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Friedrichstadt-Palast: Intendant geht hart mit Ostdeutschen ins Gericht
imago/ Martin Müller

"Bei uns ist das Problem am größten": Berndt Schmidt, Chef des Friedrichstadt-Palastes in Berlin, macht den Osten für den Erfolg des Rechtspopulismus verantwortlich. AfD-Wähler bezeichnet er als Brandstifter.

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michi.spon 04.10.2017, 17:27
30. Ich empfinde tiefste Abneigung für dieses Herren

Da stellt sich jemand hin und tadelt die "Ostdeutschen" für ihr Wahlverhalten. Kann man als Person die solch einen Posten inne hat eigentlich noch tiefer sinken!? Dieser Herr hat die Bedeutung des Wortes Demokratie nicht im Geringsten verstanden. Ist er überhaupt noch tragbar für den Friedrichstadt-Palast!?
Ich als Ostdeutscher habe nicht die AfD und nicht die CDU gewählt. Zufrieden bin ich nicht mit dem Ergebnis der Wahl, aber beschimpfe ich deshalb die "Westdeutschen"? Nein.

Ganz erbärmliche Leistung des Herren!

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Schandmaul 04.10.2017, 17:29
31. Nebelkerze

Würde Frau Merkel morgen zurücktreten und Neuwahlen mit einem konservativen Nachfolger abgehalten der diesen Namen auch verdient, würde sich die politische Landschaft schnell wieder normalisieren.
Die AfD ist das hässliche Kind Merkels und ihrer völlig planlosen, unverantwortlichen Flüchtlingspolitik.
Da feuert man für angebliche Schutzsuchende (die große Mehrheit ist jung, gesund, männlich und kommt NICHT aus Krisengebieten) 2016 mal eben 35Mrd € raus und in den strukturschwachen Regionen im Osten ist für nichts Geld da, obwohl die Menschen dort erheblich mehr zum heutigen Wohlstand beigetragen haben als irgendwelche dahergelaufenen Armutsmigranten.
Angela Merkel ist und bleibt die zentrale Ursache für das Chaos der letzten Jahre und der heutigen politischen Lage. Ihr Regierungsstil erschöpft sich in blankem Opportunismus und Machterhalt. Jedem tagespolitischen Trend wird hinterher gerannt um des Machterhalts Willen, auch wenn das bedeuten mag, auf Jahrzehnte die Weichen zum Nachteil Deutschlands zu stellen. Zentrale gesellschaftliche Probleme werden von Frau Merkel immer nur moderiert und kommentiert, nie aber aktiv und gestaltend angegangen. Koalitionspartner sind lediglich Mittel zum Zweck um vom eigenen Versagen abzulenken und sich mit fremden Federn zu schmücken. Der Flurschaden dieses Politikstils nimmt immer entsetzlichere Ausmaße an. Dass heute niemand mehr mit Frau Merkel koalieren will, hat sie sich ebenso selbst zuzuschreiben, wie die Wut der Wähler über die Tatsache, dass der erarbeitete Reichtum der letzten Jahre für Horden von Asylbetrügern aus aller Herren Länder verschleudert wird, nur damit eine eitle alte Frau keinen Fehler einräumen muss. Frau Merkel hat den Zeitpunkt zum Rücktritt letztes Jahr verpasst, als es noch ohne Gesichtsverlust möglich war.

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cpt.z 04.10.2017, 17:31
32. Was soll der Mist?

5,9 Millionen AfD Wähler - davon 3,9 Millionen aus den "alten" Bundesländern. Das macht also knapp doppelt so viele AfD Wähler im "Westen". Nur mit den Stimmen aus dem Osten, hätte die AfD nichtmal die 5% Hürde geschafft... Aber klar - die paar Sachsen sind es jetzt gewesen.

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Wofgang 04.10.2017, 17:31
33.

Zitat von Harald Schmitt
... Die Linken kann doch auch keiner wählen, die haben doch nur 2 Gescihter und auch nur für die Talkshows, Wagenknecht und Gysi, ansonsten ist da doch auch keine Substanz. ....
So einfach kann man es sich machen, muss man aber nicht. Die Linke hat als einzige Partei Konzepte gegen genau die Probleme der Abgehängten und Co.. Frau Wagenknecht kann diese sehr sachkundig erklären. Keine Ahnung, warum man die nicht wählen kann. Wenn die unsäglichen Prozente der AfD bei den Linken aufgeschlagen wären, als insgesamt um die 25% wäre keine andere Partei mehr um eine sozialere Politik herumgekommen.

So haben wir einen Protest, der einen Rechtsruck auslöst den kein Mensch wirklich wollen kann. Es gibt genug schreckliche Beispiele, wie das enden kann. Da sind Polen und Ungarn noch die harmlosesten

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skater73 04.10.2017, 17:38
34. Prima Idee!

