Forum: Kultur
Geniales "Polizeiruf"-Finale mit Matthias Brandt: Die Vollendung
BR

"Das ist doch scheiße, das ist ja wie im Fernsehen." Eben nicht: Im letzten "Polizeiruf" mit Matthias Brandt werden Autos zur Falle und Dialoge zu großer Krimi-Kunst. Was für ein Abgang!

Seite 2 von 4
kuebel 17.12.2018, 08:13
10. Egal

Ich habe bei diesem Tatort gar nichts verstanden. Ein Stilmittel bei derartigen Krimis ist oftmals, dass sogenannte geniale Ermittler, die ansonsten Kotzbrocken sind, intuitiv die richtige Lösung parat haben. Hr. Brandt hat den Kotzbrocken sicherlicher hervorragend gespielt. Es gehört dann auch dazu, dass sich Assistenten extra bemühen um mit so einem Kotzbrocken zusammenarbeiten zu dürfen. Meistens kommen die relativ frisch von der Polizeischule und werden ungerecht behandelt. Dieser Stil wurde schon x-mal vorgeführt und ist damit nichts neues und war bei diesem Polizeiruf einfach nur peinlich. Die Tat war eigentlich Nebensache und vor allem unrealistisch. Es ist nicht glaubhaft, dass ein Kind eine fremde Person für den eigenen Vater hält. Es ist auch nicht glaubhaft, wenn es den der eigene Vater gewesen wäre, dass er dem Kind nicht hinterherlaufen würde.
Die Tat selbst war dann ja auch nicht der Haupthandlungsstrang. Aber das hätte man auch vorher sagen können, dass es sich nicht um einen Krimi sondern um ein Beziehungsdrama handelt. Wobei ich dann das Drama nicht erkennen konnte.
Die Macher wollten eventuell ein neues Genre kreieren. Was aus meiner Sicht das naheliegenste wäre. Da müsste ich dann sage, dass der Polizeiruf Schwachsinn war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WitBro 17.12.2018, 08:29
11. Kann mir jemand erklären,

woher der Täter - der hier Deus ex Machina auftaucht - von dem Treffen des Opfers mit ihrem Ex wusste?
Wahrscheinlich hat Matthias Brandt aus diesem Grund die Brocken hingeschmissen: Er wollte nicht mehr in solchen Plots mitwirken. Und keiner würdigt hier Maryam Zaree, die m. E. die seine junge, noch etwas unsichere Kollegin grandios gespielt hat. Hätte sie nur nicht sterben müssen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
captain twang 17.12.2018, 08:34
12. war das öde

depressionsarena pur. bitte wieder krimis mit richtigen gangstern und bankraub und bösen dealern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
troy_mcclure 17.12.2018, 09:11
13.

Zitat von kuebel
Ich habe bei diesem Tatort gar nichts verstanden. Ein Stilmittel bei derartigen Krimis ist oftmals, dass sogenannte geniale Ermittler, die ansonsten Kotzbrocken sind, intuitiv die richtige Lösung parat haben. Hr. Brandt hat den Kotzbrocken sicherlicher hervorragend gespielt. Es gehört dann auch dazu, dass sich Assistenten extra bemühen um mit so einem Kotzbrocken zusammenarbeiten zu dürfen. Meistens kommen die relativ frisch von der Polizeischule und werden ungerecht behandelt. Dieser Stil wurde schon x-mal vorgeführt und ist damit nichts neues und war bei diesem Polizeiruf einfach nur peinlich. Die Tat war eigentlich Nebensache und vor allem unrealistisch. Es ist nicht glaubhaft, dass ein Kind eine fremde Person für den eigenen Vater hält. Es ist auch nicht glaubhaft, wenn es den der eigene Vater gewesen wäre, dass er dem Kind nicht hinterherlaufen würde. Die Tat selbst war dann ja auch nicht der Haupthandlungsstrang. Aber das hätte man auch vorher sagen können, dass es sich nicht um einen Krimi sondern um ein Beziehungsdrama handelt. Wobei ich dann das Drama nicht erkennen konnte. Die Macher wollten eventuell ein neues Genre kreieren. Was aus meiner Sicht das naheliegenste wäre. Da müsste ich dann sage, dass der Polizeiruf Schwachsinn war.
Es ist doch so: die Kritiken von Herrn Buß (und auch anderen Kritikern) sind halt nun mal subjektiv. Da kriegen ein Herr Brandt oder auch ein Herr Tukur schon automatisch mehr Punkte als bspw. ein Til Schweiger, selbst wenn es der gleiche Film/das gleiche Drehbuch wäre.
Bei diesen -zugegeben großartigen Schauspielern - wird dann auch mal über eklatante Mängel in der Handlung hinweg gesehen (sowie gestern), während es an anderer Stelle kritisiert würde.

