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Gerichtsurteil: Kameramann von "Das Boot" stehen weitere 315.000 Euro zu
picture-alliance / dpa

Der Kameramann des Welterfolgs "Das Boot" forderte mehr Geld - jetzt hat das OLG Stuttgart Jost Vacano eine große Summe versprochen. Eine beklagte ARD-Anstalt befürchtet nun gravierende Auswirkungen.

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Flying Rain 26.09.2018, 21:15
1. Ahm

Ahm was ich hier im Artikel vermisse ist wie es dazu kommt das ihm das Geld zusteht. Hatte er damals vertraglich einen Anteil an den Erlösen des Films zugesprochen bekommen oder was?

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filmmix 26.09.2018, 21:30
2. Urheberrecht...

... nennt man das, denke ich. Ist gerade ein ziemlich großes Thema bei allen Filmschaffenden. Ist ja durchaus Kunst, was da geschaffen wurde und somit auch wertvoll. Gilt für viele weitere Film-Berufszweige, wie auch Ton, Schnitt etc.

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philosophus 26.09.2018, 21:37
3. "Handlanger"?... Wie kommt er darauf?...

"Kameraleute, so Vacano, seien weit mehr als Handlanger der Regisseure..." ===>> Kameramann und Regisseur: zwei verschiedene Berufe welche sich aber wechselseitig ergänzen. Der Kameraman (oder Director of photographie), ist das "Auge" des Regisseurs, wobei aber das "Auge" ohne den Regisseur quasi unbrauchbar ist. In dem Sinne, keiner ist "Handlanger" des Anderen, im Idealfall verschmelzen sie sogar, zu einer "Person". Das erklärt auch, warum Regisseure meistens mit demselben Kameramann zusammenarbeiten ...

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jufo 26.09.2018, 21:48
4. Welche Konsequenzen?

"Wenn das künftig generell so gemacht werden müsste, hätte das laut SWR gravierende Auswirkungen auf das Fernsehprogramm.". Und die Auswirkungen wären? Ein Programm mit weniger Schmachtfetzen?

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albatross507 26.09.2018, 22:19
5. Missbrauch

Aus meiner Perspektive ein Missbrauch des Urheberrechts. Der Kameramann ist entsprechend seines Vertrags bezahlt worden. Jahrzehnte später kommt er an und versucht mithilfe von Winkeladvokaten das Urheberrecht geltend zu machen, obwohl dieses für solche Fälle nicht gedacht ist.
Klar hätte das Auswirkungen auf das Fernsehprogramm, wenn ein erfolgreicher Film entsprechend der Wiederholungen an die Teammitglieder nachzahlen muss, obwohl dies im Vertrag nicht vereinbart ist.

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Stäffelesrutscher 26.09.2018, 22:41
6.

Zitat von albatross507
Aus meiner Perspektive ein Missbrauch des Urheberrechts. Der Kameramann ist entsprechend seines Vertrags bezahlt worden. Jahrzehnte später kommt er an und versucht mithilfe von Winkeladvokaten das Urheberrecht geltend zu machen, obwohl dieses für solche Fälle nicht gedacht ist. Klar hätte das Auswirkungen auf das Fernsehprogramm, wenn ein erfolgreicher Film entsprechend der Wiederholungen an die Teammitglieder nachzahlen muss, obwohl dies im Vertrag nicht vereinbart ist.
Sie haben aber schon die Passage zum »auffälligen Missverhältnis« gelesen? Rundfunkanstalten haben eine gewisse Tendenz, Sendungen zu wiederholen, aber die Darsteller und sonstigen an der Produktion Beteiligten so bezahlt wurden, als würde es nur eine einzige Ausstrahlung geben.
Lesen Sie gerne mal nach, wie es anderswo aussah. Die Erfinder von »Superman« - 130 Dollar. Nike-Logo - 35 Dollar. K1X/Kickz - 10 DM.
In den letzten beiden Fällen gab es erhebliche Nachzahlungen ...

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merdaccidit 26.09.2018, 22:59
7. Aufklärung nötig!

Klagen also die Schauspieler, der Regisseur und alle anderen Beteiligten des Films auch auf Schadensersatz?
Ein paar mehr Infos über die Hintergründe würden den (einfachen) Leser nicht so im Dunkeln stehen lassen.

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ruhuviko 26.09.2018, 23:58
8. Jetzt spekuliere ich mal:

Zitat von philosophus
"Kameraleute, so Vacano, seien weit mehr als Handlanger der Regisseure..." ===>> Kameramann und Regisseur: zwei verschiedene Berufe welche sich aber wechselseitig ergänzen. Der Kameraman (oder Director of photographie), ist das "Auge" des Regisseurs, wobei aber das "Auge" ohne den Regisseur quasi unbrauchbar ist. In dem Sinne, keiner ist "Handlanger" des Anderen, im Idealfall verschmelzen sie sogar, zu einer "Person". Das erklärt auch, warum Regisseure meistens mit demselben Kameramann zusammenarbeiten ...
Regisseure bekommen bei Wiederholungssendungen weitere Honorarbeträge, bei Wiederholungen erhalten im Opernbereich auch Sänger ein weiteres Honorar, zum Beispiel bei Fernsehaufführungen von Aufzeichnungen. Kameraleute nicht? Diese Aussage fehlt nämlich in dem Bericht. Damit würde sich auch der Satz über den "Handlanger" erklären.

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derblaueplanet 27.09.2018, 00:01
9. Die Reaktion der Fernseh"anstalten" - was für ein Wort! -

ist verständlich. Wo kämen sie denn hin, wenn nicht ihre Bürokratie, die zahlreichen wichtigen Entscheider darüber, was gesendet wird, was Kunst ist, wer gefördert wird - kurz: Die Allmacht! auf einmal weniger Geld hat, vielleicht darben muß, schrumpfen - o Gott - bloß weil die Leute, die Filme machen, "respektiert" werden wollen. Die sollen nicht so gierig sein, sondern dankbar, daß sie kreativ sein dürfen!

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