Wie hoch war der Wähleranteil der AfD in Berlin? 12 %. Deren Geld will der Intendant nicht. Nach Prima, auf besonderen Wunsch dieses einzelnen Herren wird nun der Zuschuss aus öffentlichen Geldern für den Friedrichstadtpalast um 12 % gesenkt. Damit wird der Berliner Haushalt entlastet, der sich ohnehin viel zu viel Kulturversorgte leistet für seine Wirtschaftskraft.
Ach je, das wird die Politik dann leider von ihm doch nicht ernst nehmen... schade.

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bimberle84 04.10.2017, 17:39
35. zu wenig

Mir reichts, hört endlich auf AfD zu wählen ist schlicht Substanzlos. Das Gefühl nicht ernst genommen zu werden ist doch keineswegs unbegründet. Wer im Osten geboren wurde, ist definitiv ein Verlierer der Gesellschaft. In jeder Beziehung. Der Osten hat die Kriegsschuld bezahlt. Dem Osten wurde ein Menschenverachtendes System aufgepflanzt ohne gefragt zu werden. Enteignet ohne gefragt zu werden. Anschließend assimiliert ohne jegliches Mitspracherecht. Die Geschichte getilgt und als verloren Jahre gebrandmarkt. Jahrelang wurden Witze gemacht, egal wohin man ging. Man könnte jetzt sagen: tja, pech gehabt. Aber wer die Wirtschaftswunderjahre im Westen erlebt, sich ein dickes Haus angeschafft hat, eine üppige Pension, dem es nie an etwas gefehlt hat, sein ganzes Leben in der selben Firma verbracht hat, der hat keine Ahnung wie priviligiert er gewesen ist. Die Menschen im Osten werden (und das zeigt jede Statisktik) immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt in nehezu jeder Form. Arm sein unter Armen ist etwas völlig anderes als arm zu sein unter Reichen. Diese Wut ist nicht erst seit der Flüchlingsdebatte da. Es ist nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Davon mal ganz abgesehen ist es natürlich so, dass die Flüchling in direkter Konkurenz zu den untersten Einkommensschichten unserer Gesellschaft stehen. Ob nun Wohnungsmarkt oder Schlange beim Sozialamt. Wer wohlhabend ist wird niemals in irgendeiner Form sich mit Flüchtlingen auseinandersetzen müssen, wenn ihm nicht danach ist. Am Ende ist es einfach nur eine Form der sozialisation. Wer in ein Ghetto geht wird Kriminelle sehen. Nun fragt sich aber was war zuerst da: Das Ghetto, oder die Kriminellen? Jeder Mensch passt sich seiner Umgebung an. Ein Intendat hat vom leben der Menschen in der Provinz in etwa soviel Ahnung wie ich über die Menschen in Bhutan. Das zeigt die Verzweiflung seiner Worte ganz deutlich. Wer vernünftige Bürger will, muss diese vernünftig behandeln. Wer sein ganzes Leben ausgenutzt wird, der kommt halt irgendwann und rächt sich dafür. Klar geht es vielen nicht schlecht, aber man wird niemals das bekommen, was viele im Speckgürtel der Ballungszentren für selbsverständlich halten. Es ist bei vielen über die Jahre das Gefühl gewachsen unnützer Ballast zu sein und niemand hat ernsthaft versucht das anzusprechen oder gar zu lösen. Links wählen? Nur eins ist größer als die Angst vor den Nazis - die Angst vor den Kommunisten. Gebrannte Kinder eben. Also was bleibt denn sonst wirklich abseits der Etablierten? Da ist NUR die AfD übrig. So seltsam es vorkommen mag. Aber wie man sieht, hat der Protest funktioniert. Besser man gewöhnt sich daran, denn bessern wird sich die Lage bei den unteren Einkommensschichten mit Sicherheit nicht. Wer Lohnsklaven braucht muss sich halt damit abfinden. Es ist der Preis den eine Gesellschaft zahlt in der Solidarität und Gerechtigkeit nur eine Floskel ist. Die Gier des Kapitalismus lässt uns schleichend zu Monstern mutieren. Jeden von uns. Das ist der Schierstoff, der das System am laufen hält bis es explodiert.

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mac4me 04.10.2017, 17:40
36. Das Geld...

Zitat von ruhepuls
Was haben Sie denn erwartet? Dass der "Westen" mal eben die Taschen aufmacht und dem Osten ein Paradies hin baut? Wir zahlen seit Jahr und Tag für den Aufbau Ost. Und wenn man durch die Städte im Osten fährt, sieht man auch, dass das Geld genutzt wurde. Ohne Subventionen wäre der Osten ganz tot. Der Westen hat den Osten als "Produktionsstätte" nicht gebraucht. Die Ostindustrie war zum großen Teil nicht wettbewerbsfähig.
....floss in die Taschen von westdeutschen Baukonzernen, die Ostdeutsche, wenn überhaupt, nur zu Billiglöhnen beschäftigten. Und die hübschen Innenstadthäuser gehören keinen Ostdeutschen, sondern Immobilienbesitzern oder Investoren aus dem Westen.

