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Gleichberechtigung: Weltnachricht! Ein Mann hat ein Baby gehalten!
Sebastian Gollnow/ DPA

Es läuft viel schief in unserer Welt, das würde ein Außerirdischer zu Besuch sofort merken. Aber zum Glück gibt es ja auch Positives zu berichten - über Spitzenväter zum Beispiel.

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benito22 28.08.2019, 13:58
70. Richtig...

Zitat von wolflangecker
Wer diesen Kolumnenbeitrag als Kritik an den Männern liest, der hat leider den Inhalt null verstanden. Es ist viel mehr eine Kritik an der Gesellschaft, die es 1. Männern schwer macht, Wlternzeit zu nehmen und die Kindererziehung zu übernehmen und 2) Als Weltwunder ansehen, wenn Männer das dann tun Und das unabhängig vom Geschlecht. Männer und Frauen diskriminieren solche Männer gleichermaßen.
... Nachdenken hilft, man sollte es nur nicht ausschließlich von 12 Uhr bis Mittag tun. Wenn Sie sich mit der Person Stokowski und ihren Kolummen näher beschäftigen, finden Sie ein Grundmuster immer wieder wie einen roten Faden. Und zwar die Kritik an einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft und der Rolle der Frau als Opfer ohne wirkliche Einflussmöglichkeiten. Und damit ist genau wer Gegenstand der Kritik?

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willem_vonwegen 28.08.2019, 14:20
71. Das eigentlich Sensationelle

Ist doch nicht das ein mann im Plenarsaal rin Baby füttert, sondern dass ein offen lebender Schwuler, der obendrein ein hohes Regierungsamt begleitet, ein Kind mit seinem Partner per Leihmutter bekam und dann auch noch öffentlich seine Vaterrolle auslebt - das wäre vor 30 Jahren nicht nur unkonventionell sondern unmöglich gewesen! Und ich denke die eigentliche Sensation ist wie schnell sich die Gesellschaften der westlichen Länder hier mal im positiven weiter entwickelt haben. Auch ich finde diese Meldung bemerkenswert, ich bin in einer Zeit aufgewachsen in der das Outing in einigen Berufszweigen das Karriereende hätte bedeuten können - und heute wird die Auslebung von Homosexualität akzeptiert, erfreulich! Das Männer Elternzeit nehmen und sich mitverantwortlich für ihre Kinder fühlen ist mir überhaupt nicht fremd. In meinem Freundeskreis machen die Jungs mit ihren Kindern alles was ihre Partnerinen auch machen - ausser Stillen. Die entscheidung ob man Elternzeit nimmt und wenn ja wie lange, ist eher eine wirtschaftliche.

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Schraubenlos 28.08.2019, 14:37
72. passt oder passt nicht

Zitat von telarien
Der Beitrag war tatsächlich lustig. Und wenn Frauen tatsächlich lieber Männer hätten, die ihnen echte Partner sind, warum heiraten sie dann immer die Falschen?
Diese Frage beschäftigt sowohl Männer als auch Frauen schon seit Jahrzehnten und wird wohl niemals zufriedenstellend beantwortet werden können.

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Dr. Kilad 28.08.2019, 14:58
73. Ein kleine Ergänzung

zum Thema: https://www.spiegel.de/karriere/kind-krank-was-berufstaetige-eltern-wissen-muessen-a-1280032.html

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Koda 28.08.2019, 15:10
74. Liebe Maria, meine Grüße an Ihren Kollegen

Zitat von mariahellwig
Liebe Margarethe, mein Kollege ist alleinerziehender Vater von 3 Kindern. Mama hat sich aus dem Staub gemacht. Er macht seinen 8 Stunden Job oder mehr, und kümmert sich sonst um die Kinder. Alles ohne Drama und Gejammer. Natürlich haben wir ihn während des Bewerbungsgesprächs danach gefragt, ob er das mit den Kindern geregelt hat. Ein entschiedenes JA und die Sache war erledigt. Ohne Drama. Er regelt seinen Alltag ohne Geschrei nach Gleichberechtigung. Und überhaupt ist er der Meinung, dass die Frauen am lautesten schreien, die überhaupt keine Kinder haben.
bin auch allein erziehend, allerdings Witwer, ebenfalls ganztags berufstätig. Und die Tochter war gerade 2 Jahre alt, als die Mama und das ungeborene Schwesterchen von uns gingen.

