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Gendergerechte Sprache: Wer ist hier hysterisch?
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Konservative und Rechte unterstellen Feministinnen gerne Irrationalität, um zu zeigen, dass sie die einzig Vernünftigen sind. Tatsächlich strotzen ihre eigenen Argumente vor Widersprüchen.

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Sensør 12.03.2019, 18:51
60.

Danke für den Bericht, diese Petition*in ich habe auch unterzeichnet. Es gibt schon Online-Zeitungen, die man wegen diesen Genderstern*innen nicht mehr flüssig lesen kann.
Es gibt auch Sprachen, in denen die Genderfrage wesentlich gerechter gelöst sind. Nur sind die Menschen in dessen Länder dadurch auch nicht geschlechtsgerechter aufgestellt.

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irobot 12.03.2019, 18:51
61.

Zitat von dasfred
Frau Stokowski hat es wunderbar auf den Punkt gebracht, das die bewusst Antigender Verfechter sich noch viel lächerlicher machen, als es das Gendersternchen je vermag. Wenn ein Teil der Frauen eine andere Wahrnehmung und eine femininere oder gerechtere Sprache fordern und fördern, dann haben sie dazu das selbe Recht, wie jede Gruppe der Gesellschaft, die eine eigene interne Sprachkultur entwickelt. Hat man je solche Proteste und Pamphlete gegen Behördensprache, gegen Politikersprech, gegen Jugendsprache erlebt? Laut wird Mann, wenn Frau den Mund aufmacht. Alles andere wird stumm ertragen. Unter uns Schwulenbewegten war es früher gang und gäbe, in veränderten Geschlechtern übereinander herzuziehen. Der wurde aus Herrn Schmidt die Schmidtsche, aus Michael die Michaela und jeder wusste, wie es gemeint war. Wo man mit der Sprache spielerisch und nicht verbissen umgeht, ist die Akzeptanz viel höher.
Genau zum Schluss bringen Sie es auf den Punkt. Spielerisch! Und das bedeutet ohne Zwang. Wenn Gruppe XY meint, sich durch eine spezielle Form der Sprache von anderen abzugrenzen, so ist das ihr gutes Recht (ob man sie dann noch versteht, ist eine andere Geschichte). Hier aber wird versucht, durch Zwang die Sprache in eienr Art und Weise zu ändern, dass viele Menschen damit einfach nicht klarkommen wollen. Und das sind nicht nur alte weiße Männer.

PS: über das Behördendeutsch haben sich sicher schon mehr Menschen aufgeregt als über "gendergerechte" Sprache.

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Bondurant 12.03.2019, 18:54
62. Das ist leider wahr

Zitat von tok1
Man spürt bei ihrer Schmähung besonders der Gendersprachgegnerinnen zwar, wie es unter der Oberfläche brodelt,
der scheinbare Sarkasmus, den St. jede Woche abliefert, liest sich tatsächlich als Protokoll mühsam unterdrückter Wutanfälle. Wenige Journalisten strahlen einen solchen Mangel an Lebensfreude aus wie sie. Sie hat offenbar ein Problem mit der Umwelt, aber ich glaube nicht, dass Kolumnenschreiben da die richtige Therapie ist.

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klmo 12.03.2019, 18:54
63. Sehr geehrte Frau Stokowski !

Den Dieter Hallervorden nur die Nähe zur AfD zu unterstellen, weil der die Erstliste „mit Verrenkungen“ unterschrieben hat, verhält sich in etwa so, als hätte man einen verzweifelten Eskimo in der Wüste bei der Robbenjagd gesichtet.
Den Rest kann man sich sparen.

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yeswecan! 12.03.2019, 18:55
64. Geht es nur mir so?

