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Gewalt: Der Frauenhass ist gar nicht eingewandert
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Angeblich weigern sich linke Feministinnen, die Frauenfeindlichkeit geflüchteter muslimischer Männer zum Thema zu machen. Tatsächlich sind aber nicht die Flüchtlinge das Problem, sondern Frauenfeinde jeder Herkunft und Religion.

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Dreamer 22 19.02.2019, 19:24
1. hartnäckige Realitätsverweigerung

Nein, Frau Stokowski, niemand (außer ein paar Vollidioten) behauptet, dass es Gewalt gegen Frauen nicht auch schon vorher gab. Aber jeder, der auch nur ein bisschen die Augen aufmacht, kann das problematische Frauenbild im Islam nicht übersehen. Sich an der katholischen Kirche (die in der westlichen Welt keine weltliche Macht hat) abzuarbeiten, aber die Probleme in der muslimischen Welt auszublenden, dazu muss man schon ideologisch extrem verbohrt sein. Vergleichen Sie einfach mal die Frauenrechte im Iran oder in Pakistan mit denen in der Bundesrepublik oder in Kanada, dann kommen Sie drauf. Da lobe ich mir doch Alice Schwarzer, die genau diese ideologisch motivierte Einäugigkeit des ach so hippen neuen Feminismus anprangert.

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lofeu 19.02.2019, 19:27
2. so ist es leider...

... und hat nix mit Männerfeindlichkeit zu tun. Der weiße Mann des Abendlandes unterscheidet sich hier vom Grundsatz her nur unwesentlich von jungen männlichen Migranten aus dem Morgenland. Traurig aber wahr. Alles, was nicht der binären Norm entspricht wird abgelehnt.

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arvenfoerster 19.02.2019, 19:32
3. Schuldkomplex versus Verhältnismässigkeit

Magarete Stokowski verliert wieder einmal die Dimensionen aus den Augen und negiert dabei unfreiwillig die Leistungen, die das europäische Streben nach Gleichberechtigung bereits erreicht hat. Gibt es Gewalt von deutschen Männern gegenüber Frauen? Natürlich! Der Mensch ist, wie alle Geschöpfe, ein gewalttätiges Wesen und zwar in beiden Geschlechtern. Nur hat unsere Gesellschaft Methoden entwickelt, die Gewalttätigkeit zu mässigen und zu kanalisieren. Gerade bei der Gewalt von Männern gegenüber Frauen würde die zunächst bestehende Akzeptanz immer weiter eingeschränkt und ist heute weitestgehend verschwunden. Ein grosser, wenn auch nicht abgeschlossener zivilisatorischer Fortschritt. Sind alle Asylbewerber frauenfeindlich? Natürlich nicht! Aber ein Teil von ihnen kommt aus Gesellschaften, die diesen Weg der Nichtakzeptanz von Gewalt von Männern gegenüber Frauen nicht (so weit) beschritten haben. Und diese Sozialisation bringen sie halt mit. Es ist jetzt auch einfach eine Frage der Zahlenverhältnisse, in welche Richtung der gegenseitige Prozess der Integration stattfinden wird.

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PhilipKunze 19.02.2019, 19:32
4. Die Ausmaße nicht vergessen

es mag ja sein, dass es in Deutschland schon immer ein Gewaltproblem gegen Frauen gab und gibt. Niemand sollte jedoch vergessen, dass es in der islamischen Welt (und auch anderswo) sehr viel krasser ist als hier bei uns.

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otto.normalster 19.02.2019, 19:33
5. Bei manchem Weltbild, kann man nur den Kopf schütteln

Den verlinkte Beitrag zum Thema Österreich, kann man sich ruhig mal anschauen. Den hätte ich an Ihrer Stelle mal lieber nicht erwähnt. Ungünstiger Weise sind die Veränderungen nicht nur auf Deutschland begrenzt, weshalb "Argumente" mit Bezug auf Rassismus, Dunkeldeutschland und Biodeutsch doch langsam sehr ermüden. Wenn Sie das nächste mal in den Nachrichten zufällig z.B. von einem Afghanen lesen, sollten Sie sich vielleicht mal fragen, wie viele Afghanen hier in Deutschland leben. Das Statistische Bundesamt kann dabei helfen. Nur gut das der "Fortschritt" nicht aus bleibt, mit Dingen wie "Heimwegtelefon", "Mein nein meint Nein" oder "Ist Luisa da?". Früher war halt alles schlechter...

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schwarzmaler 19.02.2019, 19:38
6. ...

Die Verallgemeinerung frauenfeindlicher Gewalt trägt letztlich nur dazu bei, dass jede Religion, Gruppe etc. weiterhin ihr frauenfeindliches Süppchen kochen kann, weil der Adressat fehlt und die Aufklärung irgendwo landet, nur ebend nicht bei jenen die daran Schuld sind.

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moritz27 19.02.2019, 19:39
7. Wenn Sie glauben

sich verteidigen zu müssen, dann hat jemand einen Nerv bei Ihnen getroffen der weh tut. Aber bleiben Sie einfach konsequent bei Ihrem feministischen Kampf gegen Ihr persönliches Hauptproblem, die alten weißen Männer, und lassen Sie sich bloß nicht durch berechtigte Einwände, Fakten und Fragen davon ablenken. Enttäuschen Sie also bitte Ihre Anhänger/innen nicht.

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jla.owl 19.02.2019, 19:40
8. eben

warum sollte ich als Feminist mich vor dieser Karren spannen lassen. Da sind ja keine Hinterwäldler gekommen. Was ein Staat, eine Religion vorzugeben scheint, muss ja nicht das Gelebte bestimmen. Habe durchaus viel Gleichberechtigung bei geflüchteten Paaren/Familien erlebt. Auf einem guten Weg. Problem ist das Alter einiger. Wir hatten hier früher eine Kaserne am Ort, und im Vergleich dazu ist das heute viel besser, friedlicher, sicherer und... fortschrittlicher! Und wenn hier dann wieder Schützenfest ist, "zeigt man hier dem Ausländer schon", wie hier die Rollen verteilt sind, aber ich glaube, da kommt so manchem Zugereisten das Kxxxxxx.

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irobot 19.02.2019, 19:41
9.

Liebe Frau Stokowski
natürlich haben Sie im Großen und Ganzen recht, aber auf eines möchte hinweisen. Während sich die Situation der Frau in den westlichen Ländern stetig verbessert, so wird sie in moslemischen Kulturkreisen immer schlechter. Schauen Sie sich mal Bilder aus den 70ern an, Kairo, Teheran, Kabul und was weiß ich nicht. Vergleichen Sie die dann mit heutigen und Sie sehen den Rückschritt.
Darum muss man auch ein besonderes Augenmerk auf Personen richten, deren Frauenbild noch aus dem Mittelalter stammt. Sonst wird ein Teil der weiblichen Gesellschaft komplett von der Teilhabe ausgeschlossen.
Und noch eine Kritik an euch linken Feministinnen. Wenn pauschal auf alle westlichen Männer eingedroschen wird, so löst das irgendwann eine Gegenreaktion aus. Und wenn man dann noch Missetaten von Männern aus anderen Kulturkreisen relativiert (was ja reichlich geschehen ist), so steigert das die Wut zusätzlich. Letztendlich schaden sie sich damit ihrer Sache.

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