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Gendergerechte Sprache: "Es geht auch darum, Macht abzugeben"
DPA

Heute will der Rat für deutsche Rechtschreibung Ergebnisse zu gerechtem Schreiben vorlegen. Die Leiterin der Duden-Redaktion favorisiert das Gendersternchen - hier erklärt sie, warum.

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sammilch 07.03.2019, 15:41
220.

Zitat von g.dieffenbach
...einfach nur die femininen Formen zu verwenden und schon passt es. Bin sehr gespannt wie dann diejenigen reagieren, die den Frauen immer sagen, dass sie sich nicht so anstellen sollen. Liebe Grüße, Eure Gaby
Find ich eine sehr gute Idee. In Lehrerin steckt ja bereits das Wort Lehrer drin. Andersherum nicht.

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Der politische Beobachter 07.03.2019, 15:56
221. Durch genderneutrale Sprache müssen Männer Macht abgeben???

Ich gönne jedem seine eigene Meinung aber was mich betrifft kann ich dieser Logik einfach nicht folgen. Ich halte jede kompliziertere Schreibweise ob mit Stern oder Strich für umständlich und unnötig aber das hat doch nichts mit Macht zu tun.

Liebe Frauen: Fühlen sie sich wirklich diskriminiert bei Berufsbezeichnungen die (obwohl grammatikalisch männlich) beide Geschlechter beinhalten? Grammatikalische Geschlechter sind doch nur Sprache wie man schon an DEM Mädchen sieht. Ich bin als Mann gerne bereit grundsätzlich die weibliche Form für ALLE Berufe zu akzeptieren. Warum um himmelswillen sollte es mich kümmern von nun an als Forscherin bezeichnet zu werden? Hauptsache ich kann weiter Texte schreiben ohne die Lesbarkeit durch Sterne, Striche oder was auch sonst immer zu verunstalten.

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Tom S. 07.03.2019, 15:57
222. Mit kompromisslosen PersonInnen lässt sich nicht verhandeln...

Tja, da haben uns die Gender-Aktivisten Probleme eingehandelt, die man ohne sie gar nicht gehabt hätte.
Nur dadurch, dass Sie darauf bestanden haben, statt Bürger Bürger/-innen zu schreiben, hat sich das Folgeproblem ergeben, dass sich nun die weder/noch-Fraktion auf den Schlips getreten fühlt. Das 3.-71. Geschlecht will schließlich auch angesprochen werden.

Das sollte allen eine Lehre sein, die an der deutschen Sprache in ungebührlicher Weise herumdoktern. Die Gender- und PC- Spezialisten werden nie Ruhe geben. Sie werden jeden Handbreit, den man Ihnen nachgibt, sofort besetzen, und von dort an zur nächsten Etappe Ihres Kreuzzugs aufbrechen.
Als nächstes sind die Karnevalisten dran. Kinder dürfen (ich weiß schon, sollen,... es war ja nur eine harmlose Empfehlung... ja, ja) nun nicht mehr Indianer spielen, und auch als Scheich darf man sich nicht mehr verkleiden. Chinese - oh, oh, gaaaanz böse. Gar noch mit Schlitzaugen, nein: der Untergang des Abendlandes droht!

Lass uns nachgeben, liebe Mitbürger. Vielleicht geben sie ja danach endlich Ruhe ...

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Tom S. 07.03.2019, 16:03
223.

Zitat von hman2
Was will sie eigentlich machen, wenn einmal jemand das Amt ausübt, für den keines der zwei (bzw. drei, aber das dritte macht hier ja keinen Sinn) grammtatikalischen Genus meh passt? Schließlich gibt es seit dem Urteil des BVerfG auch "divers". Nur kennt das die deutsche Sprache nicht...
Interessante Frage. Wie würde man eine(n/s) diverse(r/n/s) Kanzlxxx ansprechen??
Bitte um Vorschläge.

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Tom S. 07.03.2019, 16:11
224.

