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Gendergerechte Sprache: Wer ist hier hysterisch?
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Konservative und Rechte unterstellen Feministinnen gerne Irrationalität, um zu zeigen, dass sie die einzig Vernünftigen sind. Tatsächlich strotzen ihre eigenen Argumente vor Widersprüchen.

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uruetten2 12.03.2019, 18:08
40. keine Aufregung bitte

Wir sollten alle einen Gang runterschalten (nein nicht danach voll auf's Gas...) und verstehen, was der Beitrag von Frau Stokowski ist: Äußerung eines Partikularinteresses und als solche völlig legitim. Wir sind ein freies und tolerantes Land.

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gesell7890 12.03.2019, 18:09
41. Bisher

hab ich Sie für klug gehalten. Augenscheinlich benebelt aber die Rumgenderei ein bißchen das Hirn. Viel Spaß beim Sternegucken dann!

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moritz27 12.03.2019, 18:10
42. Wenn die künftige deutsche

Literatur gendergerecht verfasst würde, wäre es ihr Ende. Gut, dass man, gerne auch Frau, diesen Blödsinn nicht mitmachen MUSS. Schrift ist Sprache, die visuell umgesetzt wird. Kein normaler Mensch käme im Alltag auf die Idee überall "innen" anzuhängen oder ein Sternchen mit den Händen anzuzeigen. Schon der Versuch einen Text mit "Anführungs- und Schlusszeichen" in Sprache umzusetzen (falls sich noch jemand an Jenningers einst verunglückte Rede erinnert) führt ins Fiasko. Diese Meinung teilen durchaus nicht nur Konservative und Rechte. Nicht alles Neue ist auch ein Fortschritt. Egal wo es herkommt.

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egonon 12.03.2019, 18:10
43. Gibt es denn in unserer Welt keine anderen Probleme ?

Als Mann "in besten Jahren" ohne Migrationshintergrund falle ich - abgesehen von meiner politischen Orientierung - voll in das Feindbild der Dame St. Stört mich aber nicht in meiner spießbürgerlichen Ruhe, denn die gendergerechte Sprache nötigt mir nur ein mitleidiges Lächeln ab. Vielmehr erlaube ich mir, sie stets dort zu benutzen, wo ich damit etwas lächerlich machen kann, zum Beispiel, wenn ich an den, die oder das Oberbürgermeisternde in HannoverIn schreibe. Klaro?

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dasfred 12.03.2019, 18:11
44. Heute konnte ich richtig laut lachen

Frau Stokowski hat es wunderbar auf den Punkt gebracht, das die bewusst Antigender Verfechter sich noch viel lächerlicher machen, als es das Gendersternchen je vermag. Wenn ein Teil der Frauen eine andere Wahrnehmung und eine femininere oder gerechtere Sprache fordern und fördern, dann haben sie dazu das selbe Recht, wie jede Gruppe der Gesellschaft, die eine eigene interne Sprachkultur entwickelt. Hat man je solche Proteste und Pamphlete gegen Behördensprache, gegen Politikersprech, gegen Jugendsprache erlebt? Laut wird Mann, wenn Frau den Mund aufmacht. Alles andere wird stumm ertragen. Unter uns Schwulenbewegten war es früher gang und gäbe, in veränderten Geschlechtern übereinander herzuziehen. Der wurde aus Herrn Schmidt die Schmidtsche, aus Michael die Michaela und jeder wusste, wie es gemeint war. Wo man mit der Sprache spielerisch und nicht verbissen umgeht, ist die Akzeptanz viel höher.

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ludwig49 12.03.2019, 18:13
45. Wenn es darum geht...

...in Deutschland vom Anfang bis zum Ende alles in Gleichheit, Form und Vorschriften zu bringen -, dann kommt gelegentlich der Gedanke auf, dass ein Umzug in kanadische Wälder durchaus sinnvoll sein könnte. Ich bedaure inzwischen die Bürokraten, die mit der Neugestaltung ihrer Formulare nicht mehr fertig werden oder zum Schluß resignieren, weil man die zu ausfüllenden Spalten nicht mehr auf eine DIN A4 Seite bringt. Es könnte auch sein, dass bei Neugeborenen im Geburtsschein bei Geschlecht nur noch ein Fragezeichen zu stehen hat, weil man es zu unterlassen hat, den Neubürger gleich in eine bestimmte Richtung zu drängen.

