Forum: Kultur
Fünfzigerjahre-Farbbilder von Vivian Maier: Die Unsichtbare
John Maloof und Howard Greenberg/ Schirmer/Mosel

Sie tarnte sich als Kindermädchen und wurde deshalb so wenig beachtet, dass ihr grandiose Fotografien gelangen: Ein neuer Bildband zeigt Farbaufnahmen von Vivian Maier, die zu Lebzeiten nie ein Foto veröffentlichte.

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nadennmallos 10.12.2018, 21:19
10. No.5 und No.9, ihr habt hier definitiv nichts gerafft, sorry ....

... aber vielleicht beschäftigt ihr euch mal eingehender mit Bildern. Cartier-Bresson, Diane Arbus, Capa kennt ihr nicht. Googelt einfach. Hilft weiter.

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gladwyne 10.12.2018, 21:23
11. das war immer mein problem

da wird immer recht viel in photographien reininterpretiert, rahmenbildung, hintergrund, schattenwurf, hell funkel kontraste. ob das immer so durchdacht ist oder halt doch oft ein quotient aus volumen und seltenen zufallsaufnahmen....

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jannishboy 10.12.2018, 22:07
12. Keineswegs 1959, die Autos beweisen es

Das Bild mit den drei gelb gekleideten Personen kann gar nicht vom Jahre 1959 kommen -- jeder Amerikaner erkennt sofort, dass die Autos in diesem Bild aus den 70er Jahren sind.

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berthadammertz 10.12.2018, 22:27
13. Dokumentarische Fotografie - aus der Sicht des Fotografierenden und aus der Sicht der Betrachter

@nadennmallos
Der polemische Querverweis auf Bresson etc. trägt nichts zur Klärung der dodumentarischen Fotografie, ihrer Rezeption und ihrer (späteren) historischen Bedeutung und Bewertung bei.
Über die Bedeutung und 'Bewertung' aus der Sicht des Fotografen lässt sich meistens nichts sagen, weil sie, die Fotografen, zu ihren Bildern nichts sagen. Der tatsächliche oder müsste man besser sagen: der Reiz für den Betrachtenden liegt wohl darin, ein Stück zufälliges oder doch inszeniertes, arrangiertes, selektives Stück Leben eingefangen zu haben, das so dargestellt und/oder festgehalten, nicht nur den Charakter des Besonderen im Alltäglichen hat, sondern repräsentativ für den Zeitpunkt, für einen gesellschaftlichen Kontext, für eine Situation ist.
Zudem ist es noch ein Unterschied, ob der Fotografierende auf der Suche nach dem Charakteristischen ist oder gleichsam aus dem Zufall heraus fotografiert und dann Bilder in einer bestimmten Intention arrangiert.
Man sollte einmal die Bilder Bressons mit den Minamata-Bildern von Eugene W. Smith (und natürlich dessen Intention) vergleichen. Entscheidend ist natürlich die Rezeption des Betrachters, dessen visuelles Verständnis und dessen geistiger Horizont. Jemand, für den Fotografie ein Spielzeug für seinen Narzismus und seine Selbstdarstellung ist, wird solche Bilder anders betrachten und bewerten als jemand, für den die Fotografie ein Instrument, die Welt zu entdecken, Dinge festzuhalten und damit sie darzustellen und zu interpretieren.
Grundsätzlich zur Bewertung: Es sollten die Kriterien für eine Bewertung offen gelegt werden.

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Hagbard 11.12.2018, 01:31
14.

Zitat von 112211
Irgendwie sind die Bilder ziemlich unscharf. Liegt das nun an der Wiedergabe hier auf SpiegelOnline, an dem gealterten Bildmaterial oder hat die Fotografin vielleicht doch nur ein bedingt gutes Auge gehabt?
Hm. Ich finde nicht, dass die Bilder unscharf sind. Und wenn, hätte es ja nicht mit dem "guten Auge" zu tun, sondern höchstens mit der Handhabung der Kamera.

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libertarian2012 11.12.2018, 02:05
15.

Naja. Sie war keine Fotografin, die sich „als Kindermädchen getarnt“ hat, sondern ein Kindermädchen.
Und ganz märchenhaft ist die Geschichte am Ende auch nicht, wenn man sich die Dokumentation ansieht, in der einige Kinder aus den Familien, wo sie gearbeitet hat, zu Wort kommen. Da gibt es wohl auch ein paar dunklere Seiten.
Tolle Fotos sind da so oder so bei.

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Newspeak 11.12.2018, 04:59
16. ....

"Nichts von dem, was hier zu sehen ist, hat die Fotografin selbst ausgewählt. Alles entspringt einigen wenigen Ektachromerollen;"

Der Satz klingt doch sehr seltsam. Wer sonst hätte denn die Auswahl getroffen? Das Filmaterial? Also wirklich. Ich denke, man kann das ausserdem ja gar nicht wissen, was die Fotographin bewegt hat, dieses oder jene Bild zu machen. Ich finde das Bild mit den gelben Hosen genial, aber vielleicht war das für Maier gar nicht der Grund, es zu machen. Es ist im Grunde aber auch unwichtig, wenn es jemand Anderem gefällt.

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botellus_maximus 11.12.2018, 05:14
17. Falsch datiert

Das beschriebene Foto kann nicht aus 1959 sein, weil beide Automodelle, die gut zu sehen sind, erst spaeter auf den Markt kamen. Sowohl das Frontdesign mit der charakteristischen Anordnung der Scheinwerfer des Kombis im Hintergrund, als auch die Linienfuehrung des Coupes im Vordergrund sind eindeutig den spaeten 60er oder fruehen 70er Jahren zuzuornen. Dann passt auch die Bekleidung.

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Mareius 11.12.2018, 06:32
18.

Wenn Familie Meier aus dem Saarland auf dem Dachboden die Urlaubskamera von Opa Werner mit dem vergessenen Film findet, kommen die gleichen Fotos raus, aber niemanden interessiert es. So läuft es eben mit der Kunst.

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hendiadyoin 11.12.2018, 07:36
19. Sie tarnte sich als Kindermädchen und wurde deshalb so wenig beachtet

Vivian Maier war Kindermädchen, sie musste sich nicht tarnen, und sie hatte ein Auge für Situationen. Gerade das macht den Unterschied zu vielen "Möchtegern"-Fotogenies aus. Sympathisch wird sie dadurch, dass sie scheinbar keinen besonderen Wert auf Publicity gelegt hat, oder sind von ihr initiierte Ausstellungen oder Bildbände bekannt?

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