Forum: Kultur
"Global Citizen Festival": "Wir werden Euch so richtig durchbelohnen"
AP

Um beim "Global Citizen Festival" in Hamburg Coldplay, Grönemeyer, Pharrell und Co. zu sehen, musste Engagement nachgewiesen werden. Das wurde am Konzert-Abend unterschiedlich ernst genommen.

cobaea 07.07.2017, 08:00
1. seltsam

Was ein merkwürdiger Bericht über ein Konzert, wenn zwar Lena und Bourani darin vorkommen, aber eine Stunde Konzert mit Shakira noch nicht einmal am Rande erwähnt wird. Deren soziales Engagement dürfte aber wesentlich bekannter sein als jenes von Lena oder Pharell Williams.

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romeov 07.07.2017, 08:48
2. Marketing Tool

...da die Inhalte fehlen und die Musik eh austauschbar ist, versucht man für viele Künstler jetzt über Themen "Inhalt" zu generieren. Also gibt man sich jetzt engagiert, politisch, schwul, lesbisch, um entsprechend Präsenz in den Medien zu bekommen. Gerade in Deutschland zieht das ungemein, weil Musik um der Musik Willen, kann es hier nicht geben.

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Stäffelesrutscher 07.07.2017, 09:53
3.

Scholz? Gabriel? Trudeau? Der Weltbank-Chef?
Erbarmung.

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streckengeher 07.07.2017, 10:13
4.

Zitat von cobaea
Was ein merkwürdiger Bericht über ein Konzert, wenn zwar Lena und Bourani darin vorkommen, aber eine Stunde Konzert mit Shakira noch nicht einmal am Rande erwähnt wird. Deren soziales Engagement dürfte aber wesentlich bekannter sein als jenes von Lena oder Pharell Williams.
Nicht wirklich seltsam. Der Autor nutzt das für ihn offenbar nicht so spannende Thema, um zwischen den Zeilen seine musikalischen Vorlieben zu bedienen. Wen er mag, bekommt Würdigung und warme Worte (unfair!), wen er nicht mag, wird ignoriert oder auf pseudospassige Art niedergemacht (Nach jedem Lied ist man bereit aufzustehen und zu gehen). Gönnen Sie ihm die Freiheit, auch wenn es nicht die vollendet feine redaktionelle Art ist.

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herm16 07.07.2017, 10:23
5. na,

das ist, wirklich wieder mal eine Chance sich wichtig zu machen. Was wäre denn, wenn die "Stars" mal gegen Gewalt aufrufen

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bärenfreund-tom 07.07.2017, 10:44
6.

Habe vorher nichts von diesem 'Konzert' gehört und dann leider per Zufall reingeschaut im Tv....
Puh war das langweilig.
Eine zähe Show...trotz massenhafter Selbstbeweihräucherung und teeniehaft gespielter Euphorie.
Dröge auswendig gelernte Texte mit Zahlenzirkus.Lahmste Moderation wirklich laienhaft rübergebracht.
Zum Glück war es dann irgendwann zuende.
Toll.

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ericstrip 07.07.2017, 12:51
7. Wow...

...man ist ja inzwischen viel Schräges gewohnt, was so unter "Engagement" gezählt wird - aber das hier?! "Um sich für die Verlosung der Karten zu qualifizieren, musste man sich auf der offiziellen Webseite registrieren und spezielle Aufgaben erfüllen, zum Beispiel Petitionen unterschreiben. Teil der Aufgaben war auch "irgendwelche Politiker antwittern" (...) bei der italienischen Botschaft in Berlin anrufen und etwas zur Flüchtlingspolitik der italienischen Regierung auf den Anrufbeantworter sprechen." Vorgefertigte Petitionen unterschreiben, twittern, mit abgelesenen Parolen Anrufbeantworter von Botschaften vollmüllen. Betreutes Denken nennt sich heutzutage Engagement (ja, ok, Städte anzuzünden nennt sich ja auch "Protest" - dann noch lieber solches "Engagement"...). Und dafür gibt es zur Belohnung ein Konzert. Daß unsere westlichen Gesellschaften schon auf einem solchen Tiefpunkt angekommen sind, hätte ich nicht erwartet. Und warum geben sich die beteiligten Künstler für einen solchen Schwachsinn her?! Wie soll man die jemals wieder ernstnehmen können?

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Papazaca 07.07.2017, 13:30
8. "Die Welt retten" nimmt komische Züge an

Ganz früher war Coldplay meine Lieblingsband, heute sind sie supererfolgreich, musikalisch "middle of the road" und gute Vorzeigemenschen . Das galt auch für viele der Auftretenden. Wenn dann auch noch Gabriel auftritt, bekommt man ein komisches Gefühl. Dieses Potpourri eines Ebola-Arztes aus Liberia, eines kleinen Schülers aus Südafrika, Schöneberger als Ansagerin und diversen Politikern wirkte auf mich irgendwie verstörend.

Selbst eine ja eigentlich gute "Die Welt retten-Veranstaltung" wirkt irgendwie konstruiert, geschleckt und letztlich komisch. Man hatte das Gefühl, einen mittelmäßigen Werbespot zu sehen und zu hören, in dem für alles mögliche - aber auch für das genaue Gegenteil geworben wurde. Mit ein paar Bier intus hätte ich alles sicher richtig gut gefunden.

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