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Gendergerechte Sprache: Wer ist hier hysterisch?
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Konservative und Rechte unterstellen Feministinnen gerne Irrationalität, um zu zeigen, dass sie die einzig Vernünftigen sind. Tatsächlich strotzen ihre eigenen Argumente vor Widersprüchen.

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ruhepuls 13.03.2019, 15:28
200. Solange Sie noch dürfen...

Zitat von gm-nk
Ich behalte meine bisherigen Sorachgewohnheiten bei und wenn ein weibliches Wesen damit nicht klar kommt, können wir beide aufeinander verzichten ohne etwas zu vermissen.
Bis dato ist der Vermeiden von "gendergerechter" Sprache ja auch noch kein Straftatbestand. Aber daran wird sicher schon gearbeitet. Spätestens wenn die bewussten 50% Frauen im Bundestag (vermutlich direkt aus dem Soziologie/Politologie-Seminar in die Politik gewechselt) eingezogen, muss dringend daran gearbeitet werden, die "Gleichberechtigung" der Frau auch im täglichen Alltag sicherzustellen. Und frau Männern nicht trauen kann (und manchen Frauen auch nicht) kann man das unmöglich der privaten Entscheidung des/der Einzelnen überlassen. Wie so manches andere ja auch nicht...

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Ambrosicus 13.03.2019, 15:29
201.

Ich bin auch kein Freund von Geschlechtssternchen und Binnenmajuskeln. Gerade dieses Sternchen ist schon extrem albern. Ich verbleibe einfach beim guten alten generischen Maskulinum, da bin ich konservativ. Aber dieser Aufruf, diese ganze Hysterie des VDS, nee, danke, das ist einfach ne Nummer zu heftig und wohl auch eher kontraproduktiv, fürchte ich - also eher Entspannung für Frau Stokowski angesagt ;)

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Lorah 13.03.2019, 15:40
202. Die anderen spinnen, ich doch nicht, is klar ...

Die einen sollen sich gefälligst mit angesprochen und vielleicht sogar auch mal mitverantwortlich fühlen, auch wenn sie überhaupt nicht erwähnt sind (Frauen, LGBTQ, Kinder, Alte), die anderen sollen sich gefälligst nicht diskriminiert fühlen, auch wenn sie es faktisch sprachlich werden (Kopftuchmädchen, Schlitzaugen, Spaghettis, Fijis, Messermänner, Zigeuner und ja, Neger). Immer schön von den anderen fordern. Stellt euch nicht so an, wir meinen das ja gar nicht so, aber - Klammer auf - unter uns, es muss doch auch nicht sein, war ja bisher auch ganz okay, für uns - Klammer zu. Nur nicht sich selbst mal an die Nase fassen, weil, ist doch klar: die anderen sind überempfindlich. Wir sind doch eh die Guten. Leicht gesagt, wenn man dem dominierenden Teil der Gesellschaft zugehörig ist und daher eher selten Diskriminierung erfährt, einfach weil das System von ihresgleichen für sie, oft auf Kosten, gerne aber unter Ausschluss der anderen, gemacht wurde. Die sprachliche wie auch geistige Umstellung ist sicher mühselig, vielleicht muss man zur Beschleunigung auch übertreiben. Aber das ist der Weg, kein anderer. Die Vorposterin hat Recht, in 100 Jahren kräht kein Hahn mehr danach, es sei denn, es geht wieder in die andere Richtung ....

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Lorah 13.03.2019, 15:45
203. Zu 200

ruhepuls, Politiker/und so werden gewählt, wenn sie für "ihre" Politik eine Mehrheit der abzugebenden Stimmen erhalten, und nicht weil sie Soziologie oder Politologie oder sonstwas "Unnötiges" studiert haben und seit längerem arbeitslos sind. Nennt man Demokratie. Nicht gut?

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spon_4_me 13.03.2019, 15:47
204. @ kyron_darkfire (# 160):

Man kann - wie ich - die Gendersprechinitiative Verschwendung kostbarer Dialogzeit finden; man kann - wie ich - sich Frau Stokowski als dauerangenervte Frau mit quäkiger Stimme vorstellen, in deren Wohnung es nach Kohlrouladen riecht. Aber zwei Dinge kann man meines Erachtens nicht: SPON und Frau Stokowski nicht dafür bewundern, dass sie ein aus ihrer Sicht wichtiges gesellschaftliches Thema auch gegen die gefühlte Mehrheit der Foristen nach vorne bringen. Und: Behaupten, dass Sprache nicht auch Machtstrukturen perpetuiert. Ich will Ihnen nicht mit Derrida kommen, aber lassen Sie einmal die unterschiedlichen Konnotationen der Worte Putzfrau vs. Putzmann oder Nutte vs (ja was?) oder Ehrenmann vs (ja was?) auf sich wirken. Ob die jetzt diskutierte Lösung angesichts ihrer allein schon ästhetisch beklagenswerten Aspekte die richtige ist weiß ich nicht. Aber dass ein gewissen Innehalten und gemeinsam über das Thema nachdenken sich lohnt, davon bin ich überzeugt.