Der Westen hat den Osten von Anfang an nur als Absatzgebiet missbraucht, ohne an irgendwelchen Strukturen, die sich selbst tragen könnten, interessiert zu sein. Man sieht es deutlich in Bischofferode, wo ein konkurrenzfähiger Ostbetrieb feindlich übernommen und abgewickelt wurde zur Marktbereinigung.

Und die ehemaligen Ostbetriebe gingen für Spottpreise an Westspekulanten, die sich an den Immobilien bereicherten und diese bis heute besitzen, interessierte Ostdeutsche waren nicht kreditwürdig.

Und der Soli wird von Ost und West gemeinsam bezahlt und die 2 Billionen, die immer genannt werden, beziehen sich auf die gesamten Projekte deutsche Einheit, und die umfassen auch den Westen.

Als Dank für ihre Lebensleistung wurden die 70 % ostdeutscher Beschäftigten, die nach der Deindustrialisierung zwei Etagen nach unten fielen und prekär arbeiten mussten, am Ende millionenfach von der SPD in Hartz IV geschickt. Das sehen sie spätestens jetzt an ihren Armutsrenten.

Dies als Entgegnung auf ihr Zerrbild.

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schwerpunkt 04.10.2017, 17:47
37.

Zitat von Schandmaul
Würde Frau Merkel morgen zurücktreten und Neuwahlen mit einem konservativen Nachfolger abgehalten der diesen Namen auch verdient, würde sich die politische Landschaft schnell wieder normalisieren. ...
Nein, würde es nicht. Frau Merkel ist ein passender Sündenbock, der sich volle Breitseite dafür zur Verfügung stellt(e).
Wenn sie weg wäre und Herr/Frau XYZ übernehmen würde, würde die braune Meute sofort die Kläffrichtung wechseln.

Es geht darum einen Schuldigen für die eigene Opferrolle zu haben. Egal wer das ist.

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lupo44 04.10.2017, 17:48
38. Na Bravo,dann ist es ja soweit....

Zitat von Ambrosicus
Wer AfD wählte, wollte genau solche Typen wie Höcke und Konsorten. Er hat sie nicht nur fahrlässig in Kauf genommen. Es gibt in diesem Lande ein nationalisttisch-chauvinistisches Potential, dessen Ausdruck die AfD ist. Es sind eben keine "besorgten Bürger", deren Sorgen man ernst nehmen könnte, sondern ein aufgehetzter Hassmob.
Deutsche gegen Deutsche-Ost gegen West oder umgekehrt.Ausdrücklich möchte ich betonen kein AfD Wähler gewesen zu sein am 24.September.Aber man muß seine Stimme erheben wenn man so einen Beitrag liest.Mehr Hass geht nicht.
Die AfD Wähler wie die von Dresden werden hier im Beitrag als aufgeheißter Mob bezeichnet.
Diese AfD ist zuerst einmal eine zugelassende Partei die am rechten Rand der Politik ihr Dasein fristen muß.Ist derzeitig wohl in 10 Landtagen vertreten und ist Drittstärkste Partei unter allen Parteien die demokratisch gewählt wurden durch den Wähler.Mich ärgert an dieser Diskussion,dass einfach dieses Ergebnis zerredet wird und sich nicht auseinandergesetzt wird mit der Frage ,wie konnte so eine Partei in Deutschland entstehen? Was haben die etablierten Parteien dagegen unternommen?Die AfD wird in 4 Jahren nicht mehr den deutschen Parlament angehören wenn die anderen Parteien die Interessen der Wähler vertreten werden. Wenn die Armut ,die Kinderarmut,die Wohnungsknappheit der vergangenheit angehört.
Wenn der Rücstungsetat nicht höher ist als der Sozialetat,wenn das Gesundheitssystem wieder beherrschbar ist und bezahlbar.
Also liegt es an den Parteien die von 80% der Wähler gewählt wurden.Dann hat die AfD keine Chance mit den gleichen "besorgten Bürgern"

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ernst.s11 04.10.2017, 17:50
39. Steuergelder

Wow, ich wundere mich über die vielen zustimmenden Kommentare. Bedenkt aber mal, in Bayern und Baden-Württemberg bekam die AFD auch um die 12 %, gehören diese beiden Bundesländer zum Osten? Ihr wundert euch wenn ein bestimmter Anteil von Wählern die AFD wählt, warum?
Egal ob ihr Grün, FDP, CDU/CSU oder SPD wählt, die kochen genauso ihr eigenes Süppchen, nach der Wahl geht es dann nur noch um Posten für die Parteioberen. Der Normalbürger zahlt immer mehr Steuern, die Straßen und Schulen vergammeln, weil das Geld außerhalb Deutschland verwendet wird. In Großstädten haben wir arabische Großfamilien die zwischenzeitlich die Kriminalität kontrollieren, die Polizei traut sich nicht mehr eingreifen. So sieht es in Deutschland wirklich aus. Da kann natürlich einer, welcher von Steuergeldern sehr gut bezahlt wird große Sprüche machen.

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