Mir fiel allerdings etwas Anderes auf:
auf der Arbeit hatte man großes Verständnis (ist allerdings auch öffentlicher Dienst und ohne Zeiterfassung), ein älterer Kollege meinte sogar, ich hätte es nun besonders schwer - ich dachte an mein nicht gerade kleines Gehalt und dass allein Frauen oft weniger verdienen als Männer - und fragte nach dem Grund; Ich sei nun mal ein Mann und für Männer sei Erziehung besonders schwer - schließlich sei ich nicht darauf vorbereitet, Vater & Mutter zu sein.

Zugegeben: nach dem Tod der Gattin fragte ich einige Male nach Familienberatung nach, das kann aber auch an meiner eigenen Struktur liegen und hätte vermutlich, wäre ich anders: z.B. selbstbewußter, autoritärer etc. diese Beratung nicht in Anspruch nehmen müssen.

Trotzdem glaube ich, dass Ihr Kollege es echt schwer hatte, wenn er für alle drei Kindern gleich da sen wollte.
Besonders wichtig sind in solchen Situationen Freunde evt. neue Panter/innen.
Hatte ich beides nicht und meine Kleine ist trotzdem bis jetzt 14 Jahre alt und pumperl gesund.

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Koda 28.08.2019, 15:15
75. Das haben Sie aber unsachlich mißverstanden

Zitat von madameping
Was bitteschön hat die Job-Einstellung eines alleinerziehenden Vaters damit zu tun, ob eine Frau Kinder hat oder nicht? Erstens gehe ich jede Wette ein, dass, wäre dieser Kollege eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern, den Job nicht gekriegt hätte und zweitens nervt mich das total, wenn Frauen ohne Kinder jetzt als neues Feindbild herhalten müssen. Wenn Sie hier wirklich eine sachliche Diskussion führen wollen, dann werden Sie diesen Ansatz bitte überdenken.
Es geht weniger um "Frauen ohne Kinder " als Feindbild, noch nicht mal um "abgehauene Mütter" als Feindbild, sondern einen anpackenden Vater als Vorbild.
Für die Männer, die sich verpieseln, und die Kinder im
Stich lassen.

Und wetten, dass eine Frau nicht die Stelle bekommen hätte, können Sie natürlich gerne anstellen.

Frauen maßt man ja sonst Superkräfte zu, dass sie automatisch Kinder & Job unter einen Hut kriegen - und dabei noch die Frisur sitzt.

Also: immer schön sachlich bleiben;

Schöne Grüße von einem - immer noch und auf ewig - allein erziehenden Witwer (seit Sept. 2007) und Vater einer damals 2jährigen.

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Bondurant 28.08.2019, 15:41
76. Liebe Mitforistin

Zitat von madameping
Ja, liebe Frau Gehlkiel, es ist wirklich erstaunlich, zu sehen, wie sich eigentlich gar nichts geändert hat - jedenfalls nicht in bezug auf Kinder.
Das ist nun gar nicht richtig, bedaure. Während "früher" das Kinderhaben als unhinterfragbarer Sinn des Lebens an sich verstanden wurde (man erzählt mir, dass noch in den goldenen sechziger Jahren der Bundesrepublik Deutschland kinderlose Menschen als vom Schicksal gestraft galten und keineswegs als beneidenswerte Unabhängige, die ihr Leben frei gestalten konnten), so ist diese Selbstverständlichkeit heute kaum noch vorhanden. Das gilt im Übrigen insbesondere für junge Männer, die zunehmend Interesse an Vaterschaft verlieren, weil sie in erster Linie die die Verpflichtungen einer solchen Position sehen und nur noch ganz selten bei dem Gedanken eine Art Vorfreude empfinden. Das kommt dann erst wieder, nach meiner Erfahrung, wenn Männer die fünfundvierzig deutlich überschritten haben und anfangen, sich in dieser Beziehung noch einmal neu zu orientieren, manche mit Glück, andere ohne. Also dass sich da gar nichts geändert haben soll, das empfinde ich nicht.

