens mit dieser schändlichen Diktatur.
"Unter dem Deckmantel des freien Handels machen westliche Konsortien mit den Henkern gemeinsame Sache, häufen Dreck an. Der Einfluss dieses Wertesystems des Drecks, das den Profit über alles stellt, nimmt weltweit überhand."
Und unter den Ehrengästen sitzen Vertreter der Staaten, die mit diesen Henkern ihre Geschäfte machen.
Die Profitgier zerstört offensichtlich jegliche Moral und jegliches Schamgefühl.

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