Forum: Kultur
Generationenkonflikt: Jugend an die Macht
DPA

Die Welt verändert sich. Zu schnell für viele über 40. Während sie damit beschäftigt sind, aus Trotz zu wählen und im Netz zu hassen, beschäftigen sich die Jüngeren mit wichtigeren Dingen. Leben zum Beispiel.

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serbskisokol 10.04.2017, 11:15
180. Es war einmal vor langer langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hatte, da..

Zitat von luny
Alte gegen Junge und Junge gegen Alte aufzuhetzen, ist billig und wohlfeil. Es ist normal, daß sich im Laufe des Lebens die Interessenlage ändert. Die Jungen denken an die Gründung einer Familie und stehen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn. Die Alten haben diese Phase hinter sich und denken an ihren Lebensabend und ihre Rente. Die Zeit läßt sich weder vor- noch zurückdrehen und auch nicht anhalten. Eines ist gewiß: Wir werden alle sterben. In jungen Jahren scheint dieser Zeitpunkt fern zu sein, in älteren Jahren ist dieser Zeitpunkt nah. Das ist alles. In jungen Jahren ist man eher progressiv. Wenn man älter ist, neigt man eher zum Konservatismus = zur Bewahrung des Erreichten. Beides ist legitim und jeder kann wählen, was er will.
Hübsch, sehr hübsch gesagt und LUNY hats ja auf den Punkt gebracht! Die Jungen wollen LEBEN und - nicht vergessen, auch LIEBEN (vor uns steht ja Ostern, mit Osterhasen, Eiern etc. d a s Symbol wiedererwachenden Lebens!).Da beist die Maus keinen Faden ab. Und deswegen interessiert mich. liebe Frau Berg, det Janze, wie die letzte Pfannkuchenernte. Wenns denn gestattet ist, bin 77!
Wie das Ganze weiter läuft? WIR alle werdens nicht beeinflussen, das sind Ganz andere, ganz, ganz, ganz andere! Obwohl wir Wähler das ja angeblich beeinflussen. Schön wärs ja. Für mich steht jetzt erst mal Ostern im Vordergrund! Ich wünsche mir als Osterei eine "Leih-Mutter", die beim Talk keine verfrühten Statements abgibt, ein sauber bleibendes "Unter Vier Jahreszeiten" in HH wie Hamburg bzw. "Adlon" in B wie Berlin. usw. und so fort.(Wenn Sie wissen, was ich meine?).
Und last not least Ihnen werte Frau Berg, die Sie mittlerweile ja selbst in den schwyzerischen Bergen wohnen, eine herzliches Gruezzi und Holladrioo.

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fridericus1 10.04.2017, 11:17
181. Parteien und Parlamente ...

... werden von Üfüs dominiert. Der Jugendwahn in den Firmen endet in den Chefetagen, gerade hier gewinnt man manchmal den Eindruck, dass die vorrangig Herren Vorstände und Aufsichtsräte eigentlich noch nicht ins Heim wollen. Junge Menschen am Beginn ihrer Berufslaufbahn werden mit allerlei kreativen Ausbeutemodellen gepestet und in ihrer Lebensplanung über Jahre behindert (und logischerweise keine Familien gründen können). Ja, auch ich als 53jähriger zahle seit 35 Jahren in die Sozialsysteme ein und freue mich auf die Rente, aber das Ausquetschen der jüngeren Generation wird sich irgendwann rächen.

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hannohonk 10.04.2017, 11:19
182. ich

@Lupenreinerdemokrat, ich zitiere nochmal Frau Bergs Schlusssatz:
"Es geht uns nur um uns!"
Daher geben sie ihr mit ihren satten 14 (mit Fingern abgezählt) selbstbezogenen Personalpronomen völlig recht ;)

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bielefelder73 10.04.2017, 11:41
183. Naiv positive Weltanschauung bei einigen....

Es ist richtig, dass man unbeschwert leben soll, oder es zumindest versuchen soll. Das geht auch noch mit 40+. Den Jüngeren fehlt es aber zum Teil eklatant an Verständnis und realistischer Beurteilung für die Zusammenhänge (dabei meine ich politische und nicht technische). Das führt bei einigen zum Teil zu einer naiv positiven Weltanschauung, die sich jedoch mit den Jahren und der kommenden Lebenserfahrung immer mehr verlieren wird. Bekannt sollte ja folgendes Zitat sein (Quelle habe ich nicht parat). Wer als junger Mensch nicht die Welt retten will, hat kein Herz. Wer das als reifer Mensch noch will, hat keinen Verstand.

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mettwurstlolli 10.04.2017, 11:51
184. Wenig inspirierend

Das Klischee, das Frl. Berg verbreitet, ist uralt. Entsprechende Bonmots kann man aus jeder Epoche lesen, wenn man möchte. Mit der Wirklichkeit hat es nur nichts zu tun. Alte und grauhaarige retten aktiv die Welt, Mark Zuckerberg ist kein Grauhaariger und führt einen Weltkonzern, Genauso Larry Page und Sergei Bryn.
Die absolute Herrschaft der Alten, die es nicht merken, ist ein wohlfeiles Klischee. Komischerwese wird das gleichzeitig ausgebreitet wie der angebliche "Jugendwahn" in den Chefetagen. Scheint also, alles einigermaßen im Gleichgewicht.
Übrigens habe zu keiner Zeit und in keiner Epoche "die Alten" "denJungen" die Maht und das Geld freiwillig in die Hände gelegt. Wer nicht schnallt, dass man sich erobern muss, was man haben will, den sortiert die Evolution aus. Nicht nur bei den Tieren.

