Forum: Kultur
Friedenspreisträgerin Carolin Emcke: Der Anti-Dylan
AFP

Selbstgefällig, pathetisch, verurteilend: Carolin Emcke wird für ihre Rede in der Paulskirche kritisiert. Frontenbildung ist so alltäglich geworden, dass sie selbst da mitschwingt, wo es um Versöhnung geht.

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emmaz 25.10.2016, 14:32
1. Wieder ein Lichtblick

Wie fast immer empfinde ich Erleichterung beim Lesen von Frau Stokowskis Artikeln und ihrer darin zum Ausdruck kommenden Denkweise.

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klausbacker 25.10.2016, 14:38
2. Preis völlig verfehlt.

Diese arrogante Rede beweist, dass Caroline E. die falsche Preisträgerin ist.

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spon-facebook-10000315790 25.10.2016, 15:15
3. Mao lebt

Naja, thank you, Maggie, Ahem Räusper, dachte werde aufgeklärt, war immer so links, cool, nun bin ich rechts, da die Welt verdreht ist, undurchschaubar, der Text (Kolumne) bestätigt den Meinungskampf, um die Hoheit der reinen Wahrheitslehre, der Moralapostel der Demokratie, die elitären Vordenker, die dünne Soße im Feuilleton, diese übersättigte So-Wohl-Als-Auch Mitte Gerede. Das Volker Weidermann Geflüster. Mit Maxim Biller Chili. Diese Hohepriester der Sprache. Trinkt noch ein Haselnuss Latte, esst ein Joghurt mit Blaubeeren, kauft eine Prada Tasche, Anti Aging Creme, und dann frei von der Leber weg. Der alte Spruch: Papier ist geduldig, nun heißt Docs schweigen ja, eine Wucht zieht über uns hinweg, ein Info Tsunami, und man bemüht sich aufzuklären, glaubt, hab ein paar Scheine gemacht, nun kann ich denken, armer Heidegger, armer Nietzsche, sie würden zur Pistole greifen, diese Scheingefecht, der Krieg ist ja weit weg, das zu Ende-Denken ist out, alle reden durcheinander, eigentlich könnte man chinesische Wandzeitungen lesen.

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TOKH1 25.10.2016, 15:27
4. bin nicht immer...

Ihrer Meinung, aber diesmal sehr gut getroffen, Ihr Artikel. Genau darum geht es. Wir sind als Menschen verschieden, und dürfen es auch sein, weil es nun einmal einfach so ist. Nichts ist beständiger, als die Veränderung ( frei nach Fritz Riemann: Grundformen der Angst ).

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giftzwerg 25.10.2016, 15:30
5. Schmid nicht verstanden

"Offensichtlich sind die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten wie Respekt vor anderen und die Kenntnisnahme ihrer Individualität trotz Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen nämlich gar keine Standardwerte, auf die man sich verlassen kann. Sonst würde Carolin Emcke nicht so viel Verwirrung und Provokation auslösen. Schmid schreibt über Emcke, "das Volk, das sie führt, fühlt sich längst frei". Sicher? Auch die Dragqueens?"

Ich habe zuerst Ihren Artikel gelesen, Fr. Stokowski und dann den von Hr. Schmid und mir scheint, dass Sie seinen Artikel nicht verstanden haben. Sie werfen Hr. Schmid etwas vor, was er selbst anerkennt. Er ist sich nämlich sehr wohl bewusst, dass Minderheiten in DE noch immer diskriminiert werden:

"Nicht zuletzt weil sie homosexuell ist, hat Carolin Emcke ein genaues Gespür für das Drama der Schutzlosigkeit, das jeder erfahren kann, der wie auch immer „anders“ ist, ob in Syrien, in Clausnitz oder in Berlin."
"In ihrer effektvoll vorgetragenen Rede hat Carolin Emcke eindringlich für etwas plädiert, was zumindest in einer liberalen Bürgergesellschaft selbstverständlich sein sollte, es aber selbst dort noch lange nicht ist"

Schmid bezog sich in seinen Zeilen auf einen bestimmten Teil der Bevölkerung, der in der Paulskirche repräsentiert war, nicht auf das Gros der deutschen Gesellschaft. Das ist Ihnen in Ihrem Eifer aber wohl entgangen.
Folglich empfinde ich Ihre dieswöchige Kolumne als minderoptimal, da auf falschen Annahmen basierend, freundlich formuliert.

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Bondurant 25.10.2016, 15:32
6. Nun ja

"Verschiedenheit ist kein Grund für Ausgrenzung. Ähnlichkeit keine Voraussetzung für Grundrechte. Das ist großartig, denn es bedeutet, dass wir uns nicht mögen müssen. Wir müssen einander nicht einmal verstehen in unseren Vorstellungen vom guten Leben. Wir können einander merkwürdig, sonderbar, altmodisch, neumodisch, spießig oder schrill finden." Eigentlich eine sehr entspannende Aussage, ...

Vor allem ein völlig belanglose Selbstverständlichkeit. Dafür kann man nun nicht als "originelle Publizistin, die immer wieder Denkanstöße gibt" ausgezeichnet werden.

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brobüdel 25.10.2016, 15:33
7. völlig in ordnung

finde ich, dass Caroline Ehmke den Preis gewonnen hat.Was klausbacker mit arroganter Rede meint, bleibt mir verschlossen. Ich finde es eher arrogant, eine derart inhaltslosen Kommentar abzugeben.

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io_gbg 25.10.2016, 15:34
8.

Zitat von klausbacker
Diese arrogante Rede beweist, dass Caroline E. die falsche Preisträgerin ist.
Weder war die Rede arrogant, noch erbringt die Rede den "Beweis" dafür, dass Emcke die "falsche" Preisträgerin ist.
Wie wäre es mit Argumenten?

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Liudin.Lokow 25.10.2016, 15:48
9. Wer die Rede nicht richtig verstanden hat...

...ist als Kritiker völlig ungeeignet. Aber heutzutage arbeiten viele in Jobs, für die sie völlig ungeeignet sind. Zum Beispiel Politiker, Manager und Banker. Egal, merkt ja keiner, denken jetzt viele. Spätestens beim falschen Arzt ist das Geheule dann um so größer. Diese Kolumne verdient es vermutlich auch nicht, hier veröffentlicht zu werden. Mit all den kruden Zitaten darin, über eine Rede, die eh keiner gehört hat. Das, was ich herauslese hört sich sehr gut an. Umso peinlicher, wie arrogant-dumm sich die Pseudo-Kritiker hier outen. Aber sehr wahrscheinlich interessiert ihr kleiner, schlecht verkopfter Horizont einmal mehr nur die Beim-Latte-im-Theatercafé-Rumphilosophierer.

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