Forum: Kultur
Gesellschaftliche Werte: Der Flüchtling ist jeder

Die Flüchtlinge geben der Gesellschaft die Chance, Zusammenhalt und Solidarität neu zu finden. Leider weiß aber dieses Land nicht, wie Integration geht. Es hat ja schon mal versagt - mit den Gastarbeitern.

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Baikal 24.04.2016, 10:54
1. Ach, die Flüchtlinge geben die Chance?

Welche Flüchtlinge denn? Die Sunniten, die Schiieten, die Alawiten, die Alewiten? Wie wäre es denn, wenn sie sich selbst erst einmal die Chance zur Integration in ihrem Glauben gäben statt ihre vermeintlichen Rechte in einem für sie völlig fremden Kulturkreis einzufordern? Und:das Volk hat damals die Gastarbeiter nicht gerufen, das waren jene die an ihnen prächtig verdienst haben und die Kosten der sogenannten Integration eben den Nichtprofiteuren aufgesattelt haben.

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wadenbeißer101 24.04.2016, 10:55
2. Brauchte Merkel

mal wieder eine Mitleidsdusche. Der ewig gleiche Merkelsingsang geht einem auf die Neven, glaubt dies doch eh keiner mehr. Die Fakten sind bekannt, die Auswirkungen noch nicht.

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jackoconnor 24.04.2016, 11:04
3. Gut zu Wissen!

Gut zu Wissen, das wir Deutschen bei der Integration der Gastarbeiter versagt haben. Bislang dachte ich immer, dass zum Gelingen/Misslingen einer solchen mehrere Teilnehmer zusammen agieren müssen. Naja, der Kommentar ist für mich wertlos, weil typische Meinungsmache des Herrn Diez. An der Realität vorbei.

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westpfälzer 24.04.2016, 11:04
4. Sie wissen es,

wie beruhigend! Wissen es auch die Ankommenden??? Erhebliche Zweifel scheinen angebracht

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stern69 24.04.2016, 11:05
5. Grenzen und Zäune !

Herr Dietz, sie sind es die so etwas wie funktionierende Sozialstaaten und Hilfe erst möglich machen. Sie versuchen permantent so etwas wie ein historisches schlechtes Gewissen zu produzieren und damit Verpflichtungen für die Zukunft zu erlangen. Die Lösung liegt aber nicht in Deutschland und Europa sondern dort wo die Menschen herkommen und wo sie auch wieder hin sollten.

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Moloch2604 24.04.2016, 11:08
6. Das ist falsch...

....wer wie ich im Ruhrgebiet der 80iger Jahre aufgewachsen ist weis, daß es einem Teil der Gastarbeiter und folgender Generationen wunderbar gelungen ist SICH zu integrieren und trotzdem ihre Kultur beizubehalten.
Diese Menschen wurden EINGELADEN um hier zu arbeiten und NICHT um unsere Kultur zu "bereichern". Viele blieben. Während Griechen und Italiener sich hervorragend integrierten, gelang das später bei den Türken -auf Grund der Ideologie- nur teilweise. Auch hier gab es den Teil der sich integrieren wollte und den Teil der sich nicht integrieren wollte.
Erst in den letzten Jahren durch die " Integrationspolitik " der Grünen und SPD wurde wirkliche Ausgrenzung erst möglich. Denn je mehr "Good Will" in die jeweiligen Minderheiten investiert wurde - um so mehr Ablehnung gegen diese "Aktionen" entstand in den jeweiligen Minderheiten.
Besagte Politik vergaß, daß ein Mensch sich integrieren wollen muß - und nicht dazu gedrängt werden kann. Minderheiten werden bedrängt durch "Wir verstehen dich, was können wir tun damit du dich wohlfühlst? " Anstatt wie früher: "Du lebst hier - pass dich an". Somit schafft man eine Anti-Haltung die eskaliert bis zur Radikalisierung bei den Menschen die sich NICHT integrieren wollen und denen die sich selbst integriert haben. In den 80igern war es selbstverständlich, daß z.B. türkische Mädchen am Sport und Schwimmunterricht und Klassenfahrten teilgenommen haben egal ob der Lehrer männlich oder weiblich war. Kein Nichtdeutscher hat sich über Weihnachtsdekoration, Osternbräuche etc. aufgeregt...erst seit bestimmte Teile der Gesellschaft zwingend versuchen es den Menschen mit Migrationshintergrund Recht zu machen steigert sich das Missfallen der einheimischen Bevölkerung und steigert sich die Ablehnung der Migrantenkultur. Umgekehrt verlieren diese Menschen immer mehr Respekt vor der Gesellschaft, unseren Regeln, Traditionen und Gesetzen. Warum sollten sie diese auch respektieren ? Ein Wort genügt und halb Deutschland verbiegt sich um politisch korrekt zu sein! Eine kleine Minderheit kann in diesem Land Gesetze, Bräuche und Traditionen nach Belieben verbiegen - weil einige Menschen in Meinungsbildung und Politik sich verpflichtet fühlen es dieser (und zwar nur einer Einzigen !) Minderheit Recht zu machen. Ist das normal ? Ist das politisch korrekt ? Ist das humanistisch ? Oder ist das einfach unfassbar dumm ?

