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"Game of Thrones": Wo laufen Sie denn?
HBO/ Sky

Alte Beziehungen werden aufgefrischt, Hauptfiguren bleiben psychologisch flach, und die liebe Verwandtschaft ist auch nicht mehr das, was sie mal war. So war die dritte Folge der finalen Staffel von "Game of Thrones".

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MyMoon 29.04.2019, 12:43
1. Ruiniert

Der Teil hat GoT runiniert.
Hauptsache schnell irgendwie die Story zuende bringen. Was sich schon in der letzen Staffel teilweise abgezeichnet hat ist leider eingetroffen.
Ohne die literarische Grundlage aus den Romanen ist die Serie stark in der Qualität gesunken.
Wie Emder Autor auch schreibt, warum rennt das Dothraki Heer ohne Sicht ins dunkle nichts?
Das die Zauberin auftaucht zur Endschlacht hat sie ja schon angekündigt und das sie irgendetwas anstellen muss , am besten mit Feuer war auch klar.
Alle wichtigen Figuren haben irgendwie überlebt.
Und der Abgang des Nachtkönig war miserabel.
Wie kommt Arya durch eine Menge Untoter ?
Warum hat sie, wie sie es gelernt hat keine Maske der Untoten getragen ? Und wozu die Spezialwaffe bauen lassen aus Drachenglas wenn der Nachtkönig locker mit dem Dolch aus valyrischem Stahl abgestochen werden kann?
Überraschungen gab es so gut wie keine. Alles müsste irgendwie abgespült werden. Lieblos und den anderen Staffeln nicht gerecht.
Jetzt streiten sich wohl die noch Aliierten um dann in den Süden gegen die goldene Armee zu ziehen.
Der Zwerg wird vorübergehend König bis der/die Nachkomme von Danyries erwachsen ist und den Thron übernimmt.
Schade.

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Sueme 29.04.2019, 13:06
2.

Zitat von MyMoon
Wie kommt Arya durch eine Menge Untoter ? Warum hat sie, wie sie es gelernt hat keine Maske der Untoten getragen ? Und wozu die Spezialwaffe bauen lassen aus Drachenglas wenn der Nachtkönig locker mit dem Dolch aus valyrischem Stahl abgestochen werden kann?
Vermutlich kam Arya sehr leise an den Untoten vorbei, siehe die Sequenz in der Bibliothek von Winterfell.
Spezialwaffe? Es gibt eine Handvoll Waffen aus Valyirischen Stahl, aber soviel Dragonglas/Obsidian das man damit sämtliche Krieger nebst Zinnen und den Barrikaden in Winterfell damit bestücken konnte. Folglich ist es nur logisch zum töten des Fußvolkes die Waffen aus der Obsidianmassenfertigung zunehmen. Achso und wenn man die ~20 minütige englische Aftershow mit den Showrunnern gesehen hätte, wüsste man auch genau warum Arya und der Dolch das Ende vom Nachtkönig wurden.

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flame81 29.04.2019, 13:17
3.

Ich glaube nicht dass dieser Verkauf GRRM Intension nahe kommt. 90% der Folge war vorhersehbar ("Die Krypt ist sicher."), die meisten Charaktere trugen Plot-Rüstungen und einige Storylines waren so unlogisch, dass es schwer fällt sie ernst zu nehmen. Wieso, wenn Bran als Köder die beste / einzige Chance ist, sitzt der mehr oder weniger alleine unter seinem Baum? Warum trägt der historische Widersacher Nummer eins gegen den Nachtkönig (als 3 eyed raven) am Ende gar nichts bei? Am Ende versinkt die Storyline komplett im Chaos bevor deus ex Arya allen den Hintern rettet. Schwach (auch wenn Arya als Retterin cool ist, es hätte weniger Glauben gekostet wenn sie von Anfang an im Baum gehockt hätte oder ähnliches). Und der big bad ist anscheinend Cersei. Wo man

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th1rd3y3 29.04.2019, 13:21
4. Eine notwendige, aber nicht wirklich gut gemachte Folge

Emotional hat sie mich sehr bewegt und es hat mich gefreut, dass Arya diejenige war, die den Tag gerettet hat. Sie ist eigentlich schon seit Buch 1 mein Lieblingscharakter - Sinnbild des nicht Aufgebens, Meister der Durchhalteparolen wie "fear cuts deeper than swords", "not today" und "stick 'em with the pointy end"... da habe ich mich einfach gefreut.

Auch der Aufbau der Geschichte macht Sinn. Ich denke, dass wir mit dieser Folge das Finale Kapitel des Buches "The Winds of Winter" gesehen haben und nächste Woche der "Dream of Spring" beginnen wird. An der Dialogszene zwischen Sansa, Tyrion und Missandei haben wir gesehen, warum es nur ein Traum bleiben wird. Den Feind gemeinsam zu besiegen, das klappt. Aber das Land danach zu regieren wird die eigentliche Meisterprüfung. Das ist das, was George RR Martin immer am Herrn der Ringe kritisiert, wenn er danach gefragt wurde. (Er sagte soweit ich mich erinnere, dass Tolkien, den er über alle Maßen bewundere, zu sehr die Frage offen gelassen habe, welche politischen Ziele Aragorn im Frieden verfolgte und dass die Orks zu besiegen eigentlich nichts war, was ihn als Herrscher qualifizierte)

Dennoch hatte die Episode auch deutliche Schwächen:

1. Es war zu dunkel, dadurch war sie anstrengend.
2. Es war zu viel Geschlachte - irgendwann hat es genervt, zumal das gezeigte Bild nie zum Plot passte. Winterfell wurde gefühlt hundert mal von übermächtigen Gegnern überrannt, Jaime und Brienne sind gefühlt tausendmal niedergemäht worden es gab keine einzige Einstellung/Szene in der wirklich mal jemand standgehalten oder jemanden zurückgedrängt hat - und trotzdem war nach dem nächsten Schnitt wieder alles ok und Jaime und Brienne wurden erneut überrannt. Irgendwann wird man dann müde und will dem nicht mehr zuschauen, da es bedeutungslos/unglaubhaft wird. Man weiß, dass die Zombies in jeder neuen Einstellung einfach nochmal gerade erst durch die Mauer brechen....und nochmal und nochmal.

