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Gleichberechtigung: Sind Frauen behindert?
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Hartnäckig halten sich die Einwände gegen eine Frauenquote und lassen auch für die Zukunft nix Gutes hoffen. Das gilt übrigens auch für die Politikerinnen in diesem Land - mit einer Ausnahme.

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Werner M. 20.11.2018, 16:13
1. "Der erste Einwand [...] ist eher so eine Art Husten"

Genau. Danke, Frau Stokowski.

ich finde es gut, dass ich Frauen nun wieder "nur ihres Geschlechts wegen" einstellen darf.
Adrett mit Kostüm am Empfang oder, mit mehr Ausschnitt, bitte, als persönliche Sekräterin.

Ich dachte zwar, mit der Emanzipation wären wir schon mal weiter gewesen... Aber bitte, mir soll's recht sein.

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priemer 20.11.2018, 16:18
2. Gleichberechtigung, nicht Maul halten!

Sehr geehrte Margarete Stokowski, ich bin gegen die Frauenquote. Ich bin gegen sie, nicht weil ich glaube, dass Frauen, wie Sie schreiben, ihr Maul halten und ihren Platz einnehmen sollten. Die Begründung für meinem Widerspruch ergibt sich aus der Gleichberechtigung. Unser Grundgesetz gibt widerspricht jeder Form von Benachteiligung aus religiösen, weltanschaulichen oder auch geschlechtlichen Gründen. Diese Gleichberechtigung ist der Kern unserer Demokratie und nicht verhandelbar! Mit freundlichen Grüßen, Jörn Priemer.

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rosinenzuechterin 20.11.2018, 16:21
3. Frauen wollen keine Quote

Wenn eine Frau die gleiche Leistung für weniger Geld erbrächte, wieso haben Frauen dann nicht Vollbeschäftigung? Dann dürfte es doch nur arbeitslose Männer geben. Die kosten ja schließlich mehr, bringen nicht mehr und tragen so zu einem Standortnachteil von Deutschland bei. Frau Stokowski, von Frau zu Frau: Fühlen Sie sich wirklich benachteiligt? Warum tragen Sie zu einer ungerechtfertigten Spaltung der Gesellschaft bei, nur um es irgendwie irgendwo leichter zu haben? Warum teilen Sie die Gesellschaft ausgerechnet in Weiblein und Männlein? Warum nicht in Schwule und Heteros? Oder Links- und Rechtshänder? Süß- und Herzhaftfrühstücker? Kann es sein, dass Sie sich da in was verrennen? Phantome jagen? Ich jedenfalls will keine Quote. Ich schaffe es auch so und will mir nicht das Gemaule dann benachteiligter Männer anhören müssen. Das macht mir meine berufliche Tätigkeit deutlich schwerer und die Gesellschaft kaputter. Ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen der Qualifikation für eine Stelle und dem Geschlecht des Stelleninhabers. Eine Quotenfrau macht einen Job nicht zwangsläufig besser als ein Mann. Ich weiß nicht, in welchen Kreisen Sie sich rumtreiben, aber in meinen sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Wechseln Sie doch bitte mal das Umfeld, vielleicht lösen sich Ihre Probleme dann in Luft auf!

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Bruno Bug 20.11.2018, 16:22
4. Quote statt Ehemann

Viel hin und her, aber immer noch kein einziges Argument für die Quote. Das einzige in verschiedenen formen dauernd wiederholte Argument, dass Netzwerke schuld daran seien dass Frauen nicht weiterkommen, halte ich für unsinnig. Welche Firma, die profitabel sein und auf dem Weltmarkt bestehen will, wird einen fähigen weiblichen Bewerber einem drögen unfähigen Kumpel vorziehen. Wenn das so wäre, dann sofort die Aktien verkaufen, soweit das Frauen überhaupt machen. Nämlich was riskieren und Berufe auswählen wo man viel (angeblich schmutziges) Geld verdienen kann. Bis heute verstehe ich nicht warum Frauen (in Deutschland) einen so weiten Bogen um MINT Fächer/Berufe machen, trotz allem angeblich emanzipatorischen Fortschritt und engelszungengleicher Werbung dafür. Das einzige was Frauen in dieser Sache hinkriegen ist, Forderungen zu stellen, während die Männer schon lange Nägel mit Köpfen machen anstatt lange zu klagen. Ich denke Frauen wollen einfach nicht Geld verdienen sondern versorgt werden. Ja böse Welt, versorgt werden, nur nicht wie in der guten alten Zeit via den Ehemann sondern jetzt per öffentlichem Dienst oder ganz modern per Quote.

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Blendy 20.11.2018, 16:24
5. Ich liebe...

..die Artikel von Frau Stokowski, vielen Dank! Auf den Punkt, nicht locker lassend, mit der angebrachten Portuon Aggression, die bei der zu dem Thema existierenden Ignoranz mittlerweile echt notwendig ist. Weiter so, nicht irritieren lassen!

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rw54993 20.11.2018, 16:28
6.

"Sorry, kurz eingeschlafen", schreibt die Autorin. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, denn die Leserschaft von SPIEGEL online kann sich mangels Originalität und Neuigkeitsgehalt dieser Kolumne vermutlich nur mit sehr starkem Kaffee wachhalten.

Warum man Frauen per Quotenregelung (auch) in Positionen und Berufe zwingen sollte, in die diese zum Teil gar nicht wollen, bleibt derweil ein Rätsel.

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Herr Knigge 20.11.2018, 16:28
7. ProQuote

Ich bin tatsächlich auch für Quoten, die sollten die Bevölkerung genau widerspiegeln: A% Männer, B% Frauen. Davon jeweils A1/B1% Passdeutsche in dritter (oder mehr) Generation, A2/B2% Passdeutsche in zweiter Generation, A3/B3% Passdeutsche in erster Generation, A4/B4% Passeuropäer....Wird etwas unübersichtlich und kompliziert. Es gibt aus meiner Sicht nur ein Argument, welches man nicht sinnvoll entkräften kann: "Alte Machtstrukturen nachhaltig aufbrechen." Dafür ist eine Quote gut. Und wenn man sie nach 20 Jahren wieder abschafft, wird sich zeigen, was passiert, ich wage da keine Prognose. Aber ich glaube es gibt genauso viele machtgeile Frauen wie Männer - dann wird der exklusive Managerzirkel sich halt aus Frauen und Männern zusammensetzen. Leichter kommt man da trotzdem nicht rein - weder als Mann, noch als Frau. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

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marthaimschnee 20.11.2018, 16:33
8. Gleichberechtigung durch Diskriminierung

Wenn von 10 gleich fähigen Bewerbern nur einer weiblich ist, dann ist deren Chance auf die Stelle rechnerisch 1:10, und Gleichberechtigung bedeutet, daß die Frau statistisch in einem von 10 Fällen die Stelle erhält. Die Frau über diese Relation hinaus zu bevorzugen hieße eben doch, daß sie die Stelle NUR deswegen bekommt, weil sie eine Frau ist. Wer sowas für Gleichberechtigung hält, kann sich mit Herrn Merz über Einkommensrelationen unterhalten, da findet er jemanden mit ähnlich wirren Verhältnismäßigkeitsauffassungen.

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geilundgemein 20.11.2018, 16:34
9. Quote für Schwerstarbeit

Klar, Quote ist super, idealerweise auch per Zwang. Dann aber auch für die körperlich harten und gefährlichen Jobs, die Männer zugrundegehen und früh sterben lassen.

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