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Globalisierungskritikerin Naomi Klein: Kohle frisst Klima auf
Kourosh Keshiri

Klimaschutz scheitert am Kapitalismus - zu diesem Fazit kommt Naomi Klein in ihrem Buch "Die Entscheidung", das sie jetzt in Berlin vorstellte. Ihr Appell: Eine Massenbewegung für das Klima könnte die letzte Chance sein, etwas zu verändern.

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dunnhaupt 23.03.2015, 12:52
30. Unglaubwürdige These

Dass Deutschland als einziges Land der Welt seine sauberen Atommeiler abstellt und stattdessen schmutzige Kohlekraftwerke baut, ist doch bestimmt nicht im Interesse des Kapitalismus. Nur China baut außer uns schmutzige Kohlekraftwerke. Die großen kapitalistischen Länder wie die USA sind mit Sonnen- und Windkraftwerken viel weiter fortgeschritten als Deutschland.

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spon-facebook-10000829235 23.03.2015, 12:53
31.

Zitat von M. Michaelis
Weder dieser Planet noch die Natur waren je eine Konstante, der Beweis dass dies keine ernsthaftes Problem ist längst angetreten.
Ich denke man kann schon sagen die Rohstoffe die uns auf dieser Welt zur Verfügung stehen sind weitestegehend konstant, oder in wiefern kann man dem widersprechen? Jetzt muss man sich überlegen wie unbegrenztes Wachstum das für den Kapitalismus nötig ist und ein begrenztes System wie unsere Erde zusammenpassen.
Wenn man dann weiß, das geht ja garnicht kann man sich über Alternativen Gedanken machen, und die anderen Nationen der Welt von dieser Alternative überzeugen. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass wir uns damit abfinden müssen mit Vollgas gegen die Wand zu fahren.

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colinchapman 23.03.2015, 12:59
32. falsche Schlußfolgerung

in der Marktwirtschaft (nicht Kapitalismus) hat der einzelne Anbieter das Bestreben, nicht so viel wie nötig, sondern so viel wie möglich am Markt abzusetzen. Dass dies dem Gedanken einer minimalen Umweltbelastung nicht immer entspricht, ist klar. Falsch ist bzw. wäre dagegen die Schlußfolgerung, dass es mit einem anderen Wirtschafts- bzw. Gesellschaftssystem besser ginge. Im Sozialismus bzw. in der Planwirtschaft waren die Umweltbelastungen ja noch viel ärger, man möge sich an die VEB Chemiewerke in Bitterfeld erinnern.

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mebschmw 23.03.2015, 13:02
33. das Problem ist viel tragischer - no chance

Ich schätze Frau Klein, auch wenn nicht jede These immer greift. Aber hier bin ich leider viel pessimistischer. Und das hat - ehrlich gesagt - diesmal nichts mit Globalisierung und neoliberalen Marktvorstellungen zu tun. Mit Kapitalismus (unserem Geldsystem) auch nicht. Die erschreckende Wahrheit ist viel einfacher: Schuld ist der Mensch. Vor allem die Anzahl der Menschen. Wir sond inzwischen so viele und so hochtechnisiert, dass wir mit Leichtigkeit alle fossilen Energieträger fördern und verwerten können. Die Entstehung fossiler Kohlenstoffspeicher geschieht hingegen viel langsamer, viel viel langsamer. Das Resultat wird sein, dass wir irgendwann jede Kohle, jedes Fass Öl und jeden Kubikmeter Gas verbrannt oder verarbeitet haben werden. Selbst wenn die Menschen in den Industriestaaten umdenken, werden sie dennoch - langsamer aber sicher - alle Recourcen ausbeuten. Wenn weniger wir, dann halt unsere Kinder oder Enkel. Und um so größer die Not in Schwellen- und 3.Welt-Länder ist, um so unrealistischer ist, dass diese Länder mitmachen. Was wir nicht verbrennen, verbrennen sie.

Fazit: Egal wer, egal wann - früher oder später ist aller Kohlenstoff in Form von CO2 in der Luft. Die Welt retten können nur energische Maßnahmen gegen das Bevölkerungswachstum. Und die wären, so sie erfolgreich und schnell genug wirksam sein sollten, unhuman und undemokratisch. Ergo: no chance.

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stanislaus01 23.03.2015, 13:05
34. Üblicher Unsinn

Alle Kohlekraftwerke der Welt verursachen noch nicht einmal soviel Schadstoffe wie die Blähungen aus menschlichen Därmen. Die die Autorin noch mit ihren Gehirnblähungen vermehrt. Und damit, dass völlig sinnlos ein Wald für das Papier des Buches abgeholzt werden musste.

Es gibt Lügenmärchen, die sind einfach nicht totzukriegen. Wie das vom Untergang der Erde durch menschliche Aktivitäten. Jetzt findet das sogar Eingang in die Frauenliteratur.

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Sarrazin+ 23.03.2015, 13:07
35. Volle Zustimmung

Zitat von götzvonberlichingen_2
Da es nach mehrheitlicher Meinung der SPON Foristen keine menschengemachten Klimaänderungen gibt, muss man auch nichts ändern. Daher ist das Buch überflüssig.
Ich finde das noch viel zu viele Leute dem "Klimaschutz" auf den Leim gehen. Als ob das in Amerika, China oder Indien jemand interessiert, was eine Frau Klein oder Frau Groß in einem Buch schreibt.

