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Gender-Debatte: Die gekränkten Kritiker

Leugnet die Gender-Theorie die Biologie, ähnlich wie die Kreationisten die Evolution? Selbstverständlich nicht. Die wahren Ideologen sind ihre Kritiker.

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panorax 12.09.2015, 09:50
1. Anti-Gender-Kampage

Wenn man Querfrontseiten, Alexander Dugin und die Aussagen russischer Politiker (Jakunin: Conchita Wurst ist "Ethnoterrorismus) liest, dann weiß man auch, wer diese Anti-Gender-Kampagne befeuert.

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twellx 12.09.2015, 09:51
2. Wissenschaft ?

Gutachten werden zuhauf geschrieben, um das zu belegen, was sie belegen sollen, der komplette Alltag wird behandelt, als hätten wir nichts wichtigeres zu tun als das Problem hinter =Bewerber/Innen= zu begreifen (was machen eigentlich die Engländer, in deren Sprache es häufig keine =sexualisierten= Bezeichnungen gibt, haben die sich wieder clever einer m.A. nach typisch deutschen Groteske entzogen?).

Wissenschaft hat nicht nur ihr Thema, sie entwickelt auch eigene Methoden, und da sehe ich in der G.-Forschung gar nichts, ich erkenne nur Feminismus-Natschalniks.

Grundsätzlich misstraue ich jedem Ansatz, gleichzeitig sowohl Ankläger als auch Richter zu spielen, und da ist diese Stoßtruppen - Theorie sehr weit vorne.

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MotziLLa 12.09.2015, 09:52
3.

Ein Kommentar, der notwendig und überfällig war, Danke dafür.

Nur leider wird er keinen der "Gender-Kritiker" umstimmen, denn eine sachliche Auseinandersetzung ist bei Verschwörungstheorien nicht vorgesehen. Fleischhauer ist sich ja auch nicht zu blöd, alle paar Monate seine gleichen wilden Behauptungen zum Thema in die Welt zu setzen (Pardon, in den Spiegel), ohne auch nur eine Spur des Dazulernens zu zeigen. Da kann man ihm mit sachlichen Argumenten direkt vor seiner Nase beweisen, dass er Unsinn schreibt - es nützt nichts. Und seine Hobby-Claqueure im Rattenschwanz an Kommentaren zu seiner Kolumne halten es ebenso mit Sachlichkeit und Argumentation. Wissen ist für Glaubenssachen halt nicht relevant.

Trotzdem ein richtiger und wichtiger Kommentar.

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Criticz 12.09.2015, 09:55
4. Das Kernproblem ist dass sich die Gender Studies zum Steigbügelhalter

Des Feminismus gemacht haben bzw von Anfang an waren. "Studien" dienen letztlich oft dazu frauenpolitische Forderungen durchzusetzen. Unter jedem Stein wird geschaut ob man nicht doch noch einen Hauch Frauendiskriminierung findet. Zu sehen bei Hart aber Fair als ein Einspieler aus den 60 ern des letzten Jahrtausends herhalten musste um das Klischee vom Macho im Anzug zu bedienen und wieder mal die Gender Pay Gap Lüge herhalten musste.

Kein Wort über die höhere Suizidrate von Männern, deren geringere Lebenserwartung usw.....die Forschungsschwerpunkte liegen eben bei den Belangen von Frauen. Daraus werden dann Forderungen wie Quoten usw abgeleitet die ihrerseits wieder nichts anderes als (Männer-) diskriminierend sind.

Wie ernst also soll man Gender Studies nehmen wenn nicht Sachlichkeit sondern Ideologie und Interessenvertretung im Vordergrund stehen?

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Fackus 12.09.2015, 09:55
5. Unlogisch

"Differenz zwischen biologischem Geschlecht und sozialer Geschlechtsidentität"

Das zweite leitet sich direkt aus dem ersten ab; die sozialen Strukturen bilden sich aus den biologischen Grundlagen heraus - das ist bei allen Tierarten so - warum sollte das beim Menschen anders sein ?

Wieder mal ein gescheiterter Versuch, die Genderei zu rechtfertigen. Musste ja so kommen.

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tobmal 12.09.2015, 09:56
6. Naja

Das Mindeste was Genderwissenschaft machen kann ist, wissenschaftliche Standards und Methoden zu prüfen, also werde ich anerkannten Methoden gerecht.
Leider wirken für die Allgemeinheit viele dieser Erkenntnisse wie ausgedacht, frei erfunden oder schlimmer noch der eigenen Ideologie angepasst.

Auch Homöopathen argumentieren oft ähnlich und halten sich seriöse Wissenschaftler.

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im_ernst_56 12.09.2015, 09:58
7. Judith Butler

Mit den Schriften von Judith Butler scheint es ähnlich zu verhalten wie mit dem Koran. Jeder Schriftgelehrte interpretiert den Inhalt anders. Wenn ich richtig informiert bin, dann leugnet Judith Butler zwar nicht den Unterschied zwischen Sex und Gender, hält aber den Einfluß des biologischen Geschlechts auf das geschlechtsspezifische Verhalten für minimal. Insofern habe ich erhebliche Zweifel, dass Frau Peter die theoretischen Grundlagen der feministischen Genderforschung (es gibt auch eine andere Genderforschung) zutreffend wiedergibt. Den Kritikern dieser Forschung wird sie damit nicht den Wind aus den Segeln nehmen.

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torstenschäfer 12.09.2015, 10:00
8.

"Was, in aller Welt, ist so schlimm daran, dass man ausprobiert, Freude hat am Spiel mit den vermeintlich ein für allemal festgeschriebenen Zuordnungen und Grenzen, auch sprachlich?"

Ich kann da keine Freude erkennen, sondern den dogmatischen Versuch, über teils verbissene Sprachmanipulationen die Gesellschaft zu verändern.

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Nomen Nescio 12.09.2015, 10:03
9. Und wieder lieber Polemik als Argumentation

Bei der gesamten Debatte um Sinn und Unsinn von Gender-Studien stehen auf der einen Seite die Befürworter- auf der anderen die Gegner - und kaum ein polemisches Geschoss wird nicht zwischen den Schützengräben hin und her geschossen. So ist der Eindruck.

Dass dabei aber als neuer Zweig der Forschung die Gender-Studien in der Bringschuld sind, ihre Thesen unter wissenschaftlichen Bedingungen zu beweisen, wird gerne ausgeklammert. Zur Wissenschaft gehört Reproduzierbarkeit und Falsifizierbarkeit. Vertreter der Gender-Studien reagieren aber selbst auf sachliche Kritik mit einer bissigen Absage an die etablierten wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden - "maskulinistisch", "patrichiarchalisch", abzulehnen.

Dabei führen sie sich für gewöhnlich auf wie der Wünschelrutengänger, der am Ende nicht besser Wasseradern finden konnte, aber sich davon nicht abbringen lässt, weil er spürt, dass er es kann.

Unter diesen Bedingungen, in denen alle aneinander vorbeireden, kann natürlich kein fruchtbarer Diskurs gedeihen. Dazu müsste die gleiche Sprache gesprochen werden. Aber das ist bei einer Forschung, die skandinavische Vorreiterstaaten inzwischen als unwissenschaftlich zunehmend aufgeben, die darauf beruht, nicht wissenschaftliche Erkenntnis zu erneuern, sondern methodenehrliche Wissenschaft ergebnisorientiert zu beseitigen, kaum zu erwarten.

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