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bonsaijr 10.04.2017, 12:12
185. gut, aber...

Vorweg: ein guter artikel, schön aufgemacht und das Thema MUSS präsent bleiben, auch wenn es hin und wieder etwas ausgelutscht wirkt. Ich bin selber 19 und erkenne mich gut wieder.
Jetzt das aber: der Artikel wirkt tatsächlich polarisierend, auch auf mich. nicht jeder der "Alten" ist wie oben beschrieben und ich mache mir durchaus Gedanken um meine Zukunft.
Allerdings...bleibt das leider die Ausnahme, die diese Regel nur bestätigt, sonst hätten wir wohl weniger Idioten bei der AfD und mehr Leute die ihren Müll trennen, um es ganz banal auszudrücken.
Dennoch danke für diesen Artikel, das Thema muss präsent bleiben!

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dietm65 10.04.2017, 12:17
186. Ja, ja

die "Alten" sind unbequem. Sie fragen nach, zweifeln an, glauben halt nicht alles, was ihnen der mainstream in Politik und Medien vorbetet. Sie wissen, das ein Smartphone kein Ersatz für das Zusammensein mit anderen Menschen ist. Nicht umsonst hat noch jeder Diktator auf die Jungen, auf die ganz Jungen, die Kinder gebaut, die dann dann später freudig singend in die Kriege marschiert sind.

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GinaBe 10.04.2017, 12:20
187. Privilegien korrumpieren.

Die Gesellschaft ist auf Hierarchien gebaut. Diese entstehen durch Privilegierungen einzelner, Gruppen, Stände, Frauen, Männer, Kinder, Jugendlicher,... eine Menge Felder werden aufgemacht.

Geht schon los beim ältesten Enkelsohn, der meint, weil er der älteste ist, gehöre ihm das Laptop ganz alleine.
Die beiden jüngeren Brüder brauchen gar nicht für sich beanspruchen, es zu nutzen.

Und nu?

Kommunismus und Gleichberechtigung einführen, demokratisch abstimmen?
Wenn die ganze Welt diesen ungerechten Zirkus der Privilegienwirtschaft akzeptiert?

Oft nörgeln alle wegen unserer verlorener Werte. Ich habe wohl schon vergessen, welche da gemeint waren.
Respekt? Achtung vor dem menschenbild, vor dem leben? Vor der Person als unteilbares Individuum?

Wie verlogen muss jemand sein, diesen noch wahrnehmen zu wollen, wenn alle gleich genannt werden, in Wirklichkeit aber lauter Privilegien regieren und die demokratisch errichtete ...Korruption in voller Blüte steht, damit sich ja nichts ändert und alles bleibt, wie es ist, und manche werden bis aufs Blut ausgebeutet und andere profitieren davon.


Nee, Frau Berg. Das Polarisieren zwischen jung und alt greift zu kurz: wir müssen ans Eingemachte!

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specialsymbol 10.04.2017, 12:52
188. Bloß nicht

Wenn die Jugend (alle unter 40) die Macht übernehmen kommen sie noch auf die Idee sie dürften eine auskömmliche Vergütung für ihre befristeten Zero-Hours-Jobs einfordern. Wo kämen die Älteren da hin, das würde die Profite der verdienten Privatiers schmälern!

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cthugha 10.04.2017, 13:09
189. selektive Wahrnehmung

Zitat von sir wilfried
Wurde aber auch Zeit, dass mal wieder jemand die Sau namens Generationen-Konflikt durchs Dorf treibt. Ja, so sind sie die bösartigen Alten. Versuchen eine Staatsverschuldung, an der noch Generationen ihre "Freude" haben werden, wo es geht zu verhindern und trauen nicht jedem EU-Politiker, der monatlich 30.000 € bekommt, wenn er behauptet, im EU-Himmel sei Jahrmarkt, während die Jungen in Jobcentern auf eine auskömmliche Existenz hoffen und dabei nach jedem Strohhalm greifen. Wie wäre es, wenn die Alten nach Eintritt ins Rentenalter den Löffel abgeben, um Rentenkasse und Wohnungsmarkt zu entlasten? Und si es nur, damit die Regierenden mit den Steuereinnahmen weiter "Wilde Sau" spielen können.
Dieser Beitrag spiegelt hervorragend die selektive Wahrnehmung von Teilen der älteren Generation wider. Die älteren Semester versuchen eine hohe Staatsverschuldung zu verhindern? Sie haben sie verursacht. Der demographische Wandel war über Jahrzehnte hinweg abzusehen und bekannt. Dass die soziale Vollversorgung aus der Zeit vor Hartz 4 mit obskur und unfinanzierbar hohem Arbeitslosengeld nur zu Lasten der nächsten Generation finanzierbar ist, war ebenfalls abzusehen. Trotzdem hat diese Generation das hingenommen. War ja deutlich bequemer und die Zeche zahlen die anderen. Diese strukturelle Misswirtschaft hat notwendige Investitionen in Infrastruktur verhindert und die langfristige Lage in Deutschland deutlich mehr getroffen als singuläre Ereignisse heutzutage. Ich gönne dieser Generation das gute Leben, das sie hatte. Aber dass sich jetzt Teile dieser Generation hinstellen und sich als Bewahrer des Staatsfinanzen für die junge Generation darstellen wollen, ist absolut lächerlich.

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