Zitat von Esib
Und warum beschweren sich diese Leute nicht über den Begriff "Muttersprache", während beispielsweise in Österreich das Wort "Vaterland" aus der Hymne gestrichen werden sollte. Das zeigt wieder einmal, wie verlogen die Befürworter der Genderideologie allgemein und dieser "gendergerechten" Sprache im Speziellen sind. Es geht ihnen mitnichten um Gerechtigkeit. Es geht um Frauenbevorzugung und nicht zuletzt in linken Kreisen auch um das gezielte Schleifen des Kulturgutes "Sprache".
Männer sind einfach cooler als Frauen. Die halten Ungerechtigkeiten wie 'Muttersprache' aus und konzentieren sich auf das Wesentliche.

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neutron76 07.03.2019, 16:15
225. Verniedlichung

Meine Physiklehrerin hat ehedem gesagt, dass sie Physiker ist. Sie braucht keine Verniedlichung, denn sie ist fachlich auf Augenhöhe mit den Kollegen.
In der Firmenkommunikation nach außen wird man wohl die Empfehlungen des Duden beachten müssen, sonst drohen Klagen. „Herablassende Genderdiskriminierung“ oder wie nennt man das dann?

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wahrsager26 07.03.2019, 16:33
226. Bei all der Aufregung -ruhig Blut !

Mögen die Genderfavorisierer ihr Sternchen bekommen-der Alltag ist doch etwas anderes. Man wird sich vermutlich schlicht und ergreifend darüber hinwegsetzen, gleichgültig was im Duden stehen wird.Die Rechtschreibreform,was für ein Aufreger.Und jetzt ? Hat sich nicht durchgesetzt und warum auch? Damit man Schifffahrt mit drei fff schreiben kann? Es ist unwesentlich, ob ich Frau Bär zustimme.....oder auch nicht.Die Realität wird zählen.Danke

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CobCom 07.03.2019, 20:13
227.

Zitat von schmidt-post
Wenn Sie das nicht verstehen, frage ich mich auch, warum Sie Linguistik studiert haben.
Das war, glaube ich, einfach nur höflich.
"Offenbar sind alle zu doof, Genus und Sexus auseinanderzuhalten", ist doch ein wenig schärfer. Aber wenn Sie drauf bestehen.

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CobCom 07.03.2019, 20:20
228.

Zitat von felisconcolor
könnte man jetzt drüber diskutieren ob ein Studierender jemand sein muss der gerade jetzt studiert. ein toter Studierender (wenn das Geschlecht des Opfers evtl. noch nicht feststeht) kann ein toter Student oder tote Studentin sein. Allen gemeinsam ist doch, das das studieren mit dem Ableben aufhört. Und ein toter Studierender studiert eben nicht mehr. sonst würde man ja schreiben lebender Studierender
Das KANN man NICHT diskutieren. Ein Partizip ist ein Partizip, fertig.

Alles andere ist schlichtweg falsch. Das nicht zur Kenntnis gelangen zu lassen, nennt man Ignoranz.

Wenn ein Fahrer (der in dieser offenen Form übrigens auch weiblich sein könnte) am Überweg pennt, hat man eben keine toten Spazierengehenden sondern tote Spaziergänger, falls es einen Grund gibt, diese Eigenschaft zu betonen. Sonst Tote oder Leichen.
Tote Spazierengehende wären dagegen höchstens Zombies.

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scream queen 06.07.2019, 15:29
229.

Zitat von werner-brösel
Laut Duden gibt es noch das Leut. Keiner kennt es, keiner nutzt es. Die nächste Stellenausschreibung lautet dann auf 'Industriekaufleut' und gut is.
Da in diesem Lande von jeher die MaAxime gilt "Je härter die Realität, desto kuscheliger die Sprache", gibt es ind en Medien schon lange keine Leute (oder gar Personen) mehr. Weshalb es selbstverständlich "Industriekaufmenschen" heißen muss.

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