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"Game of Thrones": Schutt und Masche
HBO/ Sky

Königinnen erleben Charakterwandlungen, Erinnerungen werden geweckt. Und: Blickt man dem Horror ins Gesicht, ist er ziemlich schnöde. Das war die 5. Folge der "Game of Thrones"-Finalstaffel.

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gnarze 13.05.2019, 11:59
1.

Man kann langsam das Gefühl bekommen, dass die Serie mit Absicht und bewusst schlecht geschrieben werden soll.
Dabei hat sich im Prinzip doch nichts daran geändert.

Unnötig brutaler Zweikampf zwischen den Brüdern? Was war denn bittschön dann das gefeierte Duell zwischen Gregor Clegane und Oberyn Martell?
Auch diese Folge war wieder klasse und lässt noch genug Spielraum für das Ende.
Wobei dieses dann -egal wie es nun wirklich ausgeht - vermutlich ebenfalls zerrissen wird.

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christian.resag 13.05.2019, 12:14
2. Fantastische Folge

Ich fand die Folge, wie auch schon die vierte Folge extrem klasse. Über den Action-Gehalt und alle Dreh-Effekte brauchen wir gar nicht zu reden. Auch die Einzelszenen und Charaktere fand ich super:
1. Greyworm blind vor Wut tötet ergebene Soldaten ... ??
2. dass Daenarys verrückt wird ist den ganz pfiffigen schon in den ersten Staffeln aufgefallen ... und war jetzt wenig überraschend dafür aber umso spannender für den Ausgang von GoT
3. Krieg ist brutal ... und so hat die Folge es auch eindrucksvoll gezeigt!!!
4. Jamie ist wohl doch nicht so super
... ich fande es die ganze Zeit schon falsch da es meiner Meinung nach nicht zu seinem Charakter gepasst hat sich von Cersei abzuwenden ... dafür hat er zu viel für sie gemacht
5. Clegane-Bowl ... einfach nur Wow ????
6. Qyburns-Tod passt zu Rhaegals Tod - absolut unvorbereitet und überraschend
7. Jon Snow hat wohl doch noch einmal ein bisschen was an seiner Treue zu überlegen
8. Tyrion auch wieder richtig gut als Charakter wie er Varys verrät aber dann doch seinem Bruder und seiner Schwester aus Familien-Liebe helfen will ... diese Liebe hatte er bei all dem Hass auf Cersei auch nie verloren

Das einzige was ich nicht ganz so gut finde, ist das wirklich vielen Charakteren in Winterfell wohl schlussendlich 'tschüss' gesagt wurde ... ist schade ... aber bei nur 6 Folgen im Staffel 8 muss man damit wohl klar kommen!

Was mit allerdings tierisch auf die Nerven geht sind die ganzen "Fans" die nur weil ihre Fantheorien nicht aufgehen oder Buch-Fans sind jetzt komplett über die Serie und D&D herziehen ... Klar ging alles sehr schnell im Staffel 8 aber die Charaktere hatten alle ihre geilen Momente und Entwicklungen und von den Geschehnissen ist Staffel 8 doch einfach nur toll ... und vor allem überraschend!!!

Ich kann verstehen dass nicht alle zufrieden sind aber bitte versaut es doch damit nicht den anderen ... es macht nämlich den Anschein dass Staffel 8 eine totale Katastrophe ist ... komisch ... alle die ich kenne, feiern bislang alle Folgen ..
also lasst es bitte bleiben und genießt die letzte Folge!!!

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toby85fue 13.05.2019, 12:33
3. Wie wäre es denn Mal...

...wenn nicht mit diesem Zwang zur Bloßstellung und den Verriss einer Sendung kommentiert wird. Die Zusammenfassung zeugt dich nur davon, dass die Autorin die Serie und gerade die Charaktere gar nicht verstanden hat.
Und wenn man dann das Motiv dahinter nicht versteht, warum Cersei (vermutlich) sterben musste, disqualifiziert sich erst Recht für das Schreiben solch einer Rezension. Ich lasse die Autorin aber gerne im Unklaren, damit sie auch nächste Woche wieder dummes Zeug schreiben kann. Vielleicht sollte sie lieber Familien im Brennpunkt oder The Biggest Loser schauen, wenn sie die Serie nicht versteht.
#teamcersei

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Zebulon 13.05.2019, 12:42
4. Got-chen ja