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Das Pferd 13.03.2019, 16:03
205.

Zitat von deepbrain
.....................Wenn ich sage "1000 Metzger trafen sich zu einem Fest", was haben sie dann im Kopf? 1000 Männer? Oder 1000 Frauen? Ich habe _nur_ Männer vor meinem geistigen Auge und Sie? Und jetzt erzählen Sie mir nochmal, dass das alles nichts "Geschlecht" zu tu hat.
Der Metzger ist halt ein Beruf, der traditionell berwiegend von Männern ausgeübt wird. Wenn ich auf dem Fest zu "den Metzgernden" spreche, habe ich, ausser dem fälligen Lacher, nichts daran geändert. Es hat absolut nichts mit dem grammatikalischen "Geschlecht" zu tun, sondern nur mit allgemeiner Lebenserfahrung. Bei 1000 Grundschullehrer oder 1000 Straßenbahnfahrer klappt das nicht.

Gegenprobe: "100 Personen trafen sich zu einer Party." Was haben Sie im Kopf? 100 Frauen? Wegen "die Person"? ich nicht.

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RVahrenkamp 13.03.2019, 16:03
206. Hervorragender Kommentar

Ihr Kommentar ist wirklich hervorragend! Prof. Krämer, Chef vom VDS, ist übrigens Statistikprofessor - Die Lehrbücher der Statistik strotzen nun wirklich nicht von gutem Deutsch. Bei Frau Bär könnte man ja mal nachsehen, ob sie nicht in Ihrem Ministerium doch heimlich gendert!

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FlorianFlosen 13.03.2019, 16:05
207. Ambivalenz zwischen Kommentaren und Kommentatoren

Also ich höre hier 90% der Meinungen, die einfach Stokowskis Meinung ablehnen und sich fürchterlich über sie aufregen. Geht es euch eigentlich gar nicht gegen den Strich, dass hier so viel Ablehnung herrscht und trotzdem so viele linksliberale Kommentatoren hier regelmäßig schreiben. Ich an eurer Stelle würde meine Zeit besser nutzen, weil anscheinend intressiert es vom Spiegel keinen, was ihr so drunter schreibt. Stokowski und Co. sitzen eindeutig am längeren Hebel wegen den Klickzahlen. Aber solang ihr ganzen Hater nur munter weiter drunter kommentiert, wird sie sich noch sehr lange halten. Vielleicht mögt ihr sie ja unterbewusst doch?

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Ein Stein! 13.03.2019, 16:14
208. Dieter Nuhr und Dieter Hallervorden

eine Nähe zur AfD zu unterstellen, das hat schon pathologische Züge.
Dieter Nuhr gehört in der Szene der AfD-Anhänger zu den meist gehassten Personen überhaupt! Ein Blick auf die Kommentare seiner Sendungen auf YouTube sollte Sie erhellen, gerade dann, wenn er die AfD-Protagonisten mal wieder (!) öffentlich lächerlich gemacht hat.
Vermutlich sind Sie in Panik, weil sich Ihr Gender-Sprech nicht durchsetzen will. Sie prangern ja die "Unsichtbarkeit" der weiblichen Menschen an, somit also das SchriftBILD und damit die geschriebene Sprache. Und was sehen wir?
"Gesucht wird (z.B.) ein Filialleiter (m/w/d)".
Und eben nicht "Gesucht wird ein/e Filialleiter*_in, (auch Divers)"!
Und das wird auch nicht passieren, wenn sich sogar Unternehmen in Stellenausschreibungen sperren.
Frau Stokowski, Sie reiten ein totes Pferd!

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schneesieber 13.03.2019, 16:31
209. Jeanne d´Arc de SPON ...

... und ihre Luxusprobleme. Mit fliegenden Fahnen wird da alles in die Nazi-Ecke gestellt, was sich nicht irgendwie mit diesem Genderquatsch gemein macht. Eine ganz schwache Kolumne, Frau Stokowski, einer an schwachen Kolumnen aus Ihrer Feder bestimmt nicht armen Seite. Tut mir* leid!
Randnotiz: In romanischen Sprachen ist der Sonne männlich und die Mond weiblich. Man stelle sich vor, wir unglücklich die Völker dieser Sprachräume sein müssen.

*Männer sind nun mal Schweine

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