Forum: Kultur
Goldene Kamera: Sonderpreis für Klimaaktivistin Greta Thunberg
Hannibal Hanschke / REUTERS

Nicht nur Laudator Michael "Bully" Herbig zeigte sich begeistert von "Fridays for Future"-Initiatorin Greta Thunberg. Bei der Verleihung der Goldenen Kamera bekam die junge Schwedin stehende Ovationen.

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ichliebeeuchdochalle 31.03.2019, 16:25
80.

Zitat von imlattig
veranstaltung waren jede menge entscheider unserer gesellschaft anwesend. sie beklatschten ihr eigenes versagen. showtime.
... und das Schöne, die haben nicht mal den Intellekt, das zu merken.

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troubadero 31.03.2019, 17:10
81. Der Effekt?

Zitat von claus7447
Und der Effekt? Keiner hätte es gemerkt. Wäre das besser?
Stellen Sie sich vor Greta hätte wie Marcel Reich-Ranicki den Preis auf der Bühne abgelehnt und den Anwesenden den Spiegel vorgehalten. (Denn diese Veranstaltungen, bei denen die Anwesenden um die halbe Welt fliegen um sich selber zu loben, haben keinen Sinn, außer seichte Unterhaltung) Der Effekt? Noch größer, konsequent zu Ende gedacht, noch glaubwürdiger...

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mr future 31.03.2019, 17:30
82. Publikumsbeschimpfungen

Zitat von troubadero
Stellen Sie sich vor Greta hätte wie Marcel Reich-Ranicki den Preis auf der Bühne abgelehnt und den Anwesenden den Spiegel vorgehalten. (Denn diese Veranstaltungen, bei denen die Anwesenden um die halbe Welt fliegen um sich selber zu loben, haben keinen Sinn, außer seichte Unterhaltung) Der Effekt? Noch größer, konsequent zu Ende gedacht, noch glaubwürdiger...
Bei Publikumsbeschimpfungen würde Greta nur abprallen. Sie will aber Bewusstsein ändern und fordert von den Politikern "performance" ein. re future

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Schartin Mulz 31.03.2019, 17:35
83. Das ist schon die richtige Richtung

Zitat von tkedm
Die, die dem "schwedischen Mädchen zujubeln", treffen nicht die Entscheidungen, sondern versuchen so Druck auf die Entscheider zu machen. Es sind ja eben nicht die Politiker, die ihr zujubeln. Insofern geht Ihre Kritik in die falsche Richtung, wenn Sie von "wir" sprechen.
Weil "wir" die Diskussion um den Klimawandel doch seit Jahren nach demselben Muster führen.
Rein emotional. Wir jubeln Greta zu, wir kämpfen um ein paar qm Wald im Hambacher Forst, wir schimpfen auf die Politik die nichts tut.
Aber was sie tun soll, das wissen wir auch nicht. Wir ergehen uns in Symbolpolitik.
Und kaufen uns aus dem Problem heraus, indem wir Greta zujubeln und sie mit Preisen zudecken. Und vielleicht noch die Grünen wählen. Da ist das Gewissen beruhigt.

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tkedm 31.03.2019, 17:54
84.

Zitat von Schartin Mulz
Weil "wir" die Diskussion um den Klimawandel doch seit Jahren nach demselben Muster führen. Rein emotional. Wir jubeln Greta zu, wir kämpfen um ein paar qm Wald im Hambacher Forst, wir schimpfen auf die Politik die nichts tut. Aber was sie tun soll, das wissen wir auch nicht. Wir ergehen uns in Symbolpolitik. Und kaufen uns aus dem Problem heraus, indem wir Greta zujubeln und sie mit Preisen zudecken. Und vielleicht noch die Grünen wählen. Da ist das Gewissen beruhigt.
Doch, im Grunde wissen alle, was zu tun ist:

Investieren: In Speicher für erneuerbare Energien, in Elektromobilität, in ÖPNV-Konzepte wie auch in die Deutsche Bahn. Die Liste kann man endlos weiterführen. Das "Problem": Es kostet Geld, uns alle.

Es müssen Gesetze auf den Weg gebracht werden: Strenge Tierschutzgesetze, weg von der Massentierhaltung für billigstes Fleisch. In der Politik wird ernsthaft noch über das Töten von Küken oder der betäubungsfreien Kastration von Ferkeln diskutiert. Eine Kastration dafür, damit das Fleisch nicht stinkt und nicht verkauft werden kann. Ist das nicht pervers? Auch diese Themen gehören zum Gesamtkomplex.
Hinzu kommt der Unsinn mit willkürlichen Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln und der Entsorgung nach Ablauf durch Handel und Verbraucher. Dann gibt es noch das Thema Plastik. Erst gestern habe ich wieder mit dem Kopf geschüttelt, als ich eine Verpackung eines Fruchtgummiherstellers gesehen habe, in der 20 weitere kleine Tütchen mit Fruchtgummi eingepackt waren. Muss so etwas sein?

Also: Jeder weiß, was getan werden muss. Es wird nur für alle sehr, sehr unbequem und teuer. Und da hört dann offenbar das Nachhaltigkeitsbewusstsein auf.

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jim.panse 31.03.2019, 17:54
85.

Zitat von Schartin Mulz
dass ich diesen Medien-Hype grotesk finde? Da wird jetzt dieses Mädchen vor die Kameras und Mikrofone gezerrt, mit Preisen überhäuft, zu Demos eingeladen. Irgendwann wird es langweilig und der/die nächste ist dran. Und geändert hat sich nichts. Die Emotionalisierung des Themas hatte ja mal ihre Berechtigung. Aber konkret ist die vielzitierte Energiewende eine Angelegenheit für rationale Köpfe. Wei lange wursteln wir da schon herum. Schlagen uns auf die Schulter für die steigenden Anteile erneuerbarer Energien. Was aber nur funkitoniert, weil wir die traditionellen Kraftwerke in der Hinterhand haben. Was ist mit der Speicherung, um die Erneuerbaren grundlastfähig zu machen? E-Autos sollen wir kaufen. Für mich ist die nächste Ladestation seit Jahren 2 Km entfernt. Und immer besetzt. Ich wäre doch bescheuert mir ein E-Auto zu kaufen. Da müssen Konzepte her. Auch für den ÖPNV. Für Radwege. Da müssen Milliarden bewegt werden. Wer wagt sich daran? Niemand, es ist ja einfacher, einem schwedischen Mädchen zuzujubeln.
Die Ladesäule die immer besetzt ist möchte ich sehen. Vielleicht nennen Sie die mal. Speichern des Stroms. Schon mal was von bidirektionalem Laden gehört. Ist der nä. folgende Schritt beim BEV. Wir haben aktuell 55TWh Überschuss dank EE! Die reichen schon alleine für 15Mio. BEV.

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