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Gleichstellung von Männern: Mittelalter! Weißer! Mann!
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Auf sein Alter, sein Geschlecht oder seine Hautfarbe reduziert zu werden, ist unangenehm. Das merkt seit einiger Zeit auch der alte, weiße, heterosexuelle Mann. Vielleicht lernt er daraus.

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Chris_7 22.11.2016, 15:29
1. Die Autorin begreift es nicht

Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich als heterosexuellen weißen Mann mittleren Alters zu bezeichnen. Denn das ist keine Minderheit. Sondern (was Hautfarbe und sexuelle Orientierung betrifft) die Mehrheit der Männer in Deutschland. Und (was die Hautfarbe betrifft) die Mehrheit der Menschen in Deutschland.

Das Problem entsteht erst dadurch, dass jemand auf Grund dieser Merkmale versucht, die heterosexuellen weißen Männer mittleren Alters nicht gleichberechtigt zu behandeln. Gleichberechtigt. Nicht gleichmacherisch. Sprich es darf kein gesetzlich vorgeschriebener Nachteil sein, dass man zu dieser Gruppe gehört. Erst dadurch entsteht staatliche Diskriminierung. Und da beginnt dann das Problem. Wenn man einfach akzeptieren würde, dass aus dieser Masse an Menschen eben auch eine Masse an Arbeitskräften , in der Folge an Führungskräften,.... hervorgeht und dass es eben kein Naturgesetz ist, dass eine Gleichverteilung der Besetzung dieser Funktionen nach sexueller Orientierung, Geschlecht, Hautfarbe,... gibt. Sondern dass diese Gleichverteilung ein ideologisches Hirngespinst ist. Ja, es ist wichtig, dass es Gesetze gibt, die Gleichberechtigung ermöglichen und als Regelfall ansehen. Aber es ist falsch, sinnlos und gefährlich, Gesetze zu haben,l die eine Gleichmacherei fordern. Denn sie führen zu einer Einschränkung der Entscheidungsfreiheit. Und ein Gesetz das sagt "Du musst da eine Frau nehmen" (und damit sagt "Du darfst keinen Mann nehmen) ist gleichermaßen abzulehnen wie ein Gesetz das besagen würde, dass man keine Frau nehmen darf. Und da es diese Gleichberechtigung gibt, hat sich der Staat gefälligst aus den weiteren Dingen rauszuhalten. Der Rest ist eine Sache freier Entscheidung, i.d.R. erwachsener Menschen. Egal ob das die Wahl eines Politikers ist oder der Abschluss eines Arbeitsvertrages.

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patrick6 22.11.2016, 15:31
2. Unverständlich

Wozu wird hier so etwas konstruiert? Aus Langeweile? Ich falle genau in die angesprochene Gruppe, es käme mir aber nie in den Sinn, die Bezeichnung "weißer, mittelalter, heterosexueller Mann" übel zu nehmen. Warum auch? Auslaufmodell? Ja, sicher, vom Alter her. Aber sonst?

Oder will uns die Schreiberin mit dem hier "Wer nämlich einmal verstanden hat, wie unwohl man sich fühlen kann, so auf Gender, Alter und Sexualität festgelegt zu werden, kann sich überlegen, dass es für andere möglicherweise genauso unangenehm ist. Vielleicht weiß er das längst, das kann sehr gut sein. Wenn nicht, kann er anfangen, dieses Gefühl abzuschaffen, indem er darauf verzichtet, andere auf diese paar Schubladen zu reduzieren..." mitteilen, dass sie selbst es satt hat, als "weiße, mittelalte, wasweissichwiesexuelle Frau" eingestuft zu werden? Das hätte sie auch kürzer schreiben können.

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diavid 22.11.2016, 15:35
3. Wtf

Das merkt der weiße Mann nicht erst jetzt sondern schon seit Jahren. Es sei denn er ist ein alter Bauer in Deutschland ohne Internet und Kontakten zu jungen Leuten in den USA.
Nach dem Trump-Sieg werden Trump-Wähler beschimpft, bedroht und körperlich angegriffen. Auf Twitter sind Sachen zu lesen wie "All White People must die" Für Apple Handys gibt es eine App die die Rechnung im Restaurant so aufteilt, dass weiße Männer in der Runde am meisten zahlen müssen. usw..

