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Gewalt: Der Frauenhass ist gar nicht eingewandert
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Angeblich weigern sich linke Feministinnen, die Frauenfeindlichkeit geflüchteter muslimischer Männer zum Thema zu machen. Tatsächlich sind aber nicht die Flüchtlinge das Problem, sondern Frauenfeinde jeder Herkunft und Religion.

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Margaretefan 19.02.2019, 23:31
60. Leider können hier keine Bilder....

...veröffentlicht werden, die davon zeugen was ganz konkret Frauen von Männern angetan wird. Ja, das muss Hass sein. Konkret Frauenhass. Es mag sein, dass Frauen auch nicht alle Unschuldslämmer sind. Das was Männern Frauen a tun, wird hier niemand in auch nur ansatzweise vergleichbarer "Qualität" von Frauen ausgeübt und Männern angetan aufzeigen können. Da könnt ihr A****g***** noch so sehr zetern.

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yor 19.02.2019, 23:35
61. Zwei Bretter, eine Meinung

Wäre Stokowski mehr links und weniger Feministin, würde sie vielleicht einräumen, dass Gewalt im Allgemeinen und Gewalt gegen Frauen im Besonderen in erster Linie ein soziales Problem und die eher in der Oberschicht angesiedelten Übergriffigkeiten der #MeToo-Debatte demgegenüber schon ziemlich First World sind. Wäre Stokowski mehr Feministin und weniger links, würde sie einräumen, dass die religiöse Frauenfeindlichkeit der (katholischen) Kirche mit den Missbrauchsskandalen nur sehr am Rande zu tun hat und im säkularisierten europäischen Umfeld eigentlich keine große Rolle spielt, keine jedenfalls im Vergleich zu islamisch tradierten Parallelgesellschaften. Da sie beides ist, denkt sie nach zwei Seiten nicht über das Ende der eigenen Meinung hinaus; schade, eigentlich.

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Atheist_Crusader 19.02.2019, 23:45
62.

Zitat von lofeu
so ist es leider und hat nix mit Männerfeindlichkeit zu tun. Der weiße Mann des Abendlandes unterscheidet sich hier vom Grundsatz her nur unwesentlich von jungen männlichen Migranten aus dem Morgenland. Traurig aber wahr. Alles, was nicht der binären Norm entspricht wird abgelehnt.
Unwesentlich?

Also dass es Frauenfeindlichkeit auch in Europa gibt und schon immer gab ist unstrittig. Aber wer glaubt das mit der im isalmischen Raum gleichsetzen zu können, begeht einen schweren Fehler im Namen der politischen Korrektheit.
In Europa haben Frauen seit Jahrzehnten Gleichberechtigung. Klar, der Kampf ist noch lange nicht zuende und wird es auch so bald nicht sein. Aber man muss schon blind sein um zu übersehen, dass wir schon vor langer Zeit wichtige Meilensteine überschritten haben die in der islamischen Welt nichtmal in Sicht sind.

Himmel, in vielen islamischen Staaten sind Apostasie und Blaphemie noch ernsthafte Verbrechen, oft sogar mit Todesstrafe geahndet. Wenn solche archaischen Zustände gesellschaftlich akzeptiert oder gar gewünscht sind, dann KANN da ganz einfach nichts bei herauskommen das europäischen Wertevorstellungen auch nur ähnlich ist. Wer sich noch mit der Erfindung des Rades schwer tut, der entwickelt keinen Verbrennungsmotor.
Also nein, die Unterschiede sind NICHT unwesentlich. Die sind sehr wohl wesentlich. Nur weil Europa in der Hinsicht nicht perfekt ist, kann man sehr wohl anerkennen dass es der islamischen Welt um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte voraus ist. Die Gewalt hat schlicht eine andere Qualität.

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Tacitus73 20.02.2019, 00:01
63. Danke!

