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Germanwings-Unglück bei Anne Will: Die besinnliche Talk-Runde
picture alliance / dpa

Spekulationen über die Unfallursache wurden vermieden - das war angenehm beim Anne-Will-Talk zum Germanwings-Unglück. Aber musste die Sendung wirklich so weihevoll anmuten?

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mielforte 26.03.2015, 07:31
1. Die Frage ist, welche Weihe gehalten wurde.

Eine Weihe ist zur Einstimmung geeignet und bereitet die Delinquenten auf eine neue Zeitrechnung vor. Bei diesem Gedanken wird mir Angst und Bange, welche Wahrheiten wir noch hören werden.

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Login 26.03.2015, 07:35
2. Nein...

...aber die Sendung MUSSTE so dermassen "weihevoll" sein. Das macht die Angst des Journalisten vor dem "shitstorm."
In Zeiten, wo sich bsplw.ein ö.rechtlicher Sender über Tage mit peinlichen Kotaus aller erdenklichen Art - für das gefühlt zu intensive Verweilen einer Kamera auf den sehenswerten Beinen einer ansonsten mittelprächtigen FDP Politikerin - beschäftigen muss: einfach nicht verwunderlich.
Im übrigen wissen wir mittlerweile auch, dass in Deutschland alles eine Nummer krasser als normal sein muss. Wie gesagt: zur Sicherheit!!

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chuckal 26.03.2015, 08:09
3. Schneider

erging sich in Geschwafel. Die naheliegende Frage, was denn das gür ein Gott sei, der Babys in den Tod reißt, beantwortete er - natürlich - nicht oder nur mit noch mehr Schwampf. Dass solchen Spinnern eine solche Plattform geboten wird ohne, dass die von denkenden Menschen mal angegangen werden, ist ein Skandal.

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m.w.r. 26.03.2015, 08:09
4. Ich frage mich...

"Aber musste die Sendung wirklich so weihevoll anmuten?" Frage: Mußte es überhaupt eine Talkshow zu diesem Unglück geben? Ist mediengesteuerte Gesellschaft darauf angewiesen Katastrophen nur noch mit TV Begleitung zu meistern?

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tobiassandner 26.03.2015, 08:10
5.

das tragische ereignis ist noch keine drei tage her und schon muss episch zerlegt werden, dass eine talkshow, die sich diesem thema (vielleicht eine woche zu früh) beschäftligt, im tonfall zu weihevoll war? das empfinde ich als pietätlos, unangemessen und überflüssig.

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grenoble 26.03.2015, 08:10
6. Da es nichts zu analysieren gab....

....das Ereignis im Dunkeln lag, war diese Sendung überflüssig, nein sie war Voyeurismus am Leid Anderer.

Hatte Maischberger noch Glanz in den Augen zu spekulieren was wohl passiert wäre, kommen bei Will die berufsbetroffenen zu Wort, die Seelenheilverkäufer weltlicher und religiöser Profession.

Hier wurde der Tod, der Umgang mit ihm instrumentalisiert Sendezeit zu füllen, hysterische unglaubwürdige Anteilnahme zu heucheln.

Offensichtlich zeichnen sich Will, Maischberger und ihre Redaktionen durch das Fehlen von Empathie aus. Das Empathie dem EKD Ratsvorsitzendem fehlt ist aufgrund seiner christlichen Prägung natürlich, das die anderen Gäste dieses Spiel mitmachen allerdings unverständlich

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m.w.r. 26.03.2015, 08:14
7. Ich frage mich...

"Aber musste die Sendung wirklich so weihevoll anmuten?" Frage: Mußte es überhaupt eine Talkshow zu diesem Unglück geben? Ist mediengesteuerte Gesellschaft darauf angewiesen Katastrophen nur noch mit TV Begleitung zu meistern?

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El pato clavado 26.03.2015, 08:32
8. Talkshow Flugunglück

talkshows ansich sind schon überflüssig,, aber eine solche über dieses Thema ist pervers. Aber Frau Will ist ja so überschlau, und die anderen Faselköppe werden natürlich auch nicht zögern,mit ihren Formaten mitzumischen
.Sorry, Leichenfledderei.

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neumanntaichung 26.03.2015, 08:54
9.

Als ehemaliger Schiffsoffizier der Handesmarine habe ich einen Kommentar, den Sie nicht alle Tage bekommen:

Pro Jahr sinken etwa 150 Handelsschiffe, darunter etwa 50 Containerriesen oft spurlos. Also im Durchschnitt etwa jede Woche eins; nachzulesen im Lloyds Register.

Es sind zwar höchstens jeweils maximal 20 Seeleute an Bord, aber jährliche Gesamtzahl immerhin mehrere hundert Menschen. Keine Zeitung bringt auch nur einen solcher Verluste auf die Titelseite, kein Regierungsoffizieller weint diesen Seeleuten auch nur eine Träne nach.

So traurig, wie dieser Flugunfall auch ist, so traurig ist auch das im Verhältnis unangemessene, aber offenbar mediatechnisch willkommene Presse--Dauerecho und die tränenerstickten publikumswirksamen Auftritte der Offiziellen, die bei vielen anderen Vorfällen oft genug demonstrieren, dass es sie innerlich nicht berührt.

Dieter Neumann

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