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Gendergerechte Sprache: Wer ist hier hysterisch?
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Konservative und Rechte unterstellen Feministinnen gerne Irrationalität, um zu zeigen, dass sie die einzig Vernünftigen sind. Tatsächlich strotzen ihre eigenen Argumente vor Widersprüchen.

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TLB 14.03.2019, 09:57
230.

Letztes Jahr im September gab es auch vom Spiegel unterstützt die Aktion Deutschland spricht. Ziel war es, den Dialog zwischen Personen gegensätzlicher Anschauung wieder in gang zu bringen. Der Bundespräsident hat in seiner Weihnachtsansprache und auch nach den Krawallen in Chemnitz den Dialog angemahnt. Auch ich sehe ein großes Medium wie Spiegel und Spiegelonline in der Verantwortung, sich für Dialog und gegen eine Spaltung einzusetzen. Wenn man aber, weil man den Genderstern ablehnt, einer rechtskonservativen Partei zugerechnet wird, ist das alles andere als eine Aufforderung zum Dialog. Das ist ganz gepflegtes Errichten einer willkürlichen Mauer. Hat Frau Stokowski das nötig? Ich bin übrigens Mitglied im Verein Deutsche Sprache, mit einer rot - grün gerichteten Weltanschauung

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Fossibaerin 14.03.2019, 13:02
231. Gegen wen kämpft Kramp-Karrenbauer eigentlich?

Zitat von demokrat2
Klingt nach A......kriecherei, was sie zu Mädchen und Frauen sagt. Die äußere Wandlung von AKK ist auffällig. Sie agiert fast auf jedem Foto ziemlich männllch. Der Blick, die Gesten, die Klamotten, glatte Inszenierung.. Und so wirft sie sich auch Macron entgegen und seinen Europagedanken. AKK dreht die meisten durch den "Papierwolf". Was denkt Kramp-Karrenbauer eigentlich, was die Menschen in Deutschland von ihr erwarten? Dass sie nicht so sein will wie Merkel, kann man ja noch verstehen. Aber ganz anders sein wollen, als man ist, ist ein Fehler. Ihre Halbwertzeit verkürzt sie damit selbst. Und gegen Merz kommt sie bei der Mimik auch nicht an. Frage: Gegen wen kämpft Kramp-Karrenbauer eigentlich?
AKK kämpft gegen die AfD. Glaubt sie jedenfalls.

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hamburg 21 15.03.2019, 11:27
232. man und frau

es geht um Bewusstsein und nicht um Grammatik, es geht um Identifizierung mit Gesagtem. Das alles, auch wenn es etwas Mühselig ist. Warum verstehen das auch kluge Leute nicht, warum diese aggressiven Beiträge?
Das Weibliche in die Sprache, angesprochen werden als Frau. Was ist daran nicht verständlich?
Ich nehme doch damit keinem Mann und keiner männlich identifizierten Frau etwas weg.

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TLB 15.03.2019, 11:45
233.

Zitat von hamburg 21
es geht um Bewusstsein und nicht um Grammatik, es geht um Identifizierung mit Gesagtem. Das alles, auch wenn es etwas Mühselig ist. Warum verstehen das auch kluge Leute nicht, warum diese aggressiven Beiträge? Das Weibliche in die Sprache, angesprochen werden als Frau. Was ist daran nicht verständlich? Ich nehme doch damit keinem Mann und keiner männlich identifizierten Frau etwas weg.
Ich spreche ja auch eine Frau gerne als Frau an. Liebe Leserin, liebe Frau Name, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger. Aber womit identifiziere ich mich mit „liebe LeserIn“? Meinetwegen kann man sich auch generell auf eine weibliche Form einigen: mein Buch fand über 10.000 Leserinnen, und ich meine damit sowohl männliche als auch weibliche als auch anders geschlechtliche Personen. Können wir alles gerne machen. Aber ich möchte gerne eine Einheit zwischen Schrift und Sprache. Und die ist bei Leser*in oder Leser_in oder LeserIn nicht gegeben. Vielleicht könnte ja Frau Stokowski mal einen Podcast hier veröffentlichen, in dem sie verdeutlicht, die das Binnen-I oder das Gendersternchen auszusprechen ist und wie der sprachliche Unterschied zwischen Leserin und LeserIn ist. Schön und erhellend wäre das

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Lorien of Valinor 15.03.2019, 19:47
234. Ver*quer

Jetzt würde mich schon einmal brennend interessieren, wo sich eigentlich wirklich jemand diffamiert sieht, weil das Sternchen nicht gesetzt wurde. Was das Sternchen mit Feminismus zu tun hat, ist mir nach wie vor schleierhaft. Die Gleichberechtigung der Geschlechter, und zwar die echte, mit z.B. Lohngerechtigkeit usw. ist wirklich wichtig. Wenn jemand sich über sein Geschlecht nicht im Klaren ist, so ist das ja noch lange nicht diffamierend, wenn er oder sie (oder wie jetzt eigentlich?) mit oder ohne Stern angeredet wir. Wie heißt es dann eigentlich politisch korrekt in der Anrede: Sehr geehrte Damen, Herren und Sonstige? Oder fühlen sich jetzt die Herren diffamiert, weil die Damen, wie schon seit einer gefühlten Ewigkeit, vor ihnen genannt werden? Ist ja dann auch nicht zeitgemäß... oder müssten die Sonstigen an den Anfang? Oder einfach: Hallo Zusammen...?

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FIFA87 17.03.2019, 17:41
235. Oje...

Margarethe Stokowski hat in ihrer Tirade ganz offensichtlich vergessen, Sachargumente einzubringen:
Die Tatsache, dass kein AfD Mitglied unter den Erstunterzeichnern ist, verleitet sie zu der polemischen Aussage, dass Nuhr, Hallervorden, Maaßen etc alle vor dem Parteieintritt stehen, und die Tatsache, dass ein paar Dieters, Günthers, Horsts dazugehören soll was genau beweisen?
Selten so etwas unsachliches gelesen!

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Findail 18.03.2019, 06:54
236. @fifa87:

Sachargumente fehlen, ja. Und ich glaube, das ist Absicht. Frau Stokowski wollte, so zumindest meine Interpretation, in dieser Glosse gar nicht auf das Für und Wider von Gendersprache eingehen, keine Argumentation anbringen.
Ihr ging es nach meiner Wahrnehmung vor allem darum, aufzuzeigen, dass die Gegner der Gendersprache zuweilen ziemlich hysterisch und unsachlich zu Werke gehen und Dinge unnötig aufbauschen. Genau die Eigenschaften, die Feministinnen häufig zugeschrieben werden.
Ich denke, hier ging es um die Form der Auseinandersetzung und nicht so sehr um die Sache selbst. Und auch das ist in einem Artikel durchaus sinnvoll.

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