Forum: Kultur
Gewalt: Es ist ein Junge
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Kommt es zu einer Gewalttat, fragen wir nach der Geschichte des Täters, nach seiner Herkunft, nach seiner Ideologie und seiner Motivation. Nach dem Geschlecht zu fragen, haben wir uns abgewöhnt. Warum?

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fbdgbd 14.06.2016, 16:18
130.

Rudel-verhalten = Mannschaften
Selbstdarstellung = Öffentliche Aufmerksamkeit
Gewalt = Alpha-Verhalten

Das sind alles tiefgreifende menschliche Ur-Triebe...
Außerdem spielt wohl auch das Bildungsniveau eine Rolle. Solange es die abgehängten Gesellschaften auf dieser Welt gibt, wird es auch solch ein Verhalten geben.

Warum der Mann hier so im Fokus steht verstehe ich nicht... bzw. es müsste Klar sein: Jäger, Evolution, Testosteron, Alpha-Verhalten usw.

Außerdem ist Fußball ein Männer-dominierter Sport.

Frauen sind in dieser Hinsicht auch nicht besser:
Wenn man sich z.B.: Weibliche Sportmoderatorinnen anhört, wird man auch sehr oft feststellen, dass Frauen unterbewusst eher die "Hübscheren/Athletischeren" Mannschaften/Mitspieler anhimmeln oder in den Fokus stellen...

Der Mensch ist halt auch nur ein Tier...

Wichtiger ist die Frage, wie man damit umgeht und wie die Sicherheitskräfte vorbereitet sind bzw. wie das Sicherheitskonzept aussieht.

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goodcharlotte 14.06.2016, 16:19
131. Gender studies

Zitat von Freund_Fettsack
..., liebe Frau Stokowski, wie es ist ein Mann zu sein? Und dann diesen Ihren text zu lesen? Botschaft: "Du bist biologisch männlich, und das an sich ist schon ein Makel!" Irgendwie erinnert mich das an die Erbsünde, ist gefühlt also gar nicht weit von dem weg, was allzu prüde Gläubige noch vor gar nicht so langer Zeit predigten. Den "Teufel" extremistisch rigider Katholizismus also mit dem Beelzebub Feminismus austreiben?
Das biologisch Männliche ist gar nicht gemeint, vielleicht belesen Sie sich doch mal mit Genderforschung?

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absentcrisisx 14.06.2016, 16:19
132. Wieso sollte man?

[Zitat]Selbst Männer, die sich für komplett harmlos halten, können etwas dafür tun, dieses Klima der Angst zu ändern. Wenn Sie zum Beispiel abends auf der Straße allein hinter einer Frau laufen und diese ihre Schritte hört oder wenn Sie ihr entgegenkommen, wechseln Sie doch die Straßenseite. Sie ahnen nicht, wie erleichternd das sein kann.[/Zitat]
Wie entlarvend ist das denn? Frauen sollten ihr Verhalten nicht ändern müssen. Da sind wir uns einig, aber wieso sollten Männer das tun? Von Feministinnen und sogenannten Gleichstellungsbeauftragtinnen wird immer nur Verbesserung für Frauen gefordert. Eigentlich schadet ihr damit eurer eigenen Sache. Fordert doch mal bessere Schulbedingungen für Jungen! Kann doch nicht sein, dass die Vorzugsweise auf die Hauptschule geschickt werden und die wenigen männlichen Gymnasiasten auch noch weniger mit Abitur abschließen...

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01099 14.06.2016, 16:19
133.

Alles gut beobachtet, analysiert und geschrieben, aber auch ich als Mann habe mit dem Bild meine Probleme, dass mir gesellschaftlich zugedacht wird, denn das hat direkt Auswirkungen auf mein alltägliches Leben. So ist es beispielsweise so, dass, wenn ich auf einem abendlichen Spaziergang auf eine Frau treffen, diese ganz oft die Straßenseite wechselt, wenn sie mich aus der Ferne erspäht hat. An der Stelle fühle ich mich diskriminiert und völlig missverstanden, weil ich noch nie eine Frau doof angemacht habe oder ihr auf irgendeine erdenkliche Weise zu Nahe getreten bin. Da geht mir dann mein ganz persönlicher #aufschrei durch den Kopf. Und das ist nur eine Baustelle. Auch in der Arbeitswelt werden Sie als Mann komplett anders behandelt als eine Frau. Wenn man als Frau z.B. arbeitslos ist, wird man bedauert, während man als Mann quasi als "Loser" gilt und das spürt man auch darin, wie die Agentur für Arbeit mit einem umspringt. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit dem mickrigen Einkommen pro Monat von Partnerschaften quasi ausgeschlossen ist, während es einer Frau in der Lage nicht schwer fällt, einen solventen Mann zu finden, der sie dann durchbringt. Alles schon erlebt. Letztlich hängen wir noch immer in Geschlechterrollen aus alten Zeiten fest, Emanzipation hin, Emanzipation her. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass Männer Aggressionen aufbauen, um das geforderte Selbstbild des "harten Kerls" zu erfüllen, dass ja auch von den meisten Frauen noch so gefordert wird, machen wir uns nichts vor. Das "Weichei" ist nach wie vor unpopulär. Abschließend möchte ich noch sagen, dass es Formen der Gewalt durchaus auch bei Frauen gibt. Die stehen vielleicht nicht prügelnd auf der Straße oder üben physische Gewalt im trauten Heim aus, aber in Sachen subtiler, psychischer Gewalt sind Frauen Meister. Übrigens auch untereinander. Mit Vorurteilen bei den genannten Fällen aus der Welt der Prominenz wäre ich übrigens an Ihrer Stelle sehr vorsichtig. Wir alles wissen nicht, was zwischen Heard und Deppp vorgefallen ist oder ob sich die Gina Lisa-Affäre wirklich so abgespielt hat. Es wäre nämlich auch da falsch, per se die Schuld bei den Männern zu suchen.

