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Gendergerechte Sprache: "Es geht auch darum, Macht abzugeben"
DPA

Heute will der Rat für deutsche Rechtschreibung Ergebnisse zu gerechtem Schreiben vorlegen. Die Leiterin der Duden-Redaktion favorisiert das Gendersternchen - hier erklärt sie, warum.

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Frauvorragend 16.11.2018, 10:08
10. Jetzt mal ernsthaft

die können beschließen was sie wollen, wenn die Bevölkerung kein Interesse hat, es umzusetzen ist es doch völlig egal und die Diskussion bewegt sich auf akademischem Niveau.

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Tom Anderson 16.11.2018, 10:10
11. Studenters

In der geschriebenen Sprache ist die Regelung sicher Geschlechtsneutral, nur in der gesprochenen nicht. Wieso eigentlich? Wieso muss da die weibliche Form vorherrschen? Wieso muss überhaupt einen Form vorherrschen? Deshalb sollte, wenn schon, einen neue, insgesamt geschlechtsneutrale Form eingeführt werden. Studenters! Funktioniert gut mit allem: Parlamentariers, Ärzters, Politikers, Sprachwissenschaftlers...

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hman2 16.11.2018, 10:11
12. Selten so einen unasgegorenen Unsinn gelesen

"Reden wir von Bundeskanzlern, vergessen wir Frau Merkel."

Bitte was? Wir haben inzwischen eine halbe Generation, die nur weibliche Bundeskanzler kennengelernt hat.

Und im übrigen: Wie das dritthöchste Amt der Bundesrepublik heißt, definiert NICHT die Dudenredaktion, sondern das Grundgesetz. Und da gibt es nur EINE Schreibweise: Bundeskanzler.

Keine Kanzlerin, kein Sternchen, kein Binnen-I, nichts von all diesem Unsinn. Wieso schafft es die Dame nicht, zwischen dem Amt und der Person zu unterscheiden?

Was will sie eigentlich machen, wenn einmal jemand das Amt ausübt, für den keines der zwei (bzw. drei, aber das dritte macht hier ja keinen Sinn) grammtatikalischen Genus meh passt? Schließlich gibt es seit dem Urteil des BVerfG auch "divers". Nur kennt das die deutsche Sprache nicht...

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fyer 16.11.2018, 10:12
13.

Was die Frau vollkommen ignoriert bzw nicht anspricht ist, dass ihre äusserst absurden Gendersternchen nur in der geschriebenen Sprache funktionieren, nicht in der gesprochenen. Kein Mensch versucht die evolutionäre Veränderung der Sprache zu verhindern weil das eben auch nicht möglich ist, die künstliche verpflichtende Einführung einer genderneutralen Ausdrucksweise zählt ausdrücklich nicht dazu.

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noalk 16.11.2018, 10:12
14. Ins Knie geschossen

"Allerdings sind häufig gerade junge Frauen, Studentinnen etwa, Kritiker der genderneutralen Sprache." - - - Das zeigt, wie unsinnig alle Vorschläge zu genderneutraler Sprache sind. Ich werde sie definitiv nicht verwenden.

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j2011 16.11.2018, 10:12
15. Ich glaube auch nicht...

...dass eine wirklich emanzipierte Frau es nötig hat, immer wieder die "Innereien" anzufordern. Übrigens ist die (noch) korrekte Ansprache für Frau Merkel "Frau Bundeskanzler", soweit ich weiss, heißt das Amt "Bundeskanzler" und nicht "Bundeskanzlerin".

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lawlord 16.11.2018, 10:13
16. überflüssig

Bei allem Respekt, "durchgesetzt" hat sich das alles überhaupt nicht. Fast niemand redet so, keiner schreibt so. Und das aus gutem Grund. Denn es ist nicht aussprechbar und nicht lesbar und verhunzt einfach nur die Sprache, kostet Zeit und überhaupt haben wir ganz andere Probleme. Pure Zeitverschwendung, bitte verschonen Sie uns mit diesem Zeug.

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hman2 16.11.2018, 10:15
17.

Zitat von felisconcolor
bei dem Beispiel zu bleiben, Warum zur Hölle schreibt man nicht "Studierende".
Weil das keinen Sinn ergibt. Stellen Sie sich mal einen Pressetext über einen Kriminalfall vor. Fiktives Beispiel: Ein Student wurde ermordet.

Sie können schreiben "der tote Student". Aber einen "toten Studierenden" kann es überhaupt nicht geben!

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conocedor 16.11.2018, 10:15
18. Wohlstandsverlotterung

"Genau, das macht das Gendersternchen allerdings auch. Dazu ist es grammatikalisch leichter verwendbar, wenn man etwa flektierte Formen bildet. Und es hat einen großen Vorteil: Es bildet mehr als zwei Geschlechter ab und löst damit die Binarität auf. Deshalb ist es meiner Interpretation nach auch populär geworden. Das macht das Binnen-I zum Beispiel nicht, da sind bloß zwei Geschlechtskategorien enthalten…Es geht auch darum, Macht abzugeben."

Nichts für ungut.
Aber wenn man diesen gestampften Pseudo-Linguistikquark konsumiert, wünscht man sich tatsächlich mal wieder eine richtig große Wirtschaftskrise herbei.
Die hätte den Vorteil, dass dann mangels Interesse und Aufmerksamkeit mit dem Suhlen in solchen herbeiphantasierten dekadenten Luxusproblemen endlich Schluss wäre.

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thiak 16.11.2018, 10:16
19.

Wunderbar...endlich das Sternchen...diese Taste war bisher auf der Tastatur auch wirklich vernachlässigt. Vielleicht sollten wir einfach noch ein neues Zeichen erfinden!

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