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harald441 12.03.2019, 18:16
46. Ich liebe unsere schöne deutsche

Sprache. Und daher habe ich auch nicht die damalige Schlechtschreibreform mitgemacht, sondern weiterhin stets so geschrieben, wie es mich meine Deutschlehrer in den Sechzigerjahren gelehrt hatten. Und nie hatte sich ein Adressat bei mir beschwert, er könne meine Briefe/Emails nicht lesen!
Daher werde ich auch diesen Genderquatsch niemals mitmachen, und wer intelligent genug ist, der tue es mir gleich.

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futtermeister 12.03.2019, 18:18
47. Nuhr gut

Also wenn Dieter Nuhr zu den Unterzeichnern gehört, dann kann das schon mal nicht ganz unseriös sein. Der ist ja nun wirklich kein Mainstream-Nachplapperer sondern macht sich schon seine eigenen, fundierten Gedanken. Ihn deshalb sofort zur AFD zu schieben, ist mies. Die Nazikeule eben.

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Freier.Buerger 12.03.2019, 18:20
48. Meinungsgerechtigkeit

Das Schöne an D ist die Meinungsfreiheit. Genauso wie Sie Frau S. Ihre gendergerechte Meinung verbreiten dürfen, darf das die andere Seite auch. Genauso hat keine Seite einen Anspruch darauf, dass die andere Seite oder die Mehrheit von dritten die eigene Sicht unwidersprochen akzeptiert. Sie dürfen verbal auf die anderen einschlagen, sie verachten und verunglimpfen und umgekehrt.
Interessant ist auch nicht mehr wer mit dem hysterischen Geschrei begonnen hat. Interessant ist, wer als erstes damit aufhören kann, um nach Gemeinsamkeiten und Ausgleich zu suchen.
Sollte eine Seite gewinnen, würden wir alle verlieren.

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muunoy 12.03.2019, 18:20
49. Wieso

Zitat von cogito-ergo-sum
Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich diese hasserfüllte Kolumne lese, kann ich mir eher vorstellen, dass Frau Stokowski vor Wut schäumte. Meine Bereitschaft, bei Frau Stokowski irgendwelche ernst zu nehmenden Argumente zu suchen, ist mit dieser Kolumne erloschen. In Zukunft tue ich mir das Geschreibsel der Dame nicht mehr an.
Ich lese bei SPON fast nur die Kolumnen links-grüner Aktivisten und bedaure, dass Diez und Augstein nicht mehr dabei sind. Grund: Neben Fachliteratur lese ich nur noch am Wochenende eine Lokalzeitung und habe ein Abo von TE. Fernsehen wird immer unerträglicher, weshalb da höchstens noch ab und zu eine DVD drin ist. Und mein Umfeld besteht fast ausschließlich aus Berufstätigen in der Privatwirtschaft, wobei es sich fast ausnahmslos um Netto-Steuerzahler handelt. Selbst die Menschen mit Migrationshintergrund in meinem Umfeld gehören in diese Gruppe. Meine Frau ist Chinesin und erfolgreiche Geschäftsfrau. Wenn ich bei der mit gendergerechter Sprache o. ä. ankäme, höre ich "bleib mir weg mit dem Scheiß".
Also, wenn Sie verstehen wollen, wie Links-Grüne ticken, bleibt zumindest mir nichts anderes übrig, hier ab und zu was zu lesen. Wenn ich nur die Schilderungen bei TE lesen würde, käme ich zu dem Ergebnis, dass die Fake News verbreiten, weil ich denken, dass der Irrsinn doch gar nicht so weit gediehen sein kann. Lese ich dann SPON, die Zeit oder noch besser die taz, stelle ich immerhin fest, dass es tatsächlich so ist.

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