Forum: Kultur
Gendergerechte Sprache: Wer ist hier hysterisch?
picture alliance/ empics

Konservative und Rechte unterstellen Feministinnen gerne Irrationalität, um zu zeigen, dass sie die einzig Vernünftigen sind. Tatsächlich strotzen ihre eigenen Argumente vor Widersprüchen.

Seite 1 von 24
wjr69 12.03.2019, 17:01
1. Alles, was Konservative sagen,..

ist krass widersprüchlich. Beweis: die etwas verqueren Ansichten von Frau Lewitscharoff. Bei der Art von Beweisführung kann man jeder Bevölkerungsgruppe "krasse Widersprüche" unterstellen.

Beitrag melden
sinnmacher 12.03.2019, 17:08
2. Die zwei Kämme der Margarete S

Die Erstunterzeichner werden von Frau Stokowski verbal nicht für voll genommen, weil man sie entweder nicht kennt (!) oder sie ihr nicht gefallen. Ich finde Frau Stkowski sollte unbedingt mal das Wahlrecht reformieren. Hier zählen die Meinungen von millionen unbekannter Menschen. Viele davon wären vermutlich als unsympatisch zu beschreiben. Möglicherweise sogar alte weiße Männer dabei. Deren Meinung ist ja bekanntermaßen falsch. Nix wie `ran, Frau S.

Beitrag melden
hansgustor 12.03.2019, 17:09
3. Danke

Alle 3 Klischees bestätigt.

Statt auf Kritik einzugehen werden einzelne Leute mit gegenteiliger Meinung auseinandergenommen um zu zeigen, dass sie unseriös sind und damit auch ihre Meinung. Das ist ein Trugschluss.

Beitrag melden
moritz B. 12.03.2019, 17:10
4. Bezeichnend

"Annegret Kramp-Karrenbauer twitterte am 8. März: "Ich wünsche mir, dass wir den Frauentag bald abschaffen können. Ich wünsche mir, dass wir keinen Tag brauchen, um uns daran zu erinnern, welche große Bereicherung Mädchen und Frauen für unsere Gesellschaft sind." - Eine Bereicherung! Was für ein Kompliment, danke."

Es ist schon sehr bezeichnend, wenn Sie - wie in diesem Fall - Menschen egal welchen Geschlechts das Wort für Ihre Zwecke im Mund herum drehen und die konkrete Formulierung überhöhen, nur um sich mal wieder über etwas zu empören. Das Problem ist dabei, dass so ziemlich jeder Satz, in dem Mann oder Frau in welchem Kontext auch immer vorkommen, als diskriminierend oder problematisch aufgefasst werden kann. Es bestätigt leider auch die Haltung, dass Feministinnen an Kleinigkeiten herumnörgeln und unpragmatisch, dafür aber sehr ideologiegetrieben argumentieren. Sie haben sicher recht, dass vor allem Konservative oft sehr kritisch sind, wenn es darum geht, die deutsche Sprache durch politisch korrekte Neuschöpfungen und Umbenennungen zu verschlimmbessern. Dabei geht es aber letztlich um den Schutz der Sprache als Kulturgut. Und da kann man sich schon mal empören....

Beitrag melden
h1elmann 12.03.2019, 17:13
5. Wie ist der Bewertungsschlüssel?

Habe gerade die Liste der Erstunterzeichner gelesen. Jetzt weiß ich, dass die Liste irrelevant, ist weil die Personen entweder nicht berühmt oder "falsch" berühmt sind (Diagnose Stokowski). Frage: wie viele "gute" Unterschriften ( z.b. Ataman, Berg, Dietz, Feministen/innen, Grünwähler...) braucht es, um 100 minderwertige Unterschriften zu deaktivieren? Kann das mal jemand Aufschlüsseln? Bestimmt...

Beitrag melden
wiero 12.03.2019, 17:18
6.

Indem man direkt alle Unterzeichner in die Ecke der AFD und in die Kategorie „alter weißer Mann“ eingeordnet kann macht man es sich natürlich schön einfach. Eine Diskussion über das Thema ist nicht mehr notwendig, da man mit derartigen Menschen ja sowieso nicht reden kann. Eine derartige Diskussionskultur ist einfach armselig und sollte einer gebildeten Frau wie Stokowski eigentlich peinlich sein.

Beitrag melden
JackGerald 12.03.2019, 17:18
7. Ach, wär doch immer Karneval ...

Frau Stokowski hatte eine so humorvolle Büttenrede zum Besten gegeben - und jetzt wird sie wieder ein ganzes Jahr lang nur ihre Männerhass-Tiraden schreiben. Was für ein verschenktes Potenzial. Völlig neu ist mir aber, dass Frauen und Mädchen neuerdings kein Teil der Gesellschaft sein sollen - muss die Autorin vor lauter Frust oder was weiß ich mittlerweile zu dermaßen unsinnigen Äußerungen greifen? Selbstverständlich sind Frauen und Mädchen Teil der Gesellschaft - heute mehr, als jemals zuvor. Und wenn sie sich z. B. im Arbeitsleben benachteiligt fühlen, dann sollen sie ihr Frau-sein vergessen und in die Muckibude gehen, damit sie auch Jobs im Bauwesen, Straßenbau, Stahlbau usw. wahrnehmen können. Durch ständiges Gejammer wird man Frauen die Kohle jedenfalls nicht hinterherwerfen - bislang ist "Frau-sein" nämlich noch keine Qualifikation. Dieses Gejammer ist nur noch abschreckend und erbärmlich.

Beitrag melden
hexagon7467 12.03.2019, 17:18
8.

Für mich persönlich existiert diese Gendersprache schlichtweg nicht.
Die Frage ob es Studentenwerk oder Studierendenwerk heißen soll ist sowas von unwichtig.
Einige Politikerinnen arbeiten mit sehr viel Energie an der Umsetzung des Binnen I und gendergerechter Sprache, Da frage ich mich diesmal wirklich , ob es nicht gravierendere Probleme gibt.
Ich war entsetzt, als die stramm konservative CSU-Tusse mir ausnahmsweise mal voll aus der Seele sprach, als sie von Vergewaltigung und Verhunzung unserer Muttersprache redete.
Oder muss es Mutter- und Vater und Transgender-Elternteil-Sprache heißen?

Darauf esse ich erst mal ein Sinti und Roma-Schnitzel.

Beitrag melden
dimsche 12.03.2019, 17:20
9. Das Gesellschaftssüppchen

Es ist schon lustig, sich diesen Schlagabtausch von der Ferne anzusehen.
Wie meistens ist an beiden gegensätzlichen Standpunkten was dran und Spannung und Kontroverse sind sicher das Salz in der Suppe, das für ein gutes Gesellschaftssüppchen am Ende notwendig gewesen sein wird. Und Gott sei dank wird nie so heiss gegessen wie gekocht.

Beitrag melden
Seite 1 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!