Gähneris und Drögon fliegen zum Familien-Barbecue nach Königsmund, der Graue mit der Mimik eines Wurms aber ohne selbigen ist aber mal richtig Sauer, die Hierwiedortthraki und die Nordmännlein vervielfältigen sich auf wundersame Weise (weise Wanderer, da war doch was) und reisen schnell wie einst Schumi im F1 Boliden zum Finale, die Balisten haben kollektive Ladehemmung oder die Mannschaften haben Qybanals Manual versaubeutelt, Krieg ist Doof und warum irgendjemand die güldenen Männlein gebraucht hat weiß auch keiner und der Rest verhält sich nach dem Motto, was interessiert uns Martins Geschreibsel von Gestern…………………………
Kann man gut finden, muß man aber nicht ;-)

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rainerwäscher 13.05.2019, 12:48
5.

Durch den ganzen Hype sind jetzt auch Leute auf die Serie aufmerksam geworden, die etwas höhere Maßstäbe an TV-Unterhaltung ansetzen und zu kritischer Rezeption fähig sind.
Das schlägt sich natürlich in den Kritiken nieder.

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Ungebildeter 13.05.2019, 13:10
6.

Zitat von rainerwäscher
Durch den ganzen Hype sind jetzt auch Leute auf die Serie aufmerksam geworden, die etwas höhere Maßstäbe an TV-Unterhaltung ansetzen und zu kritischer Rezeption fähig sind. Das schlägt sich natürlich in den Kritiken nieder.
Wo würden Sie denn die etwas höheren Maßstäbe hinsichtlich TV-Unterhaltung ansetzen? Haben Sie da ein Beispiel aus der Serienwelt? Oder wollen Sie nur, nicht einmal sonderlich versteckt, vermitteln, dass der große Rest der Bevölkerung Ihnen nicht das Wasser reichen kann? Sie würden auch gerne in der Schanze wohnen und ernähren sich vegan?

Zum Thema: Ich hab das heute morgen etwas verschlafen vor der Arbeit geschaut und meine mich zu erinnern, dass unsere Irre Königin wenig Verständnis hat für die Bürger von Kings Landing, zumindest zieht sie den Vergleich zu den von ihr befreiten Sklaven, die sich selbst gegen ihre Unterdrücker aufgelehnt haben. Aus ihrer (mittlerweile verwirrten) Sicht, machen daher die Bürger von Königsmund gemeinsame Sache mit Cersei und verdienen daher den Tod. Klingt aus ihrer Sicht heraus zumindest nachvollziehbar. Denn sie scheint sich ja nun vollständig allein zu fühlen, umgeben von Verrätern.

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Kunibaer 13.05.2019, 14:02
7. Finale grande

Ich bin nach den ersten Kommentaren ja scjon froh, dass ich nicht alleine der Meinung bin, eine völlig in den Erzähl- und Handlungsduktus von GoT passende Folge gesehen zu haben. Fast alles, was passiert, zeichnete sich rückblickend in den vorherigen sieben Staffeln ab. Und alle, die nach den ersten Folgen der finalen Staffel bereits ein Hollywood-Ende prophezeiten und es verteufelten, wurden vom Gegenteil überzeugt. Ich war erstmal sprachlos nach der Folge, sie ist heftig - aber bei nahezu allen Charakteren die logische Konsequenz ihrer bisherigen Entwicklung. Mein Lieblingsmoment: Arya nennt den Hund am Ende "Sandor" - wenn ich es richtig in Erinnerung ist sie in all den Folgen der einzige Mensch, der ihn einfach nur ohne Spott und ohne Hohn bei seinem Namen nennt. Sie weiß, dass er sie gerettet hat und was sie dem Tod in diesem Moment zu sagen hatte: Heute nicht! Das Finale Grande geht weiter - eine gute Stunde noch hin zu einem würdigen Abschluss einer genialen Serie.

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Lena Headey 13.05.2019, 14:04
8. sehr gute Folge!

-Cersei's Tod in den Gewölben mit dem Königreich das sprichwörtlich über ihr zusammenbricht und ihrer Verzweiflung so nicht sterben zu wollen, das war ein Ende wie GRRM es sich auch hätte ausdenken können - beste Szene der Folge!

- Der Kampf der Cleganes und deren Tod in den Flammen war leider "Fanservice", aber okay.