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jamsrhb 28.08.2019, 15:41
77. Sie wollen Gleichberechtigung?

Dann können sie ja mal bei der rechtlichen Situation bei Scheidungen anfangen. Oder bei den Gesetzen betreffend Sorgerecht. Solange es Frauen gibt, welche die Mutterschutzgesetze gnadenlos ausnutzen, werden Unternehmen Vorbehalte bei der Einstellung von Frauen haben, ganz besonders in hohen Positionen.
Dazu gibt es in der Wirtschaft einen ganz einfachen Deal. Du willst Geld,Macht und Prestige? Dann bezahl mit Lebenszeit dafür. So einfach ist das. Und da ist ein Kind nunmal nicht einkalkuliert.
Es ist sowieso eine total typisch deutsche Diskussion. Du willst fett Karriere und ein Kind? Dann bezahl ne Nanny in Vollzeit. Geld dafür ist ja da, wenn die Karriere läuft. So ist der Deal. Aber nur hier wird nach dem Gesetzgeber geschrien und die Unternehmen bedrängt und überhaupt sind die Männer auch die bösen, weil sie keine Kinder kriegen und deshalb im Vorteil sind. Wie wärs wenn man es einfach mal selbst in die Hand nimmt. Da gibt es kein "ja aber". Kind kriegen, paar Monate Auszeit und dann wieder Vollgas während die Nanny aufs Kind aufpasst.
So läuft es überall auf der Welt.
Man kann nicht alles auf einmal haben. Geile Karriere und super Mutter sein und alles mitkriegen geht halt nicht.
wer denkt er kann sich mal eben ein paar Jahre aus der Berufswelt zurückziehen, Vorbildmutter sein um dann ohne Einschnitte die Karriere wieder da aufzunehmen wo man sie verlassen hat ist entweder ein Traumtänzer oder ein unerträglicher Egoist.

Mal davon abgesehen: Ein Parlament ist die höchste Vertretung eines Landes, gesetzgebendes Organ etc. Es wird nicht umsonst meist "hohes Haus" genannt.
Dat hat mMn ein Baby nichts zu suchen. Moderne Zeiten hin oder her.

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Bondurant 28.08.2019, 15:56
78.

Zitat von jamsrhb
Mal davon abgesehen: Ein Parlament ist die höchste Vertretung eines Landes, gesetzgebendes Organ etc. Es wird nicht umsonst meist "hohes Haus" genannt. Dat hat mMn ein Baby nichts zu suchen. Moderne Zeiten hin oder her.
Es stellt sich in der Tat die Frage, ob in einer hochspezialisierten arbeitsteiligen Gesellschaft solches Verhalten, so niedlich es auch wirkt, angebracht ist. Ich jedenfalls wäre nicht begeistert, wenn mein Hausarzt während ich ihm meine Beschwerden schildere, gleichzeitig seinen zweijährigen Sohn auf den Knien schaukelte und sich auch sonst um dessen Wohlbefinden kümmerte. Aber vielleicht ist das ja Ansichtssache.

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Bondurant 28.08.2019, 16:12
79. Warum darf man nicht wahrheitsgemäß antworten?

Zitat von vera gehlkiel
... kriege aber jetzt von freundschaftlich gesonnenen Männern und auch Frauen in Beruf und Nachbarschaft, auf Geburtstagen und beim Schützenfest, schon regelmäßig besorgt gespiegelt, dass mit Zweiundvierzig mein biologisches Zeitfenster unwiederbringlich dabei ist, die ehernen Pforten zu verschließen.
Keine Panik! Zum einen ist das Zeitfenster eine sehr individuelle Sache, zum anderen kann man daran ja auch was machen. Soll heißen: ich kenne persönlich (tatsächlich) zwei Frauen, die noch mit über fünfundvierzig Lebensjahren Erstgebärende geworden sind. Und zwar ohne medizinische Hilfe, das zur Individualität. Und der zweite Punkt: erklärt man sich zur Inanspruchnahme solcher Hilfe bereit, dann hätten sie durchaus noch zwanzig Jahre Zeit, sich die Sache zu überlegen. Wenn Ihre Umgebung da nicht so auf dem Laufenden ist, dann sollte man sie souverän ignorieren können.

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