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felicitasbohm 14.06.2016, 16:20
134.

Zitat von Ragtimer
Das fehlte noch in all den Diskussionen, dass nun das männliche Geschlecht kollektiv schuld ist und in Sippenhaft genommen wird. Ein wunderbar einfacher Ansatz, Frau Stokowski. Man spart sich dann aber zumindest das Weiterlesen, denn solch eine Überschrift verspricht wenig Erhellendes.
Vielleicht doch mal den Artikel zu ende lesen ? Es geht nicht um alle Männer, das hat sie ja geschrieben. Also nix mit Kollektivschuld.

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QuixX 14.06.2016, 16:23
135.

Zitat:

"Wir sind daran gewöhnt, dass es Männer sind, die glauben, sie könnten anderen vorschreiben, wie diese sein sollten, und die meinen, entscheiden zu können, wer..."

Da lachen sich alle verheiraten Männer kaputt!

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in_peius 14.06.2016, 16:23
136.

Ja, wo kommen wir nur hin, wenn wir Rücksicht auf die Bedürfnisse von Frauen nach Sicherheit nehmen? Skandalös, dass Frau Stokowski diesen Appell überhaupt artikulieren darf!
Nur dann, wenn es darum geht, sich Geflüchteter und "sonstiger" Muslime zu entledigen, dann wird auf einmal die Frau zur goldenen Kuh, der gerne auch mal durch "gute Gewalt" (so durch Schüsse auf Flüchtlingsheimbewohner oder ein wenig Brandstiftung hier und da) präventiv geholfen werden muss, nicht wahr?
Naja, letztlich geht es ja um den Schutz der eigenen sexuellen Spielwiese und der Weiterreichung des erbmaterials. Da hat der Muslim schlichtweg nichts zu suchen!

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karabas 14.06.2016, 16:23
137.

Zitat von olli118
Weil sich die beiden Damen aufreizend anziehen, und dralle Brüste haben, sind sie selber schuld, meinen Sie das etwa? Ich finde die Lohfink auch nicht toll, aber wieviel Beweise brauchen Sie denn noch? Reicht ein Video mit einer willenlosen Frau, die aus welchem Grund auch immer ausser Gefecht ist, etwa nicht? Ob die nun besoffen war, oder mit KO-Tropfen betäubt, ist da völlig egal. Ein Nein ist ein Nein. Und dass die beiden Herren gleich Reibach machen mit dem Video spricht doch wohl Bände, oder? Aber deren Strafe ist geringer als die der Lohfink. Gerechtigkeit made in Germany 2016.
Sie plappern unreflektiert einige einschlägige Medien nach. Lesen Sie doch die Urteilsbegrüdnung. Die Expreten haben keine Willenlosigkeit von Lohfink erkennen können. Und der Kontext vom "Nein" wurde nicht dem Gesamtvorgang zugeordnet. Es gab genügend Fälle der Falschbeschuldigungen und sogar Falschverurteilungen aufgrund "einer Frau muss doch geglaubt werden".

Und ja - es ist ein Unterschied bei der Glaubwürdigkeit ob eine treue Ehefrau behauptet, sie wurde gegen ihren Willen zu einer Sexhandlung gezwungen. Oder jemand, der für ihre Sexabenteuer bekannt ist und schon einmal eine Falschaussage-Vorgeschichte hatte.

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sapereaude! 14.06.2016, 16:23
138. Was nicht wahr sein darf, kann es auch nicht sein!

Zitat von annoo
In welcher (gefälschten) Statistik haben Sie das denn gelesen?
Lesen Sie einfach mal die Kriminalstatistiken der letzten Jahrzehnte.

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sam-berlin 14.06.2016, 16:24
139. oh jeh...

Zitat von black_bottom
Bisher hab ich Ihre Artikel gern gelesen, dieser ist Mist. Menschen üben Gewalt aus. Männer und Frauen. Die Gewalt, die Männer ausüben, ist äußerlich i.A. viel klarer erkennbar als die Gewalt die von Frauen ausgeübt wird, welche unendlich subtiler aber trotzdem existent ist und genauso Folgen hat. Jede Lieblosigkeit, jedes Ignorieren, als-Luft-behandeln, Ausgrenzen .. ist auch Gewalt und wird ihre (mitunter fürchterlichen) Früchte tragen.
In diesem Artikel ging es ausdrücklich um körperliche und sexualisierte Gewalt, die nachweislich zum größten Teil von Männern ausgeht. Die Autorin hat mit keiner Zeile geschrieben, dass Gewalt (in welcher Form auch immer) nicht auch von Frauen ausgehen kann. Zu sagen, die anderen machen's aber auch, war noch nie ein besonders kluger Lösungsansatz. So schön der Artikel unwiderlegbare Fakten aufzeigt (auch wenn hier ganz viele Männer herumheulen, dass das ja alles gar nicht so doll ist), so wenig beleuchtet er Ursachen und vor allem Lösungsansätze. Straßenseite zu wechseln, um das subjektive Sicherheitsgefühl von Frauen zu erhöhen, ist ehrlich gesagt eine Lachnummer, die den ansonsten klaren Artikel unnötig ins Lächerliche zieht.

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