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tomxxx 22.11.2016, 15:37
4. Wieso? Ist doch super...

das dümmste aller Vorurteile ist, dass andere voller Vorurteile sind. Insofern ist die Diskussion in den Medien eine wunderbare Entzauberung einer virtuellen Gemeinschaft, die hauptsächlich publiziert (inkl. Facebook), aber im Endeffekt kaum Einfluss hat. Kurzzeitige Schäden richten sie immer wieder an... aber das lässt sich reparieren. Besser kann man deren Protagonisten nicht beherrschen, gefangen im eigenen Gedankenmodell. Daher: hoffentlich geht das weiter so!

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didlon 22.11.2016, 15:38
5. Stokowski, bleib bei deinem Gender.

Es doch wunderbar und von Vorteil ein mittelalter, weißer, Mann zu sein. Woher weiß ausgerechnet eine Frau, und dann noch eine Frau Stokowski, dass Mann damit Probleme hätte? Klingt nach Wunschdenken. Und was gäbe es für einen #Aufschrei, wenn sich einer dieser weißen, mittelalten, Männer anmaßen würde hier z.B. über die Befindlichkeiten junger, schwarzer, Frauen zu spekulieren und abzuleiten was sie daraus lernen könnten.

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cum infamia 22.11.2016, 15:39
6. Verehrte Frau Stokowski,

ich verstehe weder Sinn noch Zweck Ihres Beitrages.
Obwohl ich alle diese "negativen" Kriterien erfülle, fühle ich mich weder bei Festlegung auf "Gender"(wohl was wissenschaftliches- gab es vor 20 Jahren noch nicht ), Sexualität noch Alter irgendwie unwohl.
Bin ich da noch "normal" oder muß ich schon zur Behandlung zu irgendeiner "Beauftragten" ?

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ophelvetia 22.11.2016, 15:47
7. White Old Men

Die Kategorisierung ist nicht neu, zumindest nicht in den USA. Früher hiess das WASP. White Anglosaxon Protestant. Jetzt ist die Religion nicht mehr wichtig, und auch die Unterscheidung zwischen Engländern und Deutschen / Italienern etc. ist irrelavant geworden. Dafür nun das Geschlecht. White Old Men. WOM. Es hat was von Dinosauriern, insbesondere mit dem faltigen Trump-Konterfei dazu. Die USAr werden jetzt noch 4 Jahre von Dinosauriern regiert, danach dürfte deren Ära endgültig enden. Wenn es überhaupt so lange geht...

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manque_pierda 22.11.2016, 15:47
8. Artikel

wie diese, sind die besten Wegbereiter für Wahlerfolge der Trumps, AfDs und Co. Aber Frau Stokowski und die in ihrer Welt lebenden Protagonisten werden dies nicht begreifen, ist es doch einfacher sich moralisch über den heterosexuellen, weißen Mann zu erheben. Trump und seine politischen Anverwandten sind das politisch gewordene Pendel, dass vom überreizten PC, Gender und Diversity Aktionismus gnadenlos ins andere überreizte zurückschwingt. Dumm nur für Leute wie mich, die mit beiden Extremen nichts anfangen können und von beiden Seiten überrollt werden. Maß und Mitte scheinen Fremdworte zu sein und sich dann unschuldig in moraltriefenden TV-Beiträgen über Verrohung und Hass in der Gesellschaft beschweren. Die Stokowskis sind genauso schuldig wie die Trumps, die Frage ist nur, wer wen erschaffen hat...

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julia_m_78 22.11.2016, 15:48
9. Eine Verhöhnung der Opfer von Sexismus und Rassismus

Eine Verhöhnung der Opfer von Diskriminierung anhand von Hautfarbe und Geschlecht - nennen wir das Kind ruhig beim Namen: Sexismus und Rassismus -, denen von der Autorin die Schuld an ihrer eigenen Diskriminierung zugewiesen wird.

"Wenn nicht, kann er (sic!) anfangen, dieses Gefühl abzuschaffen, indem er darauf verzichtet, andere auf diese paar Schubladen zu reduzieren"

Wer bitte ist "er"? Der nur im Kopf der Autorin als Gruppe existierende alte, weiße Mann? Wer solche Kommentare liest, die in einem seriösen Nachrichtenportal veröffentlicht werden dürfen, kann sich am Ende nicht mehr wundern, wenn die Menschen, gegen die dort gehetzt wird, am Ende (leider) AfD oder Trump wählen.

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