Ihre Kritik kann ich aber vollkommen unterschreiben, das gestern war nichts, den kotzbrocken hat Brandt gut gespielt, aber das war es dann schon, der Film war völlig lebensfremd.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gersois 17.12.2018, 09:14
14. Viele Ungereimtheiten

Der Täter wurde kurz vor Schluss herbeigezaubert. Warum hat sie die Tote mit dem getroffen? Warum belastet das Kind den Vater? Wo war die Kamera mit den Porno-Fotos? Warum hat niemand nach ihr gesucht? Dazu Meuffels im Liebeswahn. Und Constanze fährt nach dem Sex mit dem neuen Lover noch im Morgenmantel hinter Meuffels her, um dann mit ihm einen alten Film zu gucken. Happy End? So ein Blödsinn! Null Punkte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fisschfreund 17.12.2018, 09:46
15.

Wenn Herr Bus zehn Punkte verteilt, muss der Tatort ziemlich doof sein. Und so war es dann ja auch. Woher kommt der Täter auf einmal, warum steht seine olle auf einmal (offenbar frisch gevögelt) wieder vor der Tür und alles ist gut? Fragen über Fragen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alt68er-im-Ruhestand 17.12.2018, 10:12
16. Frechheit

Zitat von realist1964
In einem Krimi sollte es um die Lösung eines Verbrechens gehen. Kann das mal einer den Filmschaffenden erklären? Ein Krimi ist Unterhaltung. Können wir nicht mehr unterhalten? Die Auflösung am Ende war sowas von dahin geworfen, als ob den Drehbuchschreibern nach dem ganzen Liebeskummer und Psychoblödsinn einfiel "Ach ja, wir müssen ja noch eben den Fall lösen". Nee, da lobe ich mir ausländische Krimis.
Bravo, bravo, bravo!!!!! Ihr Beitrag Trift den Nagel auf den Kopf! Ich habe noch nie so einen Misst gesehen. Das hat nichts mit Krimi zu tun. Der Polizeiruf aus Bayern war schon immer eine Zumutung aber dieser letzte war eine Frechheit. Der hätte auch in einer halben Stunde abgehandelt sein können wäre da nicht endlos langen Einstellungen gewesen. Ehrlich gesagt frage ich mich, was hat hier der Kritiker gesehen? Kunst? Da sag ich nur "Hurtz!!!"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pommesbay 17.12.2018, 10:20
17. Ganz wunderbar

hat mir dieser Krimi gefallen, was an den herausragenden Darstellern lag. Mir ging es dabei weder um einen logischen Handlungsstrang oder so. Der Film hat mich sehr gut unterhalten, vor allem kam er lange Strecken ohne allzuviel Tamtam und rumgeballere aus. Ich fand’s erste Sahne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bernte83 17.12.2018, 10:21
18. Was für eine Zeitverschwendung

Aufgrund der außergewöhnlich guten Besprechung habe ich mir diesen Polizeiruf angesehen. Und jetzt bin ich sauer. Was war denn daran gut? Der erwachsene Ermittler, der ein Benehmen an den Tag legt, für das man jedem Teenager die Löffel langziehen würde? Die wahnsinnig gestelzten Szenen (z.B. eine Lehrerin, die über Mikrofon mit ihren 5 Meter entfernten Schülern redet, welche ihr wiederum in Zimmerlautstärke antworten können)? Die Lösung des Kriminalfalls (Spoiler: Am Ende stellt sich heraus, dass sie schlicht und einfach nicht sauber ermittelt haben. Mit etwas Sorgfalt beim Aktensichten hätten sie den wahren Täter sofort gehabt)?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alpenradler 17.12.2018, 10:26
19. Langeweile mit Knalleffekt

Warum nur gilt alles was langweilig ist in Deutschland als große Kunst? Zugegeben, dass die Assistentin stirbt, weil Meuffels mit seiner Ex telefonieren will, war dann echt der Hammer und ziemlich gut. Aber der Rest war einfach langweilig. Dazu fast ein deus ex machina - zumindest war Micoud dem Typen ja auf der Spur, er kam nicht ganz aus heiterem Himmel - und sonst ein paar Ungereimtheiten; selbst wenn man sich gerne langweilt, sind 10 Punkte dann doch zu viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4