-Schade, dass der Drache keine Art von Rüstung bekommen hat, von mir aus irgendwas simples mit Leder, dann wäre die unterschiedlich gute Performance der Katapulte nicht so super unlogisch gewesen, aber okay, Drogon war schon immer der stärkste der drei und wenn sie damit rechnen, ist es eben schwieriger einen Drachen abzuschießen - geschenkt :-).
- Viel komischer fand ich, dass sich ein Drache einfach dem Tor von innen nähern kann ohne, dass man vor dem Tor etwas davon mitbekommt. Wozu setzt man Katapulte auf eine Mauer um diese dann offensichtlich nicht zu besetzen, bzw. zu schwenken? Stricklands Tod aber war witzig und passend söldnerhaft :-)

- Ich hätte mir gewünscht, dass es in dem Moment in dem Dany "mad" wird noch irgendeinen Schlüsselmoment gegeben hätte, der Tropfen der das Fass überlaufen lässt.

Alles in allem sehr gute Folge!

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Marinus_Ladegast 13.05.2019, 14:05
9. Episch und furchterregend konsequent

Noch vor drei Wochen waren sich die Kritiker der achten Staffel einig, dass Game of Thrones viel zu langweilig geworden sei. Keine Kämpfe, alle Hauptpersonen bleiben am Leben, alle haben sich lieb und überhaupt, so hieß es, hat Hollywood alles weichgespült und in den familientauglichen Kuschelmodus umgeschaltet.

Na, denen hat's Daenerys aber gezeigt.

Die fünfte Folge wird sicher nicht jedem gefallen, aber das hat zum Teil auch damit zu tun, dass nach dem langen Warten dann plötzlich so vieles so schnell und so brutal passiert, dass man das kaum alles richtig verarbeiten kann. Das mag man als Überwältigungs-TV kritisieren, aber ich habe jetzt gar keinen Zweifel mehr, dass sich Game of Thrones als eines der ganz großen Epen der Filmgeschichte etablieren wird. Wahrscheinlich ist nie ein Filmende mit solch furchterregender Konsequenz und ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt worden.

Daenerys' Übertritt zur Dunklen Seite der Macht ist nicht nur vollkommen logisch, sondern geradezu zentral für die gesamte Geschichte. Ich würde sogar so weit gehen zu vermuten, dass dieser eine Handlungsfaden (versklavte ehemalige Königstochter ersteht wie Phoenix aus der Asche und wird vom Messias zur Terrorherrscherin) in George Martins Kopf der Grundgedanke der ganzen Saga war, um den herum sich alles andere sortiert hat. Die Wandlung ihres Charakters ist nicht plötzlich irgendeinem Drehbuchschreiber beim LSD-Trip eingefallen, sondern hat sich jahrelang angekündigt - für alle die, die genau hingeschaut haben.

Im Nachhinein ergibt es einen Sinn. Mit Daenerys' Ausführung des väterlichen Befehls "Burn them all" schließt sich ein Kreis. Aus Idealismus wird Sendungsbewusstsein, daraus wird Intoleranz und daraus schließlich blanker Terror - so eine Art geisteskranker Robespierre mit Flammenwerfer. Wie viele selbsternannte Retter der Menschheit haben vor Daenerys schon diesen Weg beschritten?

Wesentlich überraschender für mich, wie konsequent auch Jon Snow demontiert wird. Seine an Starrsinn grenzende Loyalität kommt ihn und alle um ihn herum teuer zu stehen. Mein Tipp ist nach wie vor, dass er sich am Ende mit Ghost in den hohen Norden zurückziehen wird.

Um Lord Varys, für den diese Staffel irgendwie wenig Verwendung hatte, ist es wirklich schade. Sein Tod war für meinen Geschmack etwas zu beiläufig und zu schnell abgehandelt. Ich denke, dass so ein formidabler Charakter wie er es verdient gehabt hätte, nicht nur als dramaturgischer Aperitif zu enden.

Das Ende von Jamie und Cersei - traurig, düster und episch (auch wenn ich noch nicht sicher bin, dass die Blitz-Romanze zwischen Jamie und Brienne eine gute Idee war).
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Jetzt bin ich gespannt, wie es ausgehen wird. Nach dem Blutvergießen kommen sowohl Daeny als auch Jon Snow nicht mehr als Herrscher in Frage, ebenso wenig Tyrion. Die einzig unbeschadete Herrscherfigur ist jetzt wahrscheinlich Sansa, die sich mit klugem Gespür aus dem, was sie vielleicht vorausahnte, herausgehalten hat. Aber wann hätte die Serie schon jemals getan, was man vermutet hat?

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