Auch die Szene mit Melisandre und Arya hat - so cool sie war - das Ende dann doch zu eindeutig vorweggenommen.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. Soldaten kann Dany ja eigentlich kaum noch haben. Cerseis machuavellistischer Plan geht auf. Das ist auch gut so, denn die Serie heißt Game of Thrones und nicht "Menschen gegen Untote". Die Untoten mussten als Plot Device besiegt werden. Doch um sie ging es nicht. Ging es nie. Der Nahtkönig war kein dunkler Lord. Kein Voldemort, kein Sauron. Kein fieser Böser Zauberer mit eigener Agenda, sondern einfach nur eine tödliche Waffe aus einem Krieg längst vergangener Tage. Es ist daher folgerichtig, dass er keine "Tiefe" bekommt.

Meine wild guesses:
- Bronn tötet Tyrion
- Jaime tötet Cersei
- Jon tötet Daenerys
- Sandor tötet Gregor
- Jon landet auf dem Thron
- Aus Rache tötet jemand eine oder beide seiner Schwestern....

Aber es kann auch völlig anders kommen

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spon_4666721 29.04.2019, 13:23
5. Ruiniert 2

Mir scheint es, als ob das Ende angepasst wurde nachdem man sich für eine neue Serie entschieden hat, die u.a. die Hintergründe des Nachtkönigs zum Thema hat. Abgesehen von den amerikanischen Unsinnskampfszenen, wie zuerst werden alle überrannt von den Toten, netter weise werden aber später die Hauptprotagonisten immer nur einzeln angegriffen, etc., fand ich diesen Teil sehr gut. Was in Episode 3 passieren wird habe ich so ähnlich bereits vermutet so wie die ersten beiden Episoden angelegt waren. Sehr enttäuschend war allerdings Bran, der scheinbar einfach gar nichts getan hat. Arya war bereits vor dem NK im Hain. Die erste Kampfszene der Dothraki fand ich auch unglücklich, was nur mit einem taktischen Fehler erklärt werden kann, nämlich die Art und Weise wie die Toten sich in den Kampf stürzen zu unterschätzen. Diesen Fehler kreide ich Jon an, der Aufgrund des Kampfes bei Hartheim vorgewarnt hätte sein müssen.

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lflagg 29.04.2019, 13:33
6.

Der letzte Satz des Kommentars von Sueme offenbart, meiner Meinung nach, genau das Problem, welches sich bereits in Staffel 7 angekündigt hat, und nun noch verstärkter auftritt: Irgendwie ist aus grossartig getaktetem Erzählkino eine Hetze in Richtung Finale geworden. Zitat: "Achso und wenn man die ~20 minütige englische Aftershow mit den Showrunnern gesehen hätte, wüsste man auch genau warum Arya und der Dolch das Ende vom Nachtkönig wurden." In den ersten 6 Staffeln wurde alles notwendige gezeigt, und nicht ergänzend in irgendwelchen Aftershows "nach geliefert". Irgendwie fehlt mir bei allen 3 bisher gezeigten Folgen ein wenig die Substanz, vielleicht hätte man die gefühlten? 15 Minunten Drachenflugsequenzen mit dem füllen können, was man nun scheinbar in Aftershows nach liefert.

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gnarze 29.04.2019, 14:12
7. Leuts

Das ist immer nur noch eine Fernsehserie, in der es u.a. um Zombies und Hexen geht.
Und trotzdem wird hier jede Unlogik haarklein auseinandergenommen?

Bis auf die Tatsache, dass die Dunkelheit tatsächlich in Teilen anstrengend war, waren die Schauwerte grandios, eine irre 85 Minute dauernde Schlacht.

Und zu guter Letzt ist es nur konsequent, dass am Ende doch nur Menschen gegen Menschen kämpfen werden (Folge 5), um den Thron zu erobern und nicht Zombies über das Schicksal der Welt bestimmen.

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neptun680 29.04.2019, 14:28
8. Etwas befremdlich

wie sich von einigen, sogenannten, Fans hier beschwert wird. Fast könnte man meinen, diese Menschen leben in der Serie - oder machen ihr Leben zum Teil davon. Es handelt sich hier um Unterhaltung! Da sind gelegentliche Ungereimtheiten und Logik Fehler einfach normal und das Bewusstsein um ein fiktives Erlebnis - im Moment, sollte doch derlei ausgleichen können. Also bitte nicht den Boden unter den Füßen verlieren! Ich finde die Serie nach wie vor große Klasse!

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natural-born-chiller 29.04.2019, 14:36
9. Nur konsequent

Staffel 8 führt leider konsequent fort, was schon in Staffel 7 zu sehen war: Eine nicht nachvollziehbare Storyentwicklung, seltsame Zeit- und Ortssprünge und ein eher lückenhaftes Drehbuch. Dies kann auch durch eine im Dunkeln zurechtgefakte epische Schlacht nicht wettgemacht werden. Ich bin sehr enttäuscht.

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