Zitat von baronejo
Sehr geehrte Frau Stokowski Meine Eltern stammen aus einem Land, in dem Frauen vergewaltigt und ermordet werden, nur weil sie Frauen sind. In dem Homosexuelle einfach erschlagen werden, in dem religionsverschiedene Paare gesteinigt werden. Wo eine Vergewaltigung als Ehebruch dem Opfer zur Last gelegt und dieses mit öffentlicher Steinigung auch noch dafür bestraft wird. Die alles bestimmende Staatsreligion ist dort der Islam, das Recht die Scharia. Ein Frauenleben ist dort nichts wert. Junge Mädchen ( 7, 8...) werden an alte Männer zwangsverheiratet - die Ehe zum Teil auch dann direkt vollzogen. Darüber echauffiert sich keine Feministin. Wo bleibt dort der feministische Aufschrei? Meine Eltern haben ihrer Heimat vozum Wohle ihrer Kinder den Rücken gekehrt und haben sich mit sehr harter eine Existenz geschaffen - nur um dieser Gesellschaft und ihrem archaischen Weltbild zu entfliehen. Und nun holen wir uns mit wehenden Fahnen diese Gesellschaft in unser Land, übernehmen unkritisch fragwürdige Sitten und bagatellisieren die damit verbundenen Probleme...
Vielen Dank für Ihren Beitrag! Er zeigt eine andere Perspektive auf. Ihre Befürchtung, dass sich diese Frauenfeindlichkeit hier über einen längeren Zeitraum tatsächlich etablieren könnte, teile ich, und zwar vor allem deswegen, weil wir von den Zugewanderten nicht konsequent (auch unter Androhung von Sanktionen) einfordern, dass sie sich hier an unseren Rechtsmaßstäben und Moralvorstellungen zu orientieren haben. Ich möchte als Beispiel für diesen teilweise vorauseilenden Gehorsam den Titel eines Zeit-Artikels benennen, der tatsächlich lautete: "Was für Kinderehen spricht" (November 2016). Ich möchte klar sagen, dass mir diese Anpassungsbereitschaft im Namen einer falsch verstandenen Toleranz deutlich mehr Sorgen bereitet als die Konflikte, die angesichts des Verhaltens und der Denkmuster mancher Zuwanderer bereits aufgetaucht sind. Und meiner Ansicht nach ist auch Frau Stokowski mit ihrer Verharmlosung muslimischer Frauendiskriminierung jenen zuzuordnen, die darauf hinwirken, dass Misogynie bei uns eher wieder stärker denn schwächer wird.

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Margaretefan 20.02.2019, 00:04
64. Liebe Spiegel-online-Kolumnen-Wächter,...

...die Ihr die Nettiquette in Ehren haltet. Beim Thema Gewalt gegen Frauen ist Nettiquette Fehl am Platze. Jedenfalls wenn's um das Spiegel-Motto: " Sagen was ist " ; geht. Was Frauen angetan wurde und wird, sollte nicht beschönt werden. Beschäftigt euch mit christlichen Hexenverfolgungen. Ein sadistischer hardcore Porno ist Kindergeburtstag dagegen. Selbst die amerikanischen Befreier am Ende des WK2 haben sich auf übelste Weise an Frauen vergangen. Die als abartigst geltende Fantasie ist Frauen von Männern angetan worden. Selbst um angeblich Männern übel mitzuspielen, vergreifen sich Männer immer wieder an deren Töchter und Ehefrauen auf übelste Weise. Das ist bis heute Realität. 20 oder gar mehr Männer, die sich an einer wehrlosen Frau aufs bestialische Vergreifen, ja, das gab und gibt es. Ja, Frauen wie die ehrenwerte Margarete Stokowski haben jedes Recht der Welt dazu, darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen weniger durch fremde Asylbewerber oder Zuwanderer bedroht werden, sondern leider immer noch am Häufigsten durch das nahe Umfeld. Biodeutscher Frauen haben mehr von biodeutschen Männern zu befürchten. Da können die ewig gestrigen weiter zetern bis zum Sanktnimmerleinstag, es bleibt aber leider eine traurige Tatsache.

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der_rookie 20.02.2019, 04:48
65. Hm

Idioten, Rassisten, Mörder, Sexisten, etc. gibt es überall - richtig. Wenn man diese Probleme aber mindern möchte, dann sollte man sich aber mit Statistiken beschäftigen welche Probleme in welchen Gruppen konzentriert and um zielgerichtet handeln zu können. Die katholische Kirche hat ein Problem mit sexuellem Missbrauch von männlichen Ministranten. Eine Verbindung der katholischen Kirche mit physischer Gewalt gegen Frauen kenne ich dagegen nicht. In gewissen Kulturkreisen wiederum gibt es den Ehrenmord an Frauen. Beides sind Probleme. Beides kann man ansprechen. Aber beides in einen Topf zu schmeißen hilft sicher nicht bei der Lösung.

Dubai gilt als eines der liberalsten Orte in der Arabischen Welt. Dennoch haben Frauen da nicht dieselben Rechte wie Männer. Lesen Sie doch mal nach was hier mit einer volljährigen Tochter vom Herrscher passiert wenn diese unerlaubt ausreisen will. Kein Wunder wenn solches Rechtssysteme Auswirkungen auf das moralische Wertempfinden in der lokalen Bevölkerung haben. Wenn dann Menschen mit diesem kulturellen Hintergrund nach Deutschland kommen, dann werden sich ein Teil an unser Rechtssystem anpassen. Und was machen wir mit dem anderen Teil?

