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Gewalt: Wann ist ein Mann ein Lamm?
DPA

Haben die deutschen Männer verlernt, zuzuschlagen? Wohl kaum. Die Debatte um diese Frage zeigt vielmehr: Es gibt sie immer noch, die stille Sehnsucht nach dem Wildschweinkönig.

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phg2 24.05.2016, 18:07
100.

Bei den etwas heftigeren Auseinandersetzungen, die ich in den letzten Jahren hatte, also denen wo ich entweder klein beigebe oder Prügel bekomme (oder beides), kamen mir jedesmal Männer bzw. Jugendliche mit Migrationshintergrund zur Hilfe. Da gab's dann klare Ansagen an die (bis auf einmal) "deutschen Lämmer": - Verpissen oder Notaufnahme! So kann man(n) auch deeskalieren.
Tja, wenn man's kann und weiß was man tut - ansonsten ist die Gefahr einer Eskalation zu groß.
Dass ich das sehr nett von denen fand kann man/frau sicherlich nachvollziehen.

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curiosus_ 24.05.2016, 18:09
101. Außer Frage steht doch wohl, dass ...

... Gewaltanwendung als Mittel der Wahl auch heute noch unverzichtbar ist. Und sein wird solange auch nur einer/eine bereit ist zur Durchsetzung der eigenen Interessen Gewalt einzusetzen. Da hilft eben nur Gegengewalt.

Und ob die institutionalisiert ist (Polizei, Militär) oder individualisiert ("Haben die deutschen Männer verlernt, zuzuschlagen") ist situationsabhängig.

Wenn keine institutionalisierte Gegengewalt zur Gefahrenabwehr verfügbar ist hilft eben nur die individuelle Gewaltanwendung.

Was denn sonst? Das wurde selbst mir, als Kriegsdienstverweigerer in den 70ern, in meiner Verhandlung vor dem Prüfungsausschuss beim Kreiswehrersatzamt zugestanden. Zur Nothilfe und Notwehr durfte sich selbst ein Kriegsdienstverweigerer bekennen ohne zu riskieren abgelehnt zu werden. Notfalls sogar mit der Waffe.

Und dass Männer ggü. Frauen bzgl. den körperlichen Voraussetzungen zum "Zuschlagen" im Mittel priveligiert sind dürfte auch unstrittig sein.

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curiosus_ 24.05.2016, 18:10
102. Außer Frage steht doch wohl, dass ...

... Gewaltanwendung als Mittel der Wahl auch heute noch unverzichtbar ist. Und sein wird solange auch nur einer/eine bereit ist zur Durchsetzung der eigenen Interessen Gewalt einzusetzen. Da hilft eben nur Gegengewalt.

Und ob die institutionalisiert ist (Polizei, Militär) oder individualisiert ("Haben die deutschen Männer verlernt, zuzuschlagen") ist situationsabhängig.

Wenn keine institutionalisierte Gegengewalt zur Gefahrenabwehr verfügbar ist hilft eben nur die individuelle Gewaltanwendung.

Was denn sonst? Das wurde selbst mir, als Kriegsdienstverweigerer in den 70ern, in meiner Verhandlung vor dem Prüfungsausschuss beim Kreiswehrersatzamt zugestanden. Zur Nothilfe und Notwehr durfte sich selbst ein Kriegsdienstverweigerer bekennen ohne zu riskieren abgelehnt zu werden. Notfalls sogar mit der Waffe.

Und dass Männer ggü. Frauen bzgl. den körperlichen Voraussetzungen zum "Zuschlagen" im Mittel privilegiert sind dürfte auch unstrittig sein.

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solitaryway 24.05.2016, 18:14
103.

