Forum: Kultur
Gender-Debatte: Geht doch lieber boxen!

Sprache muss mit der Zeit gehen - aber das haben einige Herrschaften leider noch nicht erkannt. Statt anzuerkennen, dass sich die Welt dreht und mit ihr das Wort, schreiben sie lieber offene Briefe.

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filos eleftherias 13.09.2014, 16:27
40. Sprache verändert SICH

Es ist eine schamlose Aufzwingung eigener Interessen, diese als einen natürlichen Wandel darzustellen, statt eines Instrumentes feministischer Machtausübung. Sprache verändert sich auf natürliche Art, das femifaschistische Binnen-I mit Varianten war aber niemals ein unbewusster Neologismus (wie z.B. das Substantiv "Zocker", Entschuldigung, "ZockerIn" zu dem Verb "zocken), sondern stets eine bewusst aufgezwungene Variante mit dem erklärten Ziel, über die Kontrolle der Sprache eine Kontrolle der Gesellschaft zu erlangen. Diese künstlichen Regel (auch bekannt als "Neusprech") mit auf natürlicher Weise veränderter Sprache gleichzusetzen, ist entweder große Naivität oder bewusste Bosheit, die Sie sich anzuheften haben, Frau Berg!

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cobden27 13.09.2014, 16:27
41. Neusprech

Sprache entwickelt sich vor allem dadurch weiter, dass das Ministerium für Wahrheit ensprechende Vorgaben macht. Gedankenverbrechen, wie das Ausgehen von zwei Geschlechtern, müssen vaporisiert werden. Statt dessen müssen die Worte und Begriffe der Gutdenker verwendet werden. Darum sollte es auch nicht mehr erlaubt sein, von Vater und Mutter zu sprechen, sondern nur noch von Elder 1 und Elder 2. Das wäre doppelplusgut.

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tharimar 13.09.2014, 16:31
42. Sprachkonservierer

Zitat von twaddi
Danke, Fr. Berg! Sie treffen ins Schwarze. Leider werden das die " Sprachkonservierer" nicht verstehen.
Nur mal so als kleine Anmerkung. Meine Freundin ist Kassenwart in einem Verein (ich habe bewusst Kassenwart und nicht Kassenwartin geschrieben, denn sie bezeichnet ihre Funktion so, obwohl sie vom biologischen Geschlecht eindeutig feminin ist). Sie hat neulich eine Mail eines weiblichen Mitglieds erhalten, in der sie aufgefordert wird, sie beim nächsten Mal nicht mit Liebes Mitglied, sondern mit Liebe Mitfrau anzusprechen.
Sorry, aber da bleiben ich als auch meine Freundin lieber Sprachkonservierer.

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Considerare 13.09.2014, 16:36
43. Statt sich mit den...

...Argumenten der Briefeschreiber auseinanderzusetzen, belassen Sie es bei Herabsetzungen der anderen Seite (der Gewohneheit verhaftet, unkreativ und denkfaul).

Die Kolumne ist inhaltsleer.

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Luxinsilvae 13.09.2014, 16:47
44. Exakt das ...

Zitat von Kasob
Übrigens selbst der Duden gibt an, das nur wenn in einer Gruppe mehrheitlich das eine oder andere biologische Geschlecht überwiegt, es auch grammatikalisch angegeben wird. Ansonsten gilt das grammatikalische Geschlecht. Den Unterschied zwischen beiden sollte man übrigens kennen wenn man solche Kolumnen schreibt.
... habe ich auch gedacht. Politisch korrektes Fabulieren soll bei Frau Berg wieder einmal das Fehlen auch einfachster Fachkenntnis hinsichtlich eines kolumnenbezüglichen Themas ersetzen. Wer sich hier gegen eine (bereits stattgefundene) Entwicklung stemmt, ist Frau Berg nebst Co-Elsen. Dies bitte nicht auf den Kopf stellen und anderen Rückständigkeit nachsagen wollen, wenn man selbst noch nicht ganz up to date ist. Grüße

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arkon_de 13.09.2014, 16:52
45. Gendergerecht? Ungerechtigkeit wird zemenetiert

Was ist an dem BinnenI oder ähnlichen Schreibweisen Gendergerecht. Führt es doch bei dem gesprochenen Wort dazu, dass das männliche Geschlecht "nur mitgemeint" ist.
Gerade diese Art der Sprachänderung zeigt sehr deutlich dass es den Protagonisten dieser Szene nicht um Gendergerechtigkeit geht sondern ausschließlich um eigenen Machtgewinn.