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Thomas Schnitzer 23.03.2015, 13:08
36.

Zitat von dunnhaupt
Dass Deutschland als einziges Land der Welt seine sauberen Atommeiler abstellt und stattdessen schmutzige Kohlekraftwerke baut, ist doch bestimmt nicht im Interesse des Kapitalismus. Nur China baut außer uns schmutzige Kohlekraftwerke. Die großen kapitalistischen Länder wie die USA sind mit Sonnen- und Windkraftwerken viel weiter fortgeschritten als Deutschland.
Das Abstellen der AKWs ist langfristig auch besser, denn deren Abfall ist insbesondere ohne brauchbares Endlager ein viel größeres Problem als CO2 das je werden würde. Ich folge ihrer Aussage aber bis dahin, dass der Schritt zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht war, denn man sollte den alten Stuhl bekanntlich erst raus stellen, wenn man einen neuen hat.

Was den Rest der "großen kapitalistischen Länder" angeht: Die USA haben für solche Vorhaben die besseren Voraussetzungen. Denn selbst die relativ kalten Wüsten Nordamerikas haben zwei Dinge satt, die bei uns Mangelware sind: Sonne und Platz. Gemessen an diesen Voraussetzungen ist man in den USA aber auch noch eher ganz am Anfang einer grünen Ausrichtung des Energiemarktes.

Die anderen kapitalistischen Größen, die uns voraus sein sollen, müssen sie mir hingegen noch zeigen. Ich kann in Japan nämlich keine besonderen Anstrengungen entdecken, und auch die Briten und Franzosen, die auf der Liste hinter uns folgen, sind nicht wirklich weiter.

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HansMaiser 23.03.2015, 13:15
37. Wachstum richtig begreifen.

Zitat von spon-facebook-10000829235
Ich denke man kann schon sagen die Rohstoffe die uns auf dieser Welt zur Verfügung stehen sind weitestegehend konstant, oder in wiefern kann man dem widersprechen? Jetzt muss man sich überlegen wie unbegrenztes Wachstum das für den Kapitalismus nötig ist und ein begrenztes System wie unsere Erde zusammenpassen. Wenn man dann weiß, das geht ja garnicht kann man sich über Alternativen Gedanken machen, und die anderen Nationen der Welt von dieser Alternative überzeugen. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass wir uns damit abfinden müssen mit Vollgas gegen die Wand zu fahren.
Wachstum bedeutet im Kapitalismus aber nicht zwangsläufig Vermehrung.
Wachstum ist auch und vorallem sogar ein Synonym für Verbesserung und Kostensenkung.
Betrachte ich alleine meine Fahrzeuge wird das sehr deutlich.
in den Achtzigern fuht ich einen Mercedes 500 SE. Der wagen hatte grademal 231 PS und schluckte völlig verrückte 25 Liter auf 100 Km. Heute Fahre ich einen großen Audi Diesel mit 260 PS un der Verbraucht nur 7 Liter.
Im ozialismus Verbrauchten die Autos die es gab - also den Trabbi - immer ca. 10 Liter Benzin-Öl Gemisch. Ohne in 40 Jahren Bauzeit irgendeine Verbesserung im Verbrauch zu erzielen.
Bei allem anderen verhällt sich das ähnlich. Egal ob Wohnraum, Elektrogeräte oder Lebensmittel. Alle sind bemüht die Kosten zu senken und mit den Kosten sinkt auch der Verbrauch an Ressourcen.

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Le Commissaire 23.03.2015, 13:15
38. vier Gedanken

Zitat von spon-facebook-10000829235
Jetzt muss man sich überlegen wie unbegrenztes Wachstum das für den Kapitalismus nötig ist und ein begrenztes System wie unsere Erde zusammenpassen.
Dazu vier Überlegungen:

1. Recycling: Die meisten Rohstoffe bleiben nach Ihrem Abbau voll erhalten, die Rohstofflager der Zukunft sind die Altgeräte.

2. Shared Economy: Stichworte Uber, Reparaturwerkstätten etc.

3. Wachstum setzt nicht notwendig ein Mehrverbrauch materieller Ressourcen voraus. Wenn mehr Mittel für zum Beispiel Massagen oder andere personennahe Dienstleistungen ausgegeben werden, findet Wachstum statt, ohne dass (in nennenswerter Menge) materielle Ressourcen verbraucht werden.

4. Einführung von Kapitalismus: Wenn der Verbrauch von Luft etwas kostet, sind die Unternehmen automatisch an dessen schonender Nutzung interessiert. Es ist das sozialistische Prinzip des Gemeineigentums, das die Probleme schafft.

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jjcamera 23.03.2015, 13:17
39.

Man muss nicht das Klima analysieren, sondern den Menschen. Erst wenn er nicht mehr atmen kann, wird er auf einer Klimaänderung bestehen - oder er geht unter. Ganz einfach. Ein Buch ist dabei nutzlos.
Die Natur wird den Menschen überleben, anders herum wird wohl eher nichts draus.

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