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Golden Globes 2019: Emma Stone entschuldigt sich für Filmrolle
AFP

"I'm sorry!" Mit diesem Zwischenruf hat Emma Stone bei den Golden Globes für Wirbel gesorgt - allerdings positiven, denn sie entschuldigte sich damit für eine Filmrolle, die wegen Whitewashing kritisiert worden war.

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lock_vogell 07.01.2019, 15:13
10.

Zitat von hansfohlmeister
Muesste sich eigentlich Ben Kingsley dafuer entschuldigen, dass er mal Gandhi gespielt hat?
ich glaube nicht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Kingsley
... Kingsley wuchs als Krishna Pandit Bhanji in Pendlebury bei Manchester auf

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martin58. 07.01.2019, 15:42
11. Wie heisst eigentlich das Gegenteil von "Whitewashing"?

Interessiert wahrscheinlich keinen Politisch-Korrekten, denn ich habe noch keine öffentliche Kritik von Prominenten, oder Journalisten, daran gehört, dass "Heimdall", ein Gott der nordischen Mythologie, von einem Schwarzen gespielt wird. Auch nicht daran, dass der von E.T.A. Hoffmann ersonnene und von Tschaikowski vertonte "Nussknacker", genau so wie Claras Patenonkel Droßelmeier, plötzlich schwarz ist. Die Liste liesse sich noch um einige Blockbuster der letzten Jahre fortsetzen. Es ist längst zur politisch-korrekten Selbstverständlichkeit geworden, in Filmen, in denen allein auf Grund des historischen Stoffes, gar kein Schwarzer vorkommen kann, dennoch einige Rollen mit schwarzen Schauspielern zu besetzen. Zusätzlich auffällig: Es gibt unter allen Fällen des heutigen "Blackwashing" (?) nicht einen Einzigen, in dem ein schwarzer Schauspieler eine "negativ" besetzte Rolle spielt.

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spon_3175452 07.01.2019, 15:44
12. Stone

Wieso entschuldigt sich Stone, die die sie gecastet haben müssten sich doch entschuldigen, oder?
Oder dürfen sich nicht passende Schauspieler zukünftig gar nicht mehr auf solche Rollen bewerben?

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kosaptes 07.01.2019, 15:46
13. :|

Diese Geste wirkt unaufrichtig und lächerlich modisch.

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zardoz77 07.01.2019, 17:09
14. Möglich

Zitat von martin58.
noch keine öffentliche Kritik von Prominenten, oder Journalisten, daran gehört, dass "Heimdall", ein Gott der nordischen Mythologie, von einem Schwarzen gespielt wird.
In der nordischen Mythologie war auch nie die Rede davon, dass Thor manchmal mit Raumschiffen umher fliegt oder mit einem irdischen Robotermann zusammen kämpft oder dass er gegen den grünen Hulk kämpfen muss. Ein Hulk ist in der nordischen Mythologie ganz nebenbei auch nie erwähnt worden. Warum stören Sie sich daran, dass der wenig nervende Idris Elba die Rolle spielt und nicht an den 1000 anderen nicht-kanonischen "Überllieferungen" der Marvel-Comics?! Böse Schwarze gibts in "Black Panther" übrigens genug!

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Christoph 07.01.2019, 17:25
15.

Zitat von zardoz77
Warum stören Sie sich daran, dass der wenig nervende Idris Elba die Rolle spielt und nicht an den 1000 anderen nicht-kanonischen "Überllieferungen" der Marvel-Comics?!
Er hat gar nicht geschrieben, dass er sich daran stört, dass Idris Elba die Rolle gespielt hat, sondern nur kritisiert, dass einige im einen Fall die (angeblich) falsche Besetzung kritisieren, im anderen aber nicht. Kritikpunkt ist hier also nicht Idris Elba, sondern die Personen, die mit zweierlei Maß messen.

Die "1000 anderen nicht-kanonischen "Überllieferungen" der Marvel-Comics" haben mit dem hier diskutierten Thema nichts zu tun und spielen deswegen dafür keine Rolle.