Liebe Männer dieser Welt,
geht es nur mir so, oder müssen wir zunehmend dafür entschuldigen Männer zu sein?
Ich bin und war immer Verfechter der Gleichberechtigung. Es ging nicht darum, welches Geschlecht etwas macht, sondern darum, dass beide Seiten damit zufrieden sind. Leider stelle ich zunehmend fest, dass in den Medien männerfeindliche Berichte erscheinen, in denen wir uns für irgendwas entschuldigen müssen. Es werden Quoten eingeführt wohl wissend, dass es nur vergleichsweise wenige qualifizierte Bewerberinnen gibt. Für mich stand immer fest, dass die qualifiziertere Person gewählt werden muss, unabhängig vom Geschlecht; bei gleicher Qualifikation aber auch gerne die Frau. Das was jetzt passiert, ist aber eine Ungerechtigkeit in die andere Richtung und erzeugt Unverständnis und Frust. Ich reagiere zunehmend gereizt auf das Thema Gleichberechtigung, leider!
Wo ist eigentlich die Quote für die Lehrer oder männliche Hebammen? Ich hatte fast nur Frauen als Lehrerinnen und auch heute gibt es nur wenige männliche Kollegen. Sind die Männer zum großen Teil das Produkt der Erziehung der Lehrerinnen in den Schulen?

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Aixciter 12.03.2019, 18:57
65. Wust an Worten

"Ich kann mir vorstellen, dass es Mädchen und Frauen lieber wäre, einfach ein Teil der Gesellschaft zu sein, und dann vielleicht noch einer, der sprachlich auch ab und zu mal abgebildet wird, aber hey, man will ja nicht frech werden." Bei dem Teil der Gesellschaft stimme ich Ihnen zu, Frau Stokowski, aber ist die sprachliche Abbildung tatsächlich ein zentraler Bestandteil der Gleichberechtigung? Ist es nicht wichtiger, die real existierende Ungleichheit in diesem Land zu beschreiben, die Unterschiede bei Lohn und Gehalt, eine benachteiligende Auswahl bei zu besetzenden Stellen, Gewalt in Beziehungen oder eine reine Reduzierung der Frauen auf körperliche Attribute? Warum schreiben Sie nicht über solche Themen, nennen Ross und Reiter und versuchen so, mit Wort, Sinn und Verstand Bewegung zu erzeugen? Stattdessen nahezu Woche für Woche ein Sternchen-geladener Wust an Worten, der mehr als provozierendes Geplärre statt eines interessanten Meinungsbeitrags daher kommt. Schade ist das!

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didel-m 12.03.2019, 18:57
66. Idee: ist Gender evtl sogar das U-Boot des ganzen Feminismus?

Wäre doch auch mal ne Idee. Je absurder das Ganze nämlich wird, desto klarer wird auch, daß es der modernen Chancengleichheit gar nicht dienlich sein KANN. Sondern ganz im Gegenteil.
Immer dran denken: Es zählt nur, was im Ergebnis rauskommt!

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muskat51 12.03.2019, 18:59
67. Ihr solltet alle mal die Perspektive wechseln!

Ordentlich gegenderte Sprache liest sich wirklich holprig. Nein, nicht gaga, auch nicht idiotisch. Aber unelegant und damit abweisend. Allerdings werden Frauen nach wie vor benachteiligt und die Sprache hat ihren Anteil daran. Beide Probleme ließen sich zumindest in nicht ganz kurzen Texten lösen, indem weibliche und männliche Form abwechselnd verwendet werden. Satz 1: "die Kundin ...". Satz 2: "der Kunde ...". Nur für Satz 3 ist mir der ultimative Einfall noch nicht gekommen: "das Wesen mit innovativer Geschlechtszuordnung ...". "der Diverse" oder "die Diverse" geht schließlich überhaupt nicht.

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eloh 12.03.2019, 19:12
68.

Ich würde es grundsätzlich zielführender finden wenn öffentliche Stimmen sich mit berechtigter Kritik auseinander setzen würden anstatt wöchentlich mit Polemik auf Polemik zu reagieren.

So tut man der eigenen Sache keinen Gefallen und braucht sich nicht wundern wenn man bald amerikanische Verhältnisse hat was die Spaltung der Gesellschaft angeht.

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noerglerfritz 12.03.2019, 19:15
69. Hallo, Frau Stockowski

Ich wähle links und bin auch gegen den Genderwahn. Warum bitte muss man der AfD nahestehen, um diese Ansucht zu haben? Das leuchtet mir nicht ganz ein. Ich empfinde das schon irgendwie als Beleidigung. Genauso ist es eine Beleidigung von z.B. Herrn Nuhr oder Herrn Hallervorden.

Und noch ein Wort zur „Metapher“ der Vergewaltigung: es ist keine Metapher, denn wir fühlen tatsächlich die Sprache vergewaltigt, wenn wir sowas lesen. Also nix mit gaga.

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