Zitat von Synek
Generell heisse ich Gewalt nicht gut und ein erwachsener Mann sollte seine Konflikte auch anders austragen können. Doch dieser eigentlich gute Gedanke der Gewaltlosigkeit ist mittlerweile eher einem Ausweichen jedes potentiell möglichen Konflikts gewichen. Ich nutze oft öffentliche Verkehrsmittel und gerade in der Bahn sieht man ein paar mal im Jahr Situationen, wo sich jemand stark daneben benimmt oder eine Person offensichtlich Hilfe benötigt. Und ratet mal wer sich da besonders stark in der Technik des aus dem Fenster Starrens oder ins Handy Vertiefens auszeichnet. Ja, der deutsche Mann. Vor ein paar Wochen hatte ich ne Frau in der Bahn die von nem angetrunkenen Mann angegangen wurde. In dem gut besetzten Zug haben die ganzen Leute direkt daneben ALLE so getan als würden sie nix mitbekommen. Letztendlich sind ich und ein vielleicht 60 jähriger türkischstämmiger Mann vom andern Ende des Wagens dann hingegangen und ham den Typen weggezogen. Ob deutsche Männer Lämmer sind? Keine Ahnung, aber meine Erfahrung zeigt das ein Großteil der Leute heute einfach Lappen sind, bei denen ich mich frage wie die mit ihrer feigen Lebenseinstellung Abends eigentlich in den Spiegel gucken können. Zivilcourage ist hier doch nur noch ein Fremdwort, aber wenn sie selbst mal Opfer werden und keiner hilft, ist das Gejammer bestimmt groß. Bei den Kölnvorfällen is natürlich schwer einzuschätzen wie da die Lage genau war, vielleicht hätte ich da meine Freundin besser schützen können, vielleicht auch nicht. Bissl arrogant da im Nachhinein ohne genaue Kenntnisse der Lage auf den Opfern rumzutreten.
Welches Gejammer? Aus früher eigener Erfahrung kann ich schon genau vorhersagen, dass mir niemand zu Hilfe kommen wird, wenn mir etwas drohen würde. Warum sollte ich mich für eine Frau in die Bresche werfen? Für ein bisschen belanglose Anerkennung? Um als "Held" dazustehen? Nennen Sie es ruhig feige, mich berührt so etwas nicht mehr.
Gewalt ist für mich eh keine Option, für jemanden, dessen Mitgefühl für andere weitestgehend durch wiederholte erlittene Gewalterfahrungen zerstört wurde. Leid interessiert mich auch nicht, habe aber auch überhaupt kein Problem damit, jemanden maximales Leid zuzufügen, wenn man mir keine Wahl mehr lässt. Wenn ich natürlich kann, halte ich mich heraus und mische mich nicht ein. Für mich ist es auch die einzig sinnvolle Option, um niemals straffällig zu werden.

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Criticz 24.05.2016, 18:14
104. Zwei Aspekte die mir auffallen

ist es nicht leicht widersprüchlich, permanent auf alles Männliche (verbal) einzuprügeln, aber just dann, wenn frau davon profitiert, es wieder einzufordern?

im Zeitalter der Gleichberechtigung weiss ich zudem längst nicht mehr, warum Männer ihr eigenes Leben/Gesundheit pauschal für (gerade unbekannte) Frauen riskieren sollten. Ich helfe Menschen die mir nahestehen und denjenigen die Hilfe brauchen - egal ob Mann oder Frau. Und ja, immer mit Risikoabwägung, und die sieht bei einem nahestehenden Personen anders aus als bei Fremden.
Bitte, werte Damen - hört auf zu meinen, dass Männer pauschal für Euch den Ritter spielen, immer dann wenn es Euch gerade halt gefällt. Hofft auf die Polizei - so wie es Männer auch tun müssen.

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michaelgoehmann 24.05.2016, 18:14
105.