Man ist also erschreckenderweise genau das was man seinen Gegnern vorwirft....ein Mensch, eine Menschin, ein MenschX egal wie.

Wenn es nicht so spaß machen würde sich den religiösen Eifer beider Seiten anzutun könnte man seine _Zeit auch sinnvoll nutzen. Aber wozu denn?

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Aegir 13.09.2014, 16:52
46. .

Sprache verändert sich, so viel ist klar. Aber es sollte eine graduelle Entwicklung sein und die Sprache zwangsanzupassen ist einfach nur dämlich.

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thunderstorm305 13.09.2014, 16:59
47. Um was geht es hier eigentlich?

Am lustigsten fand ich immer die Bezeichnung von MitgliederInnen in manchen linken Vereinen oder kirchlichen Dachverbänden die damit eine Gerechtigkeit in der Sprache erzielen wollten. Ich halte diese Art der Bezeichnung für schlicht Unsinn obwohl ich sie selbst auch verwendet habe. Damit sagt man überhaupt nichts aus. Im Artikel werden leider keinerlei Beispiele genannt wie die deutsche Sprache geändert werden soll und um welche Kritikpunkte es geht. Es enthält eigentlich nur allgemeines "Geschwafel".
Wenn ich eins in Vereinen und Verbänden die diese Art der Sprache verwenden gelernt habe, dann dass manch ein anderer Verein besser geleitet wird ohne auf diese Art des sprachlichen Ausdrucks zu achten. Den Mitgliedern wird etwas aufgedrückt das sie gar nicht leben. Und genauso ist es auch mit dem Normalbürger. Wenn sich eine Frau als Manager durchsetzt dann bestimmt nicht nur weil es den Begriff Managerin gibt.

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johannteig 13.09.2014, 17:00
48. den Abonierthabenden?

Zitat von alicewunder
Ja so liebe ich Frau Berg. Ich wünsche mir und den Abonnenten einen regelmässigen Auftrit in der Printausgabe. Eine große Denkerin!
Möchten Sie suggerieren, dass der Bezug der kostenpflichtigen Druckausgabe von Der Spiegel weiterhin Männersache ist, während sich die Frau von heute online informiert?
Ich hoffe nicht!
Genau da liegt das Problem, dass Frau Berg in ihrem Beitrag verkennt. Eine lebende, tatsächlich nutzbare Sprache, kann nicht per Dictum gendergemainstreamt werden.

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ricson 13.09.2014, 17:01
49.

Nein also einfach nur zu behaupten wir sollten nur das verstehen was wir wollen, das kann auch nicht die Lösung sein. Man sollte schon das verstehen was gemeint ist, auch wenn man selber anderer Meinung ist.
Das mit der Aussprache ist bei Abkürzungen wie ForistInnen immer ein Problem, Der Begriff wird in der gesprochenen Sprache gar nicht verwendet, bei der gesprochenen Sprache weiß man ja wen man vor sich hat und spricht Ihnen persönlich an. Zu den Gräben die aufgerissen werden sei gesagt: Genderismus beduetet vor allem das die Vielfalt anerkannt wird, nicht das Gräben zugeschüttet werden. Mag sein das manche Frau es mit der Emanzipation übertreibt und gar komplett ohne Männer in Ihrem Umfeld leben will. Auch das ist Vielfalt und muss als selbstgewählter Lebensentwurf akzeptiert werden. Man mag das einen Graben nennen, aber wenn er selbst gewählt ist wo ist das Problem? Warum sollte man irgendjemanden verbieten so leben zu wollen wie derjenige will? Und mancher mag halt einen Graben um sich. Ihr Beispiel mit dem Prof zeigt übrigens das das ganze kein neues Problem ist. Auch früher wurde gelacht wenn Frauen als Männer angesprochen werden. Und das wird eben auch in Zukunft so bleiben, egal wie wenig das manchen gefällt. Das sich heute mehr Frauen in höheren Psoitionen rechtfertigen müssen, liegt einfach auch daran das es mehr Frauen in solchen Positionen gibt. Zudem wurde früher eher hinter vorgehaltener Hand und nicht in der Anonymität des Internets gelästert. da hat man das nicht so gemerkt.

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