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horstu 07.01.2019, 21:43
16. Revolution der Diversität

Wenn man diese Forderungen zu Ende denkt, müsste die Filmindustrie ein Rassenkataster führen, um die ethnisch konforme Rollenbesetzung zu überprüfen und ggf. zu sanktionieren. Nürnberg 2.0. Zu klären wäre dann noch, ab wann man z.B. als "asiatisch genug" gilt, wieviel Prozent des Stammbaums diesen Anforderungen genüge tun müssen, etc. Man könnte in einer liberalen Welt natürlich auch einfach jeden spielen lassen, was er möchte, aber die "Revolution der Diversität" hat eben keine liberalen Motive.

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nasowas01 08.01.2019, 07:08
17. Thema nicht verstanden

An den meisten Kommentaren sieht man, dass das Thema nicht verstanden wird und eben meistens aus der Brille eines Weißen gesehen wird. Aber versetzen Sie sich mal in die Lage eines asiatischen Schauspielers oder einer Latina, die Schauspielerin ist. Wie viele Rollen werden überhaupt potenziell mit Ihnen besetzt, bei all den Filmen, die in Hollywood produziert werden? Der Anteil ist verschwindend gering, von Hauptrollen ganz zu schweigen. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Minderheiten und ihrem Anteil an der Bevölkerung. Gerade in den Städten machen Latinos und Asiaten (im Übrigen fallen da auch Inder und Südostasiaten darunter) einen beachtlichen Anteil aus. Der Punkt ist also überhaupt die Verteilung von Rollen. Welche Storys verfilmt und wie sie besetzt werden, wird von Weißen bestimmt. Das sieht man ganz deutlich. Da würde ein wenig mehr Diversifizierung gut tun. Und das fängt eben genau bei der Besetzung von (Haupt-)Rollen an, die z.B. eigentlich eindeutig asiatisch sind.

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vulcan 09.01.2019, 09:40
18.

Zitat von nasowas01
An den meisten Kommentaren sieht man, dass das Thema nicht verstanden wird und eben meistens aus der Brille eines Weißen gesehen wird. Aber versetzen Sie sich mal in die Lage eines asiatischen Schauspielers oder einer Latina, die Schauspielerin ist. Wie viele Rollen werden überhaupt potenziell mit Ihnen besetzt, bei all den Filmen, die in Hollywood produziert werden? Der Anteil ist verschwindend gering, von Hauptrollen ganz zu schweigen. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Minderheiten und ihrem Anteil an der Bevölkerung. Gerade in den Städten machen Latinos und Asiaten (im Übrigen fallen da auch Inder und Südostasiaten darunter) einen beachtlichen Anteil aus. Der Punkt ist also überhaupt die Verteilung von Rollen. Welche Storys verfilmt und wie sie besetzt werden, wird von Weißen bestimmt. Das sieht man ganz deutlich. Da würde ein wenig mehr Diversifizierung gut tun. Und das fängt eben genau bei der Besetzung von (Haupt-)Rollen an, die z.B. eigentlich eindeutig asiatisch sind.
Unsinn - das liegt ganz einfach daran, dass die meisten eben 'Weiße' sind. Von daher ist es völlig klar, dass wir nicht so viele Asiaten oder sonstwas sehen.
Sie können ja nicht erwarten, dass plötzlich 50% Asiaten in einem Film auftauchen, wenn der Bevölkerungsanteil nicht einmal ein Zehntel davon beträgt.
Ich finde diese ganze Diskussion ziemlich daneben - ebenso die 'Entschuldigung' von E. Stone.
Zwang- und krampfhafte political correctness, die teils unmögliche Blüten treibt.

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k-w.baulig 09.01.2019, 15:59
19. Alles eine Frage der Perspektive

Sicher wäre es da wo es sinnvoll erscheint schön, Schauspieler zu finden, die für eine bestimmte Rolle vollkommen authentisch besetzt werden. Ein Film lebt aber auch von seinen Vermarktungsmöglichkeiten. Hier steht sich Hollywood dann doch oft selbst im Wege und schaut doch in erster Linie auf die Bekanntheit der Protagonisten. Hier den Schauspielern einen Vorwurf zu machen halte ich für übertrieben. Denn die Schauspielerei lebt ja auch von einer gewissen Ambivalenz.

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