Zitat von caruso2
Ihre Aussagen machen angesichts ihrer Männerfeindlichkeit sprachlos. Es gibt keinen! wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Gewaltbereitschaft konstitutiv für Männlichkeit ist. Das "noch" der Autorin ist richtig. Und man kann hinzufügen: Solange wie Männer auch von Frauen so erzogen werden, dass sie gewaltbereit werden.
Tatsächlich ist die Verteilung von Gewalt zwischen den Geschlechtern ziemlich ähnlich und liegt bei häuslicher Gewalt ziemlich bei 50-50. (http://web.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm)

Der große Unterschied kommt, dann wenn es darum geht entsprechende Verurteilungen vor Gericht zu erreichen. Denn vor Gericht werden Frauen nicht nur seltener verurteilt, sondern Männer bekommen für dasselbe Verbrechen 2,5 mal höhere Strafen (http://people.terry.uga.edu/mustard/sentencing.pdf) und Männer die Opfer von Gewalt werden bekommen selten Hilfe, eher Hohn und Spott (https://nationalparentsorganization.org/blog/3977-researcher-what-hap-3977)

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neoy 24.05.2016, 18:31
106. Der schlechte Eindruck setzt sich fort...

...und führt unweigerlich zur Frage: muss Frau Stokowski wirklich eine solche Bühne haben? Die pseudoeloquenten Inhalte dieses und der letzten Artikel imponieren - leider - immer unter dem Dogma des vielfach zitierten und stetig heraufbeschworenen Geschlechterkampfes, offensichtlich getrieben von der Identifikationskrise der Verfasserin selbst. Zugegeben, man findet problemlos ausreichend Provokationen nebst Plattitüden, um der einen oder anderen bierseeligen Runde (für wenige Minuten) einen Gesprächsinhalt zu geben, aber am Ende stellt man ernüchtert fest: man hat es einfach nicht so mit Stammtisch-Geschwätz, es fehlt schlicht an intellektuellem Inhalt, Pennäler-Humor hat man schon mehr als 20 Jahre hinter sich gelassen und für echte Satire reicht es eben auch nicht, wenn immer nur die Gender-Saite gezupft wird. Bitte abschalten, Spiegel, bitte!

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123456789abc 24.05.2016, 18:33
107. Statistik 5, durchgefallen.

Aber sowas muss die Geisteswissenschaftlerin auch nicht können, viel zu MINTig. Dann lieber einen Artikel
schreiben wo eine Aussage zur Gewaltbereitschaft der Durchschnittsmänner mit den doch sehr extremen Fällen, die im Frauenhaus enden, konfrontiert wird.

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solitaryway 24.05.2016, 18:41
108.

Zitat von adal_
sysop: "....Natürlich kann man, wenn man will, daraus die Frage drehen, ob deutsche Männer "ihre Frauen" besser verteidigen müssen. Nur waren Männer, die auf Gewalt verzichtet haben, ja gar nicht das Problem von Köln. Das Problem waren Männer, die Frauen belästigt haben, also Gewalt angewendet haben...." Was soll die doofe Rabulistik? Männer, die dort keine Gewalt angewendet haben, nämlich gegen die Grapscher, waren aus Sicht betroffener Frauen sehr wohl auch das Problem...
Nein, denn die Absicht zur Belästigung ging von den entsprechenden Tätern aus.
Und so am Rande: Viele Frauen können sicherlich selbst Gewalt anwenden, wenn sie denn wollen (und natürlich auch die Verantwortung dafür übernehmen).
Aber ich halte die Einteilung eh für überflüssig. Warum sind denn für Sie nur diese "gewaltlosen" Männer das Problem? (und nicht auch "gewaltlose Frauen?) Kommt da wieder der Mythos vom vermeintlichen schwachen Geschlecht zutage?

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m.m.s. 24.05.2016, 18:44
109. Stokets Leid

Nur hübsche Frauen, die auch Frau sind, bekommen einen zuverlässigen und liebevollen Mann der sie beschützt. Heutzutage natürlich mit Gleichberechtigung und Familienbildung. Die säuerlichen und hässlichen Feministinnen, die noch dazu auf den bösen Mann verbal und rechtlich eintreten, die bleiben außen vor. Und das ist so zu recht. Darauf kommt dieser fehlgeleitete Meinungsausdruck gar nicht, eben weil weder dem Leben abgeschaut noch durchdacht. Echt schade, bei dem Potential! Bitte dringend den Film Nikita von Luc Besson ansehen.

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