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Volker Zorn 24.04.2016, 11:14
7. Versagt?

Der Großteil der Gastarbeiter war doch relativ erfolgreich, ich verstehe nicht ganz, warum "wir" da schon wieder versagt haben sollen. Könnte es nicht auch sein, daß ein paar Leute mit den falschen Vorstellungen in unser Land gekommen sind und die dann versagt haben? Herr Diez, wir werden die Welt nicht retten, in dem wir hier alle Elenden der Welt aufnehmen und großzügig auf Kosten der hiesigen Bevölkerung alimentieren. Die Probleme in Afrika sind überwiegend von den dort lebenden Menschen selbst verursacht und nur sie selbst können sie auch lösen. Dabei sollten wie sie unterstützen wo möglich - nur so kann es besser werden.

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Matzimaus 24.04.2016, 11:15
8. Fragwürdig

Her Diez bemüht hier eine äußerst widersinnige Argumentationslinie. Ich möchte hier nicht für oder wieder die Aufnahme von Flüchtlingen sprechen, sondern die Argumentationslinie kritisieren.

Wenn er ausführt, "Die Flüchtlinge geben der Gesellschaft die Chance, Zusammenhalt und Solidarität neu zu finden und sich selbst positiv zu definieren", dann nimmt er Rückgriff auf Begriffe aus der Stochastik: die Chance als Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.
Damit räumt er - ohne es weiter zu thematisieren - ein, dass ein Gegenereigniss mit einer Gegenwahrscheinlichkeit existiert.

Der Rückgriff auf dieses Argumentationsmuster macht aber die vorhergehende Aussage widersinnig, räumt er doch die Existenz des gegenereignisses ein, nur thematisiert es nicht: "Aber die anderen, die ein humanes Restempfinden haben, das sie nicht abschalten können wie die "Tagesschau", die kann man erreichen, die kann man überzeugen, denen kann man erklären, dass es nicht die Flüchtlinge sind, die diese Gesellschaft bedrohen, sondern die Politik der Angst, die diejenigen schüren, die warnen, warnen, warnen."

Was er allein mit der fragwürdigen Aussage "Wer aber nur das Schlechteste vermutet, der wird eventuell von der Realität bestätigt" bezwecken wollte, das weiß nur er selber.

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sarkasmis 24.04.2016, 11:19
9. Integration ist vor allem Sache der Immigranten

Die Gesellschaft hat weder Gastarbeiter noch Flüchtlinge hergebeten. Das Anwerbeabkommen gerade mit der Türkei wurde auf politischen Druck der USA abgeschlossen um dem Natopartner Türkei zu helfen. Die Wirtschaft hat sich über billige Arbeitskräfte gefreut aber die Mehrheit der Bevölkerung war strikt dagegen. Gastarbeiter sollten wohlgemerkt nur 5 Jahre bleiben. Dann haben die Sozialliberalen den Familiennachzug erlaubt, immer noch unter der Prämisse, dass die Gastarbeiter zurückkehren. Allein aus dieser Perspektive ist Integration allein Schuldigkeit der Migranten. Wer bleiben will muss sich integrieren. Außerdem kann die Gesellschaft niemanden integrieren. Die Gesellschaft kann niemandem das Erlernen der deutschen Sprache oder westlicher Werte abnehmen. Das kann nur der Einwanderer selbst und wenn der nicht will, kann sich die deutsche Gesellschaft auf den Kopf stellen ohne dass was passiert. Die Gesellschaft kann höchstens ein bisschen Anpassungsdruck schaffen. Und Druck ist der Integration auf keinen Fall abträglich. Die deutschen in den USA haben sich während nur nach dem ersten Weltkrieg, als Deutschland nicht mehr so beliebt war, assimiliert, Deutschsprachige Zeitschriften und Co. eingestellt. Eisenhower, Spaatz, Nimitz etc. haben den USA treu gegen die Heimat ihrer Vorfahren und deren Verbündete gedient. Die japanischen Amerikaner sind sogar interniert worden. Schon mal etwas von japanischen Banden oder Ghettos in den USA gehört? Juden sind lange Zeit so ziemlich überall auf der Welt massivst diskriminiert worden und haben sich dennoch an ihre Heimatländer angepasst. Das zeigt: wo ein Wille zu Anpassung ist, kann gelingt sie auch, egal welche Steine einem in den Weg gelegt werden. Bei integrationsresistenten Migranten, welche ihre Hirtenkultur, die ihnen keine hinreichenden Lebensbedingungen geboten hat aber sie trotzdem für dem Westen überlegen halten, scheitert auch der wohlmeinenste nordeuropäische Wohlfahrtsstaat. Schwedens Integrationsprogramme haben die Arbeitslosigkeit unter den Migranten nicht signifikant gesenkt.

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