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dasfred 20.02.2019, 06:03
66. Wann ist ein Mann ein Mann?

Nicht, wenn er ständig und überall beweisen kann, das er der Stärkste ist und bereit, alles zu befruchten, was nicht bei drei auf dem Baum sitzt. Ein Mann muss in der Lage sein, ständig seinen Trieb unter Kontrolle zu halten. Das unterscheidet uns von anderen Primaten. Leider reichen oft schon zwei Flaschen Bier und der Mann wird zum Tier. Die anerzogenen Hemmschwellen fallen ins Bodenlose. Das Problem ist nicht, ob ein Penis beschnitten ist oder nicht. Das Problem hängt darunter und produziert Testosteron. Wir alle müssen uns darüber klar sein, das wir uns nicht zum Sklaven unserer Hormone machen dürfen. Frau Stokowski hat zurecht darauf hingewiesen, dass wir männliches Verhalten nicht an der Religion festmachen dürfen. Es zählt nur, wie weit jeder Mensch bei uns bereit ist, sich an die Werte und Normen zu halten, die wir entwickelt haben und die wir immer noch laufend an die Lebensrealität anpassen. Im Grunde sollte jeder Fall, der öffentlich kommuniziert wird, dazu dienen, unser eigenes Verhalten im Umgang miteinander zu überprüfen. Die pauschale Verurteilung ganzer Gruppen aufgrund von Einzeltaten ist auch keine Hilfe, wenn wir uns aufeinander einstellen wollen.

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Jean Paul Marat 20.02.2019, 06:14
67. Gender-Apartheid oder Gleichberechtigung

Zitat von telarien
Ich hätte auch gerne ein so einfaches Weltbild und würde noch dafür bezahlt. Es ist doch einfach zu lösen, Frauen können Männer ignorieren, untereinander bleiben, sich zusammenschließen, was hindert sie? Vermutlich Realitätssinn...
Für die Autorin gibt aus nur schwarz und weiß. (Frauen - gut / Männer schlecht, Migranten gut / Deutsche schlecht)
Die Wirklichkeit ist anders. Migration und Feminismus sollte nicht miteinander verwoben werden. Das ist Framing, hier sollen Frauen für eine andere Sache benutzt werden.
Männer und Frauen sind in einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft aufeinander angewiesen. Die Gleichberechtigung der Frau ist eine der größten gesellschaftlichen Errungenschaften seit der französischen Revolution. Von breiten Teilen der deutschen Bevölkerung wird diese jeden Tag praktisch gelebt.
Ausnahmen gibt es auch und da sind die Religionen die Treiber für die Unterdrückung der Frauen.
Derartige Beiträge erzeugen im Denken der Männer eher Fassungslosigkeit als Verständnis.
Es ist schlimm, die Männer an sich als frauenfeindlich darzustellen.
Diese Beiträge sind nicht zielführend, weil sie spaltend auf die Gesellschaft wirken.

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unaufgeregter 20.02.2019, 06:37
68. Religionen

Zitat von salvi0815
...Alle Weltreligionen und somit auch die katholische Kirche macht Frauen das Leben zur Hölle....ich finde dass Sie hier stark übertreiben. Sie sollten bedenken, dass sie in vielen anderen Ländern solche Aussagen nicht veröffentlichen könnten- in christlich geprägten Ländern schon.
Nein, sie übertreibt nicht. Alle Religionen sind Instrumente zur Unterdrückung der Menschen. In erster Linie machen sie den Frauen das Leben sehr schwer und signalisieren dem Mann eine Vormachtstellung, die er nur zu gerne annimmt.

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chaosimall 20.02.2019, 07:23
69. Nur weil man sich nicht

vor einen rechtslastigen Karren spannen lassen will heißt das nicht, dass Frau/ Mann die Realität verkennt. Frau Stokowski hat völlig Recht mit ihrer Analyse. Wer hier unter welchen Grenzüberschreitungen leidet ist völlig unübersichtlich. Klar ist aber, dass es schon reichlich bizarr anmutet, wenn Männer aus der rechtskonservativen Ecke, Bremser seit jeher bei einer Liberalsierung unserer Gesellschaft und Vertreter eines konservativen Frauenbildes (mit allen Aspekten die dazugehören, einschließlich des Sexualstrafrechts) nun auf einmal die Feministinnen als Hilfspolizistinnen in ihren Kampf um ihr Biodeutschland rekrutieren wollen.

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