Forum: Kultur
Glaube: Der, die, das Gott
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Wer sagt eigentlich, Gott sei ein Mann? Steht so schon im Vaterunser, klar. Aber eigentlich hat Gott im Christentum kein Geschlecht. Es ist an der Zeit, das sprachlich deutlich zu machen.

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Didoxion 12.12.2017, 18:34
1. Nehmen Sie alles weg, was Gott laut Bibel erschaffen hat ...

... und übrig bleibt Gott: die Mathematik (ergo weiblich). Das einzige, was kein Gott erschaffen kann, weil es einfach existent ist, auch in Multiversen, und alles durchdringt, die Basis für alles ist.
Und zur allgemeinen Überraschung sind sogar die Kirchen so gesehen nicht gottlos ...

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craylord86 12.12.2017, 18:35
2. Warte Gerade nur auf meine Frau...

... und konnte daher nur die ersten Zeilen überfliegen. Spontan würden mir als Gründe für einen "Vater" einfallen: Er schuf den Menschen nach seinem Bilde, und zwar Adam. Dann erst Eva als Sidekick. Ergo, Gott=Mann. Dann wäre da noch die Geschichte mit der heiligen Jungfrau Maria, die muss das Kind (den Sohn Gottes) ja irgendwie empfangen haben. Und ganz modern gender mäßig kann man hier argumentieren, das ein Mann, wenn im allgemeinen auch nur gesellschaftlich sozial konstruiert, sich zumindest in einer Eigenschaft von der Frau unterscheidet. Er zeugt Kinder, Frauen gebären. Nun impliziert die, als gegeben voraus gesetzte, direkte Verwandtschaft bzw. Nachkommenschaft zwischen Gott und Jesus, und die eindeutig geklärte Mutterschaft seitens Maria, Gottes Rolle als den Vater. Denn zwei Mütter ... Naja, wir reden zwar über Religion, aber beleidigen wir jetzt Mal nicht die Wissenschaft. So, zuviel dazu. Meine Frau ist schon lange wieder da und sehr genervt. LG, ein überzeugter Atheist.

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spontanistin 12.12.2017, 18:39
3. Wie war das mit dem Ebenbild?

Heißt es nicht im Alten Testament, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild schuf? Da er zunächst Adam schuf, muss Gott im Sinne des Ebenbilds einen Penis haben. Dann muss es aber auch eine Göttin geben, denn wozu sollte das göttliche primäre männliche Geschlechtsorgan nötig sein? Logik aus! Die weisesten Philosophen haben versucht zu definieren, was der Gott des Monotheismus denn nun sei. Das Ergebnis: Gott ist undefinierbar. Genial! Ein Physiker würde sagen, angesichts der Gott zugeordneten Naturphänomene: Gott ist Energie. Ach so, da muss ja noch irgendwas Tranzendentes sein. Ja was ist denn das nun wieder?

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j.loserth 12.12.2017, 18:39
4. der die das

Wer sagt eigentlich, dass ein Salzstreuer ein Mann sei? Ein Salzstreuer hat kein Geschlechtsteil. Es ist an der Zeit, das sprachlich deutlich zu machen.

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corny2 12.12.2017, 18:44
5. Die ganze Debatte um die Menschlichkeit von Gott ist i-wie sinnlos

Wenn Gott nicht menschlich ist, dann kann man auch nicht mit ihm reden, meiner Meinung/Logik nach. Dass andere Lebewesen die Sprache des Menschen verstehen oder sogar beherrschen, ist sehr unwahrscheinlich, wie man an der Tierwelt sehen kann. Theologie ist generell sehr unlogisch...

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brimue 12.12.2017, 18:46
6. Nicht auf dem Laufenden

In der Evangelischen Kirche gibt es seit langem die "Bibel in Gerechter Sprache", in der all diesen Anfragen an das Geschlecht Gottes Rechnung getragen wird. Das Thema geschlechtergerechte Sprache wurde in der evang. Kirche schon vor vielen Jahren diskutiert. In den meisten Gemeinden wundert sich kein Mensch mehr, wenn dort von "der Heiligen" geredet wird.
In der Praxis ist das auch für viele Katholiken überhaupt kein Problem mehr, wie sich in zahlreichen oekumenischen Gottesdiensten gezeigt hat.

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Fonso 12.12.2017, 18:47
7. Nee, nee...

es ist nicht "an der Zeit, das sprachlich deutlich zu machen".
Vielmehr ist es an der Zeit, diesen Mummenschanz, die Lügengeschichten und Märchen, die auch der Autorin 13 Schuljahre lang eingetrichtert wurden, endlich abzustellen.
Alles erstunken und erlogen. Das kann einem als halbwegs gebildetem Menschen eigentlich auffallen.
Es fängt schon mit der sprechenden Schlange an.
Sowas gibt es nicht.
ES GIBT KEINE SPRECHENDEN SCHLANGEN!
Es gibt auch keine jungfräuliche Geburt an.
Nichts, aber auch gar nichts von dem, was die Profiteure dieser Ammenmärchen erzählen, ist erwiesen.
Erwiesen ist hingegen, dass es wegen des Aberglaubens zahlloses Kriege gab, gibt und geben wird.
Wegen des jüdischen, des islamischen, des was-weiß-ich-Aberglaubens.
Hindus und Moslems schlagen sich die Köpfe ein, die einen Moslems den anderen, weil sie den Koran "falsch auslegen" etc. etc.
Man kann sich nur an den Kopf fassen.
Und dieser ganze Irrsinn wird auch noch von meinen Steuern subventioniert.
ES REICHT!

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robb30 12.12.2017, 18:48
8. Sinnlose Diskussion

Angesichts der Tatsache, dass ernsthaft an einen Gott zu glauben ohnehin ebenso absurd, skurril und krankhaft ist, wie ernsthaft an die Heinzelmännchen, die 7 Zwerge oder "die Macht" aus Star Wars zu glauben, halte ich diesen Beitrag für völlig überflüssig. Der einzige Unterschied zwischen den von mir genannten Wahnvorstellungen ist, dass der Gottesglaube eine gesellschaftlich und gesetzlich legitimierte Wahnvorstellung ist. Dennoch ist und bleibt es eine Wahnvorstellung - und ist damit krankhaft. Völlig sinnloser Beitrag des SPON-Journalisten, völlig absurde Diskussion.

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Kritikfreak 12.12.2017, 18:51
9. Religionskritik

Religionskritik 1844: "Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. [...] Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist." (Karl Marx)

Religionskritik 2017: "Gott ist nicht intersexuell, sondern jenseits von Geschlecht, aber auch da ließe sich etwas finden, wozu gibt es Theologinnen und Theologen." (Margarete Stokowski)

Soviel zum Thema "Fortschritt"...

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