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"Game of Thrones"-Finale : Alles ist verziehen
Sky/ HBO

Eine Königin hat die Haare schön. Ein Getreuer darf nicht in Rente. Und auch die Frage nach dem Eisernen Thron gerät nochmal gehörig in Bewegung: So war die allerletzte Folge von "Game of Thrones".

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tw.ghost 21.05.2019, 00:20
50. Versöhnliches Ende

Nach den furchtbaren Folgen 3 und 5 der (insgesamt schwächsten) Staffel 8 hatte ich persönlich die Hoffnung aufgegeben, dass die Serie einen würdigen Abschluss bekommt.
Kurz gesagt: Ich kann mit diesem Ende klarkommen und sage herzlichen Dank für 8 (?) Jahre blendende Unterhaltung. Unter dem Strich ist und bleibt es eine geniale Serie ...

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leander.1991 21.05.2019, 04:08
51. Passt schon...

es gab eigentlich nur zwei Probleme, Bran als neuer König kam etwas überraschend. Andererseits musste diese, besonders in der letzten Staffel hochgradig langweilige Figur ja noch irgendeinen Zweck erfüllen.
Das zweite Problem, die Unbefleckten machen sich wieder vom Acker und die Dothraki spielen als nicht Geld- oder machthungriges Nomaden-/Kriegervolk ohnehin in der letzten Folge keine Rolle mehr. Der Khal ist Tod, es lebe der Khal. Auch das ist erklärbar.

Man muss aber doch irgendwie dankbar und froh sein das es mit dem Gemetzel nicht bis zum Schluss weiterging, Königsmund/Kings Landing wurde gerade quasi von einer Atombombe getroffen, Winterfell nur ganz knapp gegenüber der Armee der Toten gehalten.

Ich finde es etwas kleinlich um nicht zu sagen beschränkt wenn selbsternannte "Fans" dann noch zum Ende mit Charakterentwicklungsgedöns angeheult kommen, man könnte meinen sie wären schon so abgestumpft das sie selber nicht mehr realisieren was ihnen gezeigt wird. Dieser Mangel an Empathie ist beklagenswert, aber vielleicht ist das sogar der Witz an der letzten Staffel von GoT, Tod&Zerstörung bis der Arzt kommt aber am Ende hängen die Kleingeister nur an den eigenen kalten Vorstellungen, so wie die Figuren in GoT.

Etwas Reflektion nicht nur auf sich selber tut mal Not, dann klappt es auch mit der Bewertung und da bekommt die 8.Staffel bezüglich der Showwerte von mir eine 1, emotional bei mir auch, denn da ging es ganz nebenbei wirklich um die Wurst, da hält keine GoT-Staffel auch nur im Ansatz gegen, war vorher dagegen alles easypeasy. Die Charakterentwicklung war aber wohl wirklich nicht so doll, nur was will man kurz vor dem Ende noch groß entwickeln, man muss ja auch mal ernten können.

Das Dany durchdreht hat man dem Kunden via gediegener Charakterentwicklung wohl tatsächlich nicht aufs Brot geschmiert, das ist richtig, aber man konnte es schon irgendwie sehen spätestens als sie ohne Not mit Drogon Königsmund eingeäschert hat. Hinweise auf das was sie tun wird von wegen "ihre Häuser aus Stein einreißen" usw. gab es schon in Staffel 1, da wurde nichts vergurkt hintenrum, dies ist die Geschichte die geplant wurde und zwar von Anfang an.

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leander.1991 21.05.2019, 04:18
52. Doch wurde es...

Zitat von martinm70
So wirklich plausibel ist es das alles trotzdem nicht. Es sei denn man geht davon aus das Daenerys geistesgestört ist, aber das wurde in der Story dann nicht genügend erklärt. Es machte einfach keinerlei Sinn die komplette Stadt mit allen Gebäuden dem Erdboden gleich zu machen. Alle Geschütze die den Drachen hätten töten können wurden vernichtet. Die Soldaten haben sich ergeben. Und die Bevölkerung hätte man ja auch versklaven können. Warum alle Gebäude und den Palast zerstören? Aber zumindest haben sie durch diese drastische Wendung nochmal einen großen Medienhype erzeugt.
die Spirale der Gewalt wurde hochgedreht bis es nicht mehr sinnvoll weitergehen konnte und da passt so ein Schnitt auch durchaus ins Bild.

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skilliard 21.05.2019, 08:10
53.

Ich muss sagen, dass mich die letzte Folge mit der ansonsten schwachen 8. Staffel versöhnt hat.
Am besten schaut man die Staffeln 1 - 7 und von der 8. die Folgen 3, 5 und 6 und dann kann man zufrieden mit dem Ergebnis sein.

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gnarze 21.05.2019, 08:40
54. Würdiges Ende

einer tollen Serie(auch der Staffel 8).

Wo endet es sonst damit, dass der Rat aus einem Schmuggler, einem Söldner, einem von seinem Vater zur Nachtwache Abgeschobenen und einer stets Gemobbten besteht?
Unter dem Vorsitz eines Zwergs, und der König ist ein Krüppel?

Was haben sich die Fanatiker denn so vorgestellt?

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anonlegion 21.05.2019, 09:46
55. Verdammt

Verdammt sein, soll derjenige, der diese Saga sterben lässt.
Noch nie habe ich das Ende einer Fernsehserie betrauert. Bis jetzt.
Ein Leben ohne Game of Thrones ist möglich, aber es wird öde und leer sein.
grins
Allen an der Schaffung des GOT Mythos Beteiligten meinen ganz herzlichen Dank.
Ihr habt tatsächlich eine Welt erschaffen und ich war gerne dort zu Gast!

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bestrosi 21.05.2019, 09:50
56. war o.k.

