Forum: Kultur
Gender-Debatte: Geht doch lieber boxen!

Sprache muss mit der Zeit gehen - aber das haben einige Herrschaften leider noch nicht erkannt. Statt anzuerkennen, dass sich die Welt dreht und mit ihr das Wort, schreiben sie lieber offene Briefe.

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bordoblau 13.09.2014, 14:17
1. Stimmt,

Sprache verändert sich langsam und stetig. Aber eben nicht, wenn selbstverliebte Gender-Wichtigtuer das so haben (und wenn´s nicht von alleine geht) mit Gewalt durchsetzten wollen.

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Kasob 13.09.2014, 14:18
2. Heiße Luft

Sprache wird vom Volk gesprochen und durch dieses verändert. Veränderungen die von oben nach unten vorgegebenen werden, setzen sich nicht durch. Da können Sie noch soviele Kolumnen schreiben. Übrigens selbst der Duden gibt an, das nur wenn in einer Gruppe mehrheitlich das eine oder andere biologische Geschlecht überwiegt, es auch grammatikalisch angegeben wird. Ansonsten gilt das grammatikalische Geschlecht. Den Unterschied zwischen beiden sollte man übrigens kennen wenn man solche Kolumnen schreibt.

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ricson 13.09.2014, 14:21
3.

Eigentlich ist es doch ganz einfach, da es kein Gesetz gibt in dem drin steht wie Sprache zu sein hat, darf jeder so sprechen wie er gerne will ohne Strafen fürchten zu müssen. Was ich bei denen die mit Entwicklung so ihre Probleme habe nicht verstehe ist: es wird doch niemand gezwungen da mitzumachen. Jeder kann auch heute noch gerne so sprechen wie vor 200 Jahren, kein Gesetz hindert ihn daran. Klar der Trend geht halt eindeutig dahin Menschen auch grammatikalisch mit dem korrekten Geschlecht, oder neutral anzusprechen aber wenn zum Beispiel Menschen wie Herr Sick da nicht mitmachen wollen, bitte schön. Daher kann ich die ganze Aufregung um den angeblichen Genderterror nicht verstehen. Hier versuchen mal wieder einige interessierte Kreise Ihre Vorstellung von der Welt allen als allgemeingültig aufzuzwingen. Ich werde auch weiterhin immer versuchen Menschen korrekt anzusprechen, auch wenn das mitunter etwas mehr Mühe kostet, hat aber ganz einfach auch mit Respekt zu tun, den Frau Professorin genauso verdient wie Herr Professor, Liebe ForistInnen.

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Körperklaus 13.09.2014, 14:29
4. Das Problem

Sprach verändert sich am laufenden Band. Das Problem mit der gendergerechten Sprache ist, dass diese uns aus akademischen Kreisen aufgezwungen wird. Würde diese Sprache sich in der Bevölkerung entwickelt haben, gäbe es auch keinen Widerstand. Ich vermute stark das außerhalb akademischer Kreise die gendergerechte Sprache eher als lästig denn als notwenidig oder praktisch empfunden wird. Jeder der aber Kritik äußert, wird schnell, wie auch hier, als rückwärts Gewand bezeichnet. Über die vielleicht berechtigte Kritik wird sich nur lustig gemacht, da man ja so davon überzeugt ist im Recht zu sein.

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Edelstoffl 13.09.2014, 14:30
5. Syntax und Semantik

Sprache ändert sich, da haben Sie recht. Und selbstverständlich sich die deutsche Sprache auch immer ihrer Zeit entsprechend verändert. Beeinflusst von Moden, Revolutionen, etc. Nur..."Genderismus" hat damit halt überhaupt nichts zu tun. Wär auch schlimm, wenn Ideologien unsere Kultur - und unsere Sprache ist ja nichts als Ausdruck derselben- diese derartig beeinflussen würden. Der letzte Versuch dieser Art, einer Sprache den Stempel einer Weltanschauung mit solch pervertierten Anspruch auf Allgemeingültikeit aufzudrücken fand während des Dritten Reiches statt und so was muss sich weiß Gott nicht nochmals wiederholen. Nichts gegen Vermeidung von Diskriminierung auch in der Sprache, aber ein solch überzogenes Sendungsbewusstsein in Gefolge einer etwas fragwürdigen Wissenschaft geht weit über diesen Anspruch hinaus...und über den wissenschaftlichen Anspruch sowieso.
Die meisten Kritikpunkte der VertreterInnen des Genderismus sind nämlich meist der Tatsache geschuldet, dass diese Damen und Herren den Unterschied zwischen Syntax und Semantik nicht verstanden haben...
Es grüßt: ein Kulturwissenschaftler

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twaddi 13.09.2014, 14:31
6. ja!

Danke, Fr. Berg! Sie treffen ins Schwarze. Leider werden das die " Sprachkonservierer" nicht verstehen.

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frank-thiele 13.09.2014, 14:32
7. Sprache ändert sich

Das ist richtig, aber mit Betonung auf "sich". Die Änderung ist ein demokratischer Prozess "von unten".

Hier aber wird versucht, von einer selbstgefühlten Elite dem Rest des Volkes ein orwellsches "Neusprech" bzw. "Gendersprech" aufzudrücken. Das schadet seinen teilweise berechtigten Anliegen, da es Widerstand (oder Spott) hervorruft und die KLuft zwischem "dem Volk" und "den Eliten" nur noch vergrößert.

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Eduschu 13.09.2014, 14:37
8.

Zitat von ricson
Eigentlich ist es doch ganz einfach, da es kein Gesetz gibt in dem drin steht wie Sprache zu sein hat, darf jeder so sprechen wie er gerne will ohne Strafen fürchten zu müssen. (...)
Ein Gesetz gibt es wahrscheinlich wirklich nicht, aber Vorschriften, wie korrekte gendergerechte Schreibung auszusehen hat, wohl schon. Denn genau gegen diese Vorschriften richtet sich der Brief von Sick u.a..

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neue_mitte 13.09.2014, 14:42
9. die Menschen müssen offenbar nach Geschlechtern getrennt werden

Zitat von ricson
Ich werde auch weiterhin immer versuchen Menschen korrekt anzusprechen, auch wenn das mitunter etwas mehr Mühe kostet, hat aber ganz einfach auch mit Respekt zu tun, den Frau Professorin genauso verdient wie Herr Professor, Liebe ForistInnen.
Ihr letztes Wort "ForistInnen" zeigt doch wunderbar den Wahnsinn, der entsteht, wenn man angeblich versucht, die Menschen korrekt anzusprechen.

Man spricht nämlich nicht Menschen an, sonder will konkret Frauen und Männern auseinanderdividieren. So als ob beide zusammengefasst in einem Wort jedes Geschlecht nur 50% anspricht und 50% Wert zuweist. Oder gar Frauen angeblich zu 0% anspricht und deswegen so von hinten durch die Brust ins Auge eine Sprachverwurschtelung stattfinden muss.

>> Liebe Foristen.

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