Forum: Kultur
Globalisierungskritikerin Naomi Klein: Kohle frisst Klima auf
Kourosh Keshiri

Klimaschutz scheitert am Kapitalismus - zu diesem Fazit kommt Naomi Klein in ihrem Buch "Die Entscheidung", das sie jetzt in Berlin vorstellte. Ihr Appell: Eine Massenbewegung für das Klima könnte die letzte Chance sein, etwas zu verändern.

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jackjackjack 23.03.2015, 12:07
1. Geschäftsmodell Buch

vielleicht sollte man so ein wichtiges Thema nicht für 24€ verkaufen (Hallo, Kapitalismus?) ?

eher gegen Spende ... oder sagen wir Ebook Version für 2,99€ ?

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Mimahal 23.03.2015, 12:11
2. Sozialismus rettet die Welt

Wie der Sozialismus mit der Natur umgeht, konnte man ja gut in der DDR und im restlichen Osteuropa besichtigen. War das besser, als im kapitalistischen Westen, wie Schweden, Norwegen oder Dänemark?

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NoTarget 23.03.2015, 12:11
3. Qualifikation von Frau Klein?

Studium Anglistik und Philosophie an der University of Toronto. Abgebrochen ohne Abschluss.

Und die Dame weiß wie das Klima gerettet werden kann.

Ja ne is klar...

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Argumentationslogiker 23.03.2015, 12:12
4.

"Klimaschutz scheitert am Kapitalismus"
Eine kluge Schlussfolgerung, das Greenwashing des Kapitalismus wird eben auch nicht funktionieren. Dazu kann ich sehr die Arbeit von Professor Niko Paech von der Uni Oldenburg empfehlen. Der Mann forscht, welche wirtschaftlichen Vorraussetzungen nötig werden, um ein frühzeitiges Ende der Welt zu vermeiden und kam bisher zu dem Schluss einer Postwachstumsökonomie.
Für Interessierte Leser inner- und außerhalb der Redaktion:
http://www.postwachstumsoekonomie.org/html/paech_grundzuge_einer_postwach.html

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M. Michaelis 23.03.2015, 12:12
5.

Die antikapitalistischen Apokalyptiker brauchen eine neue Aufgabe. Nach dem der atomare Weltuntergang und sein Urheber der militärisch-industrielle Komplex abhanden gekommen sind musste ein neues Untergangsszenario her, die Klimakatastrophe.

Zudem drängt sich der Verdacht auf die durch das scheitern des antikapitalistischen Kollektivismus auf breiter Front abhanden gekommene Legitimation durch eine Verknüpfung mit dem Kampf gegen eine Klimaapokalypse wieder herzustellen.

Das Mem einer Apokalypse geistert beständig durch die Menschheitsgeschichte und dient immer dazu moralistische Forderungen und totalitäre Ideologien zu überhöhen und zu legitimieren.

Hier mischen sich in altbekannter Weise Zivilisationskritik, Gesellschaftskritik und Antikapitalsimus mit einer neuen globalen Bedrohung, der Abwendung einer Klimaapokalypse.

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peterbuske 23.03.2015, 12:15
6. Revolutionär!

Klima vs. Kapitalismus - nein, welch neue Erkenntnis.

Nun höret meine revolutionär neue Idee:

Soziale Gerechtigkeit vs. Kapitalismus.

Wahnsinn, was?

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Wenn Ideen aus den 70ern jetzt schon als neue Ansätze für die Klimapolitik verkauft werden...na dann gute Nacht, Klimarettung.

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ir² 23.03.2015, 12:15
7.