Die letzte Folge war in Ordnung, jedenfalls besser als die beiden vorherigen, die vor Logiklöchern nur gestrotzt haben. Die Staffel 8 war die mit Abstand schwächste. Das lag keinesfalls an den Schauspielern oder am Technikteam, sondern an den sehr konventionellen Drehbuchschreibern. Das Ende (Danerys tot, Bran König usw.) ist an sich akzeptabel, aber die Herleitung ist fast katastrophal. Der Tiefpunkt war die vorletzte Folge, die eher in einen Hollywood-Actionfilm gepasst hätte.

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gnarze 21.05.2019, 10:08
57.

Zitat von bestrosi
Die letzte Folge war in Ordnung, jedenfalls besser als die beiden vorherigen, die vor Logiklöchern nur gestrotzt haben. Die Staffel 8 war die mit Abstand schwächste. Das lag keinesfalls an den Schauspielern oder am Technikteam, sondern an den sehr konventionellen Drehbuchschreibern. Das Ende (Danerys tot, Bran König usw.) ist an sich akzeptabel, aber die Herleitung ist fast katastrophal. Der Tiefpunkt war die vorletzte Folge, die eher in einen Hollywood-Actionfilm gepasst hätte.
Sie fanden also auch die Folge "Kampf der Bastarde" schlecht?

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whitewisent 21.05.2019, 10:43
58.

Es ist das alte Problem, gibt man viel Geld für gute Tore aus, hat man kein Geld für gute Mauern. So ist es bei PC-Spielen, und eben auch bei Fernsehserien. Hier ist ja das Hauptproblem, dass einem "epischen Werk" durch die Produzenten nicht soviel zugetraut wurde, auch 10 Staffeln zu füllen. Wahrscheinlich basierend auf Zuschauerumfragen bei Leuten, die sich als Ottonormal, und nicht als Fans betrachten würden. Die Trickabteilung, Kameraführung und Kulissenbau haben grandiose Arbeit geleistet. Auch war die Auswahl der vielen, bis dahin gänzlich unbekannten Darsteller letztendlich ausgezeichnet. Waren Maisie Williams und Sophie Turner als Arya und Sansa echte Glücksgriffe, muss man wohl Isaac Hempstead-Wright als Fehlbesetzung betrachten. Manchmal werden aus kleinen talentierten Kinderschaubspielern eben solche Durchschnittscharaktere, die einfach nicht dazu taugen, ihre Rollen auszufüllen. Da kann die beste Maske nicht mehr als milchige Kontaktlinsen hinzufügen.

Was den Storyaufbau angeht, muss man Alle nochmal auf den ersten Band des Buches und die klassischen Erzählungen hinweisen. Wer nicht am Anfang dabei war, ist es auch am Ende eines Stückes in der Regel nicht. Es waren eigentlich immer die Stark-Kinder der Mittelpunkt des Geschehens, und am Ende sind noch 4 von 7 (mit Theon und Jon) am Leben. Sie sind eben das Rückgrat der Geschichte um Könige und Throne. Figuren wie Sandor, Bron und Jorah sind austauschbar innerhalb einer Serie, und wurden wohl auch als Publikumslieblinge als Rollen vorangetrieben, während man sie in Büchern hätte ausgetauscht.

Man kann ein Epos aber nicht verstehen, wenn man nur einen Bruchteil kennt. Weitere Bücher und Spiele haben mittlerweile das Bild viel mehr vervollständigt, und dementsprechend gibt es einige Fakten, welche man entweder als bekannt voraussetzen muss (warum ist z.B. die Drachengrube eine Ruine), oder einfach sowas als gegeben hinnimmt.

Wir haben das Ende der Sopranos, Dallas und des Denver-Clans erlebt, die auch schon während ihrer Endzeit als legendär galten, obwohl nur die Wenigsten sie komplett kannten. Danke also für 72 Stunden gute Unterhaltung, und vielleicht kommt nach der nötigen Verwertungskette im weltweiten Free-TV auch noch ein Directors Cut, wo sich gedrehte Szenen logisch einfügen, aber leider die Sendezeit auf 80 Stunden erhöhen.

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Zebulon 21.05.2019, 11:26
59. Episch ?

Na ja episch…………….ich weiß nicht, eher läppisch da haben sich die wilden Reiterlein und die Unbefleckten mal wieder repliziert und vervielfacht, was besonders bei den Unbefleckten Fragen aufwirft (wir erinnern und der Worte des Kahns der Bayern) und sind mal ebenso mit der Abschiebung des Mörders ihrer fanatisch verehrten Königin zur Nachtwache voll Einverstanden………………………und das nach den riefenstahlschen Szenen des 7 Königsreichsparteitages und der Verkündung der totalen Befreiung aller was auch immer, Ah ja.
Bran wird wohl als Bran der Bräsige in die Analen der Andalen eingehen, oder wie drückte es ein Nerdi bei den Serienjunkies aus, dass ist so wie wenn Snoop Dog der Präsident der Vereinigten Staaten wäre, neue Hymne die Dröhnlandsymphonie…………….
Bronn als Herr der Münze, der Mütze hätte man noch verstanden, aber ein abgehalfterter nur auf den eigenen Vorteil bedachter Söldner als Schatzmeister ? Ehrlich jetzt ? Obwohl sieht man die 7 Königreiche als Sinnbild der EU……………..Bronn der Günni Öttinger von Westeros.
Und dann der winterfellsche Freistaat nach bayrischem Vorbild, wir gehören dazu aber eigentlich doch nicht…………
Wie gesagt man kann es mögen, muss es aber nicht und dazu muss man weder Nerd noch Fanboy sein der jede Folge mit mindestens 10 Posts kommentieren muss.

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