Naomi Klein ist eine kanadische Journalistin, Schriftstellerin, Globalisierungskritikerin und politische Aktivistin. Diese Frau ist an einer Diskussion über die physikalische Plausibilität der Erderwärmungstheorie durch ir-aktivierte CO2 Moleküle gar nicht interessiert, wahrscheinlich auch gar nicht fähig. Das Ziel - Überwindung das Kapitalismus - ist das Primat, der "Klimawandel" nur Mittel zum Zweck, da diese Geschichte z.Z. am ehesten geeignet scheint die Massen in Bewegung zu setzen. Die links-grünen Deutschen Leitmedien springen natürlich sofort auf diesen Zug, da der Zielbahnhof auch auf ihrem Ticket steht. Das CO2 ein lebenswichtiges Spurengas ist, und AGW nur ein Hype, die Erkenntnis frisst sich durch, egal was die Lügenpresse weiter an Öko-Propaganda in’s Volk trompetet. Die kontinuierlich einbrechenden Umsätze der Print Medien befördern den Öko-Journalismus dahin, wo er hin gehört. Auf den Müllhaufen der Geschichte.

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Currie Wurst 23.03.2015, 12:15
8.

Buchtitel und Inhaltsbeschreibung klingen nicht unbedingt nach neuen Ansätzen. Das eigentliche Problem klingt hat mit Klimaschutz nur am Rande zu tun, die Käuflichkeit der Politik durch die Wirtschaft. Das betrifft alle Bereiche unseres Lebens, vom Verbraucherschutz (Ampelsystem etc.) bis hin zum Klimaschutz.

Was den Klimaschutz und die Marktwirtschaft angeht, gibt es grundsolide Theorien, wie sich das eine mit dem anderen verbinden lässt, nämlich über Emissionszertifikate. Wenn darüber der weltweite Ausstoß geregelt bzw. gedeckelt wird, lassen sich über die Nachfrage Preise für Emissionen marktwirtschaftlich ermitteln und auch Anreize für entsprechende Innovationen zu deren Einsparung setzen. Funktioniert in der Theorie gut und würde auch in der Praxis funktionieren. Die Theorie ist über 30 Jahre alt, in der Praxis wehren sich genauso lange Lobbyistenverbände dagegen.

Innovationen bedeuten nämlich Investitionen und die schmälern erstmal den Gewinn. Das gilt es für die Lobbyisten zu verhindern und die Unabhängigkeit der Politik ist schon lange nur noch eine Mär. De facto sind die Abgeordneten für 4 Jahre gewählt und müssen sich nach der nächsten Wahl um ihre "Anschlussverwendung" Sorgen machen. Was liegt da also näher, den Lobbyverbänden entgegen zu kommen und sich als Gegenleistung ein Pöstchen in der lokalen Energiewirtschaft oder Vergleichbarem zu sichern?

Und wer ehrlich ist, sollte sich zunächst die Frage beantworten, wie unbestechlich er selbst ist, ehe man über die Politik im allgemeinen herzieht. Ich habe selbst auch keine Lösung und befinde mich eher im Modus der Resignation, weil ich nicht mehr an die große übergeordnete Kraft vor der Katastrophe glaube, die in der Lage wäre, Politik und Wirtschaft zu entflechten.

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otelago 23.03.2015, 12:19
9. Liebe Naomi

das große Problem für den Umweltschutz ist die völlig unsinnige Konzentration auf einen Klimawandel und die damit verwobenen Ideen.

Tatsächlich geht es überhaupt nicht um verkomplizierende Deutungen von Fakten:

Sondern um Entscheidungen über Besitzverhältnisse und Nutzungsarten auf der Erde.

Die Hauptprobleme dabei haben mit dem Klima wenig zu tun:

- Vermüllung, Vergiftung von Böden, Gewässern, Meeren

- Zersiedlung, Ausweitung von Siedlings- und Industrieflächen in stets steigendem Maß

- wirtschaftliche Nutzung von Böden/ Wäldern / Landwirtschaft steigt über jedes vertretbare Maß

Fazit:

Das "Ökosystem Erde" ist zwar offenkundig relativ stabil und voller Puffer, aber es ist ja klar, daß diese Stabilität offnkundig vor allem auf dem Funktionieren der Meere beruht.

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